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Kundenrezension

100 von 122 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Solide Mittelklasse!, 1. Juli 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Canon EOS 650D SLR Digitalkamera (18 Megapixel, 7,6 cm (3 Zoll) Touch-Display, Full HD) Kit inkl. EF-S 18-55 IS II Objektiv schwarz (Camera)
Ich bewerte hiermit nur das Body, obwohl ich mir die Kamera als Kit EF-S 18-55 IS II gekauft habe.

Ich war bislang mit der Canon 50E (ja, genau, alter Schinken) unterwegs, später auch mit diversen digitalen "Knipsern" mit besserer Optik. Besitze auch diverse EF Objektive und Adapter.
Habe lange mit der DSRL gezögert, weil ich irgendwie gehofft habe daß die Vollformatbodies erschwinglich werden, leider ist das nicht eingetreten. Nun habe ich doch 'nen "Crop" :-)

Jetzt zur Sache:

Verpackung
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Die Verpackung ist verhältnissmässig wertig, alles ist stramm eingepasst, nichts wackelt im Karton.
Das Body und Objektiv waren zusätzlich geschützt. So stellt man sich eine Verpackung vor!

Gehäusematerial
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der erste Eindruck: das Gehäuse ist aus einem günstig ("billig" wäre zu hart) anmutenden Kunststoff gefertigt. Wenn ich meine EOS 50E daneben lege ist der Unterschied deutlich. Alleine das Canon Logo, man, das bekommt sogar Casio besser hin.
Ein weiteren Schreck bekam ich, als der Blitz "rausgewackelt" kam, okeeeey, dachte ich mir.
Das Body ist griffig, keine Frage, allerdings nur dank der eingearbeiteten Gummipads. Leider ist der Griff für normale Hände ein wenig klein geraten, ja, viele werden sagen: ist genau wie bei 450, 550, ist dennoch zu klein! Man muss schon das Greifen üben um keinen Krampf in der Hand zu bekommen.
Ich hoffe nur mit dem optionalen Batterie-Griff wird es besser.
Das Gehäuse-Spaltmass ist perferkt, alles sitzt fest und dicht zusammen.
Gewicht ist sehr gut, man hat nicht das gefühl einen Backstein in der Hand zu halten.
Die Displayaufhängung ist sehr stabil und präzise, mechanisch gesehen gefällt mir das am meisten an diesem Gehäuse. Obwohl man mit dem Finger gegen die "Q" Taste kommt wenn man versucht das Display auszuklappen. Das ist der Preis der Gehäuse"größe", hier ist jeder mm verplant.

Tasten
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Die Tasten sind guter Durschnitt, der Druckpunkt haut keinen vom Hocker, Tasten funktionieren aber präzise (ist noch alles neu :-).
Manche Tasten haben einen anderen Druckpunkt, das gilt für die *, AF-Feldselect und ISO Taste. Das scheinen Gummitasten mit einem Kunstoffkopf zu sein, der Rest fühlt sich an wie Folientasten.
Der Programmwahlschalter als auch das Wahlrad funktionieren sehr präzise.
Einschalten geht ohne größere Probleme, der Einschalter ist ebenfalls präzise und hat so gut wie kein Spiel.

Display
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Als ein Android-User ist man vom Display einfach nur begeistert! Die Touch-Bedienung ist ein Komfort was man sich immer gewünscht hat und heutzutage eigentlich auch nur konsequent. Es verhält sich ein wenig wie mit der Klima im Auto: wenn man es nicht hat/kennt vermisst man es nicht, wenn man es kennengelernt hat will man es nicht mehr missen! :-) Ich muss zugeben, als Androidbenutzer suche ich rein instinktiv die "Zurück" Taste, die es aber natürlich hier nicht gibt :-)

Die Display-Auflösung ist perfekt! Man erkennt nicht mal mehr einen einzelnen Pixel. Kontrast und Farbwiedergabe sind auch sehr gut. Man kann auch bei Sonne den Inhalt gut erkennen (hierfür sollte man die Helligkeit höher stellen). Eine kurze Foto-Session im Garten mit meinen Katzen aus der "Katzenperspektive" ist dank des schwenkbaren Displays und des Live-View ein voller Erfolg gewesen und das ohne sich auf dem Rasen wälzen zu müssen. Perfekt!

Besonders Lobenswert: der Annäherungssensor: nimmt man die Kamera aus dem Gesicht geht das Display wieder an, hängt man sie wieder an die Nase geht es aus. Da sage ich mal: super mitgedacht Canon! :-)

Was ich vermisse ist die automatische Einstellung der Displayhelligkeit. Zb: in geschlossenen Räumen reicht die halbe Helligkeit, in der sonnigen Umgebund ist volle Helligkeit schon ganz nett.

Bedienung und Funktionsumfang
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Die Menüs sind sehr gut gegliedert: keine ellenlange Konfigurationsseiten die man rauf und runter scrollen muss. Dank der Touchtechnik (vermutlich extra dafür optimiert) sind alle Punkte gleichzeitig auf einmal sichtbar, weitere Punkte sind dann auf dem nächsten Reiter. Das ermöglicht eine schnelle Bedienung ohne viel rumfummeln zu müssen.

Was für mich erst einmal sehr gewöhnungsbedürftig ist sind die vielen Sonderprogramme und Variationen.
Letztendlich zaubern kann niemand. Es gibt die zwei Werte: Belichtungszeit und Blendenwert.
Alle diese Programme spielen mit diesen Werten, obendrauf kommt eine Reihe von digitalen Filtern wie Weissabgleich, digitale Schärfe (Kantenkontrast), Bildkontrast, Farbton, Farbsättigung usw.
Wenn man mit den Grundlagen der Belichtung vertraut ist und bewusst mit Schärfentiefe arbeitet, kommt man auch ohne die Szenenprogramme gut zu recht.
Manchmal hat man eben nicht die Zeit ständig auf den Schalter zu gucken: "ah, da ist ja Portrait, klick,klick,klick"; das geht in der Programmautomatik (P Modus) wesentlich schneller: am Rad drehen und die Blende öffnen :-) Alles was man dafür braucht sieht man im Sucher, man braucht gar nicht die Kamera zu senken um sie zu bedienen.

