Kundenrezension

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Wenn sich Klischee an Klischee reiht, 3. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Die Rose der Unsterblichkeit 1 - Schwarze Perle: Das Schwarze Auge Roman Nr. 141 (Broschiert)
Um an die Schätze Uthurias zu gelangen, rüsten der Patriarch von Al' Anfa und die Grandenfamilien eine Expedition aus und schicken eine Flotte in Richtung des sagenumwobenen Südkontinents. Doch die Reise nach Uthuria ist lang und beschwerlich, und nicht alle Besatzungsmitglieder werden das Ziel erreichen...

'Schwarze Perle' ist der erste Teil der Trilogie 'Die Rose der Unsterblichkeit' und der erste Uthuria-Roman in der Reihe der DSA-Romane. Uthuria-Fans sollten aber nicht zu viel erwarten, denn den neuen Kontinent wird die Expedition frühestens im zweiten Teil erreichen.

Ein Roman braucht entweder eine starke Handlung oder starke Figuren. 'Schwarze Perle' bietet leider weder das eine noch das andere, sondern reiht in beiden Fällen lediglich Klischees aneinander. Bei den Figuren darf der Redshirt-Tank, der nichts kann außer ein völlig überlegener Kämpfer zu sein, der aber trotzdem von den Gefahren auf die Fresse bekommen muss, um zu zeigen, wie gefährlich diese sind, genauso wenig fehlen wie der tollpatschige, zerstreute Gelehrte mit dem Nachteil 'Weltfremd (alles außerhalb des Elfenbeinturms)'. Den Vogel schießt aber Karas ab, bei dem man ständig das unbestimmte Gefühl hat, er würde jeden Moment sein Zauberschwert ziehen und 'Bei der Macht von Grayskull!' brüllen. Der Taugenichts wirkt wie eine misslungene Karikatur von Prinz Adam – misslungen deshalb, weil Adam seinerseits schon ein Comic Relief ist.
Das Cover des dritten Teils, 'Schwarzes Land', trägt nicht gerade dazu bei, diesen Eindruck zu zerstreuen.

Bei der Handlung sieht es nicht besser aus. Sie kommt ein wenig zu kurz, weil die Autor sich im Auftakt der Trilogie darauf konzentriert, die Figuren und ihre Beziehungen untereinander vorzustellen, und besteht eher aus eine Abfolge von Einzelszenen als aus einer durchgehenden Geschichte. Außerdem gibt sich der Autor Mühe, nur kein Seefahrts-Klischee auszulassen: unfreundliche Eingeborene, Sabotage, verdorbenes Wasser, Seeungeheuer, eine unzufriedene Mannschaft und schlechtes Wetter kennt man aus vielen Piratenfilmen. Dass die Magier und Geweihten, die magisch oder karmal zumindest gegen einige dieser Plagen etwas tun können, sich vornehm zurückhalten, ist dagegen typisch DSA.
Hätte André Wiesler noch einen Klabautermann eingebaut, wäre die Liste 'Was auf einer DSA-Seefahrt passieren muss' komplett gewesen. Erfahrenere Spieler dürften sich an 'Reise zum Horizont' erinnert fühlen, noch erfahrenere an 'Die Fahrt der Korisande'.

Der Schreibstil ist typisch Wiesler, also so, wie ein Roboter Klavier spielt: handwerklich korrekt, aber ohne Gefühle zu wecken. Die Geschichte liest sich ausgesprochen flüssig, lediglich die inflationäre Verwendung von überflüssigen Adjektiven stört. Das Korrektorat ist auf üblichem Ulisses-Niveau, also nicht existent. Neben den zahlreichen Fehlern sorgen auch die falschen Zeitangaben für Verwirrung.

Mit 'Schwarze Perle' bekommt man genau das, was man von André Wiesler erwartet oder befürchtet: eine flott geschriebene, aber nicht besonders tiefgründige Geschichte, in der der Schwerpunkt eher auf Action als auf Charaktertiefe liegt. Fans des Autors können zugreifen; wer mit seinem Stil nichts anfangen kann, sollte sich den Roman nur als großer Uthuria-Fan zulegen.
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