Kundenrezension

46 von 48 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Recht ordentlich, 13. Juli 2012
Von 
Rezension bezieht sich auf: Nikon AF-S NIKKOR 24-85 mm 1:3,5-4,5G ED VR Objektiv (Elektronik)
Ich benutze das neue 3,5-4,5/24-85 an der D800 und habe bereits einige Aufnahmen damit gemacht - Landschaft und kleine Gruppen von Menschen. Die Fassung ist in Ordnung, wenngleich auch nicht vergleichbar mit der exzellenten Qualität und angenehmen Haptik der deutlich teureren (Nikon-)Objektive. Der Zoomring läuft ein wenig schwergängig, aber daran kann ich mich gewöhnen. Die Brennweitenverstellung von 24mm an aufwärts muss behutsam vorgenommen werden, denn der Verstellweg ist ziemlich gering. Also wenig drehen bedeutet gleich eine deutliche Veränderung des Winkels.

Der AF sitzt perfekt, die VR benutze ich eher selten, da ich hauptsächlich mit dem Stativ arbeite.

Ich nehme ungern Testcharts als Vergleichsmöglichkeiten, sondern ziehe lieber mit meinen Objektiven los und teste sie "outdoor", weil das für mich mehr der Realität entspricht. Da ich meistens Landschaft damit fotografiere, verwende ich Blende 5,6 - 8, denn hier spielt die Kamera die begrenzende Rolle. Unabhängig vom verwendeten Objektiv ergeben sich mit der D800 Auflösungsverluste, wenn ich stärker als Blende 8 abblende, daher ist bei 9,5 bei mir Schluss.

Mit Offenblende benutze ich nur Portraitlinsen, von daher kann ich zur Abbildungsleistung offen hier keine Angaben machen. Das Objektiv zeichnet bei Blende 8 scharf und kontrastreich. Bei 24 mm ist es annähernd vergleichbar mit dem deutlich teureren 16-35er von Nikon und und bei 28 mm Brennweite ist es diesem ebenbürtig. Bei 35 mm ist es dem 16-35er meinem Eindruck nach überlegen, aber es ist ja bekannt, dass das 16-35er am langen Ende etwas weich wird, vor allem in den Ecken.

Die bereits vom Vorrezensenten beschriebene Verzeichnung hat mich auch sehr überrascht. Bei 24 mm deutlich tonnenförmig, ab 35 mm bereits beginnend kissenförmig, was sich bis zur Brenweite 85 mm verstärkt. Da warte ich dringend auf das passende Objektiv-Profil von Adobe, um Korrekturen mit einem Klick vornehmen zu können. Dennoch: bei vielen Landschaftsaufnahmen fällt die starke Verzeichnung kaum auf. Erst wenn man das 16-35er als Vergleich hinzuzieht, merkt man, dass dort die Verzeichnungen erheblich geringer sind.

Was bisher noch nicht angesprochen wurde, sind die heftigen Chromatischen Aberrationen, die mein Objektiv zeigt. In Verbindung mit den Verzeichnungen sind mir solche Fehler noch bei keinem Objektiv aufgefallen. Allerdings sind auch diese CAs (nicht nur in Photoshop) mit einem Klick zu beseitigen. Verzeichnung und CAs sind meines Wissens feste Werte, die sich aus der Objektivrechnung ergeben. Serienstreuung kenne ich bisher nur in Bezug auf die Zentrierung - diese ist bei meinem Objektiv in Ordnung. Bei gleicher Beleuchtung braucht dieses Objektiv ein halbe Blendenstufe mehr Belichtungszeit als mein 16-35er. Das Gewicht ist ok.

Insgesamt ist das 24-85 für mich eine gute Ergänzung zum 16-35er Ultraweitwinkel und die Lücke zum Tele ist für mich damit geschlossen. Im Augenblick würde ich 2,5 Sterne dafür geben, aber da hoffentlich bald ein Korrektur-Profil für Photoshop vorliegt, mit dem dann auch Architekturaufnahmen machbar sind, gebe ich dem Objektiv 4 Sterne.

