Kundenrezension

123 von 146 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen A wie Atemberaubend!, 10. Mai 2013
Rezension bezieht sich auf: A (Audio CD)
Was für eine Sensation: Das „A“ von ABBA ist zurück! Neun Jahre nach ihrem letzten musikalischen Lebenszeichen, dem fantastischen Cover-Album „My Colouring Book“ und dem darauffolgend erneuten Rückzug ins Privatleben tritt Agnetha Fältskog wieder ins Rampenlicht und beschenkt Fans und Musikwelt mit einem komplett neuen Studioalbum. Ein Traum wird war, für mich und Millionen Fans, denn obwohl Agnethas Stimme in den zeitlosen ABBA-Hits stets präsent und unvergessen ist, grenzt es an ein Wunder, dass die medienscheue Schwedin ein musikalisches Comeback startet. Und was für eines!

Schon beim Hören der ersten Zeilen des Album-Openers „The One Who Loves You Now“, spürt man sofort, wie vertraut ihre Stimme klingt, und gleichzeitig ist es ein fast heiliger Moment, einen neuen Song von Agnetha zu hören. Wunderschöne Melodiebögen und Arrangements umspielen ihre Stimme, die nichts von ihrer Brillanz und ihrer Klarheit eingebüßt hat. Fast ist es so, als würde man eine neue Single von ABBA hören. Es folgt „When You Really Loved Someone“, die erste Singleauskopplung des Albums, für die Agnetha im Stockholmer Ulriksdal Theater einen zauberhaften Videoclip gedreht hat. Auch dies ist eine maßgeschneiderte Pop-Ballade, deren etwas modernere Arrangements ihr gut stehen. Noch besser gefallen mir jedoch das feine, leichte „Perfume In The Breeze“ und „I Was A Flower“, eine große Ballade, die beide Agnethas wunderschönen unverkennbaren Sopran wie auf musikalischen Wolken tragen.

Das puristische „Bubble“ klingt fast ein bisschen nach Annie Lennox, „Back On Your Radio“ ist gefälliger Sunshine-Pop und „Past Forever“ wiederum eine eingängige anrührende Ballade, gefühlvoll mit Streichern, Akkordeon und akkustischen Gitarren instrumentiert. Mit einer Eigenkomposition, die stilistisch auch auf „My Colouring Book“ gepasst hätte, dem Retro-angehauchten soften „I Keep Them On The Floor Beside My Bed“ beschliesst und krönt Agnetha ihr wundervolles neues Album „A“ auf eindrucksvolle Weise.

Den „Über-Hit“ des Albums, die eigentliche Überraschung liefert Agnetha aber mit „Dance Your Pain Away“ ab. Wer hat davon zu träumen gewagt, dass Agnetha im Jahr 2013 mit einer absolut dancefloor-tauglichen Disco-Nummer aufwartet? ABBA’s „Voulez-Vous“ trifft Cher’s „Strong Enough“, dazu eine Prise „Stayin’ Alive“ und ein Schuß J.Lo und fertig ist DIE Club-Hymne, der stärkste Song des Albums, die Gay-Club-Hymne, die Discokugel-Nummer... der WOW-Effekt! „Dance Your Pain“ Away könnte sich zum echten Radio-, Club- und kommerziellen Charthit entwickeln und gehört zum Besten, was Agnetha in ihrer Solo-Karriere nach ABBA veröffentlicht hat.

Es fällt mir schwer, wenn überhaupt, Kritik an diesem Album zu üben, denn jede Note, jeder Song, den Agnetha in den Jahren nach ABBA veröffentlich hat, war wie eine kleine Sensation. 1987 endete ihre aktive Zeit mit dem grandiosen Album „I Stand Alone“, man glaubte sie verloren zu haben. Liest man heute über das zurückgezogene Leben, das sie danach gewählt hat, über ihre Sehnsucht nach Familienleben und Ruhe, so grenzte die Rückkehr mit „My Colouring Book“ 17 (!) Jahre später schon an ein Wunder. Und jetzt, noch einmal neun Jahre danach, halte ich das Album „A“ in meinen Händen. Was für ein Geschenk!