Bei allen Programmen fällt auf, daß diese stets mit irgendwelchen Einschränkungen belegt sind, wie zB: Schärfesensoren sind vorgegeben oder - was mich am meisten ärgert - erzwungene automatische ISO Wahl.
Die Programme können ganz nützlich sein, keine Frage, gerade wenn es schnell gehen muss oder man als Einsteiger schnelle Erfolge haben möchte.
Sie spielen in meinen Augen bei der anspruchsvollen Fotografie aber nicht so eine große Rolle und definieren die Kamera für mich nicht, weil man heutzutage die RAW Bilder ohnehin auf dem Computer genau unter die "Lupe" nimmt und sie dort ggf. per Photoshop o.ä. wesentlich besser korrigieren kann. Für eine ausgedehte "Fotosession mit dokumentativen Charakter" von einem Festival oder Urlaub sind die Programme genau das richtige. Denn wer hat schon eine Woche Zeit um seine 300 neue Bilder digital am Rechner zu bearbeiten.

Besonders zu erwähnen sind: der Kreativmodus sowie HDR und Nachtmodus mit 4 Aufnahmen.
Beim Kreativmodus kann man die Tiefenschärfe als solche in 5 Stufen beeinflussen. Damit das auch wirklich was wird, sollte man ein lichtstarkes Objektiv einsetzen, dazu zählt das Kit Objektiv allerdings nicht. Das alte gute 50mm f/1.8 kann wahre Wunder bewirken.
Mit HDR kann man besonders "dramatische" Bilder erzeugen :-)
Habe einfach so in den Garten "reingehalten": man sieht alles was im Schatten steht und der Himmel ist immer noch blau und kontrastreich. Leider muss man dazu sagen, daß man bei HDR nur 3 Bilder mit einer nicht einstellbaren Belichtungschritten machen kann. Das ginge bestimmt flexibler, nicht wahr, Canon?
Bracketing Funktion ist unabhängig davon selbstverständlich vorhanden, diese kann allerdings auch nur 3 Bilder mit bis zu 2 Belichtungsstufen. Danke Canon :-/
Gleiches gilt für Nachtaufnahmen ohne Stativ: hier werden 4 Bilder automatisch "geschossen" und zusammengerechnet. Dadurch soll das Rauschen auch reduziert werden, das Ergebnis hat mich allerdings nicht so vom Hocker gehauen.

Habe mir die Sandisk Extreme Pro (95(r)/80(w) MB/s) Karte gegöhnt und mit Reihenbildern im P Modus ausprobiert: die höchste JPEG Auflösung (L mit Rundbogen, inhaltsbedingt 3.5MB groß) funktioniert ohne jegliche Pausen, habe ununtebrochen ca 30-40 Bilder geschossen, mit der vollen Reihenbildgeschwindigkeit.
Schaltet man RAW ein wird es nach den ersten 5 Bildern deutlich langsamer, gefühlte 2 Bilder/sek. Ein RAW Bild hatte ca 20MB. Hier ist scheinbar der Prozessor/Interface am Ende oder die Kamera schreibt suboptimal auf die Karte. Denn es ginge theoretisch bis zu 4 Bilder in der Sekunde zu speichern.

Bildqualität
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Ist sehr gut! Rauschen macht sich ab ca ISO 800 bemerkbar. Die ISO 12800 sollte man am besten meiden :)
Die Schärfe - sofern sie nicht durch das Kit-Objektiv versaut wird - ist einfach überwältigend.
Habe verschiedene Objektive probiert, (fast) alles sehr gut.
Apropos Objektiv: die Kamera bietet die Funktion die Vignettierung und Farbaberrationen von Canon Objektiven rauszurechnen. Ein sehr praktisches Feature, welches Fehler günstiger Objektive kompensieren kann. Wie gut das funktioniert konnte ich bisher noch nicht testen. Kommt noch.

Videoaufnahmen
--------------
Kurzer Film von 16 Sek benötigt 80MB. Qualität konnte ich nicht testen, kommt aber bald.

Anschlussmöglichkeiten
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HDMI konnte ich nicht ausprobieren, Kabel ist bestellt. USB wurde von Windows 7 automatisch erkannt und man konnte Bilder kopieren. Unter Linux wird die Kamera nicht als USB-Storage erkannt, dh. hier geht es wahrscheinlich mit gphoto2, konnte es aber noch nicht testen (vielleicht bald).
Man kann optional einen GPS Empfänger anschliessen, der Eintrag dafür gibt es im Menü.
Das ganze Zubehör meiner 50E passt und funktioniert auch an der 650D (Batteriegriff ausgenommen).

Fazit
-----
Nach der Enttäuschung über das Gehäusematerial bin ich trotz den kleinen Einschränkungen hier und da mit der Kamera sehr zufrieden. Sie bietet eine enorme Vielfalt an unterschiedlichen Programmen die zugegebenermassen eingeschränkt sind, aber dennoch gute Resultate erzielen.
Damit eignet sie sich sowohl für Einsteiger als auch (angehende) ambitionierte Hobbyfotografen.
Profis würden vermutlich wegen der Haptik, der langsamen Verschlusszeit und dem ganzen "eingeschränkten und unnützem Schnitckschnack" eher abgeneingt sein.
Diese Kamera hätte DIE Volkskamera schlecht hin werden können, hätte Canon sie nicht so limitiert.
Deswegen nur 4 Punkte, weil eben einige Wünsche offen bleiben.
Trotzdem macht sie sehr viel Spaß und vor allem qualitativ sehr hochwertige Bilder!

Es bleibt die leise Hoffnung, daß es irgendwann mal Erweiterungen im Netz gibt, die die eine oder andere Fessel sprengen werden.

*Nachtrag vom 3.07.12:*

- heute ist mein Phottix Griff gekommen, damit liegt die Kamera jetzt PERFEKT in der Hand!
Was jetzt noch fehlt ist der Handgurt :-)

Zum AF:
- konnte jetzt auch mein USM Objektiv damit testen und wie erwartet alles blitz schnell und zuverlässig fokussiert, wie ich es von der 50E gewohnt war.
- ein Objektiv mit einem herkömmlichen Motor ist gänzlich ungeeignet um die Geschwindigkeit des AF zu beurteilen.

*Nachtrag vom 10.07.12:*

Zum AF: der AF im LiveView Modus (dh. Spiegel hochgeklappt, Monitor auf dem Display) geht naturgemäß langsamer als mit dem Spiegel, habe hier auch keine Wunder erwartet, es hält sich aber in Grenzen wenn man den LiveView Mode in Ausnahmefällen benutzt. Mit (D)SLR Kameras fotografiert man sowieso meistens durch den Sucher. Gegen Nasenabdrücke am Display gibt es übrigens die optische Verlängerung für wenig Geld, sehr zu empfehlen!

