Kundenrezension

64 von 69 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kamera rundweg gelungen! - Zubehörkosten im Auge behalten!, 11. November 2010
Rezension bezieht sich auf: Canon EOS 7D SLR-Digitalkamera (18 Megapixel, 7,6 cm (3 Zoll) LCD-Display, LiveView, FullHD-Movie) Gehäuse (Elektronik)
Die vielen positiven bis begeisterten Rezensionen habe ich gelesen. - Bevor ich mich entschieden habe. Die Kritischen auch - trotzdem habe ich mich entschieden. Als erfahrener Fotograf bin ich jetzt zufrieden, dass ich das Richtige damit getan habe, die EOS 7d auszuwählen. Allerdings ist dieser Fotobrocken vor der Kaufentscheidung wert, ein Wort mehr zu schreiben.

Für Einsteiger in die DSLR-Welt ist diese Cam teuer. Das stimmt. Aber sie erlaubt dafür nach den ersten Gehversuchen, immer tiefer und tiefer in die Welt der Fotografie einzutauchen, was bei vieeeeelen günstigen Einsteigermodellen oft schnell an Grenzen stößt. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen, bis zur Meisterschaft gelernt haben aber schon Viele!

Der Einsteiger wird hier bei der beruhigenden Vollautomatik seine Unsicherheit über die vielen Funktionen schnell vergessen und überrascht sein, was auch ohne fundiertes Fachwissen mit dieser Cam alles geht. Wer dann Lust auf Mehr hat und ein wenig lernbereit ist, kann sich dann Schritt für Schritt hocharbeiten-mit DIESER Cam geht das!

Aber etwas Planung und Voraussicht ist angesagt: So stark die 7d nun auftritt, auch sie ist kein physikalisches Wunder! Von Beginn der Fotografie an war immer auch die verwendete Optik und zuletzt das Talent des Fotografen wichtig. Für die 7d gilt wie für alle anderen Kameras: schwaches Objektiv-schwache Leistung! Gutes Objektiv-Gute Leistung! Hier bringt das EF-S 15-85mm IS USM-Objektiv, das ich im Kit geliefert bekommen habe, eine wirklich passabele Leistung. Das allzuoft beschworene Bildrauschen und Farbartefakte besonders an Hell-Dunkel-Konturen, können bei richtiger Handhabung (und die kann man lernen!!!) durchaus auf ein erträgliches Minimalmaß reduziert werden. Auch die hin und wieder kritisierte Vignettierung beim 15-88 IS USM korrigiert die Kamera solide. Der Rest an unangenehmem Rauschen und Vignetten-Schatten ist übrigens dann bei der Bildbearbeitung kein wirkliches Problem mehr. Natürlich sollte man vermeiden, ab ISO 6400 in finsterer Nacht flächig rauschfreie Bilder vorauszusetzen. Das lassen die physikalischen Gesetze digitaler Bilderfassung und Optik eben einfach nicht zu. - Bei keiner Kamera. In Zeiten der analogen Fotografie hätte man bei vergleichbarem Fotoumfeld teilweise vor lauter Rauschen eine schwarze Kuh nicht mehr auf weißem Schnee erkennen können. Also keine Panik, wenn's mal bei 500-prozentiger Vergrößerung und hohen ISO-Werten etwas rauscht....vieles lässt sich durch richtiges Ausbelichten regulieren. Das kann DIESE Kamera mit der belgefügten Software (DigitaPhotoProfessional, in Verbindung mit dem Raw-Konverter EOS-Utility im Lieferumfang der Kamera enthalten). In der allergrößten Not hilft dann gegebenefalls der kleine aber feine Geräteblitz, der mit seiner Leitzahl 13 durchaus ein Wohnzimmer auszuleuchten in der Lage ist oder wunderbar schwierige Lichtverhältnisse auf geringere Entfernung kompensieren kann. Für die Bauhalle bei Nacht liefert ein externer Blitz (um alle Funktionen der 7d ausnutzen zu können empfiehlt sich der Canon 580 EX II, ein kompatibeles Gerät von Metz oder Sigma ist hier im Preis etwa vergleichbar). Neben dem Geräteblitz, der bei dieser Kamera sogar als Masterblitz eingesetzt werden kann, lassen sich auch bis zu 14 Systemblitze individuell von der 7d ausgehend einsetzen. Wenn tatsächlich mal jemand 14 Blitze gleichzeitig individuell abzufeuern plant, würde ich mich über eine Einladung sehr freuen-da wäre ich gerne mit dabei! Ich bringe auch das Bier mit.)

Brillante Bildergebnisse kommen natürlich auf jeden Fall vorallem mit lichtstarken Festbrennweiten zustande: Die Farben sind ein Traum, die Konturen angenehm scharf (wem's gefällt, der kann nachschärfen, geht aber das Risiko ein, das Motiv damit unnatürlich wirken zu lassen...) und auch mit etwas weniger Licht verliert man keine Qualität...im Gegenteil: Die Farben und Konturen wirken im "normalen" ISO-Breich bis etwa 3.200 harmonisch und ausgewogen, ohne ineinander zu verschwimmen - keinesfalls hatte ich bisher auch im höheren ISO-Bereich den Eindruck, bei gewohnter Handhabung matschige Fotos zu erzeugen.

