Kundenrezension

36 von 49 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Fehlentwicklung, 1. Februar 2013
Rezension bezieht sich auf: Wagner (Audio CD)
Der Sänger Klaus Florian Vogt und seine Rezeption läßt mich ratlos zurück: zwar kann ich auch hören, dass er über (vielleicht auch) beeindruckende Spitzentöne verfügt - aber schon hier muss ich sagen, ja und? Die Spitzentöne wirken merkwürdig unorganisch, weil Herr Vogt über keinen "Mittelbau" oder gar Tiefe verfügt -und nur hohe Töne zu produzieren, ist nun wahrlich nicht Kunst. Und die hier viel beschworene "Schlankheit" des Tons passt nicht zu den ihm anvertrauten Musik, denn Wagner suchte das Große, ja das Absolute. Hund hier geht meine Ratlosigkeit gerade weiter: und die liegt in der Undifferenziertheit seines Singens. Selbst wenn man eine Interpretationshaltung in seinem Lohengrin erkennen will (man kann Lohengrin vielleicht als sonnambulen Ritter singen, der gar nicht wirklich anwesend scheint), so geht diese Haltung bei allen anderen Wagner-Partien überhaupt nicht. Nichts von der Erschütterung eines Parsifal, wenn er erkennt, welch existenzielle Not Amfortas befallen hat. Erschütternd ist hier nur die Gleichförmigkeit des Sängers, der scheinbar aus einer Erzähler-Haltung heraus singt, aber keinen Deut gestaltet. Ähnliches ließe sich jetzt über Sigmund und Tristan sagen (hier wird er von C. Nylund glattweg "ausgesungen, dies allerdings mit bedenklichem Vibrato).
Schlanker Ton mag eine Tugend sein, hier ist es aber ein eklatantes Manko im Sinne eines Nicht-Erfassens der ihm anvertrauten Partien.
Absolut kein Vergleich mit den großen Sängern der Vergangenheit, die einen wirklich spüren ließen, um was es bei Wagner wirklich geht (man denkt bei dieser CD mit großer Wehmut an Sänger wie Melchior, Völker, Lorenz, aber auch ein Windgassen - wahrlich nicht mein Lieblingssänger - schlägt Vogt um Längen). Von den neueren Sängern zeigen einem aber auch Sänger wie Botha, Kaufmann, Heppner, wie man Wagner singen kann und was einem dieser Komponist auch noch heute zu sagen hat.
Bei KF Vogt wird Wagner hingegen langweilig. Welch traurige Erkenntnis: man kann Wagner auch so leichtgewichtig singen, dass er einem nichts mehr zu sagen hat.
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Kommentare

Von 1 Kunden verfolgt

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1-10 von 13 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 02.03.2013 21:23:31 GMT+01:00
Conocco meint:
[Die meisten Kunden meinen, dass dieser Beitrag nicht zur Diskussion gehört. Beitrag dennoch anzeigen. Alle nicht nützlichen Einträge anzeigen.]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 21.03.2013 09:59:39 GMT+01:00
Literata meint:
Vielleicht knödelt J. Kaufmann wirklich manchmal ein wenig - aber er gestaltet wenigstens die ihm anvertrauten Partien und langweilt nicht. Und welch stimmliche Valeurs und Technik hat er zu bieten.
Ganz abgesehen mal von den eklatanten technischen Mängel des Herrn Vogt. Dessen Kunst scheint in meinen Ohren darin zu liegen, Töne ohne Zusammenhang zu produzieren...
Aber in der Tat, Geschmäcker sind verschieden

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 27.03.2013 19:03:21 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 27.03.2013 19:04:32 GMT+01:00
Conocco meint:
[Die meisten Kunden meinen, dass dieser Beitrag nicht zur Diskussion gehört. Beitrag dennoch anzeigen. Alle nicht nützlichen Einträge anzeigen.]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 28.03.2013 07:26:54 GMT+01:00
opernfan meint:
Vielleicht fangen Sie, Conocco ja mal damit an, sich ein Urteil zu bilden, indem Sie die CD hören. Live kann man viel kaschieren, CDs sind gnadenloser im Aufdecken auch technischer Mängel. Und von denen gibt es bei Herrn Vogt viele. Und es ist Literata absolut zuzustimmen, wenn sie von einer Einförmigkeit des Singens bei Herrn Vogt spricht - auf dieser CD klingen Tristan, Stolzing, Parsifal alle gleich. Und das ist - um es mal hart auszudrücken - für einen Sänger von Rang (wenn er denn einer wäre...) schon ein Armutszeugnis der besonderen Klasse.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 28.03.2013 10:50:13 GMT+01:00
Conocco meint:
Wie gesagt, ich kenne die CD nicht, aber was meinen Sie damit, dass eine CD ein genaueres Bild von der sängerischen Leistung zeigt als ein Live-Auftritt? Hier muss ich etwas falsch verstanden haben, denn es ist doch wohl selbstverständlich genau das Gegenteil der Fall!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 30.03.2013 09:01:59 GMT+01:00
opernfan meint:
@conocco:
Live kann man technische Mängel hervorragend kaschieren, weil andere Dinge, wie Ausstrahlung, etc. dazukommen. Auf CD wird nur die Stimme, die Technik und die Fähigkeit, Ausdruck mit rein stimmlichen Mitteln zu erzeugen, abgebildet. Insofern ist eine CD immer auch ein Gradmesser für die technischen Fähigkeiten eines Sängers (und ohne die ist aber eine wirkliche Interpretation nicht möglich).
Die Farblosigkeit von Herrn Vogt hat sich mir auch live mitgeteilt - ich habe selten ein so blasses Lied von der Erde gehört, wie von ihm....

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 30.03.2013 09:44:20 GMT+01:00
Conocco meint:
Wenn ich mich auf den Marktplatz stelle und anfange zu singen, wird wohl kaum jemand stehen bleiben und mir zujubeln, aber ein geschickter Toningenieur ist mit viel technischer Finesse zweifellos in der Lage, auch aus meinem dünnen Stimmchen etwas passables zu machen. Das hat mit technischen Fähigkeiten eines Sängers nun rein gar nichts zu tun. Diese zeigen sich ausschliesslich beim Live-Auftritt.

Veröffentlicht am 03.04.2013 15:26:01 GMT+02:00
Conocco meint:
Nun bin ich doch neugierig geworden und habe mir die CD besorgt. Und leider muss ich sagen, dass ich einigermaßen schockiert bin, denn das hier hat mit dem, was ich bei Vogts Liveauftritten gehört habe, nix zu tun. Ich habe selten etwas so Farbloses und Langweiliges erlebt wie auf dieser Einspielung, und das gilt gleichermaßen für Gesang wie auch Orchester. Keine Ahnung, was hier passiert ist...
Vogt ist ein großartiger Sänger, aber auf dieser CD ist nichts davon zu hören.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 09.04.2013 07:11:34 GMT+02:00
opernfan meint:
Hallo Conocco,

schade, gell... Ich bin zwar auch live kein Vogt-Fan, aber live ist seine Stimme in der Tat ganz anders abgebildet, als auf dieser CD...

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 20.04.2013 08:27:37 GMT+02:00
Was iust knödeln gesangstechnisch nun wirklich? kann mir das mal jemand erklären?
Wolff
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