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Kundenrezension

32 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein wertvolle Buch!, 26. Februar 2005
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Wer hat Angst vor Silvio Gesell? Das Ende der Zinswirtschaft bringt Arbeit, Wohlstand und Frieden für alle (Gebundene Ausgabe)
Dieses Buch stellt einer ERNSTHAFTE und realistische Alternative zum langfristig immer selbstzerstörerisch durch Auffressen der realen Produktivität wirkenden Zinsmechanismus des Geldsystems vor. Sozusagen eine freie Marktwirtschaft ohne Kapitalismus.
"Eigentlich ist es gut, dass die Menschen der Nation unser Banken- und Währungssystem nicht verstehen. Würden sie es nämlich, so hätten wir eine Revolution noch vor morgen früh. "
Henry Ford
Fangen wir mit der Zins-/Wachstumsfalle an, die ja in den Medien und Fachpublikationen konsequent geleugnet bzw. tot geschwiegen wird. In der Bundesrepublik weiß praktisch niemand, dass es sich hierbei um eine wichtige, vielleicht
sogar die entscheidende Kenngröße unseres Wirtschaftssystems handelt. Dann wird festgestellt, dass in einer Volkswirtschaft (praktisch in jeder entwickelten Volkswirtschaft!) der Zins die Wachstumsrate übersteigt. Das ist das Krisenelement Nr. 1 unseres Wirtschaftssystems. Auch bei Hans-Werner Sinn in "Ist deutschland noch zu retten?" kommt das zum Ausdruck (wird aber feige übergangen). Denn diese Tatsache hat nicht weniger zu bedeuten, dass es bei dieser Konstellation im Bereich Staatsschulden zum Staatsbankrott kommt.
Also eine dramatische Entwicklung, die hier durch einen Zins, der die Wachstumsrate übersteigt, verursacht wird. Aber so schlimm das auch ist, diese Entwicklung gilt nicht nur für die Schulden des Staates. Die Schuldenlast steigt schneller als die Wirtschaftsleistung bei einem Zins höher als die Wachstumsrate.
Das gilt nicht nur für die Staatsschulden, sondern für alle Schulden in der Wirtschaft. Die Schuldenlast und damit die Zinslasten steigen schneller als die Wirtschaftsleistung, aus der sie bezahlt werden können. Das bedeutet eine Krisenwirtschaft, die auf ihr Ende (Bankrott) zusteuert. Wenn die Einkommen der Kapitalisten systembedingt schneller steigen als die Wirtschaftsleistung und die Wirtschaftsleistung nur einmal verteilt werden kann, müssen zwangsläufig die Einkommen der Arbeitnehmer sinken. Dies ist unabhängigen Fachleuten wie Helmut Creutz, Paul C. Martin und anderen seit langem klar, findet aber aus verständlichen Gründen keinen Eingang in die politische Diskussion.
Da von den steigenden Kapitaleinkommen jedoch nur ca. 10% der Bundesbürger profitieren, sind zwangsläufig ca. 90% der
Bundesbürger die Verlierer bei sinkenden oder relativ zur Wirtschaftsleistung sinkenden Löhnen. Auch das bedeutet das Ende unseres Wirtschaftssystems. Selbst wenn man die soziale Gerechtigkeit als unerheblich einstuft, bricht die Wirtschaft trotzdem zusammen.
Denn bei (relativ) sinkenden Löhnen sinkt auch die Nachfrage. Die Wirtschaft schrumpft. Denn im Gegensatz zu den Einkommen, können und wollen die wenigen Gewinner steigender Kapitaleinkommen den Nachfrageausfall von ca. 90% der Bevölkerung nicht wettmachen. Die Nachfrage sinkt und bricht in absehbarer Zeit zusammen, trotz zeitweise noch steigenden Sozialprodukts.
Sie können sehen, dass die Zins-/Wachstumsfalle das alles beherrschende Thema in einem fehlerhaft konstruierten Wirtschaftssystem ist und dass es dramatische Konsequenzen hat. Es mit Lohnkürzungen à la Sinn bekämpfen zu wollen, ist schäbig und unehrlich und ohnehin keine langfristige Lösung.
Die Zinslasten (neben dem Problem der Kapitalkosten) der duetschen Wirtschaft sind dabei fast doppelt so hoch wie die Rentenzahlungen, also nicht wirklich trivial. Außerdem steigen sie wegen der oben dargestellten Zins-/Wachstumsfalle und des
Zinseszinssystems erheblich schneller als die Wirtschaftssleistung. Sie sind damit ebenso das Krisenelement Nr. 1 wie die Staatsschulden. Wem bei den Kapitalkosten nur einfällt, die Gross-Kapitalisten zu hätscheln, statt zu vergraulen, den kann man nicht ernst nehmen. Wenn die einzigen Seiten zum Kapital darin bestehen, zu versuchen nachzuweisen, dass man Kapital nicht besteuern kann und deshalb davon Abstand nehmen sollte, verliert seine Glaubwürdigkeit. Wer die Tatsache verschweigt, dass wir mit jedem Euro Wachstum etwa vier Euro neue Schulden machen müssen, der verschweigt auch, dass wir beim Geld- und Zinssystem ein aus den Fugen geratenes System haben. Wenn wir die Systemfehler in diesem Bereich nicht beseitigen, dann ist das alleinige Setzen auf die von allen Fesseln befreiten Märkte Harakiri. Märkte können keine Systemfehler beseitigen.
Vielfach werden die harten Fakten vom Establishment nicht genannt, nämlich, dass die Staatsschulden wertlos sind, dass es sich hier um ein Schneeballsystem handelt, dass die
Nettoneuverschuldung meist noch nicht einmal für die Zinszahlungen reicht usw. Über den falschen Weg Haushaltsausgleich und die Unmöglichkeit die Staatsschulden je zurückzahlen zu können, wird geschwiegen. Der einzige Ausweg, nämlich die Staatsschulden als wertlos zu deklarieren und zu streichen, wird heutzutage nicht genannt.
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