Kundenrezension

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Weihnachtsgeschichten für alle, 20. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Zehn Mal Fantastische Weihnachten. Zehn (nicht immer) festliche Extrageschichten zu den beliebtesten Impress-Serien (Kindle Edition)
Inhalt:
10 Kurzgeschichten zu den verschiedenen Welten der Impress-Autoren

Meinung:
Nach einer kurzen Einführung der Programmchefin von Impress überflog ich die Liste der zehn beteiligten Autoren. Neun davon weiblich…

Da es sich um selbständige Kurzgeschichten handelt, musste ich nicht „der Reihe nach“ lesen, sondern konnte die für mich interessantesten Geschichten nacheinander herauspicken.

Über meine Favoriten gibt’s ein paar Sätze zu lesen:

Santa Karl von Mara Lang
„Der Puls von Jandur“ ist die einzige „richtige“ Geschichte, die ich von einem der beteiligten Autoren gelesen habe. Daher war ich sehr neugierig, inwiefern Mara Lang das Weihnachtsfest in unserer Splitterwelt mit Jandur vereinbart.
Was herauskam, war unterhaltsam und macht Lust auf den zweiten Teil der Dilogie.
Die Squirra Lith soll für einen neuen Auftrag in unsere Welt. Dort trifft sie auf einen seltsamen Mann, der sich ihr als Karl, heute Santa Karl, vorstellt und der ein Faible für Rot zu haben scheint. Von oben bis unten in Rot gekleidet, mit langem weißen Bart, scheint der Typ nicht ganz bei Sinnen zu sein. Bis Lith jedoch seine Wirkung auf die Kinder und Erwachsenen sieht, denen die beiden auf dem Weihnachtsmarkt begegnen. Dieses „Weihnachten“ scheint viele Gefühle hervorzurufen, fühlt Lith mit ihrer Sqirra-Fähigkeit. Welche zahlreichen Facetten dieses Fest hat und welche Rolle Lith dabei aufgedrängt wird, müsst ihr selbst herausfinden.

Fazit: Humorvoller Lesespaß mit dem besonderen Blick eines „Außenstehenden“ auf Weihnachten.

Wein-Nachten von Jennifer Jäger
Ich habe „Traumlos“ nicht gelesen, konnte mir aber allein aufgrund dieser kurzen Geschichte ein Bild über die Hintergründe der von Jennifer Jäger entwickelten Welt und ihrer Charaktere machen.
Macy, die Freundin der Protagonistin Hailey, gerät an altertümliche Papierstücke, auf denen Geschichten aus einer alten Zeit erzählt werden. Geschichten von einem Fest, das „Wein-Nachten“ genannt wurde. Macy möchte dieses Fest gerne feiern, inklusive Wein-Baum und Geschenken.
Die Autorin hat den weihnachtlichen Aspekt wunderbar in ihre Welt getragen, durch die anfänglich falsche Betonung des Festes wurde die Geschichte humorvoll, bringt später dennoch die wahren „weihnachtlichen Gefühle“ rüber.

Fazit: Humor und das richtige Gefühl für Weihnachten ganz toll verknüpft.

Ein Geschenk für Felicity von Sandra Regnier
Ich gebe zu, ich habe Pan trotz aller Lobeshymnen nicht gelesen, obwohl es auf meinem iPad liegt… Dazu sei aber auch erwähnt, dass ich etwas anderes erwartet habe (fragt mich nicht, woher die Meinung kommt). Aber diese Kurzgeschichte konnte mich auf Sandra Regniers Geschichte neugierig machen wie nie zuvor.
Lee befindet sich im Jahr 1799. Er soll ein Attentat auf Napoleon verhindern. Der Leser lernt kurz die Person selbst und seine Fähigkeiten kennen, erfährt auch schon Details über die „Prophezeiung“, die soviel ich weiß in dem ersten Pan-Band thematisiert wird. Insofern gehe ich davon aus, dass die Geschichte davor spielt.
Aber nicht nur der Auftrag spielt eine Rolle in dieser Weihnachtsgeschichte. Denn wir wechseln ein ums andere Mal die Perspektive und die Zeit und erleben einen Weihnachtsabend bei Felicity. Sandra Regnier hat geschichtliche Aspekte genauso eingebaut wie das Weihnachtsfest an sich, stellte ihre Charaktere und ihre Beziehungen kurz vor und macht somit eindeutig Lust auf die Trilogie.

