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Kundenrezension

22 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Die Buchstabenmönchin, 10. September 2012
Rezension bezieht sich auf: Nichts Weißes: Roman (Gebundene Ausgabe)
Der Schreibstil ist gewöhnungsbedürftig, einen wirklichen Spannungsbogen werden wir hier kaum finden. Im Mittelpunkt steht die Typografin Marleen Schuller, die einen Weg mit der Schrift und ihrer Gestaltung geht, über ihr Studium in Kassel, geht ihr Weg über Paris bis nach New York. Ihre innere Ausgerichtetheit ist der Schrift und ihrer Gestaltung, dem was Schrift heute ausmacht, auch wenn wir vielleicht gar nicht immer den Hintergrund ihrer Entstehung erahnen. Eine Geschichte, die ein wenig vor sich dahin dümpelt, für meine Auffassung viel zu wenig konkret wird, vieles wird nur angedeutet, der Leser darf sich selbst seinen Reim darauf machen.

Wenn man Sätze liest, wie "Im nächtlichen Garten hört man die Gräser lispeln", kann man dies als Poesie auffassen, oder eben als einen Versuch, der den Leser nur wenig erreichen wird. Da wird von Eltern erzählt, die einst in Poona bei Bhagwan waren, der eigene Partner Franz verkrümmelt sich ins Kloster, sodass Marleen mit ihrer Einsamkeit konfrontiert wird, ihren Sohn wird sie alleinerziehend begleiten. Ein Romanbemühung, wo Gefühle oder Gefühltes auf Diätrationen gesetzt sind, man wird sie hier kaum finden, das Ganze wirkt wie emotionslos geschrieben.

Der Roman macht auch ein paar Schritte zurück, geht bis in die Kindheit von Marleen in den siebziger Jahren, wir begleiten sie Mitte der sechziger Jahre bis in die neunziger Jahre.

Wer sich für die Entstehung und Entwicklung von Schrift interessiert, ihre Geschichte und Weiterführung, dürfte an diesem Roman Interesse bezeugen. Doch setzt die Entwicklung durch das heutige Computerzeitalter auch dem irgendwann ein Ende, spätestens hier, als Marleen in den neunziger Jahren, damit in Amerika konfrontiert wird...Was einst Kunstwerk und Kreativität der Typografin war, scheint hier immer mehr die Softwaretechnologie zu übernehmen...Trotz poesiehaften Ansätzen, eine verblassende Story, die keinen wirklichen bleibenden Eindruck hinterlässt...
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Kommentare

Von 2 Kunden verfolgt

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1-3 von 3 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 20.09.2012 01:38:25 GMT+02:00
es geht in diesem roman nicht primär um eine ablaufende storyline mit bravem spannungsbogen, sondern um die entwicklung der figuren. das buch handelt von den möglichkeiten und den freiräumen die einem gewährt werden und die man sich selber schaffen muss. der autor legt das augenmerk auf die medien und die sogenannte wirklichkeit, die wir durch sie wahrnehmen, und nebenbei ist dieser roman auch ein abgesang auf die ruhige, geordnete welt der "analogen" typografie.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 29.09.2012 11:53:09 GMT+02:00
Dauerleser meint:
dennoch sind die figuren oft unfreiwillige parodien ihrer selbst. allein schon die namen...

Veröffentlicht am 02.11.2012 17:55:37 GMT+01:00
katzenminze meint:
Yes! Genauso ging es mir auch!
Gewöhnungsbedürftiger schreibstil, bei dem alles emotionslos wirkte. Dann immer diese Erzählerwechsel, das wollte ich teilweise schon überspringen. Ich war letztendlich auch etwas ratlos, was das Ganze sollte und worum es eigentlich ging, auch wenn es durchaus gelungene Passagen gab.
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