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Rezension bezieht sich auf: Lords of the North (The Warrior Chronicles) (Taschenbuch)
"Das Land nördlich des Flusses Humber erstreckt sich bis in die Länder der Barbaren....."(Uhred Uthredsonvon Bebbanburg) Am 6. Mai 878 gelingt es Alfred von Wessex in der Schlacht von Ethandun (Edington/Wiltshire) dem dänischen Invasoren eine schwere Niederlage zuzufügen. Die Reste des geschlagenen Heeres ziehen sich in eine nahegelegene Befestigung zurück, wo sie nach zweiwöchiger Belagerung schließlich kapitulieren. Nach einen weiteren dreiwöchigen Bedenkzeit lässt sich Guthrum der Alte schließlich taufen. Æthelstan (Edelstein), wie der Proselyt fortan genannt wird, verspricht, künftig den Frieden zu wahren und erhält im Gegenzug von seinem Paten Alfred die Anerkennung als König von East-Anglia. Der dänische Rückzug aus Wessex und Teile Mercias sollten schließlich die Etablierung des "Danelag", östlich der alten Römerstrasse (Watling-Street), folgen... ...an diese, von der Angelsachsenchronik überlieferten Ereignisse knüpft Bernard Cornwell mit dem sechsten Band seiner "Warlord Chronicles" und dritten Teil des Romanzyklus um König Alfred den Großen an. Nach zehn Seiten verlässt der Autor jedoch diese relativ sichere Basis und begibt sich in einen Raum und eine Zeit, die nur über spärliche historische Quellen verfügt. In seiner "Historical Note" am Ende des Buches führt er hierzu treffend aus, dass der Wechsel von der Geschichte des Königreiches Wessex im späten 9. Jahrhundert zu jener Northumbrias einem Übergang von Helligkeit in verworrene Dunkelheit gleichkommt. Eine solches "dunkles Zeitalter" bietet jedoch Raum für dichterische Freiheiten, von denen Cornwell in seiner ihm einzigartigen Art und Weise Gebrauch macht, um eine weitere emotional packende Story vorzulegen, die erneut beweist, dass das Schicksal unerbittlich ist... ...in der er seinen fiktiven Protagonisten Uhthred Uthredson, in seine von verschiedenen Warlords beherrschte northumbrische Heimat zurückehren lässt, der dort alte Rechnungen begleichen will. Als Gefolgsmann des dänischen Königs von Eoferwic (Jorvik/York) Guthred wird er jedoch von diesem verraten und in die Sklaverei verkauft. Um seine eigenen Interessen in Northumbria zu wahren, bedarf König Alfred weiterer Dienste des exilierten Ealdormans von Bebbanburg und Verehrers der alten Götter. Der christliche Herrscher von Wessex beauftragt daher Steapa Snotor und Ragnar Ragnarson sich mit dem Schiff Dragon-Fire auf die Suche nach ihrem alten Kampfgefährten Uthred zu begeben.... Neben den bereits bekannten Akteuren hat Cornwell weitere beeindruckende Charaktere in die Romanhandlung eingebaut, wie Finan den Wendigen aus Irland, Gisela, die Schwester König Guthreds, Ivar, den Sohn Ivar Ragnarsson usw. Interessant auch die Darstellung eines allmählichen Zusammenwachsens von Nordmännern, Angelsachsen und Briten, Christen und Heiden. Besonders in sprachlicher Hinsicht, wofür linguistische Beispiele angeführt werden. Zwei Skizzen zum Anfang des Buches bieten einen geographischen Überblick über die angelsächsischen Königreiche Britanniens und Lokalitäten Northumbrias bis nach Schottland. Daneben gibt es ein Verzeichnis, das die damaligen angelsächsischen und nordischen Ortsbnamen ihren heutigen Bezeichnungen gegenüberstellt. "The Lords of the North" ist als faszinierendster Teil der bisher erschienenen Romanreihe um Alfred den Großen mit 5 Amazonsternen zu bewerten und lässt den inzwischen danach süchtig gewordenen Leser mit Ungeduld den bisher zwar titellosen, jedoch für September 2007 avisierten vierten Band mit ungeduldiger Freude erwarten. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen |
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EUR 10,12 EUR 7,90
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