Zum HDMI Anschluss:
Habe mir jetzt ein passendes Kabel geholt (mini-HDMI <-> HSMI) und bin sehr zufrieden. Die Bildqualität atemberaubend, alles sehr scharf, kein Rauschen festzustellen (ja sowas gibt es, zB: bei billigen BR Playern). Das beste ist die HDMI Remote Steuerung: man nehme die Fernbedienung des Fernsehers und zappt damit die Slideshow der Kamera vom Sofa aus :-) DAS ist doch mal ein geiles Feature! (ACHTUNG: auf vollbelegtes Kabel achten!).
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Kommentare

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Von 1 Kunden verfolgt

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1-10 von 12 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 03.07.2012 00:15:16 GMT+02:00
Prodrejo meint:
[Die meisten Kunden meinen, dass dieser Beitrag nicht zur Diskussion gehört. Beitrag dennoch anzeigen. Alle nicht nützlichen Einträge anzeigen.]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 03.07.2012 08:43:41 GMT+02:00
Kopfhörmann meint:
Was hat er ?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 09.07.2012 13:35:06 GMT+02:00
Käufer meint:
Ohje. Da hört sich aber einer gern reden.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 20.07.2012 09:36:47 GMT+02:00
Jochen meint:
Hört sich nach Profilneurose an....

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 06.08.2012 13:02:41 GMT+02:00
speeesz meint:
Oh je... Dies spricht mal wieder für die hohe Korrelation zwischen einem "Prof. Dr." im Profilnamen und aufgeblasenem Gerede. In meiner Uni-Laufbahn ist mir - vielleicht allerdings fachbedingt - noch kein Professor untergekommen, der sich so billg abgehoben über eine Kamera und deren potenzielle Käufer äußern würde. Amazon-Produktbesprechungen ziehen dieses pseudo-intellektuelle Gehabe scheinbar an.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 15.08.2012 18:59:09 GMT+02:00
Dorian meint:
Aber alles Gespamme und Getrolle in den deutschen Amazon-Rezensionen ist ein Witz gegen die amerikanischen. Da fehlt meistens sogar die rudimentäre Rechtschreibung und Syntax ;-)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 21.08.2012 13:44:15 GMT+02:00
Ted N. meint:
Volksempfänger? Kameramob? Döner-GPS?

Von was redet Hr.Prof.Dr.?? O_o

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 21.08.2012 22:38:21 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 21.08.2012 23:40:59 GMT+02:00
Prodrejo meint:
Zu speeetz:
Vielen Dank für die „freundlichen“ Blumen und da ich kein Freund von Traurigkeit bin, will ich sogar entgegen dem Brauch meiner Zunft auf unqualifizierte Bemerkungen antworten.

Ohne Zweifel ist mein Kommentar absichtlich vieldeutig und nur im Kontext mit meinen Ausführungen zur vorherigen Rezension von Marco voll zu verstehen, die Sie vermutlich in Ihrem Eifer nicht einmal gelesen haben. Eindeutig war jedoch für Leser mit mitdenkendem Menschenverstand durch die gesetzten Anführungsstriche zu erkennen, dass die ironische Schelte in erster Linie auf den Hersteller Canon zielt, aber jeder zieht sich halt den Schuh an, der ihm passt und qualifiziert sich damit durch seine eigenen Worte!

Ich möchte daher keine unnötige Zeit verlieren und zum Sachanliegen der Kamerabewertung mit neuen Erkenntnissen übergehen von dem Ihr Beitrag durch kein Sterbens Wörtchen geradezu strotzt! Denn im Gegensatz zu Ihnen, muss ich meine Kritik nicht mit haltloser Polemik hinter Pseudonym verstecken, sondern kann durch engagierte Sachaufklärung Rückgrat zeigen und zur sinnvollen Entscheidungsfindung anderer Canonnutzer beitragen. Dabei ist Kamera-GPS ganz offensichtlich nur etwas für innovationsfreudige Menschen und solche die in der Lage und Willens sind, sich neuen Sachverstand für Ihr Fotografenhobby anzueignen, weil es sich um eine höchst komplexe Angelegenheit handelt.

Wer sich daher über die Wende in der bisherigen Diskussion um das GPS EOS GP-E2 für die EOS 650D und einiges mehr informieren will, möge sich meinen nachfolgenden Kommentar zu Gemüte führen. Der darzulegende Tatbestand ist unglaublich, aber wahr und sollte jemand daran Zweifel hegen, werde ich hier auf Wunsch gern auch die Originaldokumente vorlegen! Die bis heute fehlende Ergänzung über die Funktionen des CanonGPS-Moduls GP-E2 auf den Internetseiten zur EOS 650D Kamera spricht Bände!
MfG
EJo

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 21.08.2012 22:59:24 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 28.08.2012 15:00:25 GMT+02:00
Prodrejo meint:
Marktführer Canon mit peinlich unwürdigem Wirrwarr bei der GPS Einführung an seinen DSLR Kameras!

Das EOS GP E2, wie das neue und erste GPS-Modul für DSLR-Kameras von Canon benannt wurde, wird zum Opfer der Canon-Modellflut, die man wohl treffender als Modelldünnschiss des Fotomarktmarketings bezeichnen sollte, weil sie kein Mensch benötigt und zu einer Konsumwirrwarr erzeugenden Krankheit der großen Anbieter geworden ist! Canon zeigt mit seinem unseriösen Auftritt mit diesem GPS, dass die Firma ganz offensichtlich die Übersicht über ihre eigenen Produkte verloren hat, sodass die rechte Hand nicht mehr weiß was die linke macht!

Was ist geschehen? (vgl. dazu auch meinen Kommentar unter Rezension Marco)

Canon brachte im Frühjahr dieses Jahres seinen längst überfälligen ersten mit DSLR-Kameras direkt koppelbaren GPS-Empfänger als schlechte aber doch zumindest erweiterte Kopie des Pentax GPS-Moduls heraus, der nach fast 10 Jahren Verspätung endlich eine Lücke schließt, die der in vieler Hinsicht technisch weit besser vorausschauende Erzrivale Nikon als Vorreiter längst besetzt hatte und alle anderen namhaften Kamerahersteller der traditionellen DSLR-Formate auch bereits auf ihre spezifischen Weisen beherrschen. Angekündigt wurde das Modul in Kombination mit den aktuellen Topvollformatkameras von Canon. Als Trost für die „armen“ APS-Kamerabesitzer sollte die EOS 7D, das in die Tage gekommene Leitpferd der populären DSLR-Systeme von Canon über ein Firmwareupdate damit ebenfalls funktionsfähig sein. Dieses Update ist nun endlich letzte Woche erschienen und wird nach genauer Lektüre der Ankündigung wohl auch nur beschränkte Funktion für den GPS-Einsatz aufweisen! Genaueres wird in Kürze beleuchtet; denn der Canon Kundendienst fühlt sich wieder einmal bei dieser Frage überfordert!

