0 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Pegg und Frost auf amerikanisch...,
24. Februar 2012
Rezension bezieht sich auf: Paul - Ein Alien auf der Flucht [Blu-ray] (Blu-ray)
Paul ist für Anhänger von subtilem und "klugem" (also britischem) Humor, eine kleine Qual.
PLOT:
Die beiden besten Freunde (Pegg/Frost) sind zwei liebenswerte wenn auch einfältige und gleichermaßen stereotypische Comicnerds. Ursprünglich aus England fahren sie in einem Wohnwagen durch die USA um zur Area 51 zu gelangen. Auf dem Weg dorthin begegnen sie dem namensgebenden Alien Paul, der auf der Flucht vor der amerikanischen Regierung ist und das UFO seiner Alienkumpel erwischen will um nach Hause fliegen zu können.
MEIN SENF
Die Gags sind typisch amerikanisch ( aber ebenso auch deutsch) - plump und kindisch.
Die Story hakt an einer Fülle von absolut uninteressanten Nebensträngen und Charakteren an denen man hervorragend erkennt, dass man nicht wusste wohin das Drehbuch eigentlich führen soll.
Kristen Wiigs (die Tochter eines Bibelfesten Hillbillies) einzige Daseinsberechtigung zum Beispiel ist es, den beiden Protagonisten einen weiblichen Sidekick zu liefern und dem Film eine weibliche Note einzuhauchen. Bloß nicht zu konsequent sein - schließlich soll jeder Geschmack bedient werden. Mal ehrlich, wer will schon "wirklich" 2 männliche Nerds und ein männliches Alien in einem Wohnwagen durch die Gegend tingeln sehen? Tz..
So bleibt wieder einmal eine nichts-ganzes-nichts-halbes Ami- Komödie übrig. Kindische Gags, Protagonisten die für solch plumpe Rollen nicht gemacht sind und eine nicht existente und mit Nebesträngen überladene Geschichte runden den Streifen ab.
Sehr traurig, da ich Simon Pegg und Nick Frost wirklich mag. Ihre Arbeit die sie auf der Insel abgeliefert haben weist eine Qualität auf, von der Paul Meilenweit entfernt ist - und nein, ich spreche nicht nur von Shaun of the Dead und Hot Fuss.
Positiv hingegen sind die Insider- Anmerkungen zu bekannten Filmen und die durchweg sympatischen Charaktere. Egal ob auf der guten oder der bösen Seite. Ebenso fällt die frische Idee, dass Paul soviel Einfluss auf die Popkultur und die technische Entwicklung der Menschheit, die er seit seinem Absturz 1947 (Roswell) hatte, positiv auf.
Am Ende bleibt noch zu sagen, dass Paul wegen der Gags eher was für die jüngeren Zuschauer ist. Diese werden die Insider zwar nicht verstehen, aber andererseits können die den Film für Freunde von echten Pointen auch nicht retten.
Kurz: Liebhaber von britischem Humor und Menschen die einen weiteren Pegg/Frost- Kracher ala Shaun oder Hot Fuss erwarten, machen einen weeeiiteen Bogen um Paul! Familien mit jungen Kindern greifen zu und haben einen netten Abend - dürfte dann auch an den Stellen wo Ruth ihre Vorliebe fürs Fluchen entdeckt auch für die Eltern lustig werden :)
Die Kinderfreundlichkeit rettet den 3. Stern knapp.
PS: Die deutsche Synchro ist mal wieder Käse, aber wenn man es nicht anders kennt...
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich?