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47 von 73 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Aufarbeitung einer herben Enttäuschung! Eine Filmrezension:, 30. September 2011
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Rezension bezieht sich auf: Star Wars: The Complete Saga I-VI [Blu-ray] (Blu-ray)
Was waren das noch für Zeiten!
Ein mächtiger Lauftext kündigte den 'Krieg der Sterne' an und bereitete uns auf den Eintritt in eine völlig andere Welt vor. Wir erinnern uns, dass zwei Roboter durch Zufall in den Besitz eines jungen Mannes übergegangen sind und er sich kurz darauf aus seiner kleinen Welt herausgerissen sah! Ein alter Mann erklärte ihm, dass er Träger einer in Vergessenheit geratenen magischen Kraft war und er ihm als Mentor dabei helfen würde diese in sich zu entdecken. Plötzlich befand sich der Junge mitten in einer riskanten Befreiungsaktion und stellte sich dem übermächtigen, alles beherrschenden bösen Regime der Galaxis entgegen. Unterstützung fand er dabei von einem abgebrühten, egozentrischen Schmuggler und dessen behaartem Partner. Nach Siegen und Niederlagen stellt der junge Mann fest, dass er eine viel größere Bindung zu seinem Erzfeind hat, als er zuvor erahnen konnte und eine viel größere Rolle im weiteren Kontext der Geschichte hat als er dachte. Er reifte und lernte diese mystische Gabe zu nutzen. Der Schmuggler entdeckte, dass es auch höhere Ziele gibt, als immer nur den eigenen Vorteil zu suchen. Ein kleines Grüppchen von Charakteren wuchs uns ans Herz und wir fieberten mit in ihrem scheinbar aussichtslosen Kampf. Bis es am Ende dem jungen Mann gelingt längst vergessene Gefühle und Ideale in seinem Erzfeind, der eigentlich sein tot geglaubter Vater ist hervorzurufen. Damit gelingt es dem zahlenmäßig und technisch Unterlegenen kleinen Grüppchen von Idealisten den schier unbezwingbaren Gegner zu schlagen.

All das hatte etwas von Märchen, von Drama, war voll von nie gesehenen Bildern und Ideen. Vor allem aber hatte Star Wars eines: Es hatte eine zwar einfache, aber darum umso mitreißendere Story zu erzählen. Da waren Identifikationsfiguren, die echte Ideale hatten und sich einem übermächtigen Gegner stellen mussten. Da waren Bösewichte, die zwar keine tiefere Identifikation boten , aber dafür waren sie so richtig böse.

Schon vor dem dritten (bzw. sechsten) und vorläufig letzten Teil der Reihe erschienen dazu auch Comics und Romane und griffen diese reiche Welt auf um darin eigene Geschichten zu erzählen. Die meisten die ich in die Hände bekam passten irgendwie nur mäßig, bis gar nicht in das Bild, das ich von den Filmen her hatte. Da gab es schon in den frühen Achtzigerjahren Ehapa-Comics in denen Hasen mit Menschenkörpern ein Lichtschwert schwangen. Ich dachte mir damals nur: 'Na die versuchen aber auch mit jedem Dreck, Geld aus der Marke 'Star Wars' zu schlagen', und ignorierte das meiste. Nur das Spielzeug aus dem Hause Kenner habe ich mit Begeisterung gesammelt und mein letztes Erspartes hineingesteckt. Bald wurden in Comics und Romanen die Träger der dunklen Seite der Macht als 'Sith' bezeichnet und Schüler wurden zu Padawans. Alles Begriffe die in den alten drei Filmen nie gefallen sind. In meinen Augen waren die Jedi ein idealistischer Orden von Auserwählten, die mit einer seltenen Gabe beschenkt waren (...und kein Auftragssöldner-Trupp einer galaktischen Republik). Dass es dazu auch eine Gegenfraktion mit Namen 'Sith' geben soll, fand ich immer unpassend. Anhänger der dunklen Seite waren für mich vom Weg abgekommene Jedi, die ihre Gabe in den Dienst der falschen Sache oder der eigenen Interessen stellten.

