Kundenrezension

164 von 175 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen einfach nur genial, 28. Mai 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Canon CanoScan 9000F Mark II Film und Negative Scanner (9600x9600 dpi, 35mm Film, 120 Format Film, USB 2.0) schwarz (Bürobedarf & Schreibwaren)
Hallo,
Dieser Scanner ist einfach nur genial. Dia-Scans, Farbnegativ-Scans - einfach, zeitraubend aber unglaublich im Erlebnis.
Aber immer der Reihe nach ...

Jahre lang nix gemacht - faul gewesen - dabei muss doch irgendwann mal die Diasammlung (10.000+ Dias & Negative) auf die Festplatte.
Eine Arbeit, um die man eigentlich nicht rumkommt, soll die Sammlung nicht ohne gepixelt zu werden auf dem Müll landen.
Geschoben, geschoben - mal wieder ein paar mit dem (alten) Diascanner gemacht - aber die Ergebnisse waren im wesentlichen unbefriedigend.

Hier von diesem Flachbettscanner gelesen (ich habe immer noch einen CANON MX800 mit Durchlichtscanner), mit dem Vorgängermodell Canon 9000F waren ja sehr viele Leute zufrieden, also Geld in die Hand genommen und den Nachfolger (Mark II) gekauft. Ausgepackt, angeschlossen, NUR die Scannersoftware ScanGear und den Adobefarbraum installiert, Scanner am Rechner angeschlossen - betriebsbereit. Dann die Software geöffnet, die Grundeinstellungen geändert (z.B. wo ScanGear die Scan abspeichern soll und welches Dateiformat). So einfach geht das. In den Fotoschrank, einfach irgendwelche alte Fotopapiertaschen von nicht gerahmten Dias rausgezogen ... und ANGEFANGEN.

Es läuft gerade eine Serie, da hat meine Tochter den 6. Geburtstag gefeiert (das war also vor ca. 13 Jahren) und im anderen Umschlag sind ungerahmte Dias vom Hausbau.
Lieber Leser, lassen Sie mir bitte den Spaß mal zunächst nicht über die Scanergebnisse zu berichten sondern einfach nur über die Freude darüber zu berichten, die Bilder (endlich) mal live am Bildschirm zu sehen.
Ich selbst bin Techniker, ich könnte jetzt über die Qualität der Bilder schreiben, hie und da ein wenig nörgeln, was mich aber viel viel mehr begeistert ist die Tatsache, das es (natürlich) wirklich erstklassig funktioniert, die Ergebnisse schon im Roh-Scan ganz toll sind (auch wenn ich nachbearbeiten muss), die Staub-Fussel-mach-weg-Funktion wirklich prima funktioniert, das ganze elend lange dauert (aber was solls, in den nächsten Jahren werd' ich schon durchkommen) - aber was am allerwichtigsten ist: ich habe einen riesen Spaß, mit meiner Familie zusammen die "neuesten" 8 Dias, die der Scanner dann nach so 'ner dreiviertel Stunde (!) fertig hat, wieder gemeinsam anzusehen.
Das ist Technik! So beschert Technik einen echten Mehrwert - für die ganze Familie - und ich sehe eine Chance 17 Jahre analoge Fotografie nun endlich auf die Festplatte zu bannen. Dias/Negative alles im Schrank.
Ich habe lange überlegt, ob ich mir noch den alten 5600F oder diesen hier holen soll, der Preisunterschied wäre ja spürbar. Wer jetzt nicht ganz so auf's Geld kucken muss, dem sei folgendes gesagt: Nach jetzt ca. 100 Dias ist mir die Preisdifferenz jetzt schon ziemlich schnurz.

Sprechen wir noch kurz davon, wie's funktioniert - damit der "normale 'analoge' Hobbyfotograf" mit hunderten oder tausenden Negative und/oder Dias sich was vorstellen kann:
- Der Scanner ist (auch) ein normaler Dokumentenscanner - aus meiner Sicht dafür aber viel zu schade (da nehm' ich weiter meinen Canon Drucker mit eingebautem Scanner)
- Im Deckel ist (bekanntlich) eine weiße Deckauflage, die muss man entfernen (in eine saubere Tüte packen), damit im "Durchlichtverfahren" gescannt werden kann.
- Es gibt diverse "Rahmen": einen für Dias gerahmt, einen für 35mm Filmstreifen (da passen zwei Filmstreifen zu je max. 6 Bilder rein, je nachdem, wie der Film halt früher geschnitten wurde) und einen für 120er-Rollfilm (ehemals für Mittelformatkameras)
- Filmstreifenhalterung wählen, die Schienen "öffnen", Dia- oder Negativstreifen einlegen (verkehrt rum, Vorderseite nach unten, deshalb auch ein spiegelverkehrtes 'R' auf der Halterung aufgedruckt) und die Schienen wieder schliessen (die Filmstreifen werden damit fest gehalten)
- Halterung mit Filmstreifen auf die Glasplatte legen, die beiden "Nasen" an den Halterungen arretieren die Halterung parallel zur Scanrichtung
- Deckel schliessen
- Mit ScanGear auf Vorschau klicken - die Vorschau geht ruck-zuck - alle Dias werden bereits als Einzelbilder angezeigt (!), Dias, Negative auswählen und scannen - fertig.
- erster großer Vorteil: Beim Entnehmen der Dia/Negativhalterung muss man NICHT auf die Glasplatte fassen!
- zweiter großer Vorteil des 9000F Mark II: Der Deckel bleibt im 45-Grad-Winkel von alleine im geöffneten Zustand - sehr praktisch und so weit ich weiß ein großer Vorteil ggü. dem Vorgänger.