Edit: ich gebe an dieser Stelle einen Tipp weiter, den ich in der vorigen Rezension als Kommentar gelesen habe. Bis ein eigenes Objektivprofil für das 24-85 entworfen ist, kann man es mit dem Profil für das 24-120 versuchen. Ich habe das ausprobiert und sowohl im WW- als auch im Telebereich sind die Korrekturen schon mal gleich richtig gut!
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Von 1 Kunden verfolgt

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1-7 von 7 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 13.09.2012 16:55:30 GMT+02:00
Katze Grelly meint:
Großzügige Benotung bei den angegebenen Schwächen!
Immerhin dürften die D800 und auch die neue D600 die Verzeichnung in der Kamera glattbügeln, wenn man JPeGs fotografiert. Für RAW-Shooter ist das natürlich kein Trost. Kritisch sehe ich an der Rezension, daß die optische Leistung ab Blende 8 aufwärts zur Beurteilungsgrundlage gemacht wird. Als Allroundobjektiv dürfte die Linse m.E. bestenfalls 3 Sterne verdienen. Ab Blende 8 ist selbst mein steinaltes 3,3-4,5/24-50D (Konstruktion aus Ende der 80er Jahre) durchaus als optisch ordentlich zu bezeichnen, unterhalb sieht's jedoch traurig aus.
Insgesamt besser ist das 4/24-120, obwohl auch diese Konstruktion nicht an das für mich phänomenale 3,5-5,6/16-85 DX - aber eben DX - heranreicht. Bei den Vollformatzooms im mittleren Bereich hatte Nikon abgesehen von der "state-of-the-art"-Linse 2,8/24-70 bzw. deren Vorgänger nie eine sonderlich glückliche Hand, es sei denn man geht zurück in die Vor-AF-Ära.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 03.10.2012 15:05:12 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 03.10.2012 15:07:15 GMT+02:00
Schtonk meint:
Ihrem Kommentar kann ich mich absolut anschließen , ich fotografiere auch mit einer D800 und ansonsten doch wesentlich teureren Objektiven. Ich benötigte eigentlich nur noch ein praktisches Reportageobjektiv, meinetwegen auch "Immerdrauf". Aus der Analogzeit habe ich noch ein 3.5-4.5/28-85 AF, das an der D800 ein sehr ordentliches Ergebnis abliefert - kaum merkbare Vignettierung, sehr geringe Verzeichnung (sic!) und erträglicher Schärfeabfall in den Ecken - alles bei Offenblende! Allerdings ist die Gesamtschärfe deutlich geringer als bei dem neuen 24-85 ED VR und es erzeugt insgesamt einen wärmeren Farbton. Außerdem hat es natürlich keinen VC.

Nach allen Erfahrungen im Vergleich mit diesem Objektiv aus ca. 1992 muss ich sagen, dass das neue zwar deutlich schärfer und mit knackiger Dynamik auftrumpfen kann, aber doch wesentlich mehr Arbeit bei der fast bei jedem Bild notwendigen Nachbearbeitung in Lightroom macht.

Das 24-70 ist keine wirkliche Alternative, da es optisch nicht wirklich viel besser ist und außerdem über keinen VC verfügt.

Damit geht das Warten auf ein gutes Immerdrauf für Nikon FX-Benutzer weiter, - ich werde allerdings jetzt das Tamron 24-70 VR intensiv testen, da dafür zumindest bei Adobe die Parameter bereits vorhanden sind. Für Jpeg-Fotografierer ist das natürlich auch nicht der Stein der Weisen (fehlende Korrekturparameter in der Kamera).