Das GPS-Modul EOS GP 2 wurde denn auch standesgemäß mit den neuen Vollformat Oberklassekameras der Canonhierarchie eingeführt und es war offen, ob es auch mit allen zukünftigen DSLR-Modellen kombinierbar sein würde, wie das bei der Konkurrenz Nikon und Pentax mit deren GPS-Modulen der Fall ist. Das Entsetzen für Sachkenner war dann groß, als Ende Juni die EOS 650D als Fortschreibung der 600D auf den Markt kam und weder unter Zubehör noch im Datenblatt ein Hinweis auf dieses GPS-Modul zu entdecken war. Meine erste Reaktion war eine sofortige Nachfrage beim Canon-Kundendienst. Der antwortete prompt und verneinte die Funktion, was mich umgehend zu einer bissig zynischen Kommentierung veranlasste, die ich auch Canon-Deutschland nicht vorenthielt (a.a.O.). Ebenso zügig kam von vermeintlichen Entscheidungsträgern der Firma die Antwort des Bedauerns dieses Mangels und die Ankündigung der Weiterleitung meiner Beanstandung nach Japan, da alle konzeptionellen Entscheidungen zum Kamerabau im Lande Nippons getroffen werden (Antworten aus den Hause Canon Deutschland stehen auf Wunsch jederzeit Interessenten gern zur Verfügung).

Inzwischen waren aber Zweifel aufgetaucht, denn ein EOS 650D-Bewerter bei Amazon hatte im Menu der Kamera zumindest einen Platzhalter für GPS-Funktionen entdeckt. Darauf haben wir in unserer Arbeitsgruppe zunächst den neuen GPS-Empfänger an einer EOS 5 Mark III in offenem Gelände auf Herz und Nieren geprüft und als akzeptabel arbeitsfähig befunden. Dies veranlasste mich zum spontanen Besuch meines Fachhändlers FOTO-KOCH in D, um der Sache mit der 650D auf den Grund zu gehen. Hier hatte ich das Glück, dass eine Vorführkamera und das GP 2 GPS verfügbar waren und ich an einen jungen, wissbegierigen, wenn auch GPS-unerfahrenen Verkäufer geriet für den es ein spannendes Ereignis war, dieser Überprüfung beizuwohnen. Er marschierte mit mir ohne Umschweife vor die Tür des Hauses, wo uns nochmals Glück der Neugierigen zuteil wurde, weil eine riesige Baustelle trotz tiefer Häuserschluchten freien Himmel und damit guten Satellitenzugang bescherte. So glaubten wir unseren Augen nicht … genau so schnell wie an der Mark III wurden die Positionen nebst Höhe auf dem Monitor angezeigt! Die Stabilisierung der Anzeige und damit Optimierung der Messdaten dauerte wie bei allen GPS-Messsystemen der Navigation seine 5-10 Min. Auf die Richtungsanzeige der Aufnahme warteten wir allerdings sehr lange und … vergebens! Wir trösteten uns jedoch mit der Hoffnung, dass dieser Parameter ja noch in der EXIF-Datei von Aufnahmen erscheinen könnte und machten zur Kontrolle Fotos mit starken Winkelabweichungen. Späteres Auswerteergebnis am Rechner: Weiterhin Fehlanzeige!

Fazit: An der EOS 5 Mark III zeigt der GPS Empfänger die Aufnahmerichtung an, während er sie an der 650 D nicht anzeigt. Ein ähnliches Phänomen wie bei der Blitzsynchronisation, wo der Verschluss zwar an der 650D eine 1/250 zulässt, aber aus Marketinggründen an der EOS-Einsteigerserie künstlich eine Schranke auf 1/200 eingebaut wird, um seine Hierarchiestrategien besser rechtfertigen zu können! (Siehe meine Anmerkung im Kommentar zu Rezension Marco) Dabei muss man wissen, dass die Richtungsmessung über den Empfänger, sprich die Antennenkonfiguration also im Aufsteckmodul erfolgt und in der Kamera dann nur noch die Darstellung auf dem Kamerabildschirm und Registrierung in EXIF vollzogen wird. Diese ist im übrigen bei Canon minimalistisch und rein numerisch in allen Kamerahierarchien! Während sie bei Pentax generell und auch in einigen neueren Kameras der Kompaktserien von Sony grafisch plausibler dargestellt wird, was wesentlich anschaulicher und aussagefähiger ist! Für Einsteiger in die GPS-Materie sind damit die Daten auch viel leichter verständlich!

Canon hat sich auch da nicht mit Ruhm bekleckert – möglicherweise konnte man aus Lizensgründen keine Vollkopie von Pentax auf dem Markt lancieren? Positiv dagegen ist der Datenlogger der über einen Festspeicher im Empfängermodul funktioniert, dessen Zeitintervalle über das Kameramenu gesteuert werden können und der auch bei ausgeschalteter Kamera für Wegstreckenaufzeichnung weiterarbeiten kann, was allerdings zu Lasten der Aufsteckmodulgröße geht, die sie im Augenblick zur klobigsten aller verfügbaren Aufsteckmodule macht. Dies ist zudem auf die Energieversorgung durch AA-Batterien/Akkus zurückzuführen. Ich halte dies jedoch nicht für einen entscheidenden Nachteil, da sie hierdurch 2 Tage Autonomie für kontinuierliche Messung bietet, die der Qualität der Daten zuträglich ist – siehe Anhang. Allerdings wäre nach meiner Erfahrung der Einsatz von AAA-Batterieformat, wie ihn Pentax praktiziert, mit reichlich eintägiger Betriebsdauer auch ausreichend. Auf jeden Fall sind Bauweisen beider GPS-Modelle deshalb zu begrüßen, weil sie die preiswerteste und umweltfreundlichste Energieversorgung bieten und in dieser Form unabhängig von der Kameraenergieversorgung bleiben. Dies ist bei den Nikon-GPS-Modulen und deren Billignachbauten nicht der Fall. Nur gewisse Modelle von Solmeta für Nikonkameras machen da eine Ausnahme. Nikons GPS-Zubehör ist jedoch in die Jahre gekommen und bedarf einer Aktualisierung, wird aber als Primitiv-GPS entsprechend der Funktion in der EOS 650D in sauber arbeitenden Nachbauten bereits für unter 50,- ¤ Neupreis gehandelt. Ein großer Vorteil, um auch GPS-indifferente oder sogar –ignorante Fotografen zum Einsatz dieses Orientierungsmittel zu animieren.

