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Nicht anders zu erwarten!,
26. November 2004
Rezension bezieht sich auf: Alien Vs. Predator [UK Import] (DVD)
Eigentlich war ja nichts anderes zu erwarten. Wenn man sich die anderen Filme von Regisseur Paul W. S. Anderson so angesehen hat, dann hätte man damit rechnen können, was hier auf einen zukommt. Denn abgesehen von "Event Horizon" hat er keinen halbwegs vernünftigen Film abgeliefert, und liefer sich einen starken Kampf mit Uwe Boll, wer von beiden der schlechtere Regisseur ist. Aber zurück zu AvP.
Der Trailer des Films sah an sich gar nicht mal so schlecht aus. Zwar weder den Charme eines der Aliens-Filme, noch der Predator-Reihe, aber dennoch nicht schlecht. Zumindest sah es nach einem gutgemachten Actionfilm aus. Aber was einem dann im Kino geboten wurde war wirklich nicht das Wahre.
Fangen wir mit den Schauspielern an. Im Gedächtnis geblieben ist einem am Ende vom Film keiner. Der Einzige den man sich merken könnte wäre Lance Henrikson, allerdings nicht wegen seiner Performance in diesem Film, sondern wegen seiner Auftritte in Alien 2 und 3. Alle anderen Schauspieler versinken recht schnell in der Versenkung; sei es durch einen schnellen Tod oder durch schlechte schauspielerische Leistungen. Wo wir gerade bei schnellem Tod wären. Es ist wirklich eine tolle Leistung von Anderson uninteressante Charaktere mit uninteressantem Hintergrund fast die Hälfte des Films einzuführen und sie danach recht schnell sterben zu lassen. Dies ist einfach verschwendete Zeit. Überhaupt eines der größten Mankos des Films ist, das man Null Sympathie oder Mitgefühl für einen der Charaktere entwickelt.
Wenn dann endlich die Aliens und die Predatoren auftauchen vermutet man das nun sowas wie Spannung auftreten könnte, doch weit gefehlt. Diese Figuren vermitteln zu keinem Zeitpunkt das Gefühl welches bei den anderen Filmen der Reihe aufkam und die Kämpfe an sich sehen manchmal sehr lächerlich aus, vor allem wenn ein Alien am Schwanz gepackt und umhergewedelt wird.
Aber jetzt kommt das allergrößte Manko, es sind einfach die zum Himmel schreienden Logiklöcher. Mir ist klar, das dies nur ein Actionfilm ist und man deshalb keine sonderlich tolle Handlung erwarten kann, aber das was einem hier vorgesetzt wird ist eine Unverschämtheit. Ich will hier nur ein paar Mankos aufzählen: In der Pyramide befindet sich ein alter Kalender, welcher über 5000 Jahre alt ist, aber er funktioniert nach dem christlichen Kalender? Menschen treffen im tiefen Eis ein, im Boden ist ein riesen Loch was gestern noch nicht da war. Was machen sie? Klar, gehen wir mal runter?? Predator kämpft gegen Alien, an der Säure schmelzen seine Armklingen weg, doch sein Speer und seine Disc nicht, obwohl sie aus dem selben Material bestehen??? Dies würde sich noch ewig fortsetzen lassen.
Also an alle Fans der vorherigen Filme. Tut euch das nicht an. Wenn man den Film als Teil der Reihe sieht ist er unterirdisch, und wenn man ihn als eigenständigen Film sieht, dann ist er auch nur unterdurchschnittlich. Ein typischer Paul W. S. Anderson Film halt.
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