Kundenrezension

7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen nah an der Perfektion..., 6. Dezember 2012
Rezension bezieht sich auf: Welcome to the Freakshow (Audio CD)
Vorab möchte ich sagen, dass ich seit "Lips of an Angel" absoluter Hinder-Fan bin. Eigentlich ist Rock so überhaupt nicht mein Musikgeschmack, aber Hinder haben es durch energiegeladene Rockhymnen und wunderschöne Balladen geschafft, mich in ihren Bann zu ziehen. "Take it to the Limit" fand ich schon genial, "The All American Nightmare" habe ich im Anschluss regelrecht gesuchtet. Umso mehr freute ich mich dann auf ihre neue, die heute morgen mit zwei Tagen Verspätung in meinem Briefkasten lag. (kein Vorwurf an Amazon, bei Import CDs habe ich schon wesentlich größere Engpässe bei Lieferungen erlebt. Wegen der verspäteten Lieferung einen Stern für das Produkt zu vergeben entspricht nicht dem Zweck, warum wir das hier tun, aber seis drum. Der Ärger über solche Menschen muss eben mal raus ;))
To cut a long story short, ich wurde keineswegs enttäuscht, meine (sehr hohen) Erwartungen wurden allerdings auch nicht so recht erfüllt.

Im Vorfeld wurde ja schon bekannt, dass Hinder auf diesem Album ein wenig mehr experimentieren würden als auf den Vorgängern. Von Hardrock über Country bis zu Pop sollte ein regelrechter Mix aus verschiedenen Richtungen entstehen. Als dann aber der erste Track "Save Me" aus den Boxen dröhnte, wurde meine Sorge, dass Hinder eventuell einen anderen Musikstil einschlagen würden, in den Hintergrund gerückt. Eine klasse Uptempo Nummer mit Hooks, die schnell ins Ohr gehen und hängenbleiben. Einfach ein Opener, wie man ihn von Hinder kennt und ihn sich wünscht!
Track zwei ("Ladies come First") schlägt musikalisch in die gleiche Kerbe; ein Song mit anzüglicher Lyrik und harten, dennoch melodischen Gitarren kanngut und gerne als Partyhymne bezeichnet werden! Ein fall von Vintage-Hinder, gefällt mir gut. "Should have Known Better" ist die erste Semi-Ballade des Albums. Ähnliches Konzept wie bei den vorherigen Alben, die Kraft und Emotionen in Winkler's Stimme und eine schöne Melodie machen den Song zu einem Highlight.
Danach gehts mit dem Titelsong "Freakshow" wieder mit Vollgas weiter. Die besten Gitarrenriffs und ein Hook zum Mitgröhlen erwarten den Hörer hier.

Bisher macht das Album echt sehr viel Spaß und wenn die Qualität so dicht wie in der ersten Hälfte des Albums wäre, hätten Hinder auch 6 Sterne von mir bekommen. Leider finden sich insbesondere im Mittelteile viele Lückenfüller und Songs, die meinen Finger magisch auf die Skiptaste ziehen.
So hat "Talk to Me" lyrisch durchaus etwas zu bieten und hätte eine schöne Hinder-Ballade werden können. Leider fehlt hier völlig die Energie - sowohl in Winkler's Stimme als auch in der Musik. Gleiches gilt im Prinzip für "Get me Away From You" und "Is It Just Me", ich spüre einfach nicht den Herzschmerz und die Energie, eben das, was Balladen von Hinder so reizvoll und besonders gemacht haben. Sehr sehr schade, hier wurde einiges Potenzial liegengelassen.
"I Don't Wanna Believe" ist da schon deutlich besser, ein Song der auf die Tränendrüsen drückt und eine dichte Atmosphäre erzeugt. Er erinnert mich stark an "Lips of an Angel", kommt an dieses aber nicht ganz heran.
Zum Schluss des Albums gibts dann mit "See you in Hell" und "Wanna Be Rich" nochmal voll auf die 12, was das Album dann doch noch abrundet und einen starken Abgang darstellt.

Hinder haben sich mit dem Album (Gott sei Dank!) nicht neu erfunden und sind ihrer musikalischen Linie größtenteils treu geblieben. Im Vergleich zum Vorgänger finden wir auf "Welcome to the Freakshow" noch mehr Balladen, was per se eigentlich nichts Schlechtes ist. Leider fehlt oftmals die Leidenschaft und die Kraft, was Hinder-Balladen für mich so attraktiv gemacht hat. Wir finden auf dem Album aber auch viele Songs, die zweifellos zu den besten gehören, die die Jungs aus Oklahoma je aufgenommen haben - sowohl von der Reife in den Texten als auch in den nahezu perfekten Produktionen und schönen Gitarrenriffs. Die Band zeichnet sich aber meiner Meinung nach nicht durch Perfektion aus, sondern durch die emotionalen Songs die mich vollkommen mitreißen, was hier an manchen Stellen nicht der Fall ist.
Dennoch ist das Album rock-solid, viele Highlights (Anspieltipps wären hier beispielsweise "Ladies Come First", "Should have Known Better" oder "Wanna Be Rich") und manch durchschnittlicher Song ist auf der Scheibe zu finden. Deswegen gibts von mir einen Punkt Abzug und 4 satte Sterne.

Das alles ist aber Kritik auf sehr hohem Niveau und Musikgeschmack ist bekanntlich ja immer subjektiv. Ich hoffe ich konnte dem ein oder anderen mit der Rezension helfen, ich habe die Investition von 16 Euro jedenfalls nicht bereut! Kaufempfehlung!
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Kommentare

Von 1 Kunden verfolgt

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1-3 von 3 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 28.12.2012 23:04:43 GMT+01:00
Valery meint:
Hallo,
Sie schreiben viel über die Songtexte, sind denn bei Ihrer CD die Texte im Heftchen? Ich habe mir meine CD in einem bekannten Elektronikmarkt geholt und da ist nicht ein Songtext dabei :( Ganz im Gegenteil zu den vorherigen Alben (im Amerikaurlaub gekauft), da sind alle Texte vollständig enthalten.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 01.01.2013 17:09:23 GMT+01:00
theEcstatic meint:
Nein, die Lyrics sind leider nicht im booklet enthalten.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 02.01.2013 16:18:40 GMT+01:00
Valery meint:
:( Das ist aber schade. Danke für die Info.
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