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Kundenrezension

6 von 54 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Die schräge Philosophie des Sam Harris, 26. November 2013
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Rezension bezieht sich auf: Brief an ein christliches Land: Eine Abrechnung mit dem religiösen Fundamentalismus (Gebundene Ausgabe)
Nachdem ich den "Brief an ein christliches Land" von Sam Harris gelesen habe, möchte ich meine Gedanken dazu mitteilen. Es werden dabei Sam Harris' Aussagen (in wortwörtlichen Zitaten) der christlichen Lehre gegenübergestellt. Fangen wir also an.

Was schreibt Sam Harris...

...zum Thema "Die 10 Gebote"?

Harris: "Wenn wir den Gott der Bibel ernst nehmen, dann müssen wir einräumen, dass er uns nicht die Freiheit lässt, diejenigen Gebote zu beachten, die uns gefallen, und alle anderen zu vernachlässigen. Ebenso wenig gibt er uns zu verstehen, dass wir die Strafen für ihre Missachtung lockern dürfen. Er hat die Gebote verhängt. Wir können sie nur brechen" (S. 44).

Der christliche Standpunkt: Die 10 Gebote sind sozusagen eine von Gott gegebene "Bedienungsanleitung" für ein geglücktes Leben. Keiner kennt uns besser als Gott, der unser Schöpfer ist. Und deshalb kann auch niemand eine bessere "Anleitung" schreiben als eben Gott. So wie beispielsweise auch der Ingenieur seine von ihm gebaute Maschine perfekt kennt und ebenfalls eine Bedienungsanleitung schreibt, an die wir uns im Regelfall auch gerne halten und halten sollten (beim Auto z.B. Ölwechsel usw.). Selbstverständlich haben wir die Freiheit (was Harris im obigen Zitat bestreitet), die Gebote NICHT zu halten. Bleiben wir beim Beispiel "Auto": Der Ingenieur (Schöpfer) empfiehlt: "Tanke Benzin!". Wir haben nun selbstverständlich die Freiheit, stattdessen Diesel zu tanken, sollten uns dann aber bitte nicht über die negativen Folgen wundern! Und was meint Harris mit "Strafen für Missachtung lockern"? Bestrafen wir uns nicht selbst, wenn wir die 10 Gebote nicht befolgen und - im übertragenen Sinne - "Diesel tanken"?

Ich denke also, dass Sam (der uns Christen in seinem Brief durchgehend duzt) diese Thematik nicht wirklich verstanden hat. Er ist Philosoph, denkt hier aber etwas schräg.

Fazit: 1:0 für die christliche Lehre.

Zum Thema "Die Güte Gottes"?

Harris: "Ein Atheist ist ein Mensch, der findet, dass der Mord an einem einzigen kleinen Mädchen selbst dann, wenn er nur einmal alle Millionen Jahre geschähe, Zweifel an der Vorstellung von einem gütigen Gott rechtfertigt" (S. 75).

Der christliche Standpunkt: Dieser Mord ist aus christlicher Sicht ebenso schlimm wie aus atheistischer. Wir Christen zweifeln angesichts dieser furchtbaren Tatsachen jedoch nicht an Gott, sondern an der "Ethik" des Mörders. Gott liebt, das ist der Ausgangspunkt aller Überlegungen, ausnahmslos alle Menschen und schenkt ihnen (deshalb auch) die volle Freiheit über ihre Handlungen. Das Böse, das nun dieser Freiheit entspringen kann, ist die Sünde. Gott könnte diesen Mörder und selbstverständlich auch uns (theoretisch) bei jeder schlechten Tat zurückhalten, aber dann wären wir nur noch "Marionetten", deren Fäden Gott ununterbrochen zieht; er müsste ununterbrochen ziehen, damit wir keine schlechten Taten mehr ausführen könnten. Damit aber würde es keine Freiheit mehr geben. Aber gerade weil Gott uns liebt, will er, dass wir freiwillig zu ihm kommen, er zwingt keinen Menschen. (Bei Liebenden ist es übrigens sehr ähnlich.) Eines müssen wir mit Überdeutlichkeit festhalten: Gott tut niemals etwas Böses, er ist die reine Liebe; böse ist immer nur der Mensch, der NICHT auf ihn hören will. Noch ein Weiteres müssen wir festhalten: Gott ist gerecht: das tote Mädchen wird bei Gott ewiges Glück erfahren; der Mörder dagegen wird, wenn er nicht bereut, seine gerechte Strafe verdienen.

