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Kundenrezension

64 von 85 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen A Dance With Dragons - ohne viel Dragons, 27. Juli 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: A Dance with Dragons: A Song of Ice and Fire: Book Five (Gebundene Ausgabe)
Zuerst einmal zum Äußeren des Buches: Das Cover kommt wertig daher, vor Allem zu dem Preis! Ein Bronzener Drache auf dem Buchumschlag, im Relief gearbeitet - das sieht nicht nur im Regal gut aus sondern macht auch richtig Lust auf mehr. Da kommt dann aber schon der erste Haken.

Die letzten Bücher habe ich erst wieder gelesen um mich "einzustimmen". Ich hatte mich im Vorfeld also sehr auf das fünfte Buch gefreut und es sobald es möglich war vorbestellt. Jetzt bin ich mit dem Buch durch und muss sagen: Ich bin enttäuscht. Die Geschichte von Daenerys hat mich von Anfang an sehr mitgerissen, ich hatte mir vom Titel erhofft dass es jetzt endlich ordentlich um die Drachen geht die langsam größer und mächtiger werden. Fehlanzeige. Die Drachen kommen das ganze Buch über wenn dann nur am Rand vor, erst zum Ende hin werden sie endlich interessant und wichtig, aber dann in einer Art und Weise die sicher nicht jedem Fan gefallen wird. Auch Daenerys' Geschichte ist sicherlich kein Dance, sondern wenn überhaupt ein Struggle.
Die gesamte Handlung baut sich am Anfang sehr zäh auf, wenn man dann etwa bei der Hälfte des Buches angekommen ist wird's langsam besser. Zum Ende hin gibt es wieder die üblichen Cliffhanger, manche Charaktere die zu Anfang sehr wichtig erschienen finden plötzlich keine Erwähnung mehr, was mich enttäuscht hat, bei anderen bisher lieb gewonnenen Charakteren fehlen mir die Emotionen.

Ansonsten wird viel auf der Stelle getreten und viel erzählt, passieren tut aber kaum etwas. Die Äußere Handlung ist dürftig, die innere Handlung meiner Meinung nach leider auch. Die lieb gewonnenen Charaktere wie Daenerys, Jon oder Tyrion erleben schwere Krisen in diesem Band, aber nirgendwo liest man von Zweifel, Angst, Sehnsucht, Verzweiflung, oder irgend einer anderen menschlichen Emotion. Die Charaktere wirken platter als jemals zuvor.

Martins Erzählstil hat sich seit dem ersten Buch sehr verändert. Manche mögen die Details die er seit Neuem in seine Erzählungen einstreut lieben, ich mag sie nicht. Oft habe ich mich beim Lesen dabei ertappt ganze Absätze zu überspringen wenn ich gemerkt habe dass es jetzt wieder einmal um das Aussehen irgend eines Nebencharakters ging, oder um das Essen das bis ins kleinste Detail beschrieben wurde, oder darum ob einer von 15 Rittern die nicht einmal namentlich erwähnt werden sich jetzt heute Morgen frisch rasiert hat oder nicht. Ich mochte den alten knackigen Erzählstil lieber, und konnte mich mit den vielen Details im fünften Band nicht anfreunden, auch deswegen nicht weil ihr Nutzen sich mir nie erschlossen hat. Atmosphäre schön und gut, aber die Details waren zu viele und zu überladen um die Geschichte runder wirken zu lassen. Im Gegenteil: Sie haben meiner Meinung nach mehr geschadet als genutzt. Die Sprache wirkte früher flüssig und knackig, das fünfte Buch kommt ebenso wie das vierte sehr konstruiert daher. Am Meisten stört mich die Tatsache dass viele Kapitel nur auf einen einzigen Cliffhanger hinaus laufen der dann in den letzten fünf Zeilen der letzten Seite des Kapitels endlich kommt. Alles was zuvor beschrieben wurde scheint zum Teil nur dem Zweck zu dienen von diesem besonderen Moment abzulenken oder so etwas wie alltägliche Langeweile aufkommen zu lassen damit die letzten Zeilen so richtig schocken. Dadurch wird die Erzählung auf einmal erschreckend vorhersehbar.
Das hat der Martin doch eigentlich gar nicht nötig! Kennen gelernt hab ich ihn als einen Autor der mit seinen Lesern spielt, kraftvolle präsente Charaktere zaubert, nicht vor Überraschungen zurück schreckt, und seien sie auch noch so entsetzlich. Inzwischen empfinde ich seine Erzählweise als überladen und zugleich zu vorhersehbar um mich längerfristig zu begeistern. Die "Twists and Turns" früherer Bücher haben mich richtig umgehauen, hier habe ich oft den Eindruck dass ein "Twist" nur um des Twist's Willen eingebaut wurde, und um das Buch etwas länger zu machen. Man hat das Gefühl dass Martin sich selbst und seinen Stil in den letzten fünf Jahren verloren hat.
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Kommentare