Bei den beliebten Zoom-Objektiven vorallem in Telebrennweiten wird's aber mit der 7d teuer, will man wirklich gute Bildergebnisse. Wie gesagt, hatte ich noch keine unliebsamen Ausfälle bei dem 15-85mm Kit-Objektiv (auch wenn die EF-S-Reihe leider NUR für APS-C-Sensoren, nicht aber für Vollformat-Sensoren anderer einstelliger Canon- Kameras genutzt werden kann!!!) Meine Fototests mit unterschiedlichen Brennweiten von unterschiedlichen Herstellern waren trotz sorgfältiger Vorbereitung oftmals teilweise optisch nur "noch ganz brauchbar" keinesfalls aber wirklich gut! Bei den Ergebnissen mit einem Tamron 18-270 F/3,5-6,3 Di II VC LD ASL IF Macro zum Beispiel war ich maßlos enttäuscht über die Dunkelheit und die Fehlfokus-Häufigkeit. Außerdem erschien mir das Objektiv etwas zu laut. Aber es ist eben günstig und hat eine beachtliche Brennweiten-Bandbreite. -Trotzdem schade, wenn eine gute Kameratechnik vom Objektiv versuppt wird... Überhaupt keine Probleme gab es, wenn man die Ausgabe nicht scheut, mit dem EF 70-200 4L IS USM von Canon. Natürlich ist ein L-Objektiv immer teuer, es erspart aber den Kauf von drei anderen Objektiven in der gleichen Lebenszeit und es behält auch in Zukunft wegen der irreguten Qualität seinen Wert. Wer's günstiger will ist an der 7d im Telezoom-Bereich mit dem Sigma 70-200mm EX DG Macro gut bedient. Es ist etwas langsamer (nur einen Tick...) als der Canon-Kollege aber dafür deutlich günstiger zu haben! Achtung Konverter-Fans: Die 7d braucht zum Fokussieren mindestens Blende 5,6 als Anfangsöffnung. Zweifach-Konverter würden deshalb mit jedem Objektiv über einer Anfangsöffnung von 2,8 den Autofokus unbrauchbar machen!!! Ob eine Brennweitenverlängerung um lediglich 1,4 mit dem damit verbundenen Lichtverlust einen Sinn ergibt, ist (teure) Geschmackssache!

Übrigens: je weiter der Brennweitenbereich ausfällt, um so schwieriger wird die Autofokus-Fotografie im Allgemeinen. Die zahlreichen Autofokus-Messfelder können deshalb bei großen Brennweiten und offenen Blenden, wie auch zu kleinen Blendenöffungen (Achtung: Beugungsunschärfe!!!)unerwartet schlechte Bilder verursachen, was zwar bei allen Kameras gleichermaßen gilt, was ich hier aber häufiger kritisiert fand! Tipp für Einsteiger: Vor'm Abdrücken EINEN Fokussierpunkt fixieren (beim Portrait zum Beispiel die Augen des Motivs) und möglichst "nur" ein Messfeld, wenn nicht sogar nur ein Einzelfeld zum Fokussieren vorgeben!

Noch ein letzter Gedanke zur kritisierten Video-Funktion: sie funktioniert gut. Eigentlich kann man mit ruhigem Gewissen sogar sagen sehr gut. Das geräteinterne Micro bollert einwenig dumpf Geräusche aus, ein extern Angeschlossenes macht diesen Punkt aber wett. Einen nachführenden Autofokus vermisst man natürlich, wenn man ihn denn braucht aber erstens ist die D7 eine FOTO-Kamera, zweitens ist das Nachführen von Menschenhand nach etwas Übung ohnehin viel angenehmer für den Betrachter-ALSO: ÜBEN!!! Wenn man es dann geübt hat, kann man wirklich gute Filmchen erzeugen, solange die Chipkarte reicht. Wer's für Youtube braucht: einfach nachbearbeiten und entsprechend komprimieren, auch wenn das für einen ambitionierten Fotografen, egal ob Profi oder Anfänger, eher uninteressant sein könnte. Hier noch ein Hinweis: FullHD-Filmchen laufen auf unterschiedlichen PC erst nach der richtigen Vorbereitung des PC. Hin und wieder wird kritisiert, dass Filme aus der 7d nicht ohne Ruckeln und Aussetzer laufen. An anderen PC tauchen diese Probleme dann aber nicht auf! Bei halbwegs aktuellen Rechnern (technischer Stand ab etwa 2006) können die Filme fließend laufen. Tun sie es nicht, liegt es nicht an der 7d, sondern an einem falsch vorbereiteten Rechner: Lieblingsursache zum Beispiel: die automatische Downloadfunktion diverser Software-Produkte in Verbindung mit viiiiiielen aktiven Prozessen, die den Rechner unerkannt richtig arbeiten lassen. Wenn dann noch ein FullHD-Film störungsfrei darüber laufen soll...?!)

FAZIT: Einschalten und knipsen geht gut. Lernen geht besser. Üben geht richtig gut und macht auch Spaß. Die Kamera ist bei richtiger Objektivwahl sehr schnell, vielseitig, macht Spaß und erzielt wirklich richtig gute Ergebnisse. Ein Vergleich mit anderen Kameras macht wenig Sinn-gut sind sie alle. Subjektiv finde ich die 7d einen Tick besser bei der Bildqualität und sehr angenehm in der Bedienung, vor allem bei der Geschwindigkeit. Der Zukauf von sinnvollem Zubehör (Externe Blitzsysteme, Objektive, Fernauslöser...) kann allerdings teuer werden und sollte vor Anschaffung der Kamera geplant und durchgerechnet werden. Mit dem richigen Werkzeug versorgt, bedient die Kamera aber dann alle Wünsche vom Hobbyfotografen bis hin zum Gewerblichen. Unbedingte Kaufempfehlung!!!
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