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 03.10.2012 15:59:05 GMT+02:00
Michel meint:
Hallo Katze Grelly und Schtonk, ich fotografiere nur in RAW, dennoch muss man nicht jedes Bild einzeln bearbeiten. Ich habe mit Brennweiten 24, 35, 50 und 85 eine Hausfassade formatfüllend aufgenommen. Unbearbeitet biegen sich da im wahrsten Sinne des Wortes die Balken! In Camera Raw habe ich es jetzt mal versucht und einfach alle 4 Bilder ausgewählt und alle gleichzeitig mit dem Profil vom 24-120 entwickelt. Das hat auch für mich völlig überraschend über alle Brennweiten sehr gut funktioniert. Daher taugt es für mich als "Immerdrauf". Zu analogen Zeiten hätte ich dieses Objektiv wegen der fehlenden Korrekturmöglichkeiten allerdings auch zurückgegeben. Mit dem Tamron hatte ich auch geliebäugelt, aber es ist mir zu teuer, und die höhere Lichtstärke brauche ich nicht, da ich bei Landschaftsaufnehmen sowieso keine Offenblende-Bilder mache.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 26.11.2012 18:33:36 GMT+01:00
Katze Grelly meint:
Interessanter Hinweis mit dem 28-85; leider habe ich meines verschenkt. Das mit dem Warten auf ein einigermaßen universell nutzbares Zoom im mittleren Bereich kann ich nur unterstreichen. Das Tamron mit seinem 82er (!) Frontgewinde und entsprechend ausladendem Gehäuse kommt für mich nicht in Frage, da ich als typischer Reisefotograf Wert auf schlankes Gepäck lege. Daher habe ich auch mein altes 2,8/20 wieder reaktiviert. Ich bedaure, daß Nikon im Vollformat nicht so eine abbildungstechnisch gute Konstruktion hinkriegt (abgesehen von der starken Verzeichnung im WW, die die Kamera im JPG zuverlässig korrigiert, wenngleich auf Kosten der Schnelligkeit), wie das angenehme 3,5-5,6/16-85 DX, das zusammen mit der D7000 die optimale Reisecombo ist, aber eben leider nur den kleinen DX-Sucher bietet.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 07.12.2012 15:47:32 GMT+01:00
Katze Grelly meint:
Inzwischen bin ich ein bischen weiter: Ich habe mir neugierigerweise nun doch das 24-85er bestellt, da man eigentlich nur selbst beantworten kann, ob einem eine "gemischte" Qualität ausreicht und wenn ja, für welche Zwecke. Nach dem ersten Spaziergang mit der D800 und der Neuerwerbung sehen die dabei geschossenen JPGs sehr ordentlich aus. Das einzige, was mir negativ aufgefallen ist, sind die sehr weichen Ecken bei Offenblende. Die Mittelbereiche sind stets sehr scharf. Erstes Fazit: Für die Wald- und Wiesenfotografie könnte es tatsächlich mit gewissen Einschränkungen geeignet sein. Die Mechanik ist zudem ordentlich und der Preis heiß!

Wenn ich etwas mehr Erfahrungen damit gesammelt habe, werde ich auch noch eine Rezension schreiben.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 10.12.2012 17:30:03 GMT+01:00
Schtonk meint:
@Katze Grelly: Glückwunsch zu der Entscheidung, für 400-450 EUR kann man da kaum was falsch machen. Wegen der "sehr weichen Ecken" habe ich mir angewöhnt, nie weiter als 6.3 aufzublenden. Nutze es eigentlich nur zwischen 6.3 und 9 (maximale Schärfe), da ist der Schärfeabfall zum Rand erträglich. Durch den grandiosen VC und das äußerst angenehme Rauschprofil der D800 (ich lasse gern ISO 1600 zu) gelingen qualitativ hervorragende Aufnahmen auch bei geringem Licht. Meine Ausbeute mit diesem Billigteil ist jedenfalls höher als bei jedem anderen meiner (teilweise sauteuren) Objektive. Allerdings fotografiere ich RAW (NEF) und korrigiere standardmäßig beim Importieren in LR die Objektivparameter (Verzeichnung, Vignettieren, Chromatische Aberration). Die hohe Dynamik der Bilder erlaubt dann wirklich unglaubliche Ausbelichtungen in LR, wenn nötig oder gewünscht. Das gelingt übrigens mit vielen älteren, teilweise auch viel teureren Objektiven nicht so gut wie mit diesem! Wenn ich meine Bilder im A3-Format vorlege, glaubt niemand, dass die mit diesem Objektiv gemacht wurden ;). In dem Sinne, - vorerst viel Spaß mit dem Teil.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 23.12.2012 21:02:05 GMT+01:00
Katze Grelly meint:
Meine Rezension ist nun nach gut 2-wöchigem urlaubsbedingtem Gebrauch auch da und unter den 4-Sterne-Rezensionen zu finden..............
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