Fazit: Harris' Gottesvorstellung (er glaubt ohnehin nicht an ihn) würde den Menschen zur bloßen Marionette degradieren und Gott zu einem Gott, der uns keinerlei Freiheiten lässt. Die christliche Gottesvorstellung ist dagegen wesentlich weiter.

Es steht somit 2:0 für die christliche Vorstellung.

Zum Thema Abtreibung?

Harris: "Wenn du dich um das Leid in unserem Universum sorgst, dann sollte es dir größere moralische Probleme bereiten, eine Fliege zu erschlagen, als eine menschliche Blastozyste [=menschlicher Embryo] zu vernichten" (S. 53).

Und weiter: "Jedes Mal, wenn du dir die Nase kratzt, hast du einen Holocaust an unzähligen potenziellen Menschen verübt" (S. 53).

Christlicher Standpunkt: Der Vergleich Mensch vs. Fliege ist zynisch! Abtreibung ist Massen- bzw. Völkermord, wenn wir uns die erschreckend hohen "Zahlen" (=getötete Babies) anschauen. Und außerdem können wir Christen uns nicht vorstellen, dass etwa unsere Nase eine Gebärmutter sei, in der ein "potenzieller Mensch" heranreifen würde. Vielsagend ist auch: im ersten Zitat schreibt Harris "Blastozyste", im zweiten dagegen "potenzieller Mensch" (wer Augen hat, der sehe...).

Harris zitiert Mutter Teresa: "Der größte Zerstörer des Friedens ist die Abtreibung [...] Viele Menschen sind sehr, sehr besorgt um die Kinder in Indien, um die Kinder in Afrika, wo sie in ziemlich hoher Zahl sterben, vielleicht auch aus Unterernährung, Hunger und so weiter. Doch Millionen lässt man vorsätzlich sterben, nur weil es die Mutter so will. Und das ist das Schlimmste und Zerstörerischste für den heutigen Frieden. Denn wenn schon eine Mutter ihr eigenes Kind töten kann, was ist dann noch anderes zu erwarten, als dass ich Sie töte und dass Sie mich töten -, da gibt es nichts dazwischen" (S. 58f.).

Harris interpretiert diese absolut wahrhaftige Aussage Mutter Teresas aber vollkommen absurd und höchst zynisch wie folgt: "Mutter Teresas Barmherzigkeit muss schon ungemein falsch geeicht gewesen sein, wenn sie das Töten eines Fötus ... mehr beunruhigte als all das Leid, das sie mit eigenen Augen auf dieser Erde sah" (S. 59).

Christlicher Standpunkt: Natürlich beunruhigte Mutter Teresa massenhafte Abtreibung (gegen die sie eigentlich machtlos war) mehr als körperliches Leid, das sie und ihre Schwestern unermüdlich gelindert haben! Hier von "falsch geeicht" zu sprechen, ist Zynismus. Harris müsste eigentlich 1000 mal laut "Danke!" sagen! Und was heißt "eines Fötus"? Hier geht es um Millionen! Zeigt sich hier nicht besonders deutlich, wie die "wahre Moral" der Naturalisten in dieser Frage aussieht?

Harris hat zudem kein Problem, sich zu folgender, vollkommen zynischen Aussage zu versteigen: "Wenn Gott existiert, dann ist er der aktivste Abtreibungsbefürworter überhaupt" (S. 61). Hier blieb mir wirklich die Spucke weg. Soll das wirklich "wahre Moral" im Sinne eines Sam Harris bzw. von Atheisten sein?

Fazit: 3:0 für die christliche Lehre.

