Kundenrezension

156 von 160 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Billige Chinaware mit grob falschen Leistungsdaten, 3. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: CREE XM-L T6 Super Hell, 3800 Lumen 3x LED Fahrradlampe, Scheinwerfer, Taschenlampe CREE3X3800 (Haushaltswaren)
Die Lampe war gleich nach 2 Stunden Betrieb kaputt, Ausfall von 2 LEDs. Schon allein das spricht für sich. Ich wünsche allen Käufern mehr Glück. Es bewahrheitet mal wieder: Wer billig kauft, kauft zweimal.
Die Lampe ist billige Chinaware, die von hinten bis vorne mit falschen Spezifikationen glänzt. Leider gibt es keine Abmahnungen für solch falsch deklarierte Ware im Internet.

Ich hatte der Lampe mal mit Strom- und Leistungsmesser mal auf den Zahn gefühlt, hier die erschütternden Ergebnisse.

-- FALSCH: Helligkeitsangaben "3800-4000 Lumen": Reine Fantasiezahlen.
a) technisch unmöglich da die CREE-LEDs gar nicht so viel hergeben. Maximal sind laut Datenblatt von CREE für die T6 LED 2850 Lumen möglich, was...
b) praktisch wiederum unmöglich ist. Bei 36 Watt könnte Lampe zum Eierbraten verwendet werden. In Stufe 2 wird die Lampe gerade noch so heiß, dass man sie im Dauerbetrieb verwenden kann, dann gibt sie aber auch nur weniger als 600 Lumen ab
Hier die aus dem Stromverbrauch zurückgerechneten Werte nach CREE-Datenblatt, noch ohne die Verluste der Konstantstromquelle (also optimistisch!), als die Lampe noch ging.
Unter Belastung sinkt wegen Erwärmung die Leistung schnell ab, hier die gemessenen erreichbaren Dauerwerte nach ca. 5 Minuten, die Werte werden danach noch schlechter!:
* niedrigste Stufe = 1 LED < 250 Lumen
* mittlere Stufe = 2 LED < 600 Lumen
* höchste Stufe = 3 LED < 1000 Lumen (nach 10 Min <700 lm)

-- FALSCH: "100% Wasserdicht": In den Akku läuft das Wasser direkt rein. Die Kabelzuführung in das Lampengehäuse ist nicht abgedichtet.
-- FALSCH: "AKKU 6400 mAh": Die Akkus sind nicht mal B-Ware, gemessen wurden von mir netto entnehmbar nur rund 2200 mAh. Die Akkus sind so schlecht, das die Vermutung nahe liegt, sie könnten aus ausgeschlachteten Laptops-Akkus stammen. Diese Leistung erhält man übrigens ganz locker auch mit nur zwei LiIon-18650-Qualitätsbatterien! Falls der Akku seinen Dienst versagt, sich man sich das einschließlich Schutzelektronik für kleines Geld zusammen löten. (ca. 2x4 Eur für Batterien, 3 Eur Schutzelektronig). Statt 1:50 Stunden halten die dann 3,5 Stunden.

Ergänzend:
- Angeschraubter Befestigungssockel wackelt, lockert sich von alleine.
-- Keine Zugsicherung, Kabel ist einfach nur eingeführt, einmal feste ziehen, dann hat man das Kabel in der Hand. Wer das vermeiden will, dem empfehle ich einen Minikabelbinder an das Kabel in den Befestigungssockel anzubringen und gleich zur Verbesserung der Wasserdichtigkeit ein wenig Silikon oder Heißkleber in die Öffnung zu geben.
- als Stirn-/Helmlampe ungeeignet, der Lampenkopf ist zu schwer, da gibt es Leichteres!

Einen Blick ins Innenleben zu werfen, was ich nach dem LED-Tod natürlich mal gemacht hatte, ist ganz einfach, einfach aufschrauben, vorne und hinten.
Auf der Elektronikplatine waren zwei Widerstände verschmort. Dabei dürfte sehr geholfen haben, dass die Kühlung der Leds über reinen Anpressdruck des LED-Montage-Zylinders zum Gehäuse hin erfolgt, der auch die Elektronik beheimatet. Der Zylinder hängt in der Luft. Wer die Lebensdauer der Lampe hier erhöhen will, der könnte in den Luftspalt Wärmeleitpaste einbringen.