Wie wichtig der Aspekt Energieversorgung ist, zeigen die stümperhaften Klimmzüge Sonys mit seinen voll integrierten/eingebauten GPS in SLT-Kameras, über die ich mich an anderen Stellen vernichtend geäußert habe, weil er insbesondere bei der A55 zu unzumutbar wenigen Auslösungen pro Batterieladung führt, ständige GPS-Abschaltungen nach sich zieht, die Messzyklen von 1 Sek. auf 15 Sek. erhöht und, und, und. Vom Konzept her ist der Einbau in den Kamerakörper, wie bei Sony praktiziert zwar ideal, aber von der Ausführung bei den SLTs rundum auch in den Folgemodellen A65 und A77 noch immer eine Katastrophe.
So bleibt denn auch bei Canon neben dem Spott über das Versagen des Kundendienstes nach wie vor der verbale Zynismus, dass die Chinesen den Japanern hoffentlich recht bald den aufrechten Gang zur GPS-Anwendung in Kameras beibringen mögen, auch wenn man Produktpiraterie keinesfalls den Weg bereiten möchte, selbst wenn sie Canon dem Anschein nach bei Pentax ebenfalls betreibt! Vielleicht bringt uns die Photokina ja schon die ersten Plagiate zu dann sicherlich moderaterem Preis.

Bis dieser Mangel der fehlenden Richtungsimplementierung beseitigt ist, sollte man schon aus Protest gegen diese Kundenverhöhnung mit diesem Modell EOS 650D durch Canon diese Kamera schneiden, um sich nicht selbst zum anspruchslosen Kameramob zu degradieren, der sich mit Primitv-GPS, also Technik von gestern in einer modernen DSLR abspeisen lässt und sich jeden Schwachsinn eines Markenfabrikats gefallen lässt, wie ich es ironisch bereits in den Vorkommentaren (für Canonfans erwartungsgemäß erfolglos!) andeutete. Überdies ist nach der Ankündigung der neuen M-Serie unbedingt von übereiltem Kauf der EOS 650D abzuraten, zumal der Bildsensor in dieser völlig identisch und viel Technologie der Spiegelreflex in viel kompakterer Bauweise - einem „Flachmann“ ähnlich - darin verbaut sein soll. GPS ist zudem dafür als Zubehör angekündigt, der Canonkundendienst aber wiederum nicht in der Lage und noch zudem unwillig, eine genaue Spezifizierung darüber zu geben! Man arbeitet heute halt nicht mehr mit durch den Kopf koordinierten Händen, sondern sachblind am Computer mit Kennlisten ohne jemals Kamera und Zubehör in der Hand gehabt zu haben!

Alle Nikonkameras nach der D200 bieten, wenn auch z.Zt. noch mit Fremd-GPS-Modulen von Dawntech und Solmeta ebenso wie alle aktuellen Pentaxkameras (mit fabrikatseigenem GPS-Modul) diesen kameraspezifischen Komfort der Positionsbestimmung mit Richtungsmessung und zu Preisen, die z.T. deutlich unter dem Canon GPS liegen, der ja immerhin die nette Summe eines halben 650D Kamerakörpers verschlingt! Bei anderen Kameraherstellern bekommen Sie weit mehr für Ihr Geld, eingedenk dessen, dass Kameras heutzutage hochkomplexe Gebilde sind, die weit mehr und auch Bedeutsameres bieten müssen als ein solides Ortungsgerät im Zubehör, was viele ohnehin als überflüssig ansehen. Hoffentlich nicht nur, weil Canon damit so lange hat auf sich warten lassen!? Und sich nun durch Hierarchiestrategien und übertrieben hohen Preis bei der Einführung selbst im Wege steht! Wie gesagt, die Chinesen werden es schon richten, möglicherweise schon auf der Photokina.

Bitte jetzt hier nicht wieder die Frage: Wozu diese Bildrichtungsangabe? Dazu bitte zunächst bei www. mbk.de schlau machen. Danach beantworte ich gerne gut reflektierte Anwendungszweifel.

Man gewinnt immer mehr den Eindruck: GPS-Einsatz ist ohnehin nur etwas für vorausschauende Bildungseliten mit unbeschränktem Horizont. Mitläuferfotografen müssen ihre Raumintelligenz offensichtlich erst wachrufen und schulen, um diese Kamerainnovation sinnvoll und umfassend einsetzen zu können. Dazu neben dem nochmaligen Hinweis auf MBK nachfolgend einen Anhang als Checkleitfaden für den Erwerb einer Kamera mit GPS-Ausrüstung für vorgebildet Interessierte und für vertiefte Reflexion zu Kamera-GPS-Angelegenheiten.

Den Anhang bitte nicht lesen, wer diese Voraussetzungen, oder die Bereitschaft dazu diese zu erwerben, nicht hat! Andernfalls machen Sie mich bitte nicht für Ihren Ärger über Ihr Unverständnis meiner Ausführungen im Anhang verantwortlich.

Abschließend als Fazit eine Kurzfassung von Vor- und Nachteilen des EOS GP 2 an der 650D für die Bildverortung.

