Kundenrezension

26 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Resteverwertung der anderen Art!, 10. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: High Hopes (Audio CD)
Outtakes haben immer ein Geschmäckle! Titel die für das letzte oder vorletzte Album nicht gut genug waren, werden mit zunehmender Inspirationslosigkeit dann doch plötzlich wertvoller als die neuen Iden, aufgehübscht und dann mit viel Medienhype in die Charts geschickt, wo der Fanboy willig zulangt und die Musikkritiker nur peinlich berührt den Kopf schütteln. Das mag für 95% der Restmusiker zutreffen. Zum Glück nicht für den Boss!

Der schreibt nämlich für so ein Album deutlich mehr Lieder als er benötigt und schmeißt dann Sachen raus, die jeder andere liebend gern auf das Album gepackt hätte! Als Beispiel in der Vergangenheit seien da nur "Because the night" oder "Fire" angeführt, die andere dann zu Weltruhm führten und die dem Boss damals schlicht nicht aufs Album gepasst haben. Zur Überraschung der Mitstreiter...! In dieser Art der Selektion fallen dann Songperlen durch's Raster, die nach einer Veröffentlichung förmlich schreien (Beispiele zu Hauf auf der 4-CD-Sammlung "Tracks"! Andere werden nicht zu Ende gedacht was auch nicht tragisch ist, bei der Menge des vorhandenen Materials. Wer also gleich zu Beginn ....mmmhhh....Outtakes...!" sagt, dem kann man mit eineigen Hördurchläufen jederzeit ein fantastisches Album ohne Längen schmackhaft machen! - Und damit zum Album selbst!

Das Album wirkt als Ganzes! Die einzelnen Bausteine sind zu verschieden, als dass sie sich für mich zum Rauspicken eignen. Dabei sind coole Rocker, kurz und knapp die einem sofort in die Hörmuschel brennen, wie "Frankie" und "Sword"! Wer da sitzen bleibt der sollte sich natürlich irgendwas anderes kaufen....! Outtake-Perlen wie das kongeniale "Down in the hole", was Bruce nicht auf "The Rising" zu passen schien. Warum? No idea! Ich wünschte mir Mainstreamer a la Joel, Adams und wie sie alle heißen hätten nach mehr als 10 Alben noch so einen Inspirationsquell....
Der Titelsong selbst geht in die Richtung der zuletzt zunehemenden Bläsersounds, die der Boss -ähnlich wie auch auf der Tunnel of love Express-Tour" die letzten Monate mit auf die Bühne nahm. Der hat etwas gebraucht bis er bei mir zündete aber wie gesagt, das Album wirkt als Ganzes. Im übrigen macht es uns der Ami nicht leicht mit dem Einstieg des Albums. Der geneiget "Boooorn in de ju-äss-eih"-Gröhler wird auch mit "Harrys Place" so seine Schwierigkeiten haben. Mutig gerade diese beiden Songs an den Anfang zu stellen. Aber auch das zeigt die Ausnahmestellung des Künstlers, der seine Alben als Konzept und nicht als "Chartshow" sieht (ansonsten lassen sich im Übrigen auch Alben wie Nebraska und Joad oder ToL nicht erklären, da fehlts ja nicht an Inspiration sondern schlicht am Hang zu Gassenhauern...).

Die Hintergründe zu American Skin will ich nicht näher beleuchten. Der Song wird gegenüber den bekannten live-Aufahmen etwas komprimiert, bleibt aber nah an der Version und erfährt eine wertige Revitalisierung im Studio. Anders ist das mit "Tom Joad". Ähnlich wie mit Youngstown" live bereits geschehen, machen die Herren Morello und Springsteen hier aus der spärlich instrumentierten Titesong des 95er Albums einen echten Kracher. Im einzigen mir geläufigen echten Duett einer Springsteen Studio Plattedarf Morello nicht nur als Sänger sndern insbesondere als Gitarrist zeigen, was er draufhat und das ist eine ganze Menge! Wow! Live schon erlebt, hier eine absolut würdige Studioversion!

