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Kundenrezension

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen „Male-Fronted“ Symphonic Metal britischer Machart, 6. März 2013
Von 
Rezension bezieht sich auf: Bringer of Light (Audio CD)
Als sich Damnation Angels in der großen Musikwelt mit einem Debüt ankündigten kam mir als erstes in den Sinn, dass mir gar nicht auffällt (bis zu jenem Zeitpunkt) wie wenig aus England eigentlich in meinem musikalischen Interessenbereich fällt. Ein Vorabtest hat mich allerdings neugierig gemacht und so schicken die Jungs von der Insel ihr frisch gebackenes Album über Wasser um schließlich ihren Sound auch in meiner heimischen Anlage zu präsentieren und ihren Platz in der Welt des Metal zu finden : „Bringer Of Light“ heißt der Einsteiger ins Musikgeschäft.

Ob der Rundling dieses auch gut aufwühlen kann bleibt erst mal eine skeptisch betrachtete Frage denn Damnation Angels erfinden das Rad keinesfalls neu sondern können ohne Umwege problemlos in eine Schublade mit einem beachtlichen Hauf anderer Gruppen gesteckt werden.
Als Inspirationsquelle hört man deutlich des Fünfers Sympathie für Nightwish, Kamelot, Epica und Konsorten raus. Wobei für meine Begriffe vornehmlich die größten Parallelen zu der Musik der US-Amerikaner von Kamelot bestehen. Pauschalisieren lässt sich dies allerdings nicht, da stellenweise andere Einwirkungen die Klangbilder dominieren oder sogar ein Touch von eigenem Stil unter ansonsten leider oberflächlicher Schicht sichtbar wird. Nein, ausschlaggebend für meinen Vergleich war besonders das Geschlecht der Singstimme, welches in diesem Genre mitnichten oft das männliche ist.

Der Sound des Quintetts ist mit enormem Bombast aufgrund großer Orchestrierungen und Chöre ausgestattet und lässt sich in seiner pompösen Art auch ungern vom Konzept abbringen. Hier fabrizieren Damnation Angels auch trauriger weise bereits ihren ersten (kleinen) Bauchfleck, welcher durch den künstlich entsprungenen Symphonicsound entsteht (deutlich hörbar besonders im Intro des Longplayers „The Longest Day Of My Life“).
Derartige vielinstrumentale Aufmachung wäre finanziell für einen Newcomer allerdings (verständlich) utopisch. Zum zweiten existieren schlimmere Sounds in Großzahl, selbst natürliche. In diesem Zusammenhang möchte ich eher die Dynamik aufs Korn nehmen.
Leider klingen auch die (kompositorisch schönen) Pianopassagen durchwachsen motorisch, was nun die Frage aufwirft ob Herr Trigg sich ein Fettnäpfchen vieler Hörer durch ungewichtete Tasten bewusst geleistet hat.

Derartige Klangfinten fallen des Weiteren aus dem Programm: Schlagzeug und Bass klingen bodenständig und spielerisch darf sich die Angelegenheit auch zeigen. Drummer John Graney lässt sogar eine gewisse Manie für Doublebase-Spiel a la Power Metal aufleuchten.
Dessen Bruder und zeitgleich Mastermind und geheimer Kopf der Band, William Graney, gestaltet das Konzept ähnlich wie die finnischen Nightwish und bearbeitet als einziger die 6 (hier durchweg verzerrten) Saiten, wobei er mit rhythmisch trainiertem und punktvoll gezieltem Handwerk des Öfteren die besonders schönen Grooves geangelt bekommt. Melodien sind eher Ausnahmefall wohingegen mal das eine oder andere Solo rausgelassen wird (besonders amtlich: „Reborn“).

Last but not least: Fronter Per Fredrik "PelleK" Asly. Schöne, charakteristische und an erster Stelle vor allem glasklare Stimme; unbefangen, prägnant und natürlich. Wer allerdings mit dem Scheuklappenblick gerne mal beim Power Metal Anwendung findet könnte (könnte, zwangsläufig muss das nicht Fall sein) hier bereits einen Griff – wenn auch meiner Meinung nach einen recht unerheblichen – ins Klo machen.