Zum Thema Kondome?

Ich habe während der Lektüre nur darauf gewartet, dass das "Kondom-Thema" angesprochen wird. Ab Seite 48 war es dann soweit. Harris schreibt "Und es erklärt, weshalb du den Gebrauch von Kondomen auf dem afrikanischen Kontinent ... verteufelst, während dort alljährlich Millionen Menschen an Aids sterben."

Christlicher Standpunkt: Lieber Sam, hier denkst du, wenn ich dich auch einmal duzen darf, für einen Philosophen erneut äußerst schwach. Die Kirche soll für Millionen Aids-Tote verantwortlich sein? Ist es nicht vielmehr umgekehrt? Der Papst und die Kirche zeigen ja gerade den Weg zu einer geglückten Sexualität. Die Kirche vertritt den schönsten und wahrhaftigsten Weg: Entweder Ehe und Treue ODER Enthaltsamkeit. Und das ist gleichzeitig auch der beste Weg um Aids zu verhindern. Kondome würden letztlich die Sexualität herunterstufen zu einem bloßen Konsumgut. Die "Kondom-Mentalität" bringt die Menschen nicht weiter und macht sie nicht glücklich. Sexualität hat viel mit Verantwortung zu tun und mit Respekt voreinander. Die traditionelle Lehre der Kirche hat sich als einzig sicherer Weg gegen die Ausbreitung von Aids erwiesen. Auch in Afrika. Und die Statistiken geben dem Papst Recht: In Ländern mit hohem katholischen Bevölkerungsanteil ist die Ansteckungsrate mit dem HIV-Virus am geringsten. Die offizielle Ablehnung von Kondomen durch die katholische Kirche vergrößert das Aidsrisiko in Afrika statistisch gesehen also nicht - im Gegenteil! Ein Aidshilfe-Aktivist, der seit fast zwanzig Jahren in Uganda tätig ist, bedankte sich für die Worte des Papstes, dass die Propagierung von Verhütungsmitteln das Problem verschärfen könne. Sein Ergebnis nach jahrzehntelanger Arbeit lautet: Was Aids verbreitet "ist sexuelle Promiskuität, ausgehend von der Unmoral des Herzens". Der Papst habe völlig recht, dass es um eine "Humanisierung der Sexualität" gehe. Die Aids-Strategie Ugandas sei erfolgreich, weil sie "immer Enthaltsamkeit und Treue vor Mittel wie Kondome stellt".

Nun wieder zu Sam Harris: "Unfasslicherweise verbietet der Vatikan gegenwärtig den Gebrauch von Kondomen sogar dann, wenn es darum geht, eine HIV-Ansteckung unter Ehepaaren zu verhindern" (Fußnote 15 auf S. 120).

Der christliche Standpunkt: Ist es wirklich christlich, wenn ein AIDS-Kranker ein Kondom nimmt und mit seiner Frau schlafen will? Besteht nicht die Gefahr, dass das Kondom reißen könnte oder fehlerhaft angewendet wird? Wäre das nicht "Russisches Roulette"? Ein "echter" Christ würde dieses Risiko nicht eingehen; er würde seine Frau, die er liebt, nicht diesem Risiko aussetzen wollen.

Fazit: Harris hat das "Kondom-Problem" nicht durchdacht und von daher auch nicht verstanden > Es steht 4:0 für die christliche Lehre!

Hinweis: Diese Rezension ist noch nicht vollständig und wird demnächst fortgesetzt werden...
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1-10 von 13 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 02.12.2013 10:49:30 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 02.12.2013 11:52:16 GMT+01:00
RuhigBleiben meint:
Sehr geehrter Bernhard,

>>Der christliche Standpunkt: Die 10 Gebote sind sozusagen eine von Gott gegebene "Bedienungsanleitung" für ein geglücktes Leben.<<
Wie hat Gott Ihnen die Gebote geschickt? Per SMS, Email oder Brief? Wenn er diese materialistisch nachprüfbaren Mittel benutzt hat, dann muss er doch naturwissenschaftlich nachweisbar sein!

