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Kundenrezension

9 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Keine Perfektion und kein Metal, dafür erdiger, unprätentiöser Rock, 9. Oktober 2012
Rezension bezieht sich auf: British Lion (Audio CD)
Für diese Platte gilt ein altes Klischee: Es ist alles eine Frage der Erwartungen. Viele haben offenbar damit gerechnet, dass "British Lion" in Ausrichtung und Qualität irgendetwas mit Iron Maiden zu tun hat. Dem ist nicht so; lediglich ganz leicht wirft das Flaggschiff der NWoBHM gelegentlich seinen Schatten auf das erste Solo-Projekt, von Band-Boss Steve Harris. Musikalisch orientiert sich "'Arry" vornehmlich an Heroen seiner eigenen Jugend, also erdigem Rock á lá UFO oder Thin Lizzy und punkigem wie The Who. Dass "British Lion" überhaupt so stark mit dem sympathischen Bassisten und seinem Hauptbetätigungsfeld assoziiert wird, ist übrigens ein zweischneidiges Schwert. Einerseits ist das natürlich dem Bekanntheitsgrad und der Verbreitung der Debüt-Scheibe sehr zuträglich - weshalb wohl vor allem die Plattenfirma auf die Verwendung seines Namens bestand (ursprünglich war British Lion der Name der Band). Andererseits: Siehe oben... Die Erwartungen, die das weckt, können praktisch nur enttäuscht werden. Zumindest geht es augenscheinlich einem breiten Publikum so.

Die teilweise gnadenlosen Verrisse werden dem, was auf dieser Scheibe geboten wird, aber nicht gerecht. Im Gegenteil, Harris liefert mit seinen nicht mehr ganz jungen Mannen ein zwar keineswegs perfektes, aber doch angenehm zu hörendes Album ab. Bei den ersten Durchgängen merkt man davon allerdings tatsächlich nicht so viel, lediglich, dass das Ganze mehr dem Rock als dem Metal zuzuordnen ist, fällt sofort auf. Ein paar Stücke bleiben dann aber doch schnell hängen. "Lost Words" ist musikalisch und textlich eher melancholisch und schafft es, beim Hörer eine Art verträumter Sehnsucht zu wecken. Der Schluss ist fast schon Singer/Songwriter-artig aufgebaut - insgesamt ein schönes, unaufdringliches Stück Musik. "Us Against The World" lebt hingegen von seiner eingängigen Gesangsmelodie und ein paar beinahe schon verschüchtert wirkenden Iron Maiden-mäßigen Gitarrenläufen. Ebenfalls sehr gelungen ist "The Chosen Ones", bei dem überdeutlich die Zuneigung unseres Mannes für The Who zu hören ist. Um es direkt zu sagen: Dieser Song könnte locker als Titelmelodie für eine Serie aus dem "CSI"-Universum durchgehen; insbesondere "Won't Get Fooled Again" (CSI: Miami) dürfte hier Pate gestanden haben. Ansonsten bleibt noch der schöne, akustische Rausschmeißer "The Lesson" zu erwähnen, eine völlig kitschfreie, mit Streichern und Piano unterlegte Ballade.

Die übrigen Songs fallen demgegenüber ein wenig ab. Immer noch im grünen Bereich sind das recht eingängige "A World Without Heaven" und "These Are The Hands". Beim Rest will auch nach zig Durchläufen der Funke nicht recht überspringen. Insbesondere der Opener "This Is My God" kann mich persönlich überhaupt nicht überzeugen und ist dementsprechend schlecht platziert. Wirklichen Totalausfall gibt es zwar keinen auf "British Lion", mehr als unterer Durchschnitt wird bei "Karma Killer", dem nach Muse für Arme klingenden "Judas" und dem symptomatisch betitelten, irgendwo zwischen Bon Jovi und Aerosmith verortbaren "Eyes Of The Young" aber nicht geboten.