Als 1998 die ersten Infos und Bilder einer in Entstehung befindlichen Fortsetzung der Star-Wars-Reihe auftauchten war ich vor Vorfreude kaum zu halten und langweilte auch Viele, denen Star Wars scheißegal war mit meiner entflammten Erwartung. Zwar haben erste Trailer eine gewisse Skepsis in mir aufkommen lassen, aber sie haben mich nicht annähernd darauf vorbereitet was ich an diesem schwarzen Premierentag, im Sommer 1999 zu Gesicht bekam. Das alles haben die meisten schon 1000 Mal gelesen: 20th-Century-Fox-Logo, Lucas-Film-Logo, (unbändige Vorfreude), Vor langer, langer Zeit in einer weit, weit entfernten Galaxis, Lauftext und dann ??????

Episode 1:
Eine Gruppierung namens Handelsföderation, deren Ziele und Beweggründe im unklaren bleiben, errichtet eine Handelsblockade um einen Planeten namens Naboo, auf dem einerseits alles aussieht wie in einem überausgestatteten Märchenfilm aus einem kommunistischen Staat der Siebzigerjahre und andererseits ein lächerlich comic-haftes Unterwasservölkchen mit einer Witzsprache lebt. Zwei uncharismatische, identitätslose Jedi-Ritter, von denen der eine die junge Version des alten Mannes von damals sein soll, greifen in das Geschehen ein. Sie befreien die Regentin des Planeten aus den Händen der bestenfalls lustigen, aber keinesfalls bedrohlichen Gegners und stranden mit ihr auf einem altbekannten Wüstenplaneten. Dort treffen sie auf einen altklugen, unsympathischen, charakterlosen Jungen, der dort ein komfortables Sklavendasein mit seiner Mutter fristet und für die Rolle eines Sklaven viel zu rotzfrech und freidenkerisch rüberkommt. Eine lachhafte Storykonstruktion führt zu einer reich ausgestatteten, aber völlig überflüssigen Special-Effekt-Sequenz die eine Art intergalaktisches Wagenrennen zeigt und in der auch sprechende Hasen und lustige Mondgesichter ihren Weg ins Star-Wars-Kino-Universum finden. Danach bereitet es weder dem unsympathischen Rotzlöffel mit dem Gewinnerlächeln, noch seiner Mutter große Probleme sich von einander für lange Zeit zu verabschieden. Der Kleine begleitet die beiden Jedis, ohne sie gut zu kennen zum Zentrum der galaktischen Republik ' einer Reminiszenz an den cineastischen Meilenstein 'Blade Runner', die in etwa einem Zitat von Goethe in der Bildzeitung gleich kommt. Dort treffen wir auf den Rat der Jedi, einer Gruppe gemischtrassiger Aliens, die eine Art Samurai-Söldner für die Regierung darstellt. Jegliche Mystik der Macht und des Jedi-Ordens war damit für mich zerstört. Nach einer Reihe inhaltsloser und die Handlung kaum beeinflussender Gespräche und politischer Diskurse bricht die Gruppe wieder auf, um den motivationslosen, unbedrohlichen Feinden auf Naboo die Stirn zu bieten. Zuvor aber erfahren wir, dass die mystische Kraft, die wir in den Vorgängerfilmen als magisch und geheimnisvoll angesehen haben, nur eine genetische und im Blut nachweisbare Prädestination ist. In einem völlig überladenen Showdown sehen wir dann wie die beiden Jedis, in einer über-choreografierten Kampfsequenz, einen ebenfalls charakterlosen Gegner bekämpfen, der zwar bedrohlich aussieht, aber in diesem Film fast nichts zu sagen hat. Wir sehen wie das peinliche Unterwasservölkchen bunte Wunderkugeln auf unstabile, stotternde Roboter abschießt, wie die Regentin den 'französischen' Vizekönig dingfest macht und wie das knuffige Wunderkind unabsichtlich eine Raumstation kaputt macht.

