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Dunkler, seichter Fantasy-Roman,
27. Oktober 2010
Rezension bezieht sich auf: Nocturne City: Schattenwölfe (Taschenbuch)
Detective Luna Wilder wird an den Schauplatz eines grausigen Mordes gerufen. Nur sie erkennt, dass die Tote eine Werwölfin war, die sich bis zuletzt gewehrt hat. Als Täter vermutet sie den gutaussehenden Dmitri Sandovsky, Alphawolf und Geliebter der Toten. Doch schon bald wird ihr klar, dass Dmitri nicht so recht in das Schema des Mörders passen will. Während ihrer Recherchen wird Luna mit einem weiteren Fall betraut: sie soll den Sohn des bekannten Bezirksstaatsanwaltes ausfindig machen. Als sie diesen über der zweiten Toten hockend findet, scheinen die Ermittlungen in eine Sackgasse zu geraten. Doch Luna weiß, dass der Mörder der ersten Frau ein Werwolf war, Stephan jedoch riecht kein bisschen nach Wolf. Wenig später wird er freigelassen und schon bald stellen die nächsten Leichen Luna vor neue Rätsel. Luna merkt, dass sie auf die Hilfe von Dmitri Sandovski angewiesen ist, und gemeinsam machen sie eine grausame Entdeckung ...
Caitlin Kittredge beginnt ihren Debütroman mit einem vielversprechenden Auftakt: einer mysteriösen Mordserie und einer attraktiven, hartgesottenen Werwölfin im Dienst. Dabei entwirft sie ein eher dunkles Bild von Nocturne City, dass sich auch nicht während des Geschehens ändern wird. Werwölfe, Hexen, Magie - dies verspricht zunächst eine gelungene Mischung.
Schon bald muss man jedoch feststellen, dass Luna eigentlich immer mies gelaunt und immer einen fiesen Spruch für andere auf der Zunge hat - dies ändert sich auch bis zum Schluss hin leider nicht. Sympathisch oder charismatisch kann man die Hauptfigur dieses Romans daher nicht unbedingt nennen, sondern muss sich eingestehen, dass man schon bald ziemlich genervt von ihr ist.
Die sich entwickelnde Liebesgeschichte zwischen Luna und Dmitri blieb oberflächlich und lau, und nicht allzu selten habe ich an der "echten" Liebe zwischen Dmitri und dem ersten Opfer - Lilia - zweifeln müssen, denn schon wenige Tage nach deren Tod interessierte er sich für Luna.
Während ich also nicht genau wusste, ob ich Dmitri und Luna nun mögen soll oder nicht, hat Cailtin Kittredge es immerhin geschafft, eine trotz allem spannende Geschichte zu schaffen, und ich hoffte am Ende eine Auflösung für die verworrenen Geschehnisse zu erhalten. Leider hat die Autorin, neben der Aufklärung der Morde, noch mehr gewollt und ihr fulminantes Ende - ein erweckter Dämon - hat die Geschichte leider nicht bereichern können. Im Gegenteil. Ich war versucht das Buch vor Schluss wegzulegen, einfach weil die Handlung immer mehr durcheinander geriet.
Fazit: Eine Geschichte, die durchaus ein gewisses Potenzial hätte. Leider vermag bereits die Hauptfigur - Luna - wenig zu überzeugen und auch das Ende dieses Romans wird einfach zu konfus erzählt. Schade.
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