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Das Alter hat vieles für sich. Ein Buch mit landesväterlichem Charme,
10. Oktober 2006
Rezension bezieht sich auf: Grau ist bunt (Gebundene Ausgabe)
Frisch, frei, fröhlich fromm beginnt der frühere Bürgermeister von Bremen, Dr. Henning Scherf, zu erzählen: Biographisch von seiner Familie, aus der er stammt - dankbar deren Lebensleistung würdigend, liebevoll von seiner Ehefrau, der jungen Partnerin seiner ersten Liebe und den Kindern, die aus dem Haus sind und mit den Enkelkindern wieder zurückkommen und von dem bewährten Projekt seiner Wohngemeinschaft im Rembertiviertel.
Doch der Grundtenor des ganzen Buches in vielen Variationen ist die vorherrschende Empfindung des Alters als späte Freiheit. Gemeint ist das Ablegen der staatsmännischen Würde mit der parteipolitischen Bürde. Da tritt - noch mit vollem Terminkalender der liebgewordenen Verpflichtungen - der lebensfrohe Bürger Dr. Henning Scherf hervor, der seine Hansestadt Bremen von ganzem Herzen liebt und von ihren guten und noch nicht so guten Lebensqualitäten im Alter zu berichten weiß und konkrete Verbesserungen in den Alteneinrichtungen fordert. Der Bürger Dr. Henning Scherf bleibt ein Homo politicus, und das ist auch gut so und vorbildlich.
Ein liebenswertes Buch für alle schon über 50, die biographische Hoffnung brauchen und unter 100, die rücksichtsvoll schmunzeln mögen.
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