Ich war Fassungslos! Das war nicht mehr 'Star Wars'! Da war niemand mit dem ich mich identifizieren konnte. Die gezeigten Jedi-Ritter waren allesamt abgehoben und sprachen in überkonstruierten, lächerlichen Sätzen, die jeden Gedanken an Autentizität oder Menschlichkeit vermissen ließen. Daneben gab es keine menschlichen Sidekicks (wie Han Solo), die neben all diesem künstlichen Ernst noch etwas Lockerheit bringen konnten. Stattdessen bemüht-humoreske Slapstick-Szenen, die in kaum einer Situation stimmig wirkten. Aber mein Hauptproblem ist: Wenn ich jemandem die Handlung von Episode 1 erzählen müsste, dann würde das auf eine Aneinanderreihung von Szenen hinauslaufen, denn eine wirkliche Geschichte gibt es eigentlich nicht.

Verdauen. Hoffnung fassen, und...

(kurz und Schmerzlos) Episode 2:
Der Lauftext erzählt uns eine Geschichte, die einerseits nichtssagend ist, aber andererseits den folgenden Geschehnissen einen Sinn geben soll. Dialoge sollen uns beweisen, dass Anakin und Obi Wan nun gute Freunde geworden sind, ohne, dass man das auch nur ansatzweise im Gesamtverlauf des Filmes spüren könnte. Es folgt bald eine lächerliche Verfolgungsjagd durch das vergewaltigte Blade-Runner-Setting, in der die Jedis ihre grenzenlose (lächerliche) Todesverachtung zeigen, dabei Witze reißen und so jedweden Suspense-Effekt , der möglich gewesen wäre zerstören. Alsbald entspinnt sich eine Liebesgeschichte, die zwar sichtbar, aber nicht emotional spürbar ist, fast jedes Kitsch-Cliché (es fehlt nur noch ein Eisbärenfell, oder besser Wampa-Fell) ausschlachtet und die der Feder eines Autors für Tele-Novelas entsprungen sein könnte. Wir bekommen einen Bösewicht namens Count Dooku präsentiert, der mit der frankophielen Handelsföderation und dem geheimnissvollen späteren Imperator in Verbindung steht. Warum das so ist und unter welchen Bedingungen derlei Geheimbündnisse existieren bleibt dem Betrachter schleierhaft. Eine wiederum überladene Endschlacht mündet in einem peinlichen Endkampf, in dem Yoda herumspringt wie ein wild gewordener Gummiball und dabei jede Würde und Erhabenheit verliert, die er in den früheren Filmen auszustrahlen vermochte.

Episode 3:
Hier hat man all die Figuren, die in den handlungslosen Vorgängerfimen vorgestellt wurden auch in eine behelfsmäßige Handlung eingebettet, deren Ausgang von vornherein klar war. Eine ausgedehnte Weltraumschlacht, mit dem unvermeidlichen Laserschwertkampf führt zum Tod von Count Dooku und stellt uns einen Roboter mit slawisch-russischem Akzent vor, der auch ein Sith sein soll. Anakin kann sich nicht zwischen dem Einfluss von Kanzler Palpatine und dem Jedi-Orden entscheiden. Weil er glaubt seine schwangere Frau vor dem Tod bewahren zu können, entscheidet er Palpatine zu unterstützen und tötet deshalb Jedi-Kinder und andere Jedis, während er eine Bindehautentzündung erleidet. Derweil werden verschiedene Schlachten auf anderen bunten Planeten gezeigt, das einem die Effekte nur so um die Ohren fliege. Am Ende prügeln Obi Wan und Anakin so lange mit dem Lichtschwert aufeinander ein, bis Anakin in das Darth-Vader-Kostüm passt. Sein moralischer Wandel lässt sich gefühlsmäßig nicht nachvollziehen. Er ist eben noch unsympathisch aber zumindest offiziell 'gut', plötzlich ist er böse. Warum er loyal zum Imperator steht bleibt schleierhaft. Wir erfahren außerdem, dass der Imperator nicht durch Alter und Bosheit so aussieht, wie man ihn in 'Die Rückkehr der Jediritter' kannte, sondern sein eigenes Gesicht gegrillt hat. Unvermeidlich auch ein lächerlicher Endkampf zwischen dem Imperator (zu dem kein Laserschwert passt) und Springball-Yoda (der damit ebenso peinlich wirkt). Einige hübsch eingebettete Sequenzen schließen dann (kramphaft) den Bogen zu den alten Klassikern.