Im Gesamten wahren Damnation Angels instrumental ein gutes Gesicht und dürfen mit einem wunderbar organischen Sound von sich hören lassen. In Hinsicht Songwriting gestaltet sich die Begeisterung leider mäßiger. Die Engländer verfügen stets über eine musikalisch schöne Aufmachung, lassen das Album nicht als zerpflücktes Werk sondern einen abgeschliffenen Komplex erscheinen und finden samt Intro und ruhigeren Zwischentracks auch einen Aufbau der ihnen gut zu Gesicht steht.
Die Kreativität an sich wirkt hingegen leider stark abgepellt und beinahe breitet sich der Duft von Pietät aus, denn es mangelt an Reichtum von Ideen welche wirklich in Ekstase reißen können. Mit der Vokabel reißen gelangen wir zu weiterer Kritik, welche hier auf der Tatsache wurzelt, dass dem Album ein reißerischer und entfesselnder Aspekt fehlt welcher zur Konsequenz die Abwesenheit absoluter Durchbrüche und Genialitätsmomente nach sich zieht. Kurz kann man es auch umformulieren: Die Musik klingt zu gewollt, künstlich und kontrolliert. Zeitgleich möchte ich mit meinen Unkenrufen auch die Ideenlosigkeit etwas in die Mängel nehmen.
Schlussendlich braucht „Bringer Of Light“ noch mehr Nuancen der Leidenschaftlichkeit um weniger hartherzig zu wirken.

Dennoch kann das Debüt auch mit vielen Aspekten schmeicheln. Der gelungene Aufbau ist mir ein wichtiger und der ausbleibende Funke letzte Genialität bezeichnet ja keinesfalls musikalische Unfähigkeit. So bin ich besonders von „Reborn“ angetan. Erhaben, majestätisch und reich an Atmosphäre grooven Damnation Angels hier besonders und erzeugen ein warmes Feuer der Epik, welches sich speziell bei Einsatz der Chöre (samt metallisch kräftiger Untermalung) bemerkbar macht.
Des Weiteren sympathisiert mir die Band auch durch ihre orchestralen Zwischenspiele, so kann besonders das Intro „Ad Finem“ einen gelungenen Pfortenöffner abgeben. Im Vierteiligen Part der Langrille reizt sich dieses Element samt Klavier jedoch etwas aus und schießt über die Zielgerade hinaus, was zum Bedauern auch den dritten Part – den Titelsong „Bringer Of Light“ – nicht verschont lässt. Dieser erinnert übrigens stärker denn je an die instrumental kraftvolleren Bestandteile und orchestralen Akzentuierungen von Nightwish.

Bleibt noch zu erwähnen, dass das Metallica-Cover „No Leaf Clover“ höchwahrscheinlich nicht alleine für meine Wenigkeit einen traurigen Eindruck hinterlässt und auch das anschließende (und Album-abschließende) „Pride (The Warrior’s Way)“ knapp 10 Minuten lang in regelmäßigen Intervallen Ratlosigkeit versprüht. Dabei weckt die asiatische Einleitung vorerst ein episches und Elan-getränktes Interesse, wessen Überschwang allerdings nur kurz Hand-In-Hand mit dem Song geht.

Im Fazit wissen Damnation Angels um ihre Fähigkeiten und erzeugen schönen Sound mit prunkvoller Gestaltung. Arrangements stimmen, Harmonien sind stimmig, der bombastische Aspekt sticht gut hervor, der Gesamtkomplex ist rund und facettenreich...hinter dieser gelungen hingabevollen Ummantelung und Umsetzung des geschriebenen kann (mich) wenig mit fesselnden Effekt in seinen Bann ziehen. Zumindest nicht auf Dauer. Potenzial dafür bestünde allerdings, so sind brillante Phrasen auf diesem Debüt kein Einzelfall.
Ich möchte als Abschluss gerne empfehlen eine Hörprobe zu genehmigen und sich „Bringer Of Light“ mal mit Stichproben zu Gemüte zu ziehen. Das Debüt von der Insel dürfte Fans von genannten Genrepartnern wie Nightwish, Kamelot, Epica, Serenity und anderen durchaus ansprechen. Derweil richte ich den Blick nach vorne und schaue auf die Zukunft in welcher die bestehenden Fähigkeiten eventuell besser ausgeschöpft werden.

11/20 Punkte
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Rezensentin / Rezensent

V. Mayr
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Ort: Breitscheidt (Ww)

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