Kundenrezension

33 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Um auf negative Kritik einzugehen..., 4. Dezember 2011
Von 
Rezension bezieht sich auf: Die Furcht des Weisen, Teil 1: Die Königsmörder-Chronik. Zweiter Tag (Gebundene Ausgabe)
Mich persönlich hat das Buch gepackt. Ich konnte nicht mehr aufhören zu lesen, hab es in wenigen Tagen verschlungen, hab nicht geschlafen, kein Fernsehen geguckt und keine Spiele gespielt. Dieses Buch war grandios. Absolut glaubwürdig, schlüssig, voller Spannungsbögen und unheimlich detailverliebt. Da es schon genug positive Bewertungen gibt möchte ich auf die wenigen negativen eingehen.

Die negativen Kommentare mit Punktabzug beziehen sich alle entweder auf "Das Splitten des 2. Teils in 2 Bücher" und die "Langatmigkeit".

Zum ersten Punkt: Ich finde es lächerlich dem Buch, der Welt von Patrick Rothfuss, der Geschichte und der Spannung Punkte abzuziehen, nur weil das Buch in 2 Teilen rauskommt. Klar, das trifft auf Unverständnis und es ist ziemlich ärgerlich wenn man voll drin ist und dann die Geschichte pausiert wird. Aber nächsten Monat kommt der 2. Teil und dann ist das Thema vorbei, aber die schlechte Bewertung des Buchs hier bei Amazon bleibt. Das kann ich nicht verstehen! Schreibt Klett-Cotta doch einen Brief und konzentriert euch aufs Wesentliche, den Inhalt!

Zum Thema "Langatmigkeit" muss gesagt sein: Das ist ganz klar eine Sache des Geschmacks. Ich kenne das Gefühl von Langeweile und dem Quälen durch Seiten nur zu gut. Bei "Die Furcht des Weisen" hatte ich dieses Gefühl jedoch nicht!

Kvothe, beziehungsweise die Studenten an der Universität, sind in der Welt die Rothfuss erschuf vor allem Wissenschaftler. Wer "Arkanist" wird, ist Gelehrter und kennt sich mit Botanik, Astronomie, Psychologie, Medizin, Geologie, Chemie, Alchemie, Geschichte und so weiter bestens aus. Die in diesem Roman ausgedachten Wissenschaften "Sympathie", "Sygaldrie" und "Namenskunde" befähigen den Arkanisten zu Dingen, die vom Großteil der abergläubischen Bevölkerung als etwas sagenumwobenes und unerklärliches bewundert, meist jedoch gefürchtet, werden.

Insbesondere auf Sympathie, Sygaldrie, Namenskunde und Historik wird in dem Roman detailliert eingegangen. Aus meiner Sicht wird der Roman durch die detailverliebtheit unheimlich glaubwürdig. Es ist kein Action Roman bei dem eine epische Schlacht der anderen folgt, aber man taucht absolut ein in diese eigene Welt, erfährt viel über die Menschen, Länder, verschiedenen Völker mit eigenen Sprachen, Sitten, Kulturen und Bräuchen, das hat mich ziemlich gefesselt. Ganz anders als beispielsweise in "Eragon" wirkt das ganze nicht wie eine simpel ausgedachte Bilderbuchwelt. Und durch Intrigen, Mordversuche und kleinere Kämpfe wird der Roman aus meiner Sicht sehr wohl spannend.
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Von 1 Kunden verfolgt

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1-3 von 3 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 22.12.2011 18:16:14 GMT+01:00
Karneades meint:
Hi Ruby,
es ist halt nicht nur der Inhalt, auf den Sie die Kritik einschränken wollen, sondern es sind auch die äußeren Umstände, die zählen. Oder finden Sie es nicht ärgerlich, um es gelinde auszudrücken, dass dieses Buch in der deutschen Übersetzung mehr als das Dreifache kostet? (gebundene Ausgabe englisch 15 ¤ / geb. Ausgabe deutsch - aufgeteilt in zwei Bücher 48 ¤)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 23.12.2011 09:51:32 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 23.12.2011 10:01:24 GMT+01:00
Fussel meint:
Hallo Karneades,
die Preise mögen ja ärgerlich sein, aber unbegründet sind sie nicht.
1. Das deutschsprachige Zielpublikum ist im Vergleich zum Englischsprachigen geradezu winzig. Die deutschen Auflagen sind dementsprechend um ein Vielfaches geringer und damit automatisch teurer.
2. Die Qualität der deutschen Ausgabe ist deutlich besser (Bindung, Papier, Druck). Zudem hat die deutsche Ausgabe noch ein Lesebändchen.
3. Übersetzer wollen auch Geld verdienen. Wer hätte das gedacht?
4. Auf Grund von sprachlichen Eigenheiten sind deutsche Ausgaben länger. In diesem Falle wurde dadurch eine kritische Größe überschritten, welche das Buch (bzw. die zwei Bücher) zwangsläufig fast doppelt so teuer macht, wenn man die Qualität wahren will. D.h. hier musste man entweder 2 Bücher daraus machen oder ein aufwändiges Buch (Dünndruckpapier), welches einzeln auch an die 50 ¤ gekostet hätte. Die Alternative wäre ein günstigerer jedoch qualitativ minderwertiger und extrem unhandlicher dicker Wälzer gewesen, der wahrscheinlich bereits beim ersten Lesen auseinanderfällt. Wer möchte das?

Klar, schön ist das alles nicht, aber Kritisieren macht auch nur dann Sinn, wenn es bessere Alternativen gibt. Und ich sehe die hier ehrlich gesagt nicht. Deswegen verstehe ich in diesem Falle das Rumgehacke auf dem Verlag überhaupt nicht. Klett-Cotta selbst hat beim Splitten sicher auch Buchschmerzen gehabt.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 27.12.2011 18:37:13 GMT+01:00
onliner meint:
Wow, ein wirklich selten kompetenter, sachlicher Beitrag zu dem leidigen Thema. Danke.
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