Kundenrezension

27 von 45 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Verhollywoodisierter Abfall von sonstiger HBO-Qualität, 20. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: Boardwalk Empire Season 1 (Limitierte Erstauflage mit Fotobuch) [Limited Edition] [5 DVDs] (DVD)
Die HBO-Serie beschreibt die Entwicklung der organisierten Kriminalität in den USA in Zeiten der Prohibition am Beispiel von Ereignissen in der damals boomenden Vergnügungsstadt Atlantic City, aber auch mit reichlich Referenzen in Vorgänge in Chicago und New York. Im Mittelpunkt steht die historische Figur des Enoch 'Nucky' Johnson, der das Amt des 'County Treasuerer' - einer Art Finanzminister des 'Landkreis' Atlantic - innehat und einflussreicher Strippenzieher der republikanischen Partei ist. Er ist heimlicher Regent der Stadt, der hinter den Kulissen die Bürgermeisterwahlen beeinflusst (wobei er hier mit den Auswirkungen des während der Laufzeit der Staffel eingeführten Frauenwahlrechts zu kämpfen hat), den Sheriff quasi bestimmt, mit Senatoren kungelt und auch Verbindungen in die Bundesstaaten- und Bundespolitik hat. Mit Beginn der Prohibition zieht er ein Schmuggelgeschäft auf und möchte Atlantic City zunehmend als 'Rückzugsmöglichkeit' für trinkfreudige Amerikaner etablieren. Dabei arbeitet er mit New Yorker und Chicagoer Gangster zusammen, u. a. den historischen Figuren des Arnold Rothstein (damals Großgangster in New York), Al Capone und Lucky Luciano (zu der Zeit noch jung und in der zweiten Reihe stehend). Vor Ort ist sein wichtigster Helfer der traumatisiert und brutalisiert aus dem 1.Weltkrieg heimgekehrte Jimmy Darmody.

Neben den Hauptgeschichten um Schmuggel und Auseinandersetzungen (inclusive Auseinandersetzungen zwischen den Gangsterbanden) geht es in kleinen Geschichten u. a. um die Beziehung zwischen Nucky und seiner neuen Geliebten (Mrs. Schroeder, katholisch-ehrenhaft, aber ihren Vorteil suchend), die unglückliche Ehe von Jimmy und dessen wahren Vater, die Entwicklung von Al Capone und den religiösen Eiferer Van Alden, der als Special Agent Nucky verfolgt und dabei von seinen eigenen religiösen Teufeln gejagt wird. Die Staffel 1 besteht aus 12 Folgen je 50 Minuten (1. Folge: 70 Minuten). Extras beschreiben z.B. den Aufbau des Sets oder das historische Atlantic City.

Angesichts der vielen positiven Reaktionen auf diese Serie in den Medien und auf Amazon zweifele ich ja ein bisschen an meinem durchwachsenen Urteil, aber man soll ja ehrlich sein. Sonst großer HBO-Fan muss ich mein Urteil in zwei Empfindungen zusammenfassen: enttäuscht und nicht immer, aber oftmals etwas gelangweilt.

Freilich hat die Serie ihre Stärken, die denn auch vier Sterne rechtfertigen: ein aufwendiges Set (s. aber unten), viele schöne Einzelbilder und Kameraeinstellungen, ein paar tolle schauspielerische Leistungen (u.a. Michael Pitt als Jimmy, Michael Shannon als Van Alden trotz der Schwächen der Figur, Greg Antonacci als Chicagoer Gangsterboss Johnny Torrio, Jack Houston als verunstalteter Kriegsheimkehrer und Killer Richard Harrow), und starke kleine Seitengeschichten (z.B. die Beleuchtung der Rolle der Frau zwischen aufstrebender Emanzipation und unterordnendem Beiwerk, die Entwicklung von Al Capone oder das Einflechten einer bohemienhaften Menage a trois), die enorme Breite der Geschichte und Figuren.

Beim letzten Punkt fangen allerdings schon die Schwächen an:
* Man schafft es nicht, die Geschichten ausreichend auszubalancieren und zu harmonieren. Vieles wird zu kurz und oberflächlich behandelt, bekommt zu wenig Platz zum Atmen.

* Einige Geschichten sind recht schwach, z.B. die um eine schwere Erkrankung von Jimmys Vater. Insbesondere aber als durchlaufende Linie der religiöse Eifer von Van Alden, der zunehmend grotesk und albern wird (spätestens ab seiner Tat in Folge 11).