Ein Bild im 3:2-Analogformat hat bei einer Einstellung von 4800dpi ca. 31 Megapixel und braucht je nach Qualität und Dateiformat entsprechend Speicherplatz, im zunächst verlustfreien PNG-Format so um die 40MB/Bild. Man kann aber auch mit geringerer Auflösung scannen und/oder im JPG-Format mit mittlerer/geringer Kompression abspeichern um die Dateigrößen deutlich zu reduieren (dann aber halt Verluste, was man eigentlich erst nach der Bildbearbeitung entscheiden sollte).

Gehen Sie bitte davon aus, dass das fertige Bild noch geschnitten werden muss (dunkle Ränder oben und/oder unten und/oder rechts und/oder links) und dann ggf. das Bild noch nachbearbeitet werden muss. Etwas nachschärfen kann, nicht schaden, ggf. etwas dunkler, je nach Film die Farbe korrigieren etc. - aber erstmal auf die Festplatte damit!

Was auch sehr empfehlenswert ist, ist vorher darüber nachzudenken, wie die Filmserien auf dem Rechner gespeichert werden sollen, bei mir gab's vor allem zum Ende der Analogzeit ein ziemliches Chaos und Durcheinander in der Sammlung - und ebenfalls nicht vergessen zu markieren, was schon gescannt ist.

Meine erste Diaserie war extrem rotstichig - muss ein überlagerter Diafilm gewesen sein - kein Problem - ich habe schon beim Scan die Farbkorrektur auf "mittel" gestellt, der Weißabgleich hat prima funktioniert, die Farben wurden schon beim Scan sehr gut korrigiert.

So - und jetzt ran an die Dias und/oder die Negative, jede Qualitätsdiskussion ist egal, meckern auf hohem Niveau ist unnötig, da es nur darum geht, die Dias/Negative endlich auf den Rechner zu bringen. Das Teil liefert wirklich gute Ergebnisse.
Danke Canon! Gut gemacht.
Absolute Kaufempfehlung von einem bisherigen Scan-Muffel mit nun verdammt viel Arbeit vor sich :-)

Gruß und viel Spaß
Rounder6
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Kommentare

Von 4 Kunden verfolgt

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1-10 von 15 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 06.07.2013 21:07:57 GMT+02:00
DocG meint:
klingt wirklich sehr begeistert! Eine Frage habe ich noch: nimmt der Halter auch dickere Diarahmen auf bzw. wie dick dürfen die Rahmen maximal sein?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 15.08.2013 07:45:27 GMT+02:00
m.mueller meint:
Guten Tag. Wir haben noch den 4400f, wenn wir dort die Halterung nutzen, produziert der Scanner immer einen Streifen in das Bild.Etwa auf 25 % von oben. Wie verhält sich der 9000 er?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 15.08.2013 15:01:59 GMT+02:00
Rounder6 meint:
Mit der Negativstreifenhalterung keine Probleme, die Diahalterung für gerahmte Farbdias noch nicht ausprobiert (bin noch nicht soweit).

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 15.08.2013 15:58:37 GMT+02:00
m.mueller meint:
Bei uns ist die Halterung vermutlich durch die nicht mehr passgenaue Schließung nach vielen Dias mit dickerem Rahmen nicht mehr sauber zusammen zu fügen. Leider führt dies wohl zu dem Streifen. Bin mal gespannt, was Sie zu berichten haben. Erst einmal danke!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 15.08.2013 21:38:38 GMT+02:00
Rounder6 meint:
Soweit ich weiß, kann man für den 9000er die Rahmen nachkaufen oder sich zumindest heute schon einen zweiten Satz organisieren. Mal googlen? Gruß, r6

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 16.08.2013 13:13:30 GMT+02:00
m.mueller meint:
Mir wurde zwischenzeitig gesagt, dass der Streifen bei unserem alten 4400 eventuell durch ein Staubkorn erzeugt wird, welches in das Gerät eingedrungen ist. Wir müssen uns wohl nach einem neuen Gerät umsehen. Nochmals danke!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 18.11.2013 00:07:44 GMT+01:00
M. Kusano meint:
Danke für den ausführlichen Bericht. Benötigt die digitalisierung wirklich so lange "8 Dias 45 Minuten"?
Dann würde sie ja mit Ihren 10.000+ Dias bei einer vollen Stelle als Digitalisierer bei einer 8 Stunden Woche mehr als ein halbes Jahr dran sitzen!?
Wenn man es nebenbei macht wahrscheinlich bis zur Rente.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 19.11.2013 22:39:54 GMT+01:00
Rounder6 meint:
Hi, ja das ist der Nachteil. Vorteil: Vorher auf das wichtigste konzentrieren. Ich werde wohl nie alle schaffen, trotzdem: anfangen :-) bzw. weiter machen. Gruß, r6

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 22.12.2013 22:27:07 GMT+01:00
Andy1228 meint:
Man kann auch etwas "optimieren", weniger Softwareeffekte spart Scanzeit und manche Einstelleungen in Scangear kosten richtig Zeit. Ich meine es waren die automatische Fusselentferner und scharfzeichner.
Für die Nachbearbeitung eignet sich für sowas ein Grafikprgram mit Batchverarbeitung. Dann kann man den Rechner z.B. nachts an 1000 Dias rechnen lassen und bei alle einer Serie den Staub entfernen, Gamma und Schärfe einstellen lassen.

Veröffentlicht am 06.02.2014 19:53:56 GMT+01:00
Bellaqueen meint:
Hallo,
danke für die gute Rezension. Kurze Frage: ist das gute Stück WIN 7 kompatibel?
Und haben Sie Erfahrungen mit dem Scan von Papierfotos sammeln können?
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Rezensentin / Rezensent

Rounder6
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 100 REZENSENT)   

Ort: Alpenrand, Bayern

Top-Rezensenten Rang: 75