Kundenrezension

243 von 325 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gelungenes Düstermärchen mit gesichtsloser Heldin, 22. Juni 2012
Rezension bezieht sich auf: Snow White & the Huntsman (DVD)
Ich habe mich schon länger auf diesen Film gefreut und kam nun endlich mal ins Kino um ihn mir anzuschauen.

Zunächst muss ich sagen, dass die vorher veröffentlichten Trailer einfach toll und sehenswert waren. Sie haben richtig Lust auf mehr gemacht und große Erwartungen in mir geweckt.
Ein wenig enttäuscht kam ich daher heute aus dem Kino.

Der Film ist ohne Frage sehenswert, die schauspielerischen Leistungen fast aller Beteiligten ist solide bis grandios, die Aufmachung wirklich ausgeklügelt (die beiden verzauberten Wälder haben mich wirklich hingerissen!), das Drehbuch war gut gewählt.

Leider hab ich mich trotzdem an so einigem gestört:

- Schneewittchen ist die schönste Frau der Welt - das weiß jedes Kind. Und doch wählt man Kristen Stewart aus, die sich neben der unvergleichlichen Schönheit von Charlize Theron behaupten muss?! Hallo? Das entzieht sich einfach meinem Verständnis.
Natürlich verkörpert Schneewitchen reine, fast kindlich unschuldige Schönheit, während die Königin erwachsen und selbstbewusst schön sein muss. Daher ist Charlize völlig treffend gewählt worden, Kristen dagegen ist eine absolute Fehlbesetzung, egal wie man zu ihren schauspielerischen Leistungen steht oder nicht. Schönheit liegt im Auge des Betrachters, aber die Märchenvorlage gibt diesem Film etwas vor, was er nicht halten kann.
Noch dazu wirkte Snow White den ganzen Film über deplatziert, verwirrt, nicht standfest, fast schon aufgeschmissen. Ja, sie war jahrelang in einem dunklen Verließ eingekerkert und es lässt sich vermuten, dass sie evtl sogar vom Bruder der Königin missbraucht wurde. Aber die Charakterentwicklung fand mit Kristen in der Rolle überhaupt nicht statt. Sie wirkte am Ende eher als würde sie die Anführerin spielen weil ihr eh keine andere Wahl blieb, obwohl sie der Rolle überhaupt nicht gewachsen war. So als müsste sie sich zu all dem mit ganzer Kraft zwingen.
Abgesehen davon war ich aufs neue "begeistert", wie stark Kristen ihre Mimik unter Kontrolle hat... Sogar wenn sie lacht, guckt sie verwirrt. Und selten strahlten mich bei einer Schauspielerin die vorderen Schneidezähne über so lange Streckenabschnitte hin an, weil es so unfassbar kräfteraubend ist, seinen Mund dauerhaft geschlossen zu halten, um nicht ganz so dämlich zu wirken.

- Die Musik: Ja alles da - der imposante Fantasysoundtrack mit donnernden Trommeln und röhrenden Hörnern. Die bereits seit langem im Internet zu bestaunenden Trailer reißen mich jedes Mal mit ihrer akustischen Fülle vom Hocker, das Hauptthema ist einfach toll, wirklich grandios! Umso verwerflicher finde ich es, dass dieses Thema zu KEINEM einzigen Zeitpunkt im Film zu hören war!! Das hat den Film für mich tatsächlich etwas verdorben, denn das was zu hören war, passte sich zwar gut ein, aber es wirkte nicht ganz rund. Als Schneewitchen, Jäger und Zwerge in den Feenwald kommen, diesen weißen Hirsch treffen usw - nichts. Als Schneewittchens Armee am Ende geschlossen zum Strand reitet, dachte ich: Endlich, jetzt kommts! - aber Pustekuchen. Auch das Finale und das Ende - nichts. Da hat man so ein wirklich gelungenes Hauptthema und man verwendet es nur, um Erwartungen zu erwecken, die man nicht erfüllen kann? Es waren nicht mal Variationen zu hören, es scheint als gäbe es 2 verschiedene Soundtracks. Ich habe kurz in den OST reingehört - auch nichts. Wer den Film kennt, aber den Trailer noch nicht, möge mal reinhören. Ich bin bitter enttäuscht.
Im übrigen sind in den Trailern auch Szenen zu sehen, die im Film auf völlig andere Art und Weise gezeigt werden. Schneewittchen erstickt qualvoll am Apfel der dann blitzschnell verrottet, während sie im Trailer mit dem Apfel in der Hand einfach nur friedlich im Schnee liegt, wie grad umgefallen. Auch die Königin hatte ein paar andere Szenen. Manches wurde auch nur anders zusammen geschnitten, da kann man drüber hinweg sehen. Manches ist wohl auch einfach entfallenes Material. Sicher ist jedoch: Vieles sah im Trailer besser aus und ich hoffe hoffe hoffe, dass irgendwann noch der Directors Cut erscheint, es interessiert mich brennend, wie der wohl aussehen mag.