Alles in allem wirklich schade. Die LED-Technik bietet heute doch so tolle Voraussetzungen. Es wäre doch so einfach, eine solide, preiswerte, kleine, leichte, ausdauernde und helle Lampe zu fertigen, ohne bei den Helligkeitsangaben und dem ganzen Rest dermaßen lügen zu müssen. Selbst 300 / 600 / 1000 Lumen sind beeindruckend hell, das kann man doch einfach ehrlich deklarieren ohne sich schämen zu müssen.

Auch der günstige Preis rechtfertigt die offensichtlichen Falschangaben nicht, und die Qualitätsversprechen liegen ebenso daneben: Klarer Fall, dafür gibt's genau einen Stern.
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Von 1 Kunden verfolgt

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1-9 von 9 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 07.11.2013 23:05:11 GMT+01:00
Pati meint:
Hab Sie mir auch gekauft und kann mich in allen Anklagepunkten deiner Meinung anschließen.

Veröffentlicht am 29.11.2013 18:42:12 GMT+01:00
R. H. vom AdW meint:
Hallo energetiker,
super ausführlicher Kommentar! Aber ich hätte noch Fragen... ;-)
- Welche Spannung hat der Akku tatsächlich und welche Stromstärke fließ real in der höchsten Stufe?
- Wie ist die Bedienung? Mit dem einen Knopf von AUS über alle Modi bis wieder AUS "blättern"? Wenn man eingeschaltet den Akku trennt - bleibt der letzte Modus eingestellt oder muß man sich beim nächsten Mal wieder durchhangeln?
- Wie schätzt Du die Möglichkeit ein, ein zusätzliches Kabel einzulöten, das den Schalter durch einen externen Schalter ergänzt oder ersetzt? Kommt man gut an entsprechende Lötpunkte ran?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 29.11.2013 19:36:55 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 07.12.2013 16:49:53 GMT+01:00
energetiker meint:
Die maximale Leistungsaufnahme beträgt 10 Watt. Erreicht wird dies im nicht dokumentierten Modus: Lampe einschalten, Knopf 3 Sekunden drücken, danach blinkt das grüne Lämpchen 3x und alle LEDs gehen an, dann auf hellste Stufe.
Spannung, wie bei der Technik üblich: 4x18650er in 2 x Reihe + Parallel, also rund 7,4 Volt.
Der Einschaltzustand bleibt nicht erhalten, es wird immer von 0 aus "geblättert".
Wer SMD-Lötwerkzeug hat, der kann natürlich den Taster "verlegen".

Veröffentlicht am 30.12.2013 13:43:40 GMT+01:00
Eckel meint:
Danke an energetiker für diese klaren Aussagen !
Die meisten Käufer haben ja leider keine Vergleichsmöglichkeiten und vergeben schnell ihre 5 Sterne für jede Lampe, die ein bisschen heller leuchtet als der Neumond.

2 Punkte möchte ich ergänzen, zum besseren Verständnis der von energetiker kritisierten "Falschaussagen":

Der Lumenwert bedeutet die gesamte von einer Lichtquelle abgegebene Lichtmenge. Für die komplizierte Messung gibt es keine allgemein rechtsverbindliche Vorschrift, da haben die meisten Hersteller so ihre eigene geheime Methode. Es sei denn, die Lichtmenge wird in ANSI-Lumen angegeben, wie das alle namhaften Produzenten (Fenix, Olight, Sunwayman ...) heute machen.
ANSI ist die US-Norm, vergleichbar unserer DIN (Deutsches Institut für Normung). Da gibt es genaue Vorschriften, wie die Messung in einer sog. "Ulbrichtkugel" durchzuführen ist. Nur die nach ANSI-Standard ermittelten Lumenwerte ermöglichen einen objektiven Vergleich der Lampen. Wie gesagt, ANSI bzw. DIN sind keine Rechtsnormen, und wer sich nicht daran hält, kann ohne Nachweispflicht behaupten, was ihm am meisten nützt.