Allen drei Prequels war eines gemein. Sie haben eine einfache Geschichte, deren Ausgang von vornherein klar war, unnötig ausgewaltzt. Darüber und rundherum wurden Geschichten konstruiert die man kaum nachvollziehen kann. Geschichten die nicht erzählenswert sind. Es wirkte so als hätte Lucas die rudimentäre Rahmenhandlung (Anakin wird ein Jedi, hat dabei mit Obi Wan zu tun und wird schließlich Darth Vader) nur noch mit Effektszenen umbaut und über das ganze einen dünnen, fast unsichtbaren Handlungsstrang gesponnen, der keinem genaueren Blick stand hält. Gerne hätte ich Anakin auch als sympathischen Idealisten, mit Ecken und kannten oder Komplexen gesehen, dessen Wandlung zum bösen mir dann auch zu Herzen gehen kann. Gerne hätte ich verstanden warum Obi Wan, Anakin als Freund bezeichnet, obwohl er ihn während der drei Prequels nur belehrt oder mit Skepsis betrachtet. Gerne hätte ich gesehen wie sich die beiden jungen, idealistischen Jedis mit Herz und Elan in ein Abenteuer oder einen aussichtslosen Kampf stürzen und nicht lustlos und stur Aufträge der Republik entgegen nehmen. Dann wäre es auch umso schmerzlicher gewesen deren Entfremdung zu verfolgen, die in den vorliegenden Filmen quasi das allgegenwärtige Verhältnis der beiden definiert und sich so nicht entwickelt, sondern einfach immer da ist. Gerne hätte ich dekadente, beängstigende oder überdimensionale Bösewichte gesehen. George Lucas hatte einmal in einer peinlich von Kritik berührten Stellungnahme erklärt diese Filme seien für Kinder. Wenn aber Teile der Star-Wars-Saga kindgerecht sind, dann sind es die drei Originale. Da ist Gut, da ist Böse, da ist auch noch Platz für Phantasie ' alles klar. In den Prequels musste es zwangsläufig um den Verlust von Freundschaft, Ehre, um Verrat und der Hinwendung zum Bösen der Hauptfigur gehen. Das kann auch für Kinder interessant sein, aber es ist sicherlich eine kaum zu bewältigende Aufgabe, das gut umzusetzen und vor allem nicht durch durch dümmlichen Slapstick-Humor erzwingbar. All das hätte man jedoch zumindest von all dem konstruierten, undurchdachten, pseudo-politischen Ballast befreien können. Hätte Lucas die Geschichte im Kern auf einer Beziehungsentwicklung zweier glaubhafter, zur Identifikation einladender Charaktere aufgebaut , hätte eine größere Zielgruppe daran gefallen finden können. Die Verführung des Imperators ist dermaßen plump inszeniert, dass es direkt weh tut.