>> Keiner kennt uns besser als Gott, der unser Schöpfer ist. Und deshalb kann auch niemand eine bessere "Anleitung" schreiben als eben Gott.<<
Wo haben Sie die Grundlage für Ihre Behauptungen belegt? Die Existenz Gottes, von der Sie ausgehen, ist nirgendwo mit nachprüfbaren Argumenten belegt, wie es in der Wissenschaft notwendig ist. Alles andere, was Sie schreiben, ist nicht mehr als märchenhafte Prosa. Um Ihr Beispiel aufzugreifen, wie fahren Sie Auto, wenn dieses nur als tranzendentes Etwas existieren soll?

Wenn man sich die 10 Gebote ansieht, so fällt auf, dass die ersten 5 der Beweihräucherung Ihres Geisterwesens dienen, also völlig verzichtbar sind. Also existieren nur 5 Gebote über deren absoluten Nutzen man diskutieren kann. Merkwürdig ist, dass Ihre RKK die schon unzählige Male gebrochen hat. Ich erspare mit die endlose Liste der Verbrechen wiederzukäuen. Ketzer- und Hexenverbrennungen sind nur die bekanntesten. Der neugierige Leser kann sich bei Deschner informieren.

>>Ich denke also, dass Sam (der uns Christen in seinem Brief durchgehend duzt) diese Thematik nicht wirklich verstanden hat. Er ist Philosoph, denkt hier aber etwas schräg.<<
Sie sind mit dem Englischen also nicht vertraut, dann würden Sie bestenfalls den Übersetzer kritisieren. Sam denkt nicht schräg, sondern völlig anders als Sie.
Zum Thema "Die Güte Gottes"?

>> Wir Christen zweifeln angesichts dieser furchtbaren Tatsachen jedoch nicht an Gott, sondern an der "Ethik" des Mörders.<<
Wer behauptet, dass Gott, dass allmächtig, allgütig und allwissend ist? Die Atheisten wissen, dass das unmöglich ist. Die Erkenntnis ist auch nicht neu und geht auf Epikur zurück.

>> Gott liebt, das ist der Ausgangspunkt aller Überlegungen, ausnahmslos alle Menschen und schenkt ihnen (deshalb auch) die volle Freiheit über ihre Handlungen.<<
Die Menschen haben also volle Freiheit über ihre Handlungen? Dann kann Gott nicht allmächtig sein und wenn er das Elend auf Erden sieht, dann ist er nicht allgütig. Sie sehen von der Bewertung AAA für Ihr Geisterwesen bleibt nicht viel übrig.

>>Gott tut niemals etwas Böses, er ist die reine Liebe; böse ist immer nur der Mensch, der NICHT auf ihn hören will.<<
Wieder heiße Luft und Zweibackstaub. Wenn Gott so ohnmächtig ist, dann braucht man ihn auch nicht anzubeten, denn der Erfolg ist der Gleiche. Die Religiösität in den afrikanischen Ländern ist weitaus größer als in den westlichen Industrieländern. Betrachten Sie einmal den Hunger, die Kriminalität in beiden Gebieten. Sieht so Liebe aus?

>> Fazit: Harris' Gottesvorstellung (er glaubt ohnehin nicht an ihn) würde den Menschen zur bloßen Marionette degradieren und Gott zu einem Gott, der uns keinerlei Freiheiten lässt.<<
Sam ist nur ein Schritt weiter als Sie. Die Existenz eines allmächtigen Gottes muss einen Mensch zu seiner Marionetten degenerieren. Da Sie diese Existenz belegen außerstande sind, ist alles andere hinfällig.

>>Zum Thema Abtreibung?<<
Ein Embryo ist immer noch ein Teil des Mutterleibes, da er sonst noch nicht (oder ausschließlich mit hohem apparativen Aufwand) lebensfähig ist. Früher erledigte die Natur etliche der heute durchgeführten Abtreibungen selbst. Waren die Emrbyos nicht überlebensfähig, dann kamen sie meist tot zur Welt. Warum sollen sich also diese Mütter weiter quälen? Würden Sie sich nicht auch Krebszellen herausoperieren lassen, nur weil es menschliche Zellen sind?