Danach wird es ruhiger und das Album klingt aus. Aber wie! Mit "The Wall", einer Grushecky Idee, die der Boss umsetzt und die der geneigte Fan aus einigen Bootlegs kannte, kommt ein ruhiges Stück nach dem Kracher, das für mich -nicht nur textlich- instrumentiert von den verstorbenen Mitstreitern Federici und Clemons einen Höhepunkt darstellt. Danach folgt der sanfte aber mit seiner repetativen, eindringlichen Akkordfolge irgendwie auch aufwühlende "Rauswerfer" "Dream baby dream". Hat auch schon auf der D6D-Tour schon prima als Rauswerfer funktioniert und tut es hier auch!

Fazit: Das Album ist natürlich nicht vergleichbar mit den Ideen und Stories eines Mittzwanzigers der auf Born to run aus seiner Umgebung ausbrechen wollte. Das ist der Moderne Springsteen des neuen Jahrtausends, der den eingeschlagenen Weg des letzten Albums konsequent fortführt. Dabei sind "Heaven's wall" und "just like fire" sind für mich die eher die durchschnittlichen Songs. Die im Text Angesprochenen, ergänzt um das "Lieblingslied" des Produzenten "hunter..." sind allesamt Perlen, bei denen es mir völlig egal ist, wann sie ursprünglich geschrieben wurden. Wir sollten im Gegenteil froh sein, dass wir sie hören dürfen und dass sie nicht in irgendeweinem Regal in Colt's Neck verstauben. Insofern für mich irgendwas zwischen 4 und 5 STernen, einfach weil mir die Höchstwertung immer etwas schwer von der Hand geht, aber mit dem Bruce-Bonus...;-)
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein

[Kommentar hinzufügen]
Kommentar posten
Verwenden Sie zum Einfügen eines Produktlinks dieses Format: [[ASIN:ASIN Produkt-Name]] (Was ist das?)
Amazon wird diesen Namen mit allen Ihren Beiträgen, einschließlich Rezensionen und Diskussion-Postings, anzeigen. (Weitere Informationen)
Name:
Badge:
Dieses Abzeichen wird Ihnen zugeordnet und erscheint zusammen mit Ihrem Namen.
There was an error. Please try again.
">Hier finden Sie die kompletten Richtlinien.

Offizieller Kommentar

Als Vertreter dieses Produkt können Sie einen offiziellen Kommentar zu dieser Rezension veröffentlichen. Er wird unmittelbar unterhalb der Rezension angezeigt, wo immer diese angezeigt wird.   Weitere Informationen
Der folgende Name und das Abzeichen werden mit diesem Kommentar angezeigt:
Nach dem Anklicken der Schaltfläche "Übermitteln" werden Sie aufgefordert, Ihren öffentlichen Namen zu erstellen, der mit allen Ihren Beiträgen angezeigt wird.

Ist dies Ihr Produkt?

Wenn Sie der Autor, Künstler, Hersteller oder ein offizieller Vertreter dieses Produktes sind, können Sie einen offiziellen Kommentar zu dieser Rezension veröffentlichen. Er wird unmittelbar unterhalb der Rezension angezeigt, wo immer diese angezeigt wird.  Weitere Informationen
Ansonsten können Sie immer noch einen regulären Kommentar zu dieser Rezension veröffentlichen.

Ist dies Ihr Produkt?

Wenn Sie der Autor, Künstler, Hersteller oder ein offizieller Vertreter dieses Produktes sind, können Sie einen offiziellen Kommentar zu dieser Rezension veröffentlichen. Er wird unmittelbar unterhalb der Rezension angezeigt, wo immer diese angezeigt wird.   Weitere Informationen
 
Timeout des Systems

Wir waren konnten nicht überprüfen, ob Sie ein Repräsentant des Produkts sind. Bitte versuchen Sie es später erneut, oder versuchen Sie es jetzt erneut. Ansonsten können Sie einen regulären Kommentar veröffentlichen.