Na, ja! Ich könnte hier noch ewig weiterschreiben. So spar ich mir den Therapeuten. ;)
Die vorliegende BluRay-Komplettbox lässt sich meines Erachtens sehen, denn Episode 1-3, 5 & 6 sehen aus wie neu, wenngleich ich die Extras der DVD's vermisse und mit manchen Überarbeitungen der (einzig vorliegenden neubearbeiteten) Special-Editions von Episode 4-6 nur schwer leben kann. Sei's drum. Auch in dieser hochauflösenden Form kann der Schaden, den die Prequels meinem Bild von Star Wars zugefügt haben, nicht wieder gut gemacht werden. Diese Filme sind SCHROTT! Ich freue mich schon auf alle Kommentare wie: 'Niemanden interessiert heute mehr, wie Du die Filme findest - Es geht hier um die technische Qualität des Produkts.' oder 'Immer müssen diese Prequel-Hasser ihren Senf dazu geben, obwohl die Effekte doch so toll sind!' Antwort: Effekte dienen dazu eine Geschichte optisch zu unterstützen. Geschichten sollten nicht Rund um Effekte konstruiert werden. Oder Kommentar Nummer 3: 'Mann, das ist Star Wars und nicht Fellini, du überheblicher Besserwisser!' JA! Ich weiß das! Obwohl ich manche Fellini-Filme mag, mag ich auch die alte Trilogie (sogar mehr) und die ist auch keine Kost für Hochintellektuelle! In der Dokumentation 'The People vs. George Lucas', fällt sinngemäß der Satz: Die Handlung der Prequels erschließt sich Kindern nicht. Dafür ist sie zu kompliziert und politisch konstruiert. Alle älteren Zuseher lassen sich von all den Schauwerten weniger blenden und stoßen sich an den Witzen auf Vorschulniveau.' Ergo ist hier von allem etwas Vorhanden, das jeder der möglichen Zielgruppe diese Filme verleidet. Toll gemacht!
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Von 2 Kunden verfolgt

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1-10 von 38 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 30.09.2011 14:49:37 GMT+02:00
FabForce meint:
Super Rezi, ich denke Sie sprechen für sehr viele, die das gleiche denken bzw. gedacht haben. Ich hab mir auch die Komplettbox zugelegt aber eigentlich mehr oder weniger weil ich dann alles Komplett habe. Ich finde George Lucas hat sich nicht besonders viel Mühe gegeben bei Episode 1-3! Dabei hätte es soo Episch werden können. Vielleicht sollte er sich für die Zukunft mal mit Peter Jackson zusammen setzen ;)

Veröffentlicht am 30.09.2011 15:24:12 GMT+02:00
Rince70 meint:
Danke für diese Rezension (oder vielleicht sollte man es auch Abgesang nennen ;)), treffender (und auch unterhaltsamer) kann man es kaum zusammenfassen.

Veröffentlicht am 30.09.2011 16:51:32 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 30.09.2011 16:52:13 GMT+02:00
T. Thomas meint:
Nun ja, ich bin ja auch nicht SO der Fan von der PT, aber so wie Sie diese hier niedermachen, SO schlecht ist sie nun auch nicht.

Ich nehme jetzt nurmal bezug auf Ihre 1. Absätze bei Episode 1-3:
Auch bei Episode 4-6 wurde man "einfach" so in die Handlung durch den Lauftext geschmissen (ohne genaueres zu erfahren, was "vorher" passierte -> Episode 6), und es gab auch in diesen Filmen Äusserungen, welche im Raum stehen blieben und nicht weiter "belichtet" wurden -> Episode 4: "Der Kaiser hat soeben den imperialen Senat aufgelöst ... " -> Aha ... alles klar (welcher Kaiser, welcher Senat ?!?)

Und bzgl. Handlungstiefe an sich, ist die OT der PT nicht voraus, im Gegenteil.
Das diese "Kurzgeschichten" anders (besser, zeitgemässer) rüberkommen ist ein empfinden "unserer" Generation. Aber wir wurden doch damals von unseren Eltern auch nicht bzgl. des Hypes verstanden - Die Eltern (zumindest meine) sahen Star Wars damals auch nur als Filme für Teenies - da relativ inhaltsleer ... mit seltsamen Worten und Ausdrücken ... mit "Robotern" etc. etc.

So geht es "uns" jetzt mit der PT und dem "jungen" Volk, dem die neue Trilogie "besser" gefällt als die OT ... das ist der Lauf der Zeit ... wäre Episode 1-3 im Stile von 4-6 erschienen, hätten es die Kritiker zerrissen -> da nicht zeitgemäß !!!

Meiner Meinung nach, muss man die 2 Trilogien separat sehen und auch bewerten ... diese sind zu anderen Zeiten entstanden UND unter anderen Vorraussetzungen.
Ich wage zu behaupten, wenn GL damals schon die Möglichkeiten (so wie heute) gehabt hätte, und somit Episode 4-6 "niemals" anders ausgesehen hätte als die SE heute, dann würde kein Hahn danach krähen ...