Größter Kritikpunkt für viele Hörer ist offenbar der Gesang, der - große Überraschung! - nicht nach Bruce Dickinson klingt. Tatsächlich fehlt Richard Taylor die Power seines Maiden-Pendants. Das Organ des Sängers klingt am ehesten ein wenig nach diversen Prog Rock-Bands, die größte Ähnlichkeit dürfte man bei Claudio Sanchez (Coheed And Cambria) finden, ohne dass Taylor dessen Variabilität erreicht. Insgesamt ist die Stimme sehr unaufdringlich und klingt angenehm - nicht mehr und nicht weniger; ein schlechter Sänger ist Richard Taylor jedenfalls nciht. In einer Metal-Band würde er wohl ohne Wenn und Aber untergehen, für "British Lion" passt seine Stimme aber sehr gut.

Eine kritische Anmerkung muss aber trotz aller Sympathie gestattet sein: Wieso wurde der Bass derart Maiden-mäßig in den Vordergrund gemischt? Steve Harris hat natürlich seinen eigenen, "lauten" Stil, aber dennoch wäre hier etwas mehr Zurückhaltung angebracht gewesen. So ist es natürlich schwer, als homogene, gleichberechtigte Band wahrgenommen zu werden, auch wenn Harris das in Interviews immer wieder betont.

Fazit: Wirklich Weltklasse ist kein Stück auf "British Lion". Dennoch ist die Scheibe eine durch und durch sympathische und ehrlich klingende Angelegenheit. Wer Metal will, wird hier nicht fündig, dafür muss man dann schon auf die nächste Platte von iron Maiden warten. Ganz knappe vier Sterne von mir - eigentlich wären wohl eher drei angebracht gewesen, aber aus Sympathie für unseren Mann kann ich mich nicht dazu durchringen. Wer mit solch subjektiven Zuschreibungen nichts anfangen kann, muss einen Punkt abziehen. Besser als vieles, was im Rock-Bereich veröffentlicht wird, bleibt "British Lion" dennoch.
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1-2 von 2 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 14.02.2013 19:21:37 GMT+01:00
LastSuffering meint:
"...Viele haben offenbar damit gerechnet, dass "British Lion" in Ausrichtung und Qualität irgendetwas mit Iron Maiden zu tun hat..."

Hä? Wieso das denn?
Diejenigen, die immer denken, dass ein Soloprojekt eines Bandmembers einer anderen Band irgendetwas mit dieser Band zu tun haben soll sind entweder "dumm wie ein Stück Brot"" oder "dämlich wie ein Stück Holz". Denn ob du's glaubt's oder nicht: Soloprojekte werden dann gestartet, wenn man einen anderen Stil verwirklichen will als in der aktuellen Band! Sonst brauchte man kein Soloprojekt starten!!! DER ABSOLUTE OBERHAMMER, oder nicht?! Ich wollt's auch nicht glauben..aber stell dir vor: Das ist wirklich so!
Ich kann diese schwachsinnigen Rezis echt nicht mehr sehen....

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 27.03.2013 14:13:50 GMT+01:00
Stefan T. meint:
Danke für die netten Worte. Sehr eloquent, wie du Kritik äußerst... Eigentlich sollte ich das ignorieren, aber ich versuch's einfach trotzdem mal: Ich habe an keiner Stelle gesagt, dass ich damit gerechnet habe, "British Lion" hätte (abgesehen vom Bassisten) etwas mit Iron Maiden gemeinsam. Ich habe lediglich erwähnt, dass es - wie von dir so treffend zitiert aber offensichtlich nicht verstanden wurde - Leute da draußen gibt, die das annehmen. Das bezieht sich auf diverse Rezensionen hier und auch andernorts, in denen sinngemäß steht: "British Lion ist schlecht, weil es nicht wie Iron Maiden klingt". Hast du eigentlich nach den ersten zwei Sätzen weiter gelesen? Wenn nicht, empfehle ich den gesamten ersten Absatz meiner Rezension aufmerksam zu lesen. Du könntest dir natürlich auch den Rest zu Gemüte führen, interessant für dich könnte die Stelle sein, an der ich den Mix, der den Bass Iron Maiden-mäßig in den Vordergrund stellt, kritisiere.

Soweit angekommen? Wenn nicht, kann ich nur empfehlen, selbst eine Rezension zu schreiben. Übrigens, falls du das in deinem offensichtlichen Zorn übersehen haben solltest: ich habe dem Solo-Ausflug von Steve Harris 4 von 5 Sternen gegeben. Obwohl die Platte nicht nach Iron Maiden klingt. Oder gerade deshalb? Wer weiß...
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