* Überhaupt fehlen die 'Guten' in der Serie. Es werden tatsächlich ausschließlich Gangster und korrupte Personen gezeigt. Natürlich muss auf diesen der Schwerpunkt liegen, aber durch den völligen Verzicht auf die nicht kriminelle Welt baut sich nicht die für eine solch literarisch angelegte Geschichte notwendige dramaturgische Spannung auf und die eigentliche Zeit wird nicht lebendig, weil weite Teile von ihr fehlen.

* Die mangelnde Lebendigkeit trifft für mich auch auf die Kulissen zu. Da sie allgemein so hochgelobt werden, denke ich ja fast, dass ich einen Knick in der Optik habe, aber ich finde man sieht bei aller Qualität viel zu deutlich, dass es sich um ein künstliches Set handelt und beim Meer im Hintergrund um einen Trickeffekt (im speziellen zum echten Meer in manchen Szenen). Hat bei allem beeindruckenden Aufwand nicht die Qualität von 'Carnivale' oder 'Deadwood'.

* Die Figur des Nucky Johnson und seine Darstellung durch Steve Buscemi kann mich nicht überzeugen. Er erscheint als ein recht farbloser - und auch sehr zurückhaltend und mit eingeschränkter Mimik gespielter - Bürokraten-Politiker, bei dem nicht glaubhaft wird, warum er diesen Einfluss hat (weit jenseits der Präsenz eines Tony Soprano oder Al Swearengen). Buscemi kann das sicher besser spielen (man weiß das aus den Sopranos) und sein farbloser Auftritt muss eine Regieanweisung sein. Aus dem Make-Off kann man entnehmen, dass man zeigen wollte, dass sich Nucky nicht als Gangster, sondern als Mann hinter den Gangstern sah, was ich aber angesichts der Anordnung von zwei Morden gleich in Folge 1 für sehr wenig überzeugend und daher die Figur für ganz einfach blass halte.

* Schließlich fehlt ganz entscheidend die viele HBO-Serien auszeichnende sprachliche Brillianz. Die Dialoge sind weit weniger scharf und präzise, die Sprache (im Englischen) weit weniger rhythmisch, die Artikulation nicht so scharfkantig und artikuliert wie sonst, sondern (oft, nicht immer) weich und abgerundet.

Speziell der letzte Punkt - aber auch andere Hinweise wie die im ganzen im Vergleich zu sonstigen HBO-Serien eindimensionaleren Charaktere - näheren in mir die Vermutung (freilich nur eine Vermutung!), dass sich hier der Einfluss von Martin Scorsese als Produzent und richtungweisender Regisseur der ersten Folge negativ bemerkbar macht. Er ist ein Meister der großen Form und es fehlt ihm an Verständnis für das, was die 'kleinere' und längere Form der TV-Serie ausmacht. Sie muss im Detail schärfer sein, dabei aber im breiten Strich verwaschener, dramaturgisch vielfältiger und ausgewogener - 'literarischer' im ganzen. Die Serie wirkt irgendwie 'verhollywoodisiert'. Das mag manchen gefallen, mir nicht.

Fazit: Von mir gibt es ein: 'Muss man nicht unbedingt gesehen haben' und wenn man es noch nicht getan hat, sollte man sich erst mal den anderen - besseren - HBO-Serien zuwenden.
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Von 2 Kunden verfolgt

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1-10 von 13 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 21.01.2012 12:38:36 GMT+01:00
Aftermath meint:
Endlich! Endlich mal jemand, der diese Serie nicht in den 7. Himmel lobt. Du hast mit Deiner Einschätzung in meinen Augen alles auf den Punkt gebracht. Wenn man sich hier andere Serien als Vergleich heranzieht, wird noch deutlicher, welche Schwächen Boardwalk Empire hat. Schade eigentlich, da Buscemi in Verbindung mit Scorsese und dem gesamten Setting etwas weit besseres vermuten ließ.
Einzige Frage, die für mich stehen bleibt: warum 4 Sterne, wenn doch angesichts Deiner Ausführungen locker 3 gereicht hätten.