Sorry, dies ist eben meine Meinung :-)

Veröffentlicht am 30.09.2011 16:57:40 GMT+02:00
[Vom Autor gelöscht am 30.09.2011 17:02:15 GMT+02:00]

Veröffentlicht am 30.09.2011 17:18:33 GMT+02:00
Thuratos meint:
Amüsanter habe ich die Zusammenfassung der PT noch nie gelesen :-) Es hat mir große Freude gemacht. Noch nie habe ich die Lächerlichkeit der "neuen" Episoden so herausgestellt vorgefunden wie hier. Vielen Dank dafür. Zwar sind Ihre genannten Aspekte für mich nicht weiter störend, weil ich die Filme schon gerne sehe. Nur ich glaube, wir sind uns alle einig, dass die alte Trilogie einfach nicht erreicht werden kann, wenngleich mir die neuen Änderungen nicht wirklich in den Kram passen.

Eine Anmerkung noch zu dem Zitat von GL: Dass er die neuen Filme für ein jüngeres Publikum gemacht hat, hatte ich auch gelesen. Und gerade bei EP1 merkt man das mehr als deutlich. Ein Kumpel von mir ist wesentlich jünger als ich und ist nicht mit Star Wars groß geworden. Für ihn war es "total cool", als Yoda in EP2 das Lichtschwert zündete. Ich fand es auch mehr als unpassend, genauso der Lichtschwerteinsatz vom Imperator. Gerade die Machtblitze in EP6 haben ihn so mächtig, mächtig böse wirken lassen. Lichtschwert? Passt nicht.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 30.09.2011 21:12:14 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 01.10.2011 01:48:31 GMT+02:00
@ T.Thomas: Bis zu einem gewissen Grad gebe ich Ihnen ja recht! Aber bei der OT ist das Handlungsmuster denkbar einfach! Gut (Minderheit) will Böse (Übermacht) bezwingen! Die drei Teile haben mehr Bezug zu einander als die Prequels! In den Prequels werden Zeitsprünge zwischen den Teilen als Vorwandt verwendet eine Beziehungsentwicklung zwischen den Figuren in den Raum zu stellen, die uns nie gezeigt wird und durch schlecht geschriebene Dialoge einfach in den Raum gestellt wird, ohne dem Betrachter emotional nachvollziehbar präsentiert zu werden! Das betrifft vor allem die Beziehung zwischen Anakin & Obi Wan, aber auch die von Anakin zu Padme und Palpatine! Der Lauftext setzt uns bei allen drei Prequels neue Bösewichte vor (E1:Handelsföderation, E2:Count Dooku, E3:General Grievous) und nimmt dann als Gegebenheit an, dass der Zuschauer das schluckt! Man könnte ebenso gut einen Film zeigen der als Lauftext zeigt: "Die tapferen deutschen Truppen unter der Befehlsmacht des weisen Führers sind im aussichtslosen Kampf gegen die verschlagenen, machtbesessenen Alliierten." Will sagen: wenn man mir als Zuschauer keinen Grund liefert den präsentierten Feind bekämpfenswert zu finden, dann ist er es auch nicht. Es braucht einfach mehr als eine Fußnote, um sich als Betrachter emotional involvieren zu lassen. Klar: Das schnöde Gut&Böse-Schema ist eigentlich ausgelutscht und vorgestrig, aber für mich funktioniert das schlichte Star-Wars-Universum, so und nicht anders. Gerade deshalb hebt es sich so angenehm von unserer Realität ab.

Alle "Bösen" wirken nicht bedrohlich oder verfolgen keine Ziele die ich als ernsthafte Bedrohung wahrnehmen konnte! Ein paar Szenen, die diese Charaktäre eingeführt hätten, sie als sadistisch, kompromisslos oder machtgeil gezeigt hätten, hätten genügt um dem Publikum Emotionen zu entlocken!
All dieser Gut & Böse-Nonsens ist in einem anspruchsvollen Film freilich fehl am Platz. Aber Filme wie "Star Wars" leben von derlei schlichten Weltbildern und funktionieren meines Erachtens auch anders kaum.

