Kundenrezension

32 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einzigartiger Trip und Film des Jahres 2010..., 2. Dezember 2010
Rezension bezieht sich auf: Enter The Void (Limited Edition) (inkl. DVD) [Blu-ray] (Blu-ray)
Ich sah den Film in einem der wenigen Kinos, wo er kurze Zeit nach dem Fantasy Film fest lief.
Bei einem Film von Gaspar Noé ist jedem Zuschauer klar, das es bestimmt nicht einfach wird, sich auf das "Experiment" einzulassen. Dies trifft auch auf "Enter the void" zu, wenn auch auf eine andere Weise als bei den beiden Vorgängern "Menschenfeind" und "Irreversible".
Auch in "Enter the void" nutzt Gaspar Noé das Format Film als Spielwiese um eine schockierende Story zu erzählen.
Dieses Mal nimmt er uns mit auf die Reise durch die Nacht (hauptsächlich) erst durch die Augen von Oscar, bis dieser bei einem Polizeieinsatz erschossen wird. Fortan folgen wir Oscar's ruheloser "Seele" (?) durch die Straßen und diverse Wohnungen in Tokyo, während die Story sich auf irrlichternde Weise durch Gegenwart, Zukunft und Vergangenheit schlängelt. Da Kamera, Licht, Dialoge, Musik und überhaupt jegliche Darstellung total abgedreht in Szene gesetzt ist und die Story ihr übriges dazu tut, ist der Film nicht einfach zu konsumieren und auch nicht gleich zu verstehen. Am besten fand ich es mich einfach darauf einzulassen und lieber nachher über das Gesehene nachzudenken.
Wirre Kamerafahrten, flackernde (Strobo-)Lichter, brachiale und plötzlich ausbrechende Gewalt, expliziter Sex, Sprünge in der Handlung...das kennen wir von dem Regisseur und hier hat er es auf die Spitze getrieben...wobei der Film nicht ganz so verstörend ist wie die beiden ersten Werke von Gaspar Noé.
Wer sich einen ersten Eindruck verschaffen will sollte sich mal den anderthalbminütigen Trailer auf youtube mit der Eröffnungssequenz (Credits) anschauen...dieser verdeutlicht ganz gut auf was man sich in den zweieinhalb Stunden Film einlässt.
156 Minuten können lang sein ;o) Von den wenigen Leuten im Kino verließen gut ein Drittel die Vorstellung vor dem Ende des Films, ich war bis zum Schluß begeistert.
Nicht zuletzt aufgrund des grandiosen Soundtracks, der zum Großteil von COIL, aber auch von Throbbing Gristle und Daft Punk's Thomas Bangalter stammt.
An dem Film ist möglicherweise nicht alles perfekt, aber Hut ab vor Gaspar Noé, einer der wenigen (erfolgreichen) Regisseure, der sich wirklich was traut und es schafft, filmische Neuerungen in seine Werke zu bringen!
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1-7 von 7 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 05.12.2010 12:13:35 GMT+01:00
156 minuten? du meinst wohl eher 162. ;)
will ja nicht pingelig sein aber wenn du beim fff warst, durftest du ja die langfassung genießen...die hier in deutschland erfreulicherweise auch die standardfassung ist.^^

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 06.12.2010 00:32:35 GMT+01:00
[Von Amazon gelöscht am 08.06.2012 12:42:19 GMT+02:00]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 07.12.2010 09:31:09 GMT+01:00
Ralf K Berlin meint:
Ja mal abgesehen von dem einen Cut geistern 2 verschiedene Angaben zur Lauflänge im Net umher, da ich den Film im Kino sah konnte ich es nicht mit dem DVD Player "überprüfen" und hab eine der beiden Angaben genommen.

Natürlich hoffe ich auf die "längere" Version auf der DVD-Veröffentlichung :o)

Veröffentlicht am 08.01.2011 23:22:20 GMT+01:00
Daft Punk haben beim Soundtrack nicht mitgewirkt - lediglich Thomas Bangalter (also eine Hälfte von Daft Punk) hat den Soundtrack (mit)komponiert. Klingt vielleicht etwas pingelig, aber wenn man die Soloprojekte von Herrn Bangalter kennt, dann weiß man, dass zwischen dem Daft Punk und Bangalter Sound Welten liegen!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 09.01.2011 15:05:20 GMT+01:00
Ralf K Berlin meint:
Danke für den Hinweis ;o) Ich habe es in der Rez geändert...

Veröffentlicht am 06.09.2011 11:47:07 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 06.09.2011 11:48:19 GMT+02:00
Oliver Best meint:
Glückwunsch Ralf! Das ist eine der besten Rezensionen, die ich in der letzten Zeit gelesen habe. Ich unterschreibe Deine Bewertung in allen Punkten. Vielleicht könnte man noch ergänzen, dass die "Brutalität" hier etwas anders verpackt wird, als bei den beiden ersten Werken und nicht so nativ daher kommt. Während Menschenfeind die Grenzwertigkeit eher durch Rhetorik erreicht und Irreversible durch a) den Sound, b) die explizite Gewaltdarstellung und c) die umgekehrte Chronologie mit den "Sinnen" des Zuschauers spielt, kommen bei Enter The Void zu der audiovisuellen Achterbahnfahrt auch noch krasse Überraschungsmomente dazu. (Spoiler) Man wird teilweise mit drehenden Bildern in eine Art hypnotischen Zustand der Ruhe versetzt, um dann Sekunden später in einer zunächst harmlos wirkenden Situation "hautnah" einen krassen Unfall mitzuerleben. Dieses Stilmittel der Sinnesreizung ist neu, da sich in den beiden Vorgängern die "Gewalt" immer frühzeitig und explizit ankündigte. Unterm Strich eine weitere Bereicherung des " Kino kontrovers" und wahrscheinlich (nur) ein Meisterwerk für alle, die tatsächlich Content, künstlerische Intention und deren intelligente Umsetzung sauber trennen können.

Veröffentlicht am 21.03.2012 18:22:56 GMT+01:00
Mugiwara meint:
Man sieht übrigens den ganzen Film über durch die Augen von Oscar, auch nach seinem Tod, darum geht es doch in dem Film?
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