>>Abtreibung ist Massen- bzw. Völkermord, wenn wir uns die erschreckend hohen "Zahlen" (=getötete Babies) anschauen.<<
Babys, nicht einmal das können Sie richtig schreiben, sind es nicht! Ein Baby ist ein Kind im ersten Lebensjahr und das beginnt mit der Geburt. Mit Ihren hysterischen Geschrei wollen Sie doch nur von den Verbrechen Ihrer RKK ablenken. Die Opfer der RKK waren aber (geborene) Menschen.

>>Doch Millionen lässt man vorsätzlich sterben, nur weil es die Mutter so will.<<
Dann sollten Sie sich einmal fragen, warum? Aber diejenigen, die am meisten hysterisch herumkeifen, kümmern sich überhaupt nicht um eigene Kinder! Oder wie steht es mit der elterlichen Verantwortung der katholischen Priester? Kümmern sich die Nonnen um ihre eigenen Kinder? Eltern wissen, was es heißt, sich rund um die Uhr um die eigenen Kinder zu kümmern. Da fällt nicht 16 oder 17Uhr der Hammer, sondern da geht es erst richtig los. Eine weitere Frage stellt sich ebenfalls, was soll denn eigentlich mit den vielen nicht gewollten Kindern passieren? Von den begrenzten Nahrungsresourcen einmal abgesehen, sollen die Kinder in Waisenhäusern landen? Natürlich kann die RKK dann wieder profitieren ... Ich wünsche mir, dass die potenziellen Eltern sich vorher bewusst für ein Kind entscheiden und das Kind gesund zur Welt kommt und den Eltern viel Freude bereitet, auch wenn das viel Arbeit bedeutet.

>> "Mutter Teresas Barmherzigkeit muss schon ungemein falsch geeicht gewesen sein, wenn sie das Töten eines Fötus ... mehr beunruhigte als all das Leid, das sie mit eigenen Augen auf dieser Erde sah" (S. 59).
Christlicher Standpunkt: Natürlich beunruhigte Mutter Teresa massenhafte Abtreibung (gegen die sie eigentlich machtlos war) mehr als körperliches Leid, das sie und ihre Schwestern unermüdlich gelindert haben!<<
Sie sprechen hier von jener Mutter Teresa, die die Kranken auf kaltem Stein liegen ließ? Die den Kranken Schmerzmittel vorenthielt, weil die Kranken so näher an Gott waren? Die medizinische Laien an Kranken herumschnippeln ließ? Renomierte Wissenschaftler haben 2013 nachgewiesen, dass Mutter Teresa alles andere als selbstlos agierte. Die Millionen von Spendengelder rechtfertigten natürlich die scheinheilige Öffentlichkeitsarbeit für die RKK.

>>"Und es erklärt, weshalb du den Gebrauch von Kondomen auf dem afrikanischen Kontinent ... verteufelst, während dort alljährlich Millionen Menschen an Aids sterben."
Christlicher Standpunkt: Lieber Sam, hier denkst du, ... , für einen Philosophen erneut äußerst schwach.<<
Nein, auch hier denkt Sam wesentlich weiter, als Sie. Hier geht es darum, eine Krankheit einzudämmen. Die einfachste und sinnvollste Form sind nun einmal die Kondome. Ist es moralisch zu begrüßen, dass sich diese Krankheit weiterverbreitet? Sind Sie Vertreter der Pharmaindustrie?

>>Der Papst und die Kirche zeigen ja gerade den Weg zu einer geglückten Sexualität. Die Kirche vertritt den schönsten und wahrhaftigsten Weg: Entweder Ehe und Treue ODER Enthaltsamkeit.<<
Ich weiß nicht, inwieweit der Papst während seines Lebens wirklich enthaltsam gelebt hat. Von glücklicher Sexualität zu sprechen, wenn man sich ihrer verweigert, ist einfach nur weltfremd und zynisch. Man muss das selbstständige Denken eingestellt haben, um das nicht zu verstehen.