Vorteile:
- Schließung einer seit fast 10 Jahren bestehenden Lücke gegenüber Mitbewerbern
- Autonome Energieversorgung und damit Unabhängigkeit von der Kamerabatterie/Akku
- Ununterbrochene Messung empfangener Satelliten
- Kontinuierliche Kontrollmöglichkeit der Messzyklen und Iterationsberechnungen der Satellitensignale am Monitor
- Übernahme des Iterationsstatus in die EXIF-Datei der Aufnahme zum Zeitpunkt der Auslösung.
- Verwendung von preiswerten und umweltfreundlichen Standard AA Batterien/Akkus
- Relativ lange Betriebsdauer
- Messdatenaufzeichnung auch bei ausgeschalteter Kamera und damit Möglichkeit der Wegstreckenverfolgung
- Einstellmöglichkeit des Messzyklus in verschiedenen Zeitintervallen für das Wegstreckenmonitoring
- Sowohl über Blitzschuh als auch über externe Schnittstelle per Kabel nutzbar und damit keine Blockierung des internen Blitzes wie auch der Slaveblitzauslösemöglichkeiten
- Verwendung eines modernen, schnellen Empfängerships, der den Erstempfang schnellstmöglich erlaubt

Nachteile:
- Nur Primitiv-GPS mit Anzeige und Aufzeichnung von X-,Y- und Z-Koordinaten ohne Aufnahmerichtungsmessung
- Keine Messintervalleinstellmöglichkeit für die eigentliche Bildverortung.
- Keine Einstellmöglichkeit ob letzte gültige Messung übernommen werden soll oder nicht; bei Messausfällen in empfangstoten Positionen wie Innerhauses, Häuser- oder Gelände-Schluchten, Tunneln, mehrschichtigen Laubdächern von Bäumen oder Wäldern oder sonstige Gegebenheiten in die Erdmesssatellitensignale nicht eindringen, etc.
- Wegstreckenmessdaten nur über Kabel aus Empfängermodul auslesbar, nicht jedoch über austauschbare Mini-SD-Speicherkarte
- Größe und Gewicht und damit Klobigkeit des Empfängermoduls, wegen AA-Batterie/Akkustromversorgung und internem Speicher (die mit dieser Konstellation verbundenen Vor- und Nachteile muss jeder Nutzer selbst abwägen)
- Nur numerische Anzeige der Messdaten im Kameramenü
- Keine Anzeige von Satellitenpositionen und Intensität der einzelnen Satellitensignale
- Fehlende kameraspezifische Dokumentation der Funktionen des EOS –GP-E2 Empfängers, elektronischer Bauteile und verwendeter Satelliten
- Exorbitanter, um nicht deutlich zu sagen, unverschämter Preis für das was der Empfänger an der 650 D leistet, aber auch allgemein ein Preis zum Abgewöhnen!
- Unfähigkeit und Unwilligkeit des Canon-Kundendienstes Europa, kompetente Auskunft über die unterschiedlichen Funktionsfähigkeiten des Empfängers an verschiedenen Canonskameras zu erteilen
- 2 Monate nach Information an Canon Europa über Fehler in den Datenblättern zu GPS-Kompatibilitäten immer noch keine Beseitigung dieser Mängel
- Für viele noch im Verkauf befindliche Canon DSLR-Kameras nicht einsetzbar!
- Keine direkte Verknüpfungsmöglichkeit mit gespeicherten Sehenswürdigkeiten des jeweiligen Standortes in der Kamera (was viele Kompaktkameras bieten).

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 21.08.2012 23:01:43 GMT+02:00
Prodrejo meint:
Anhang

Kurzkennzeichnung von GPS in Kameras Stand: 15.8.2012 (E. Jordan)

Fotografen mit Ambitionen für Landschaftsaufnahmen, Reise- sowie Expeditionsfotografie, und jeglicher Art von lage-, raum- und sonstiger geographisch orientierter Dokumentation, insbesondere aber solche mit Raumbezugsintelligenz und -kompetenz werden heutzutage versuchen, nach einer „GPS-Kamera“ zu greifen. Dabei ist es z.Zt. noch äußerst wichtig, sich über die Spezifikationen dieser Zusatzausstattung im Vorfeld zu informieren, da die Hersteller sehr viel unausgereiftes Gerät anbieten, welches von einer optimalen Funktion weit entfernt bis nahezu unbrauchbar ist. Internetangaben auf den Kameradatenblättern sind dazu geradezu kümmerlich – nicht nur bei der Sony SLT A55V als erster DSLR/SLT Kamera des Marktes mit voll integriertem (fest eingebautem) GPS, sondern inzwischen sogar bei den Nachfolgeprodukten A65 und A77 wird gezeigt, dass man trotz vehementer Kritik seitens der Anwender 1 Jahr lang bei Sony nichts hinzugelernt hat – selbst die Gebrauchsanweisungen strotzten vor Unvollständigkeit und missverständlichen Ausdrucksweisen! Auch der Neueinsteiger ins GPS-Geschäft, Canon, blamiert sich mit fehlenden Angaben beim neuesten Produkt der EOS 650D in Datenblatt und Negierung dieser Funktion bei direkter Kundenanfrage, obwohl das neueste GPS-Modul aus eigenem Hause Primitivkoordinatenanzeige und –registrierung erlaubt! Ebenso glänzen die Informationen aus dem Bereich des Fotojournalismus leider bisher in aller Regel vor Inkompetenz auf diesem Gebiete, die bis hin zu haarsträubenden Falschangaben oder völligem Ignorieren vorhandener Schnittstellen oder GPS-Module in oder für Kameras reichen (Diskussionen im Internet!)(Beispiel: ColorFoto 8/2012) und behindern somit die Verbreitung von solchen Innovationen. Die besten und aktuellsten Informationen zu Kamera-GPS bietet bisher ein darauf spezialisierter Fachhändler auf seinen Internetseiten und mit seinen Gebrauchsanweisungen(www.mbk.de / www.gps-camera.eu).

Wichtige Aspekte für Kamera-GPS sind schnelle Reaktionszeiten für den Erdmesssatellitenempfang, niedriger Energieverbrauch und feste Kopplung an die Kamera, sei es durch unveränderte Position an der Kamera nach Befestigung der GPS-Einheiten (nach dem IMU-Prinzip) oder Integration in der Kamera damit die unverzichtbare Aufnahmerichtungsangabe sauber funktioniert, die bei separatem GPS-Empfänger praktisch nicht möglich ist oder zumindest nicht tolerierbar große Fehlermargen aufweist. Zu verstehen sind hierunter Navis, GPS-Geräte für die Geländeorientierung oder mit Kameras nachträglich synchronisierbare GPS-Empfänger die im Rucksack, am Kameragurt in der Brusttasche oder sonst irgendwo losgelöst von der Kamera mitgeführt werden. Abgesehen von Spezialerfordernissen ist deshalb ein kameraintegriertes GPS-System für den Otto-Normalverbraucher zu bevorzugen, wie es in Kompaktkameras aller Hersteller inzwischen praktiziert wird. Allerdings sollte es nicht, wie augenblicklich bei den DSLR/DSLTs von Sony, nur auf Dummenfang gehen. Für den GPS-Experten ist jedoch das von Nikon seit fast 10 Jahren praktizierte und 2012 endlich auch von Canon eingeführte Schnittstellenkonzept von DSLRs flexibler! Samsung und Pentax haben Ihre eigenen Lösungen mit Vor- und Nachteilen.