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1-5 von 5 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 11.10.2011 11:02:36 GMT+02:00
Melia meint:
Danke für diese gute Rezension, die es wirklich auf den Punkt bringt. Ich bin jetzt bei Seite 800irgendwas und lese das Buch nur noch deswegen zu Ende, weil ich's so kurz vor Schluss aus Prinzip nicht mehr weglege (auch wenn ich den Cliffhanger schon kenne). Gerade die extreme Detailverliebtheit ist etwas, das mir furchtbar auf die Nerven geht - es ufert einfach aus, gleichzeitig bleibt die Story auf der Strecke. Denn seien wir mal ehrlich: Gerade in den Jon-Kapiteln tut sich kaum etwas, da geht's doch nur darum, dass der ewige Emo sich als Lord Commander behauptet - was er ja auch ganz gut macht, aber das muss man nicht so extrem ausführlich schildern. Dass die Drachen erst so spät vorkommen, ist für mich auch ein wichtiger Kritikpunkt - der Titel hätte anderes vermuten lassen. Insgesamt ist das für mich, obwohl ich noch nicht fertig bin, der schwächste Band der Reihe. Einige Kapitel sind richtig genial und machen Spaß, aber eine erschreckend große Anzahl ist einfach nur öd.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 09.11.2011 18:35:15 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 09.11.2011 18:40:52 GMT+01:00
Adornis meint:
*SPOILER*

Die og. Meinungen kann ich überhaupt nicht teilen. Sicherlich ist die Beschreibung zwar dicht und mag überladen wirken, aber oftmals haben die Details eine Bedeutung, wenn vielleicht auch nur marginal.
Drachen sind nicht nur die Tiere im Kerker, sondern auch andere Phänomene und Personen. Das große Ganze verdichtet sich zur absoluten Größe. Bei Jon Snow passiert eine ganze Menge an der Mauer und drumherum. Es sind zum Teil nur Kleinigkeiten, aber das "Lied von Eis und Feuer" wird gesungen und die Schicksale fügen sich ineinander (Bran!). Jons Herkunft ist nach wie vor ungeklärt.
R'llor. der rote Wanderer, Prinz Quentyn, Rhaegars Sohn ... hier tanzen die Drachen Rock'N'Roll!
Martins Anspruch an seine Geschichte ist hoch, sein Thema eines, was er vielleicht zwischendurch aus den Augen verliert, aber die meisten Leser gar nicht erst wahrzunehmen scheinen.

Außerdem ist es unfair zu behaupten von Angst, Zweifel, Sehnsucht sei nicht die Rede. Oftmals ergeben sich derlei Deutungen aus den Dialogen, welche nunmal bei Martin den Großteil ausmachen. Die Kunst ist eben es nicht dranschreiben zu müssen.

Veröffentlicht am 12.12.2011 15:29:26 GMT+01:00
Fraggle meint:
Stimmt schon, viel passiert nicht- Daenerys sitzt in Mereen fest, Jon in Castle Black, Theon bei Ramsay Bolton, und herum kommt eigentlich nur Tyrion. Rein von der Handlung betrachtet hätte man das Buch auch gut um 1/3 Kürzen können. Aber eigentlich war das ja auch klar- der Krieg der 5 Könige ist beendet oder liegt zumindest auf Eis, die Wilderlings sind geschlagen, da bleiben die großen Schlachten aus. Aber ich denke definitiv, daß dieser Band die Basis legt für ein sehr actionlastiges nächstes Buch. Die Drachen sind frei, Dany verläßt Mereen, ein Targaryen kehrt nach Westeros zurück, und in Castle Black dürfte auch Einiges passieren. Also ist Dance nicht der lang erhoffte Actionkracher, aber -so denke ich- ein Sprungbrett für einen sehr vielversprechenden "Winds of Winter".

Und zu einem "notwendigen Übel", durch das man sich durchkämpfen muß, verkommt das Ganze für mich trotzdem nicht, denn Martin's Schreibstil gefällt mir nach wie vor. Er schreibt flüssig, die Charaktere sind mMn realistisch, und so hat sich das Buch bei mir wie von selbst gelesen. Ich würde definitiv 4 Sterne vergeben.

Veröffentlicht am 05.06.2012 16:46:20 GMT+02:00
Wilder Bär meint:
@Adornis: Sie brauchen die Meinung anderer gar nicht teilen, das verlangt gar keiner. Es reicht schon mal, eine ausführliche und gute Rezension zu respektieren, auch wenn diese nicht ihre Meinung widerspiegelt.
Und vor dem erwähnten Rock'n Roll kommt nämlich eine gaaaaanze lange Zeit statisches Rauschen, das man hätte viel kürzer fassen können, meiner Meinung nach ;-)

Veröffentlicht am 06.06.2012 11:40:48 GMT+02:00
Miss Waikiki meint:
Ich denke, in Vol. 6 kommt's dann richtig heftig! Der Grundstein dafür ist ganz klar gelegt. Ich denke, Leute die sagen, da passiere nichts und es wäre langweilig, haben nicht bis zum Ende gelesen. Wie Fraggle schon sagt, es gibt immerhin unerwartete Darsteller, die auch handeln. Das könnte echt klappen. Und... was heißt notwendiges Übel? Niemand muss ein Buch lesen, wenn er nicht will. Alles freiwillig.
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