>> Die traditionelle Lehre der Kirche hat sich als einzig sicherer Weg gegen die Ausbreitung von Aids erwiesen. Auch in Afrika. Und die Statistiken geben dem Papst Recht: In Ländern mit hohem katholischen Bevölkerungsanteil ist die Ansteckungsrate mit dem HIV-Virus am geringsten.<<
Wie erklären Sie die hohe AIDS-Rate in Namibia, Sambia, Lesotho, wo der Anteil der Katholiken höher ist? Wieder sind Ihre Argumente wenig stichhaltig und zeugen von einer zynischen Doppelmoral!

>> Ist es wirklich christlich, wenn ein AIDS-Kranker ein Kondom nimmt und mit seiner Frau schlafen will? Besteht nicht die Gefahr, dass das Kondom reißen könnte oder fehlerhaft angewendet wird?<<
Warum überlassen Sie es nicht den Ehepartnern, diese Entscheidung zu treffen. AIDS-Kranke werden hier diskreditiert und in die Isolation getrieben. Ich finde das eine tolle moralische Leistung.

Der geneigte Leser wird sich eine eigene Meinung über die katholische Moral bilden, so er willens ist.

Hochachtungsvoll Ruhigbleiben

Veröffentlicht am 02.12.2013 11:50:20 GMT+01:00
K. Bernhard meint:
[Die meisten Kunden meinen, dass dieser Beitrag nicht zur Diskussion gehört. Beitrag dennoch anzeigen. Alle nicht nützlichen Einträge anzeigen.]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 02.12.2013 12:00:12 GMT+01:00
RuhigBleiben meint:
Sehr geehrter Bernhard,

>>das Thema Gott beschäftigt Sie sehr stark<<
Nein, viel mehr die naive Diskussion darum.

>>Aber selbst Ihre ausschließlich wissenschaftliche Perspektive könnte Ihnen Gott näherbringen, wenn Sie etwa an das Universum denken, an all' die unendlich vielen "Zahnräder", die in der Natur perfekt ineinandergreifen (müssen), um überhaupt Leben auf der Erde zu ermöglichen.<<
Wenn ich an die vielen Fehlentwicklungen denke, dann bezweifle ich die Existenz eines allmächtigen und allwissenden Geisterwesens.

>>Wie gesagt, viele Top-Naturwissenschaftler glauben(!) an Gott<<
Wie viele Top-Naturwissenschaftler glauben nicht an ein Geisterwesen? Natürlich spielt bei der Einordnung auch das gesellschaftliche Umfeld eine Rolle. Zum Glück kann ich mich hier in Deutschland gegen dieses Geisterwesen entscheiden, ohne ausgestoßen zu werden. Das ist allerdings keineswegs ein Verdienst Ihres Vereins.

>>Aber beweisen, das haben wir schon geklärt, kann man Gott nicht.<<
Folglich ist alles nur märchenhafte Prosa, mehr ist dazu auch nicht zu schreiben.

Hochachtungsvoll Ruhigbleiben

Veröffentlicht am 22.01.2014 12:33:25 GMT+01:00
[Vom Autor gelöscht am 22.01.2014 13:35:14 GMT+01:00]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 29.01.2014 08:33:50 GMT+01:00
Elinor meint:
Vielen Dank für diesen wahren Beitrag.