Da Sie zuvor einen offiziellen Kommentar veröffentlicht haben, wird dieser Kommentar im nachstehenden Kommentarbereich angezeigt. Sie haben auch die Möglichkeit, Ihren offiziellen Kommentar zu bearbeiten.   Weitere Informationen
Die maximale Anzahl offizieller Kommentare wurde veröffentlicht. Dieser Kommentar wird im nachstehenden Kommentarbereich angezeigt.   Weitere Informationen
Eingabe des Log-ins
 

Kommentare

Von 2 Kunden verfolgt

Sortieren: Ältester zuerst | Neuester zuerst
1-8 von 8 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 10.01.2014 10:59:22 GMT+01:00
Tramp69 meint:
Gefällt mir! :-) Wusstest Du, dass der Song Ghost of Tom Joad eigentlich als Rocksong von Bruce 1995 geschrieben wurde, er aber nie das richtige Arrangement gefunden hat und den Song daher damals "nur" akustisch aufgenommen hat? War mir bis gestern unbekannt. ;-)
Grüße,
Tramp69

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 11.01.2014 18:47:36 GMT+01:00
jaja, Tramp, auch andere lesen den amerikanischen RS; vor allem aber auch Kommentare - ähnlich meinem - von Art zu Kmart, von Kunst zu Produkt; deshalb hier noch einmal die Einladung : If anyone reads this book and is confused about Bruce Springsteen's relationship with his first manager; Mike Appel, then you can get Mike's book, written by Marc Eliot; "Down Thunder Road", ISBN 0671789333 for the real story complete with verbatim copies of the contracts that are signed by Bruce and Mike at the very beginning. If anything "Down Thunder Road" The making of Bruce Springsteen is too complete, too thorough, it reveals the whole truth of the matter and leaves no room for confusion. As such I came away from it much less of a fan of Bruces', so beware...you may loose alittle of your fondness for an artist who was simply in need of a "Father figure" but also someone who could make a second rate band sound first rate with advice on musicianship. Both Mike Appel and Jon Landau were guys who for one reason or another tried to be rock musicians but, like 99% of such, just didn't quite have what it takes...so they found an alter-ego, and supplied the needed business acumen. The winner of the contest of who was gonna be Bruces manager/confidant/advisor/father, turned out to be the guy who could spend the most time being his buddy. That's not quite the way it's supposed to be, that's why there are such things as contracts. Bruce didn't live by his contract, he betrayed Mike Appel because he was guided by Jon Landau. He simply couldn't think for himself. "It's all in the percentages." ; und man muss noch nicht einmal über die Counter-Kultur nachdenken - wenn Welt kompakt und Spon das unisono featuren : dann warten Wetten dass und Carmen Nebel auch schon : ziemlich Gaga !

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 13.01.2014 13:18:25 GMT+01:00
Wow! Man muss ja aber nicht imer einer Mienung sein... Wenn allerdings Mike Appel sich derart übers Ohr gehauen fühlen würde, dann wäre doch sein Charakter schon sehr in Zweifel zu ziehen, wenn er den EInladungen vom Boss zu dessen Konzeten ständig folgt, oder sich entsprechend auf dessen "Mking-of"'s" völlig entspannt äußern würde...! Also insofern, wie immer im Big Business, läuft das nicht alles glatt und immer ehrlich, aber netweder ist Mike A. ein charakterloser, käuflicher Typ, oder die beiden haben sich zumindest unter Männern und damals auch Richtern soweit ausgesprochen und geeinigt, dass die heute völlig entspannt miteinander umgehen. Das wiederum zeigte Größe, oder??Im übrigen von beiden!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 13.01.2014 13:45:36 GMT+01:00
schon ok; mir geht es auch gar nicht darum, mich in die Reihe der Hasser oder Enttäuschten, Betrogenen, welcher Provenienz auch immer - einzureihen; hatte den gleichen Spitznamen, von ihm abgeleitet; und fand das mehr als nur ein Kompliment; und bin eben auch dankbar für den Hinweis auf die Entwicklung mit den Jahren - die aber nicht nur der Musiker, sondern auch der Rezipient durchlebt; und da stellen sich heute manche Fragen anders, oder ich frage anders; auch nach der Vater-Figur Landau; und in dem bewussten Rollin Stone Interview hätte ich mir schon ein paar mehr Fragen gewünscht zu Inhalten als zu dem was mal im Rechner abgelegt und dann wieder aktualisiert wird; das sagt er seit 2o Jahren - und jeder, der malt oder komponiert, weiss dass Skizzen in einer Schublade aufbewahrt werden; aber eine eindeutige Abrissbirnen Kritik wie Neil Young's Standpunkt in der Indianer-Land-Frage hätte ich mir bei Mr Springsteen auch jetzt noch gewünscht; ein Sting reicht !