Wer mit den GPS-Systemfunktionen vertraut ist, weiß zudem, dass zwischen 1. Anzeige der GPS-Bereitschaft und erreichen des Positionsoptimums systembedingt ca. 5-10 Min verstreichen (am besten kontrollierbar über die Höhenwerte) je nach Anzahl und Situation der Satelliten. Haben Sie dies an Ihrem Kamera-Monitor schon einmal geprüft? Dann erkennen Sie den investierten Sachverstand und Weitblick der Firmen für dieses Ausrüstungsdetail (Nikon, Pentax und neuerdings auch Canon haben ihn, Sony fehlt er bis heute bei seinen DSLT-Kameras). Mit den Begriffsinhalten von Kalt- und Warmstart wird dieses Phänomen der Genauigkeitsoptimierung nur teilweise tangiert. Wichtig hierfür ist die anhaltende Betriebsbereitschaft des GPS-Empfängers, um die fortlaufende Iteration der empfangenen Positionssignale zu gewährleisten!

Jeder an sauberer Ortung, in Fachkreisen auch Georeferenzierung/Geokodierung der Bilder genannt, interessierte Fotograf erwartet dabei allem voran Fabrikationsangaben zum verwendeten GPS-Typ wie:

GPS mit

1. Koordinatensensor synonym auch Lage- und Höhensensor (kurz: K-GPS); erlaubt nur die Registrierung von Lage- und Höhenkoordinaten und wird daher auch als - Name: Rudimentär- oder Primitiv-GPS bezeichnet und bietet für Bilder nur unvollständige Orientierungsinformationen!
Bei den ersten Pionierkameras mit kameraintegriertem GIS im Einsatz, Technik von gestern und als Behelfs- und Übergangslösung für externe GPS-Kombination mit Kameras üblich.

2. Richtungssensor bzw. Kompass-GPS oder Vektor-GPS (kurz: R-GPS),
Stellt das Basis-GPS für Kameraintegrierung dar, weil es neben den Standpunktkoordinaten auch die Richtung der Aufnahme anzeigt und damit die vollständige Bildorientierung erlaubt. Somit sollte es heutzutage das eigentliche Muss einer jeden Kamera mit integrierter (Einbau oder Direktkoppelung) GPS-Ausstattung sein. Nur bei Bildaufnahmen macht die Angabe der Aufnahmerichtung (möglichst mit dem Objektivbrennweiten abhängigen Öffnungswinkel) Sinn. Bei separaten GPS-Geräten findet man sie deshalb auch nicht. Daher ist das fest in die Kamera integrierte oder fest an der Kamera positionierte GPS so wichtig, was viele noch nicht so recht begriffen haben und sich immer noch zum Auslaufmodell des externen Navigations-GPS propagierend produzieren (ColorFoto9/2012), obwohl es nur als Notbehelf dienen kann.
Name: Kamera-GPS (K+R-GPS verkürzt R-GPS) der verbreitetste GPS-Typ in Kameras
(Hier ist noch viel Entwicklung zu erwarten: Die bereits eingeleitete Kombination mit Karten-, Satelliten- und Luftbildmaterial , Sehenswürdigkeiten und Lokalitäten, Automatisierung der gradgenauen Aufnahmewinkelangaben in Abhängigkeit von Sensor und Objektivbrennweite, Komplettnavigation mit Kameramonitor, numerische und grafische Darstellung dortselbst, Antennenoptimierungen, Anpassungen an neue satellitengeodätische Entwicklungen – GPS-GLONASS-Galileo und, und, und.)

3. Bewegungssensor (kurz: B-GPS),
bietet die Möglichkeit auch bei durch „harte Materie“ abgeschirmten GPS-Satellitenempfang Positionsänderungen nachzuvollziehen; sprich, in Gebäuden, Höhlen und Tunneln aber auch im dichten Wald zu funktionieren. Eine bisher noch in Entwicklung befindliche, unausgereifte Technik, die bei einigen Positionen mit der Casio H20G erstaunlich gut funktioniert und bei Auto-Navigationsgeräten z.Zt. ihre Weiterentwicklung erfährt.
Name: Hybrides oder Indoor-GPS, auch Navigations-GPS genannt. Das ideale Kamera-GPS der Zukunft!

Darüber hinaus:
4. Differential-GPS (kurz: D-GPS)
Eine Ortsbestimmung, die nur mit min. 2 kombinierten GPS-Geräten für Dezimeter-, Zentimeter- und Millimetergenauigkeiten für Vermessungen (mit und ohne Kameraeinsatz) zur Anwendung kommt – eingesetzt beispielsweise bei Architektur-, Denkmal-, Archäologie-, Bau-, Gletscherkontur- und Pflanzensukzessionsvermessungen und bisher auf Mittelformat¬kameras von Hasselblad, Leica, Rolleimetrik, Leaf und Phase-One beschränkt ist und für die nur Nikon bei Kleinformatkameras spezielle Schnittstellen integriert anbietet ( aber nur Teile der gewonnenen Daten auf EXIF übernimmt. Das neue Canon-GPS-System wurde diesbezüglich noch nicht in allen Einzelheiten geprüft ist aber nach ersten Erprobungen nicht perfekter; Pentax ist für diese Kombination ungeeignet)
Name: Präzisions- oder Differenzial-GPS

5. Doppelfrequenz-GPS (kurz: DD-GPS)
Ein hochpräzises geodätisches GPS, das auf 2 verschieden Frequenzen empfängt, spielt aus Kostengründen bisher für die Fotografie noch keine Rolle. Kann aber vielleicht in Zukunft von Bedeutung werden, weil mit diesem Prinzip die Empfangsbereitschaft signifikant verkürzt werden kann.

Die Dauer bis zur optimalen Empfangsbereitschaft ist für alle Typen von Kleinbildkameras (von Kompakt bis DSLR-Kameras) bis heute der kritischste Punkt eines allgemein befriedigenden brauchbaren Einsatzes von GPS-Empfängern auch für Kenner der Satellitenortungsfunktionsprinzipien! (Wenn man sich nicht mit Fehlermargen vom bis zu 500 m zufriedengeben will.)