Veröffentlicht am 31.10.2014 17:48:11 GMT+01:00
SG meint:
Ich hoffe, die Fortsetzung dieses Geschwurbels bleibt aus.
Spätestens beim Loblied auf die albanische Nonne wird es unglaubwürdig.
Sie selbst hat sich Schmerzmittel zur Linderung ihres Leides verabreichen lassen, während sie es ihren Schutzbefohlenen verweigerte.
Allein schon die albanische Nonne zu verteidigen, diskreditiert Ihre gesamte Rezension.
4:0 für Geschwurbel

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 13.03.2015 23:31:11 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 15.03.2015 14:36:33 GMT+01:00
Darf ich auch noch ein wenig erhellen mit meinem Schlußkommentar vom 13.3.2015 zum Buch "Warum ich kein Christ sein will" von Uwe Lehnert, über die Rezension v. K. Bernhard

Ich habe schon mit Salafisten, Alt- und Neonazis diskutiert. Auch diese Typen bemühen alle denkbaren verbalen Tricks. Doch die hinterhältige Ignoranz von KB auf jegliche nachweisliche >>>konkrete<<< Vorhaltungen, übertrifft die vorgenannten Spezies. So etwas verlogenes Krankes wie KB habe ich noch nicht erlebt.

Da es auf viele meiner Vorhaltungen definitiv keine entschuldigende oder rechtfertigende Antwort gibt, er dies tatsächlich noch irgendwo zu spüren scheint, verkriecht er sich hinter "Diesen Kunden ignorieren", um sich weitere Peinlichkeiten bezüglich seiner willkürlich-verlogenen Antworten und deren Entlarvung zu ersparen. Er liest selbstverständlich nach wie vor alles.

Auf dutzende konkrete Fragen gab er in den letzten Monaten nicht eine konkrete Antwort. Lügen hatten schon immer kurze Beine. Und ewige Lügen ergeben keine ewigen Wahrheiten. Verwunderlich? Nein. Päpste und die sonstigen arbeitsscheuen Langröcke mußten viele Jahrhunderte dem Volk verbieten, das Buch zu lesen, welches angeblich ihre Religion verkündet. Dann konnte die Verbreitung durch die Übersetzung und den Buchdruck nicht mehr verhindert werden, ebenso wie heute die Erforschung der Schriften, welche eine Lügenstory nach der anderen zu Tage fördert. Der Einfältigkeitsglaube von KB ist so daneben, daß er glaubt, schwarz sei weiß. Wäre er in Medina oder im afrikanischen Urwald geboren, würde er genau so unbesehen über den jeweiligen lokalen Glauben schwadronieren wie heute über seine Freiheit als Christ, welche mit der Zwangstaufe begonnen hat.

Noch ein nettes und dazu ein ganz selten-ehrliches Papstwort von Sixtus V: "
"Uns und den Unsrigen ist das Märchen vom Jesus zum Segen geworden!"

So isses und so bleibt es, von Ewigkeit zu Ewigkeit, Amen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 04.04.2015 04:26:26 GMT+02:00
M. Stapel meint:
Glaubt nicht bedingungslos den alten Manuskripten, glaubt überhaupt nicht an etwas, nur weil die Leute daran glauben - oder weil man es Euch seit Eurer Kindheit hat glauben lassen.
(Buddha, Religionsstifter, 560-480 v. Chr.)

Veröffentlicht am 10.09.2015 11:25:52 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 10.09.2015 11:33:39 GMT+02:00
Matthias K meint:
Hut ab, danke für diese Rezension, sie trifft den Kern des Glaubens. Ich bin selbst Christ und habe bis jetzt noch keinerlei schlechte Erfahrungen mit Gott gemacht, vor ich wirklich Christ wurde allerdings eine ganze Menge schlechte Erfahrungen mit einem atheistischen Lebensstil als Gottersatz.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 11.09.2015 03:01:52 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 11.09.2015 03:02:29 GMT+02:00
Matthias,

sie sollten sich um mehr Verstand bemühen und ein lebenszuträgliches Leben führen im Sinne der Worte von Albert Schweitzer:

"Ich bin Leben, das leben will, in mitten von Leben, das auch leben will."

Er spricht hierbei die Natur an, welche weder gut noch schlecht ist, sondern einfach ihren Gesetzen folgt. Humanismus - Fehlanzeige! Alles von ihrem >>>lieben Gott<<<, einem Perversen! Wenn Ihnen ein Gottesmärchen hilft, dann ist es gut so. Auch meine Kinder sind am schnellsten eingeschlafen, wenn ich ihnen ein Märchen vorgelesen habe.
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