Punkt 2 zur "Wasserdichtheit":
Jedes Hausdach soll regendicht sein, aber niemals wasserdicht. Wieder gibt es dazu eindeutige Normen, DIN und z.B. den IP-Code, der auch auf Taschenlampen angewendet wird. Da geht es von 1 (Schutz gegen Tropfwasser) bis 8 (Schutz gegen dauerndes Untertauchen). "Wasserdicht" im umgangssprachlichen Wortsinn ist eine Lampe also nur, wenn sie mindestens nach IP-X8 geschützt ist. Und wieder gilt, wer sich nicht an die Norm hält, kann problemlos sein windiges Lämpchen als wasserdicht oder wasserfest bezeichnen, wie er gerade mag.

Mit den Kapazitätsangaben läuft das Spielchen genauso, jetzt hör ich aber auf.

Fazit: Nur wer auf nachprüfbare Angaben in der Produktbeschreibung nach DIN, ANSI, IP etc. achtet, ist auf der sicheren Seite und kann das Produkt wegen evtl. falscher Angaben zurückweisen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 30.12.2013 14:31:51 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 23.01.2014 18:06:57 GMT+01:00
energetiker meint:
Danke für den fachkundigen Kommentar. Zu "meiner" Lumenangabe: ich habe es mir natürlich einfach gemacht, und aus der CREE-Kennlinie den Lumenwert zurückgerechnet. Dies war auch nicht der LED-Strom selbst, sondern der Strom in die Lampe. Es sind also noch einige "Messfehler" dabei, die wirklichen Werte liegen noch darunter. Die Kapazitätsmessung habe ich mit einem Wattmeter vorgenommen. Auch hier kann man die Nase rümpfen.
Auch meine Bemerkungen zur angedichteten "100%igen Wasserdichtigkeit" sind natürlich nicht wasserdicht :-). Aber wenn es gerade hineinläuft, wie und wo es will, merkt selbst der einfältigste Benutzer, dass man ihn verkohlen will.
Ich habe auch nichts dagegen, wenn ein preiswertes Produkt sich nicht mit Normen messen lassen will: Supperbright! Outdoor! - Ist ja alles noch ok.
Es handelt aber offensichtlich nur noch um Betrug, wenn die Werte eines Markenproduktes mal eben verdoppelt werden. Darum ging es mir.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 30.12.2013 17:15:26 GMT+01:00
Eckel meint:
Danke, energetiker, für Ihre Rückmeldung.

Mein kleiner Beitrag war rein als Ergänzung gedacht und nicht etwa als Kritik an Ihren Messungen bzw. Berechnungen. Ganz im Gegenteil, denn Sie haben ja nachvollziehbar dargelegt, wie Sie zu Ihren Ergebnissen kommen. Um die Plausibilität geht es, und das haben Sie hervorragend gemacht !
Mir ging es einzig um die Darstellung der Rechtsunsicherheit, dass einem Hersteller nur schwer "falsche" Aussagen nachgewiesen werden können, solange er nicht die Einhaltung gültiger Normen für sein Produkt beansprucht.

Fürs Neue Jahr wünsche ich Ihnen das Kleingeld für eine dicke runde Ulbrichtkugel mit allen notwendigen Messinstrumenten :-). Ich bin gerne wieder dabei.

Gruß
eck.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 31.12.2013 17:04:22 GMT+01:00
energetiker meint:
Habe ich keinesfalls als Kritik, sondern im Gegenteil als Bereicherung empfunden.

Veröffentlicht am 23.01.2014 18:03:01 GMT+01:00
Tina Witt meint:
[Die meisten Kunden meinen, dass dieser Beitrag nicht zur Diskussion gehört. Beitrag dennoch anzeigen. Alle nicht nützlichen Einträge anzeigen.]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 25.08.2014 21:51:10 GMT+02:00
Peter Ehrl meint:
ja ... das stimmt ja wohl alles so ... jedoch sollte ein laden wie amazon maßstäbe schaffen um klar die spreu vom weizen zu trennen ... und so lange das nicht geschieht ... kann man ja problemlos bei unzufriedenheit zurücksenden ... nur ... es bleibt ein bitterer nachgeschmack in jedem falle ...
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