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 13.01.2014 13:56:12 GMT+01:00
Tramp69 meint:
Mit zunehmenden Alter wird man ja nicht nur weiser, sondern auch schlauer. Das gilt auch für diese beiden. Beide sind heute gut miteinander befreundet und wissen ganz genau, was sie sich gegenseitig zu verdanken haben. Ohne Bruce würde heute kein Mensch von Appel sprechen und anders herum gilt das wahrscheinlich genauso. Dass zwischenzeitlich ziemlich dicke Luft zwischen den beiden herrschte, ist ja bekannt, aber so weit ich informiert bin, ist das längst Schnee von gestern. Das Buch stammt meines Wissens aus 1992 oder ist noch älter und behandelt vorwiegend den Rechtstreit zwischen den beiden. Ist doch klar, dass ein von Appel in Auftrag gegebener Schreiber seine Sichtweise darstellt. Dass Springsteen kein Heiliger oder unverbesserlicher Gutmensch ist, sollte eigentlich jeder wissen, der sich mit ihm etwas näher beschäftigt hat. In "Bruce" wird Springsteen ja auch nicht als solcher dargestellt, sondern als ein im Grunde anständiger Mesnch, der genauso Macken hat wie alle anderen Menschen auch. Und dass Jon Landau ein knallharter Businessmann ist, ist so neu nun auch nicht. Wie das Verhältnis Landau/Appel ist, weiß ich nicht, aber Landau hat in Interviews auch schon gesagt, dass Appel das beste war, was Bruce zu Anfang seiner Karriere passieren konnte (oder so ähnlich ;-) ). Ich frage mich allerdings, was dieser Kommentar von La Cabana... mit der Rezension des Albums zu tun hat?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 13.01.2014 14:18:40 GMT+01:00
mit der Rezeption des Albums - der Aufnahme des Albums seitens der Presse - und den Ansprüchen des Künstlers; sowie der Rezeption seitens der Fangemeinde; wenn ich ihn nicht als Märchenonkel sehe; und dass ich die Produzenten - beide Beahan, Aniello - nicht mag; den Versuch, Modernität mit ein paar Loops herzustellen; dass über Musik als Produkt gesprochen wird, wir hier also nur noch in geschäflichen * Industry/Business * - Bereichen unterwegs sind. Wer über die Abrissbirne singt, Reste-Verwertung - als Abschied von cbs ? - betreibt, könnte sich da zumindest Gedanken drüber gemacht haben; frage ich mich zumindest, wenn ich des Künstlers Anliegen bisher richtig interpretiert habe, ihn deswegen auch für relevant gehalten habe, auch relevanter als Sting mit Musik des 17.Jahrhunderts oder Gabriel mit einer konzertanten Aufführung von So. I may be mistaken.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 13.01.2014 16:03:28 GMT+01:00
Sorry jungs, aber das wird mir zu intellektuell! Im übrigen würd ich mich mal wieder über ein Album im Stil von Nebraska oder Joad freuen... ! Weniger Technik, mehr Dylan. Aber das nur nebenbei...;-)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 13.01.2014 16:27:01 GMT+01:00
verstehe ich ja, hätte auch besser die Klappe gehalten, manchmal gehen nur einfach die Pferde immer noch durch, wenn der öffentlich Raum auf eine Art und Weise besetzt wird, die den Widerspruch herausfordert; dennoch verstehe ich besonders den Hinweis auf die beiden bewußten Alben gut; Olle Neil - dessen Musik manche von uns auch als nicht-dope-Heads seit Anfang an begleitet - hat letzte Nacht wieder in Toronto gespielt, Verträge respektieren ( honouring the treaties ) heisst die Veranstaltung, solo, und mit Ohio und Pocahontas ; das ist nicht intellektuel, sondern gelebtes Engagement ! so long, bis dahin
@tramp 69 : und Neil kommt in dem Buch auch nicht gut Weg ( Mansion on the Hill )
‹ Zurück 1 Weiter ›

Details

Artikel

Rezensentin / Rezensent


Top-Rezensenten Rang: 4.996