Außerdem sollte man zu jedem Kamera-GPS (intern wie extern fixiert) zumindest in der Gebrauchsanweisung erfahren:

1. Eine Angabe zur Position der GPS-Antenne in der Kamera – nur mit diesem Wissen kann man optimale Koordinatenbestimmung in Relation zum Aufnahmeobjekt durch sachgerechte Ausrichtung der Kamera erreichen. Nur einige Kameras bringen die Kennzeichnung „GPS“ dort an, wo sich die Antennenposition befindet. Günstig ist die Lage des Empfängers an einer oberen Kameraecke; für Rechtshänder links oben in Blickrichtung bei Querformathaltung.

2. Ob die Kamera über eine (ausziehbare) oder höher positionierbare (Stab)-Antenne verfügt – vorteilhaft um Empfangspositionen oberhalb des eigenen Körpers (Kopf) zu erreichen, der ebenfalls empfangsstörend wirkt. Hinweis aus der Praxis: Vorteilhafte Hilfskonstruktion ist die positionskonstante Anbringung mit Klettverschlusshaltern auf Aufsteckblitzen im Falle von separaten (Aufsteck-)Empfängern!

3. Angaben zur Frequenz der GPS-Messungen in der Kamera – lässt ein Abschätzen der Wartezeiten bis zur Signalverfügbarkeit und der optimalen Genauigkeit zu, die in der Regel erst nach 5-10 Min. nach erster Empfangsbereitschaft erreicht wird.

4. Ob in den Kameramenus überhaupt Satellitenmessdaten mit Anzahl und Position von Satelliten und deren Empfangsintensität angezeigt werden, was für den Sachkenner äußerst wünschenswert ist, da es ihm Hinweise für die erreichbare Genauigkeit der Koordinatenbestimmung gibt (jedoch selbst in vielen Autonavis leider nicht gegeben ist).

5. In den Kameramenus Aufnahmerichtungen (fälschlich auch Kompass genannt) - ideal wäre mit veränderlichen Schenkelöffnungen der Winkel in Abhängigkeit der Brennweite (Zoomeinstellung) angezeigt werden, was ebenfalls äußerst wünschenswert ist für die Überlappungsabschätzung von Panoramaaufnahmen und anderem mehr.

6. Die Satelliteninformationen detailliert und differenziert nach empfangener Satellitenanzahl, Intensität des Empfangssignals, Angabe der Aufnahmerichtung etc. in einem Kamerafenster und in der EXIF-Datei ausgewiesen werden (Ergänzung zu 4.) oder

7. Nur Koordinaten (Horizontal- mit und ohne Höhendaten) und ev. Richtungsangaben dort sichtbar werden - Dies gibt Aufschluss über die Vielfältigkeit der Weiterverarbeitungsmöglichkeiten von Daten und Bildern.

8. Detaillierte Angaben zu Registriermodi vorhanden sind insbesondere ob und wann Messungen während des Kameragebrauchs unterbrochen werden. Äußerst wichtig für die Genauigkeit der Registrierung.

9. Mit welchen Formaten auf welche Karten- oder georeferenzierte (mit Koordinatensystemen versehene) Satellitenbildvorlagen (z.B. Google Earth in kml und kmz?) projeziert (überlagert und angezeigt ) werden kann. Sind nur Positionen oder auch Richtungswinkel dabei dargestellt? Wird bei den Positionen nach Lage- und Höhenkoordinaten unterschieden? – Erlaubt Rückschlüsse auf den Grad der Veranschaulichungsmöglichkeiten und diversen Weiterverarbeitungsmöglichkeiten.

10. Man in der Kamera die Datenaufnahmefrequenz (Zeitintervalle der Registrierung und davon ev. unterschiedlich die Speicherung – z.B. für Routenregistrierungen) einstellen kann.

11. Über im Menu Registriervarianten eingestellt werden können z.B. mit und ohne Speicherung der zuletzt verfügbaren Ortungsdaten nach Abriss von Empfangssignalen in Innenräumen, Tunnel oder nach Ausschalten der Kamera oder des Empfängers. Ebenso die Einstellmöglichkeit im Ruhestand oder nach Ausschalten der Kamera GPS-Signale weiter zu messen oder die Messung zu unterbinden sollte steuerbar durch den Verbraucher sein.

12. Ob vom GPS-Sensor die WAAS- und EGNOS-Technik beherrscht wird? (das sind die Flugnavigationssteuerungssatelliten der USA und Europas) – erhöht die Orientierungsgenauigkeit beträchtlich, bestenfalls auf 3-5m horizontal)

13. Werden bereits verschiedene Satellitenmesssysteme, also neben GPS auch GLONASS und Galileo etc. verwendet, werden sie und ggf. wie werden sie angezeigt? Auch die Angabe verwendeter Dateiformate wäre hier wünschenswert.

14. Weiterhin sollten für bildungshungrige Menschen Angaben über Informationsspeicher der Kamera (Sehenswürdigkeiten, Reiseinformationen etc.) nicht fehlen. Genauere Angaben sollten zumindest aus der Gebrauchanweisung hervorgehen.

15. Es sollte Angaben zum Energieverbrauch des GPS geben, denn er muss für kontinuierliche und höhere Genauigkeitsansprüche ständig eingeschaltet und optimal zu verfügbaren Vermessungssatelliten ausgerichtet bleiben. Dafür sind Taschen oder Rucksäcke denkbar ungünstig!

(Diese Auflistung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und muss selbstverständlich mit fortschreitender Technik ergänzt werden!)

Theoretische Grundlagen finden sich u.a. in: Manfred Bauer: Vermessung und Ortung mit Satelliten im Wichmann-Verlag, jüngst 2011 in 6. Auflagen erschienen.
Consumerkameraspezifikationen in Zusammenhang mit GPS und GIS sind darin leider nicht angesprochen.

Fazit: Kamera-GPS ist ein äußerst komplexes System mit vielen und dazu kameraspezifischen Varianten, über die sich der Anwender vor dem Erwerb informieren sollte. Anbieter und der Fotojournalismus sollten endlich dazu übergehen, differenzierte und klassifizierte Angaben über das verwendete GPS für ihre Kameras in ihre Datenblätter und Gebrauchsanweisungen resp. Erläuterungen aufzunehmen, um statt „dummen Bauernfang“ mit dem Zauberwort GPS zu betreiben, Seriosität in ihren Kommerz bzw. ihre Präsentation einkehren zu lassen.

Kommentare zu Ergänzungen oder Verbesserungen zu diesen Ausführungen sind herzlich willkommen!

MfG
EJo
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