- Unvollständig erzählte Geschichten: Es gab im Laufe des Films so ein paar Momente in denen ich dachte: Und weiter?

* Die Sache zwischen Schneewittchen und dem Bruder der Königin - Was lief da? Hat er sie in der Vergangenheit missbraucht, warum wehrt sie sich im Kerker nicht gegen seine Berührungen, versucht sogar ein wenig ihm gefällig zu sein. Warum schreckt sie im Laufe des Films mal mehr mal weniger vor Körperkontakt zurück (z.B. mit dem Jäger).
* Der Hirsch: Ok, die Zwerge meinten ganz mysteriös, dass ihn noch niemand wirklich gesehen hätte. Ok, warum und weshalb, welche Funktion hat das Tier?
* Snow White = Leben: In Ansätzen wird erklärt, dass das Mädchen das Gegenstück zu Rovenna ist. Während die Königin Tod und Verfall symbolisiert (und auslöst), steht Schneewittchen für das Leben. Der blinde Zwerg meinte sogar kurz, sie würde Beschwerden lindern?! Auch das wird nicht weiter erklärt, vielleicht soll sich der Zuschauer selbst denken, was das zu bedeuten hat.
* William - welche Funktion hatte der nochmal? Klar, einen Prinzen muss es geben, aber wenn die Macher des Films mehr Wert darauf legen, eine Romanze zwischen dem Jäger und der Gejagten zu entwickeln, warum lassen sie den Prinzen nicht einfach ganz raus? Stattdessen wirkte es, als wäre er dabei, weil er dabei sein muss. Aber in der Märchenprinzrolle ging er auch nicht auf, er hatte nicht mal die Chance dazu. Als die Königin in seiner Gestalt Schneewitchen zum Biss in den Apfel verführte, küssten sich zwar die beiden kurz - aber ob das Mädchen überhaupt irgend welche Gefühle für ihn hegt, blieb bis zum Ende unklar. Auch die "tiefe" Freundschaft der beiden aus Kindertagen scheint gar nicht sooo dolle gewesen zu sein, zumindest verfällt Schneewittchen nicht in Freudentaumel als Williams sich zu erkennen gibt. Generell bleibt die Wiedervereinigung der beiden völlig unkommentiert.
* Märchenwelt + reale Welt parallel? So richtig rund wirkt die von den Machern erschaffene Welt im Film nicht. Feen, singende Elfen, moosüberwachsene Schildkröten - das scheint auf der einen Seite völlig normal und dann wieder total außergewöhnlich und verstörend zu sein, zumindest für Schneewittchen. Im Schloss zaubert die Königin so gut sie kann, aber um sie herum und im angeschlossenen Dörfchen herrscht das Otto-Normal-Leben, ganz ohne Magie. Irgendwas haut da nicht so ganz hin, ich kann nur nicht genau benennen was es ist.
* Rovennas Kindheit: Schön, dass es überhaupt zur Sprache kam, aber warum die Mutter ihr Töchterchen mit diesem Zauber belegt hat und warum Bruder und Schwester mental so stark verbunden sind, dass sie sogar über weite Strecken miteinander kommunizieren können und es ihr fast alle Kraft kostet als er stirbt - bleibt komplett im Dunkeln. Im übrigen erleidet fühlt Rovenna den selben Schmerz, als Ben vom Jäger getötet wird, aber schlagen kann sie ihn gut, genauso wie sie nicht fühlt, dass Schneewittchen ihm einen Nagel durchs Gesicht zieht und er im dunkeln Wald fast vom Treibsand (?) aufgelöst (?) wird.

Naja. Das sind so meine Kurznotizen.

Nichts desto trotz ist der Film sehenswert, es war ein schönes Kinoerlebnis. Optisch ist fast alles (bis auf die Heldin, wie schade) gelungen und auch wenn der Film nicht ganz rund ist, kann ich ihn unter Vorbehalt empfehlen. Sollte man gesehen haben, für die meisten dürfte einmal gucken aber wahrscheinlich völlig ausreichen.
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Kommentare

Von 6 Kunden verfolgt

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1-10 von 38 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 24.06.2012 14:01:12 GMT+02:00
S. Obermann meint:
Der Film war okay, wenn auch viel bei "Legende" und anderen Filmen geklaut wurde... Schneewittchen (warum die englische Übersetzung als Name?) fand ich auch nicht gut besetzt. Die anderen Schauspieler wurden ihrer Rolle eher gerecht.
Insgesamt wurde aber viel angesprochen, dass dann aber nicht entsprechend bearbeitet wurde (Ravennas Kindheit, was wurde genau aus der Frau vom Jäger, für wen entscheidet sich Schneewittchen nun usw.?)
Es soll ja einen zweiten Teil geben. Der floppt, vermute ich. Ohne Charlize wird das langweilig...