Jörgen Elofsson, schwedischer Produzent und Komponist von zahlreichen Hits (u.a. für Celine Dion, Westlife oder Kelly Clarkson) zeichnet für alle 10 Songs als Songwriter sowie Produzent verantwortlich, und er hat es verstanden, ein Soundgewand für Agnetha zu schneidern, dass sie zeitgemäß und doch vertraut erklingen lässt. Und trotzdem wünschte ich mir stellenweise einen anderen Farbton dazu, eine andere Handschrift, die das Album ein bisschen abwechslungsreicher machen würde. Bei 10 Songs aus einer Feder fällt der eine oder andere zwangsläufig ab, da wäre Platz für andere Songwriter und Produzenten gewesen, die sicher bei Agnetha Schlange stehen. Das gilt auch für Gary Barlow als Duettpartner („I Should’ve Followed You Home“), auf den ich persönlich gerne verzichtet hätte. Bei „nur“ 10 neuen Songs von Agnetha Fältskog möchte ich ihre Stimme irgendwie ungern mit einem ehemaligen Boyband-Leadsänger teilen... Das hat sie eigentlich nicht nötig. Auch hier hätte man Agnetha einen größeren Namen, eine größere Stimme zur Seite stellen können. Irgendwie schade.

Trotz dieser kleinen Kritikpunkte, überwiegt jedoch eines: Große Freude über die Rückkehr einer so vermissten und geliebten Stimme. Das Wiedersehen mit einem Weltstar – einer heute 63-jährigen strahlend schönen, würdevoll gereiften, authentischen Künstlerin. Kein Comeback hat mich je mehr gerührt und begeistert, keine CD-Veröffentlichung habe ich mehr herbeigesehnt als diese. Und auch wenn „A“ nicht ABBA ist, auch wenn Agnetha wieder aus dem Rampenlicht entschwinden wird, so bleibt uns doch das „A“ – der „Augenblick“, in dem wir sie wieder bei uns hatten.

Tack så mycket, Agnetha!
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Kommentare

Von 4 Kunden verfolgt

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1-10 von 25 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 10.05.2013 08:47:13 GMT+02:00
Sehr sehr schöne Rezession, wow !
Die letzten Sätze haben mich beinahe zu Tränen gerührt.
Mir geht es nämlich ganz genauso ! Agnetha, my love my life- sie ist wieder da !
Ganz herzliche Grüsse von einem MEGA-Fan !!!

Veröffentlicht am 10.05.2013 09:41:43 GMT+02:00
Der Rezension kann man nichts mehr hinzufügen. Sie paßt Wort für Wort und ich kann sie voll zustimmend unterschreiben.

Veröffentlicht am 10.05.2013 09:58:34 GMT+02:00
Wirklich auf den Punkt. Hätte man nicht schöner schreiben können. Aufgrund der seltenen Veröffentlichungen von Agnetha ist diese CD schon jetzt das Album des Jahres für mich...

Veröffentlicht am 10.05.2013 10:15:25 GMT+02:00
alterego meint:
Tolle Rezension. Ich kann dem auch nichts mehr hinzufügen.

Veröffentlicht am 10.05.2013 15:57:14 GMT+02:00
[Die meisten Kunden meinen, dass dieser Beitrag nicht zur Diskussion gehört. Beitrag dennoch anzeigen. Alle nicht nützlichen Einträge anzeigen.]

Veröffentlicht am 10.05.2013 16:23:10 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 10.05.2013 16:31:22 GMT+02:00
T. meint:
@ Frank, Stephan, Wolfgang und J. Suhl: Hab' mich über Euer nettes Feedback sehr gefreut! :-) Danke!
@ Andreas: Gute Besserung!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 10.05.2013 17:02:53 GMT+02:00
Es ist schön, wenn auch mal jemand anderer Meinung ist. Das nennt sich Meinungsvielfalt. Aber mußten Sie gleich in die unterste Schublade greifen?

Um beurteilen zu können, was eine Rezension ist, sollte man sich erstmal informieren. Hierzu bietet sich Wikipedia an. Dort heißt es unter Rezension:

"Eine Rezension (lat. recensio ,Musterung‘) oder auch Besprechung ist in der Regel die schriftlich niedergelegte (→ Printmedium), zuweilen aber auch mündlich in Funk, Film oder Fernsehen veröffentlichte Form einer Kritik, die einen bestimmten Gegenstand eines abgegrenzten Themenfeldes behandelt. Es werden in ihr Inhalte wissenschaftlicher Erkenntnisse oder kultureller Schöpfungen, wie beispielsweise Bücher, Filme, Bilder, Tonträger, sonstige Kunstwerke, Konzerte sowie mittlerweile auch Computerspiele oder Software ihrer Entwicklung nach beschrieben, analysiert und bewertet."