Das Imperium in der Urtrilogie war einfach ein alles kontrollierendes Regime (mit Anleihen bei den Nazis) - mehr brauchte man da nicht! In der alten Trilogie gibt es auch einige Schwachstellen! Ich, für meinen Teil finde heute die Szene in "Die Rückkehr der Jedi-Ritter", in der Luke Leia seine Verwandtschaft zu Darth Vader und die Tatsache, dass sie Geschwister sind erklärt, schmerzlich schlecht geschrieben! Das wirkt nicht menschlich, sondern konstruiert! Überall wo es zu sehr menschelt scheint George Lucas Probleme mit dem Schreiben zu haben! Die OT ist für mich sicherlich auch durch kindliche Begeisterung verklärt und würde mich heute nicht mehr vom Hocker reißen, hätte ich sie nicht damals gesehen! Aber sie hatte eine eifache und mitreißende Geschichte zu erzählen, ohne pseudopolitisches Brimborium und sinnlos konstruierte Rahmenhandlungen! Dafür hatte mam Zugang zu Figuren, die eine Art Charakterzeichnung hatten! Die fehlt allen Protagonisten in den Prequels! Obwohl ich mir diese Filme immer wieder antue und sie als eher mittelmäßiges Popkorn-Kino mit guten Effekten ansehen kann, muß ich dabei einfach ausblenden, dass das Star Wars sein soll! Einem Vergleich hält diese zweite Trilogie nicht ansatzweise stand! Stilelemente, wie Ausstattungen, Lichtschwerter, Settings oder die alles verbindende Eingangssequenz wollen uns hier weiß machen, es handelte sich um Star Wars! Im Endeffekt weden in den Prequels soviele Mythen und diffizielen Details überfahren, dass man als Fan der Ur-Trilogie das Gefühl bekommt einem Fake-Product auf den Leim gegangen zu sein!

Veröffentlicht am 01.10.2011 00:43:43 GMT+02:00
H. W. meint:
In meinen Augen eine recht treffende Wertung der Prequels, wenngleich ich Episode III deutlich wohlwollender sehe. Ich persönlich bin mit etwas zeitlichem Abstand der Meinung, dass zwei der drei Episoden inhaltlich kaum zur gesamten Geschichte beitragen und daher beinahe überflüssig erscheinen. Diese heiße Luft wurde kaschiert mit einer unnötig aufgeblasenen, konstruiert wirkenden Story, die komplizierter ist als notwendig gewesen wäre. Schon alleine deswegen passen sie nicht in den Kontest der alten Filme. Weniger wäre folglich mehr gewesen: Weniger aufgesetzte Handlungsstränge, weniger Effekte, weniger Episoden...!

Veröffentlicht am 01.10.2011 12:09:25 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 01.10.2011 12:13:40 GMT+02:00
T. Thomas meint:
@Valentin Korab

Es ist immer einfacher zu zeigen, wie das Gute das Böse besiegt, als zu zeigen, wie die Bösen überhaupt an die Macht kamen ... So gesehen braucht man einen gewissen Plan für die Bösen, damit das auch funktioniert. Da liegt es natürlich auf der Hand, das dieser "Plan" schwieriger zu gestalten ist, als die Befreiung!

Natürlich hätte man das ein wenig ... ich sag mal ... "anders" lösen können, wie es letztendlich von GL gemacht wurde, aber Fakt ist -> Es muss ein verwinkelter Plan sein, sonst funktioniert es nicht. Grosser Schwachpunkt an GL Story ist m.E., dass Dooku an Obi-Wan die Info gibt, aber der Jedi-Rat nicht direkt darauf eingeht, sondern diese Info einfach mal so "liegen" lässt ... natürlich sind sie ihm Gegenüber skeptisch, aber am Ende von Epi 3 sind Sie m.E. schon zu sehr überrascht über diese "Neuigkeit".