Veröffentlicht am 24.06.2012 18:04:57 GMT+02:00
Erinome meint:
Ich möchte eine kurze Anmerkung zu dem Thema Musik machen:

Die Musik im Trailer stammt von Danny Cocke und trägt den Titel "World Collapsing" und es handelt sich hierbei um sogenannte "Trailermusik", also um Musikstücke, mit denen diverse Kinotrailer unterlegt werden. Diese Trailermusik hat mit dem Soundtrack aber überhaupt nix zu tun, manche Musikstücke werden auch immer wieder für Trailer verwendet, deshalb wundert es mich auch gar nicht, dass "World Collapsing" nicht im Film vorgekommen ist und auch nicht auf dem OST drauf ist.

Man kann den Track aber übrigens hier bei Amazon als MP3 käuflich erwerben. :)

LG, Erinome

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 24.06.2012 18:57:08 GMT+02:00
Danke für die Info. Ich finde es trotzdem schade, dass es kein Maine-Theme gibt, das auch im Trailer vor kommt, ala Fluch der Karibik usw und man stattdessen ein Stück für die Vorpräsentation nimmt, das keinen Bezug zum Film hat. Sehr arm, leider.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 24.06.2012 18:58:13 GMT+02:00
[Die meisten Kunden meinen, dass dieser Beitrag nicht zur Diskussion gehört. Beitrag dennoch anzeigen. Alle nicht nützlichen Einträge anzeigen.]

Veröffentlicht am 27.06.2012 23:29:18 GMT+02:00
Sarah meint:
Hab den Film auch vor kurzem gesehen und fand ihn an sich recht gelungen.

Wegen Schneewittchen und dem Bruder der Königin: ich denke nicht das er sie jemals missbraucht hat. Sie hatte ihn ja gefragt (so fern ich mich richtig erinnere) warum er dieses mal zu ihr hereinkommt und sie nicht wie sonst von draußen beobachtet. Worauf er antwortet, dass seine Schwester es niemals erlaubt hätte/ erlauben würde (sowas in der Art) Und dass sie versucht ihm gefällig zu sein war denke ich nur, damit er näher kommt und sie ihm mit dem Nagel auch wirklich erwischt (obwohl das auch ziemlich dämlich war, weil ich glaube dass sie ihn leicht hätte töten können mit dem großen Teil. Aber kenne mich mit Anatomie nicht so aus, deswegen keine Ahnung)

An sich habe ich deinem Review also nichts hinzuzufügen. Nur, dass mir der Soundtrack sehr gut gefallen hat (habe aber auch den Trailer nur vor ner ganzen Weile im Kino mal gesehen, ging also ohne Erwartungen an die Musik ins Kino) und bin am überlegen mir den OST zu kaufen.

Im übrigen:
Über deine Anmerkung über Schneewittchens Schneidezähne musste ich lachen, genau dasselbe habe ich auch den ganzen Film über gedacht XD Ist aber glaube so ne Macke von Kirsten, aber keine schöne.
Fand aber, dass Chris Hemsworth das ganze wieder gut gemacht und den Film raus gerissen hat. Ganz zu schweigen von Charlize Theron als Böse Königin. Besser hätte man die Rolle wahrhaftig nicht besetzen können.

Muss aber zugeben ihn doch ganz gerne nochmal sehen zu wollen :)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 17.07.2012 09:29:58 GMT+02:00
Marc J. meint:
Ich stimme Ihrer Meinung zu 100% zu. Einzig was ich finde, noch erwähnenswert wäre, ist die Tatsache, das der finale Kampf zwischen Königin und Schneewittchen, einfach zu kurz war. Der Film arbeitet auf genau diesen Kampf hin und dann wird er binnen 5 minuten "runtergerasselt"... Sehr schade

Veröffentlicht am 28.07.2012 13:08:30 GMT+02:00
Detlef S. meint:
Zum weißen Hirsch: Ich bin mir nicht ganz sicher, aber der Weiße Hirsch ist glaube ich in Amerika ein ähnlich gängiges Element wie hierzulande das Einhorn. Zumindest ist mir "der" Weiße Hirsch schon in anderen Zusammenhängen als Oberster Waldherr in US-Literatur über den Weg gelaufen. Aus dieser Sicht braucht er also tatsächlich keiner weiteren Erklärung.
Warum er - der sich sonst offenbar so sehr erfolgreich verbergen kann und als "Waldgeist" wohl einen besonderen Link zu seiner Umgebung hat - sich von Schneewittchen (die ja scheinbar vor allem von der Natur/dem Leben getrieben wird, also einem Aspekt, den der Hirsch selbst verkörpert) so sehr ablenken lässt, dass er das Nahen des bösen Bruders und seiner Schergen nicht bemerkt, steht dann wieder auf einem anderen Blatt...