Hierzu muß man wissen, daß Kritik zunächst ein wertfreier Begriff ist, will sagen, sie kann negativ, neutral oder positiv sein.

Genau das hat T. mit seiner Rezension getan. Beschrieben, analysiert und bewertet.

Indem er den Standpunkt der meisten vorhergehenden Kommentatoren getroffen hat, bedurfte es von deren Seite keiner weiteren Rezension, was durch die hinterlassenen Kommentare mehr als deutlich geworden sein dürfte.

Es steht Ihnen frei, eine eigene Rezension zu schreiben. Dazu gehört aber bitte auch, daß Sie sich die CD wenigstens anhören, denn gekauft haben werden Sie sie sich wahrscheinlich nicht, wenn ich das hier einmal unterstellen darf.

Ich hätte es sogar ausgesprochen gut gefunden, wenn Sie eine eigene Rezension geschrieben hätten. Sie sollten aber bitte den Begriff Objektivität dabei nicht strapazieren, denn objektiv können Sie z.B. eine CD beschreiben. Wenn Sie aber wertend Stellung beziehen, betrachten Sie subjektiv.

Warum ich das hier schreibe? Ganz einfach: T. hat über die CD eine sehr schöne Rezension geschrieben, die u.a. nach dem Hören der CD genau meine Gefühlswelt auf den Punkt getroffen hat. Er hat im übertragenen Sinne ein Blumenbeet geschaffen, wo sie einfach durchgetrampelt sind.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 10.05.2013 18:49:05 GMT+02:00
T. meint:
Danke für Deine Schützenhilfe, Stephan! ;-)))

Aber nur darum geht es den sogenannten "Produkt-Bashern" ja: Durchtrampeln, stören, beleidigen - nicht mehr. Schaut man sich deren andere Kommentare und "Rezensionen" an (LOL), wird schnell klar, was für verbitterte Mitmenschen hier um Aufmerksamkeit ringen. Who cares! "Dance your pain away", Andreas! ;-)

Uns allen (!) weiterhin viel Spass mit "A" ;-)
LG Thomas

Veröffentlicht am 10.05.2013 19:08:11 GMT+02:00
H. Ebermann meint:
Im Großen und Ganzen entspricht diese Rezension auch meiner Meinung. Nur die Bemerkung über das Duett mit Gary Barlow fand ich etwas daneben. Gary Barlow hat sich mittlerweile in Europa zu einem der kreativsten, gefragtesten und vor allem erfolgreichsten Sänger, Songwriter und Produzenten entwickelt. Er war nicht nur Sänger einer Boyband, ein Großteil der Take-That-Nr.1-Hits entstammt seiner Feder. Für seine Leistungen ist ihm in England nicht ohne Grund der Ritterorden verliehen worden (Order of the British Empire). Warum also kein Duett mit Agnetha (einer der besten Songs der CD). Barbra Streisand, Celine Dion, Whitney Houston, Mariah Carey hatten es auch nicht nötig, Duette aufzunehmen, getan haben sie es aber alle ! Übrigens NÖTIG hat Agnetha das Singen sowieso schon nicht, gilt sie doch als das vermögendste Mitglied von ABBA, da sie die Millionen geschickter angelegt hatte als ihre Mitstreiter. Sie hatte einfach nur wieder Lust aufs Singen, und wollte solide Kost abliefern und keinen Musikpreis für die innovativste CD der letzten 30 Jahre bekommen. Und genau das ist ihr gelungen, nicht mehr und nicht weniger!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 10.05.2013 19:55:19 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 10.05.2013 19:56:05 GMT+02:00
Gerne,

jeder sollte zunächst den Anspruch auf eine freundliche Ansprache haben. Der Begriff "Product-Basher" ist mir neu - man lernt nicht aus ;-)
Mit wenigen Worten zu verdammen halte ich für zu einfach. Es hätte ja gereicht, wenn er schreibt, daß ihm diese Musik nicht gefällt. Ich halte die Wortwahl für ausschlaggebend oder: der Ton macht die Musik :-)
Amazon bietet ja netterweise die Möglichkeit, alle "Hinterlassenschaften" von jedem nachzulesen.

Ja, genau, weiterhin viel Spaß mit "A" - werde sie gleich meiner Frau offerieren :-))

Grüße,
Stephan
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