Bzgl. böser Kreaturen muss ich sagen, dass Darth Maul schon seine Wirkung (optisch) hatte. Und Count Dooku sieht man seine böse Seite auch an. Und General G. ist seine charakterlich Seite (machtbesessen und dennoch feige) auch anzusehen.

Und in jedem Teil der PT wurde auch sehr schnell klar, dass diese Bösen nur Handlanger von Darth Sidious sind und somit war klar, dass dieser diese Charaktere "braucht" um an die totale Macht zu kommen.

Jabba wurde in der OT ja auch nicht "näher" erläutert ... und es funktionierte auch ... Boba Fett ebenso ...

Nun ja, es ist nun einmal so wie es ist ...

Ich jedenfalls fand die Grundidee, wie und warum Anakin sich für die dunklen Seite der Macht entschied schlüssig. Und "DAS" war (für mich) der rote Faden durch die ganze PT.
Episode I -> Einführung der Charaktere, Anakin hat Angst vor Verlust (der geliebten Mutter), Palpatine wird Kanzler
Episode II -> Anakin und Padme verlieben sich, Anakin zeigt erst "spuren" auf dem Weg zur dunklen Seite (Verlust der Mutter), Palpatine baut seine Macht weiter aus
Episode III -> Brücke zur OT - Anakin treibt die Angst vor Verlust (seiner geliebten Fau) zur dunklen Seite, Luke und Leia, Enthüllung von Darth Sidious -> Imperator

Wei gesagt über die Umsetzung dieser Hauptthemen kann man streiten und ich bin da (wie gesagt) ja auch nicht über alles glücklich, aber die Filme sind m.E. schon StarWars nur eben "anders" -> zeitgemäß, gerichtet an die "Jugend" von 1999 bis 2005 -> so wie einst 1977 bis 1983 !!!

Veröffentlicht am 02.10.2011 10:41:31 GMT+02:00
Frank meint:
Super!!
Ich hatte mich schon immer gefragt, ob ich zu blöd bin, die "Story" der Episoden 1 - 3 zu verstehen. Wenn dem so ist, so bin ich wenigstens nicht alleine. Auch ich habe die alten Star Wars Folgen noch "live" im Kino mitverfolgt und mich in den Bann und den Zauber dieser Geschichten ziehen lassen. Davon ist bei den neuen Folgen nichts, aber auch gar nichts, übrig geblieben.
Ich habe selten eine so schön ausformulierte Rezension gelesen, die mir wirklich aus der Seele spricht.
Vielen Dank dafür.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 02.10.2011 22:07:27 GMT+02:00
@ H. Weisser: Zwar erzählt Episode 3 sicherlich den eigentlich wichtigen Kern der ganzen Prequel-Geschichte und ist somit sicher am gelungensten, aber man hätte auch zwei weitere Teile machen können die diesen Ausgang eben besser, hätten einleiten können! Dazu hätte es einer geschlosseneren Rahmenhandlung bedurft, bei der Ziele der Jedis klarer definiert sind und Feinde klarer und charakteristischer hervortreten! Außerdem, nochmmals betont, liegt der kapitalste Fehler der Prequels in den unausgegohrenen, hölzernen, identitätslosen Charakterzeichnungen der Figuren! Den Beginn, Höhepunkt, die Entfremdung und das Ende einer Freundschaft glaubhaft und nachvollziehbar zu zeigen, hätte auch drei Filme ausfüllen können! Im Endeffekt mag ich Episode 3 nur deswegen mehr, weil er so viele Zitate der alten Filme zeigt! Die Verwandlung zu Darth Vader ist in
meinen Augen unfreiwillig komisch inszeniert! Alleine, dass der Imperator daneben lacht & er sein Versprechen Padme vor dem Tod zu bewahren nicht erfüllt hat, müsste zumindest Darth Vaders weitere Loyalität gänzlich ausschließen! Dazu noch die böse Stimme von Palpatine nach der Verwandlung oder der Endkampf gegen Yoda (Mein kleiner grüner Freund)! AUA! Leider hat auch dieser Film mir nicht gerreicht!
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