Veröffentlicht am 22.01.2012 09:04:39 GMT+01:00
ZiegeHH meint:
Bei so einer detaillierten Bewertung würde mich interessieren, welche Serien Sie besser/sehenswerter finden!?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 22.01.2012 17:30:59 GMT+01:00
Grüner Baum meint:
@Aftermath: Beim Betrachten der Liste der Kritikpunkte habe ich auch kurz an drei Sterne gedacht, aber man muss einräumen, dass der Gesamteindruck - v.a. im Vergleich zu allem, was so im TV läuft, nicht innerhalb des HBO-Universums - der einer guten Serie (4 Sterne) ist, nicht einer durchschnittlichen (3 Sterne). Dafür sprechen die Breite der Erzählung (die zwar nicht ganz gelingt, aber auch nicht völlig aus den Fugen gerät), die z.T. sehr guten schauspielerischen Leistungen und eine Reihe von Einzelszenen, die das Niveau hochklassigerer Serien haben (z.B. Al Capone in der Synagoge, der tolle Streit auf dem Celtic Dinner und die vorhergehenden Gehaltverhandlungen der kleinwüchsigen Menschen).

@ZiegeHH: Wenn ich ungefähr im Dunstkreis bleibe: z.B. Sopranos, Deadwood, The Wire, Mad Men, Brotherhood (da bin ich aber erst bei der 2. Staffel), Carnivale (viel zu früh beendet), Six Feet Under, Oz (das leider eher unbekannte HBO-Frühwerk). Etwas konventioneller oder auch mal britisch: West Wing oder (im Stil dann schon ganz anders) die Poirot-Reihe.

Veröffentlicht am 31.01.2012 11:17:13 GMT+01:00
Sopranos meint:
Vollste Zustimmung - allerdings nicht zu der 4*-Bewertung!
Die erste Staffel bekommt von mir max. 3 Sterne, der kränklich aussehende Steve Buscemi ist als Hauptdarsteller in der Rolle des Nucky Thompson eine glatte Katastrophe. Ich darf gar nicht daran denken was James Gandolfini oder Ian McShane aus der Rolle gemacht hätten.
Dabei bin ich wie du ein Fan von HBO, muss aber feststellen dass der Sender längst nicht mehr der einzig sehenswerte ist. SHOWTIME hat längst aufgeholt, z.Z. verfolge ich auf SKY die Serie SHAMELESS und kann nur sagen Prost Mahlzeit! Von wegen prüdes Amerika, HBO hat die Türen geöffnet und andere ziehen nach.
LIONSGATE ist auch nicht zu verachten, am 25. März startet die 5. Staffel von MAD MEN, die hoffentlich besser als die 4. ist. VG Sopranos

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 13.02.2012 12:57:09 GMT+01:00
HardFi meint:
Ich denke diese Serie hier mit SFU, Mad Men zu vergleichen ist ein Fehler. Sopranos passt allein wegen der Thematik wenigstens.

HBO spricht immer noch für höchste Qualität und das andere Sender aufholen kann für uns ja nur gut sein.

Veröffentlicht am 21.02.2012 15:38:19 GMT+01:00
Sehr gute Rezension, hätte ich nicht besser schreiben können! :)
Ich muss sagen ein ähnliches Gefühl hatte ich auch bei der ersten Staffel von Mad Men - werde dieser Serie aber jetzt noch eine zweite Chance geben.

Ihrer Auflistung an 'ähnlichen' Serien (zum Glück sind diese Serien alle unterschiedlich, wäre ja langweilig sonst) kann man noch hinzufügen: Rom, Breaking Bad, The Shield, Damages und tja... Battlestar Galactica (natürlich die 2001er Serie, die ich auch als Dramaserie sehe).

Veröffentlicht am 22.04.2012 23:57:33 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 22.04.2012 23:59:40 GMT+02:00
Immelmann meint:
Da kann man mal wieder sehen, wie sehr die Meinungen auseinander gehen. Gerade einige der genannten Kritikpunkte habe ich als extrem herausragend empfunden.

Steve Buscemi ist brillant "gegenbesetzt", ein Mann, der versucht, aus dem Hintergrund die Fäden zu ziehen. Kein Vergleich zu James Gandolfini (Sopranos) oder Ian MacShane. (Deadwood). "Nucky" Thompson ist ganz anders, aber auch faszinierend. Nur ist er eben nicht der absolute Mittelpunkt der Serie.
Auch die Balance der verschiedenen Handlungsträngen fand ich sehr gelungen, räume allerdings ein, dass einige interessante Charaktere in der ersten Staffel eigentlich nur ausführlich eingeführt wurden, ohne eine echte Bedeutung für die Haupthandlung zu haben. (Chalky White fällt mir da als erster ein.)
Die Künstlichkeit mancher Bildeinstellungen ist völlig beabsichtigt, da sich die Macher von Boardwalk Empire gern an Bildern zeitgenössischer Maler orientiert haben. Einige screen shots wirken in der Tat wie Gemälde. Muss einem nicht gefallen, ich habe es aber sehr geliebt.
Die Figur des FBI-Jägers van Alden wirkt natürlich manchmal wie eine Karikatur, aber überzeichnete Figuren sind ja nun nicht Neues im HBO-Universum. Zudem, und da sind wir ja vielleicht einer Meinung, ist Michael Shannon eine Show für sich.
Ganz außer Frage steht, dass Boardwalk Empire extrem ruhig erzählt ist. Aber eben auch genauso intensiv. Gelangweilt habe ich mich zu keiner Sekunde.