Veröffentlicht am 09.08.2012 08:01:09 GMT+02:00
hyckt meint:
Der weiße Hirsch kam mir auch irgendwie bekannt vor... der Shishigami (Gott über Leben und Tod) bei Prinzessin Mononoke sieht in manchen Szenen ähnlich aus und hat eine ähnliche Funktion.
Kristen Steward hat, wie wir wissen, schon selbst dafür gesorgt, dass es bestimmt keinen zweiten Teil mit ihr in der Hauptrolle geben wird. Und sie hat doch ne tolle Mimik. Man muss sich den Film nur in Zeitlupe ansehen, irgendwann in der 55. Minute zuckt mal ein Mundwinkel, glaub ich. Die Hasenzähnchen trug sie auch schon in Twilight zur Schau, in diesem Film hier zeigt sie irgendwie den selben Charakter, als hätte man die Figur aus Twilight ans falsche Set geschickt. Leider zeigt Miss Steward nichts neues, gibt ihrer Rolle keinen neuen, besonderen Charakter, sondern spielt diesen Charakter wie den der Bella aus Twilight.
Ich fand es durchaus interessant, dass der "direkte Endkampf gegen die böse Königin" mal nicht in einer epischen Schlacht ausartete, sondern relativ ruhig daher kam. Richtig gut wäre es aber gewesen, wenn im ganzen Film mehr echte Gefühle gezeigt worden wären. Er war etwas steril, künstlich. Bei Snowwhite gibt es keine richtige Lovestory, der Jäger liebte seine Frau dann eben doch zu sehr (was mich freut, da es heutzutage Standard ist, den verstorbenen Partner ruckzuck zu vergessen, nur weil ein neuer Betthase an der Ecke steht) um Snowwhite zu nehmen und ihr Kindheitsfreund hat zwar alles getan um sie zu finden, aber blieb den ganzen Film lang sehr blass und emotionslos. Ich glaube auch, es ist ziemlich fies, Snowwhite mit Legende zu vergleichen (der natürlich ein Liebesfilm ist, während Snowwhite ein Fantasyfilm sein will) Snowwhite verliert klar, weil in Legende zehn mal mehr Gefühl in jeder Szene drin ist und der Film mit Liebe gemacht ist, während Snowwhite einfach nur darauf abzielt, Geld zu machen (wie fast jeder neue Blockbuster).

Veröffentlicht am 12.08.2012 20:05:15 GMT+02:00
Blubb meint:
Meiner Meinung nach ging es in dem Film insbesondere um die Gegenüberstellung von innerer und äußerer Schönheit und nicht nur um das Erscheinungsbild. Von daher fand ich die Besetzung doch gar nicht mal so schlecht. Schließlich wird oft von Schneewittchens "reinen Herzens" gesprochen, auch im Film selbst, und nicht von akkuraten Schneidezähnen. Und so hässlich ist Miss Steward jetzt auch wieder nicht (Meiner Meinung nach:)). Gerade das ist ja der springende Punkt: Die Königin besitzt nur ihr schönes Aussehen und hat somit keine Chance die "Schönste im ganzen Land" genannt zu werden.

Veröffentlicht am 15.08.2012 12:32:06 GMT+02:00
Defonthana meint:
Deine Rezension trifft ziemlich genau meine Gedanken zu dem Film - schöne BIlder und wirklich (größtenteils) gute Schauspieler - aber die Geschichte hat einige Lücken...
Die Figuren entwickeln sich in FIlm auch so gut wie gar nicht... das finde ich besonders bedauerlich, da Snow White plötzlich etwas ist, wozu sie sich ja nie entwickelt hat.
Der Hirsch hat mich auch verwirrt, ich glaube er sollte nur so eine Art Symbol sein, dass SIE eben die Macht hat ihn zu berühren und er nicht wegläuft...
Ich glaube auch, dass Kristen Steward da absolut nicht reingepasst hat, Charlize Theron dagegen hat mich ziemlich begeistert!
Ich glaube mich zu erinnern, dass Snow White im Turm sagt, dass Finn (nicht Ben bitte!) noch nie zu ihr in die Zelle gekommen sei... daher glaube ich auch nicht, dass da "was gelaufen ist". Aber das ist wohl etwas eigene Interpretation.
Ein zweiter Teil wird dann das vermissen lassen, was jetzt gerade noch sehenswert war: Ravenna (meiner Meinung nach auch MIT ihrem Bruder!)
Dann haben wir ja nur noch Snow White...
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