Fazit: Fantastische Charaktere und ein Blick auf ein ganz besonderes Weihnachtsgeschenk – macht definitiv Lust auf mehr!

Koboldmagie von Katjana May
Ich habe Falkenmagie der Autorin nicht gelesen und weiß nicht, ob es sich bei „Koboldmagie“ in irgendeiner Form um eine zusätzliche Geschichte oder um eine alleinstehende Kurzgeschichte handelt.
Beim Suchen der Weihnachtsdekoration auf dem Dachboden trifft Laura auf Birk. Birk ist ein Kobold und aufgrund seiner Koboldmagie kann nur Laura ihn sehen. Birk ist allein, seine gesamte Sippe hat ihn zurückgelassen.
Kurz erzählt die Autorin die „Geschichte der Kobolde“ und wie sie aufgrund der Veränderungen der Menschen langsam verschwunden sind. Das bringt Laura auf eine Idee. Doch was im ersten Moment nach einer schlimmen Konsequenz aussieht, stellt sich später als das beste Weihnachtsgeschenk überhaupt heraus.

Fazit: Mit dieser Geschichte hat Katjana May die Stimmung von Weihnachten wunderbar aufgefangen.

Was mir insgesamt aufgefallen ist, dass nicht jeder der „Weihnachtsgeschichten“ mit Weihnachten zu tun hat. Beispielsweise „Wintermond“ von Lars Schütz oder „Die gestohlene Engelschronik“ von Natalie Luca haben mit Weihnachten nichts zu tun. Letzteres war für mich im Übrigen kaum zu verstehen, da ich die richtige Geschichte dazu nicht kenne.
Auch in Cathy McAllisters „Achterbahn der Gefühle“ ist Weihnachten lediglich ein Zeitpunkt. Die Geschichte kam mir im Übrigen zu gewollt vor, die Emotionen wirkten übertrieben und nicht nachvollziehbar.
„Gingings größter Weihnachtswunsch“ hingegen zielt auf das klassische „Weihnachts-Happy-End“ ab und hat mir auch sehr gut gefallen, wenngleich ich von dieser kurzen Stippvisite in die Welt voller Zauberer und Trollbusse, Wichtel und Feen beinahe überrumpelt war.
Teresa Sporrer zielt mit ihrem „Rockstar unterm Weihnachtsbaum“ ebenfalls auf dieses Gefühl ab, hat mir aber wieder einmal gezeigt, dass ich und Contemporary-Geschichten keine Freunde werden. Zusätzlich zu dem Gefühl kam ich mit der Sprache und einigen der Ausdrücke nicht zurecht.
Jennifer Wolfs „Craciun fericit“ war für mich ebenfalls zu umgangssprachlich, hier fühlte ich mich zusätzlich so sehr an „Sookie Stackhouse“ erinnert, dass ich das Weihnachtliche nicht genießen konnte.

Lesefluss-störend war auch die Vielzahl an Rechtschreib-/Wortfehlern, die teilweise in den Geschichten steckten. Aber wer sich daran nicht aufhängt, wird trotzdem seine Freude haben.

Urteil:
Ich habe klare Favoriten unter den gelesenen Geschichten, die für mich eindeutig 5 Bücher verdient hätten. Dann gab es welche, unter deren Aufsatz ganz klar stehen würde: Thema verfehlt, weil sie Weihnachten entweder gar nicht oder nur als gewählten Zeitpunkt erwähnen.
Im Großen und Ganzen hatte ich aber Spaß beim Lesen und konnte mir einen kleinen Überblick über die Geschichten der Autoren verschaffen.
Mein Fazit daraus: Erstens sollte ich bald einmal „Pan“ lesen und zweitens hoffe ich, dass ich bald wieder etwas aus Jandur höre…

Im Schnitt gibt es wohl knappe 4 Bücher für „Zehn Mal Fantastische Weihnachten“.

©his-and-her-books.blogspot.de
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