Trotz allem bin ich froh, dass Sie sich zu vier Sternen durchringen konnten. Das könnte bedeuten, dass Sie der zweiten Staffel noch eine Chance geben. Ich fand die erste großartig. Aber die zweite liefert eine auch von mir nicht erahnte Steigerung. Und so manche Geschichten werden bis zum bitteren Ende erzählt.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 23.04.2012 12:35:19 GMT+02:00
Sopranos meint:
Frage: Wer vergleicht Boardwalk Empire mit SFU und MM?
Antwort: Niemand.
Grüner Baum hat lediglich die Frage von ZiegeHH beantwortet und auf andere Serien hingewiesen.

Es ist völliger Quatsch wenn manche schreiben "Wer die Sopranos mag, dem wird auch Boardwalk Empire gefallen!"
Ich bin ein eingefleischter Fan von Tony & Co., während ich bei Nucky & Co. meine Probleme habe. Erst in der 2. Staffel habe ich langsam Feuer gefangen, allerdings stellt sich mir im Hinblick auf Episode 2.12 die Frage was da noch großartig kommen soll?

Was für ein Unterschied zu den Sopranos, die von 1999 bis 2007 die Spannung halten konnten.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 23.04.2012 13:30:22 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 23.04.2012 13:31:18 GMT+02:00
Sopranos meint:
@Immelmann: Schon mal nach "Nucky Thompson" gegoogelt?
Wenn ja wüßten sie dass Gandolfini die PERFEKTE Wahl gewesen wäre. Das wußte auch Terence Winter, hat sich aber (vermutlich auf Druck von Scorsese und/oder HBO) für den farblosen Buscemi entschieden. Der verleiht der Figur des Nucky Thompson Null Charisma, bei seinen Sexszenen mit Lucy (der Frau mit den 2 Gehirnzellen) und der erzkonservativen Margaret (die ihr Mütchen lieber woanders kühlt) schlafen mir die Füße ein... und der echte Nucky dreht sich im Grab um.
Was für ein gewaltiger Unterschied zum schwitzenden und stöhnenden Gandolfini der zwar kein Hingucker ist, aber das vermeintlich fehlende Sex-Appeal mit Ausstrahlung, Humor und Charme locker wettmacht und dem man die Rolle des Gangsters 'der sich rücksichtslos nimmt was er will" zu jeder Zeit abnimmt.

Ansonsten frage ich mich allen Ernstes wie es nach Episode 2.12 weitergehen soll? Ob es eine gute Idee war ... sterben zu lassen wage ich zu bezweifeln.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 23.04.2012 19:08:37 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 23.04.2012 19:29:30 GMT+02:00
Immelmann meint:
@Sopranos:
Klar, habe ich. Ändert aber ganz und gar nichts daran, dass ich die Besetzung einfach großartig finde. Allein schon durch seine knarzige Stimme. Und eben, weil man diesen kleinen Kerl schwer einzuordnen weiß. Einen von MacShane oder Gandolfini dargestellten Charakter kann man doch eigentlich gar nicht unterschätzen. Ist halt eine reine Auffassungssache.

Bei Punkt 2 bin ich einer Meinung mit Ihnen. Jetzt sind die Autoren echt gefordert. Der Schock vom Staffelfinale sitzt immer noch tief. :) Aber bei mir hat es funktioniert, die Geschichte wurde konsequent zu Ende erzählt.

Um falsche Vorstellungen aus dem Weg zu räumen: Ich vergöttere die Sopranos und Deadwood. Aber ich schätze HBO dafür, dass sie sich entschlossen haben, mit "Game of Thrones" und "Boardwalk Empire" zwei Serien an den Start zu bringen, die darauf angelegt sind, ihre Geschichte auf lange Sicht zu erzählen. Manch TV-Fan empfindet daher die einzelnen Episoden als langweilig. Ich freu mich jedoch Woche für Woche auf die nächste Runde.
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