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Nicht überall wo Asatru draufsteht ist Asatru drin...., 24. Februar 2010
Rezension bezieht sich auf: Germanische Magie (Broschiert)
Asatru ist nicht Wicca und schon gar nicht Chaosmagie und Thelema - das scheinen Einige durcheinander zu werfen. Was auf den 1. Blick wie eine hervorragende Erklärung und Deutung der Runen aussieht, als Grundlage jeder weiteren "Magie", entpuppt sich bei intensiver Recherche als ein recht beliebiger Gebrauch des älteren Futhark und seinen 24 heiligen Zeichen. (So sollten Asatruar sie eigentlich sehen) Gardenstone zitiert teilweise korrekt aus guten Standardwerken zu Runen, um anschliessend einzelne Runen als Werkzeug zur Sexualmagie einzusetzen. Oder er schreibt aus der Chaosmagie von Frater 777 ab. Der Spruch "Dein Diener ruft Dich" ist der Naturreligion krass entgegengesetzt. Das passiert permanent in diesem Buch: Gardenstone legt sich die Dinge zurecht, so wie er es braucht, ohne klar zu machen, dass dies seine Zuordnungen sind, bzw. aus Wicca und Chaosmagie bzw. Crowles entlehnt. Was Gardenstone zudem "klar macht": es gäbe keinen Unterschied zwischen einem weissen und einem schwarzen Pfad, so etwas sei christliche Beeinflussung ;-() Der Schlüssel zu diesem Werk liegt nicht in diesem Relativismus par excellence, sondern in der Frage: WAS ist das überhaupt "Germanische Magie" bzw. Asatru? Ich hätte im Einklang mit den wissenschaftlichen Autoren hier neben der Götterverehrung Seidr, Spa, Völven, Bindezauber, Divination, Galdr, Runenzauber mit Zaubersprüchen etc. pp. genannt. Gardenstone eher nicht. Er führt uns eine spätmittelalterliche bzw. frühneuzeitliche bis moderne Ritualmagie vor, die sich der nordischen Götter bedient, indem er typisch neuzeitlich-magische Zuordnungstabellen einsetzt, die mehr als bedenklich sind. Hier sei auch an ähnliche Willkürlichkeiten in Gardenstones anderem Werk: "Germanischer Götterglaube" erinnert, indem germanische Gottheiten mit Colagetränken, Granatäpfeln und christlichem Weihrauch beopfert werden sollen. Bei den Hohen mag dies bisweilen Magenbeschwerden auslösen ;- Zur Pfadarbeit und zu Trancetechniken hätte ich mehr erwartet. Statt dessen stellt Gardenstone einen Ansatz zur Suche der eigenen Fylgia vor, der gradezu orthodoxen Grimoires entnommen zu sein scheint: die Fylgia wird numerologisch errechnet und ist damit ein für allemal festgelegt - Kabbalismus statt Naturmagie.....Hans Stucken hat da im Seidr-Handbuch besser gearbeitet. Schade, dass er Asatru dem Rücken gekehrt hat.... Gesamturteil: Aufwendig aber Thema verfehlt. Für Sexualmagier und "Kampfmagier" sicher ein neuer prickelnder Ansatz. Für echte Leute des Alten Weges mit äusserster Vorsicht zu geniessen.
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Germanische Magie 3866630034
Gardenstone
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Nicht überall wo Asatru draufsteht ist Asatru drin....
Asatru ist nicht Wicca und schon gar nicht Chaosmagie und Thelema - das scheinen Einige durcheinander zu werfen. Was auf den 1. Blick wie eine hervorragende Erklärung und Deutung der Runen aussieht, als Grundlage jeder weiteren "Magie", entpuppt sich bei intensiver Recherche als ein recht beliebiger Gebrauch des älteren Futhark und seinen 24 heiligen Zeichen. (So sollten Asatruar sie eigentlich sehen) Gardenstone zitiert teilweise korrekt aus guten Standardwerken zu Runen, um anschliessend einzelne Runen als Werkzeug zur Sexualmagie einzusetzen. Oder er schreibt aus der Chaosmagie von Frater 777 ab. Der Spruch "Dein Diener ruft Dich" ist der Naturreligion krass entgegengesetzt. Das passiert permanent in diesem Buch: Gardenstone legt sich die Dinge zurecht, so wie er es braucht, ohne klar zu machen, dass dies seine Zuordnungen sind, bzw. aus Wicca und Chaosmagie bzw. Crowles entlehnt. Was Gardenstone zudem "klar macht": es gäbe keinen Unterschied zwischen einem weissen und einem schwarzen Pfad, so etwas sei christliche Beeinflussung ;-()
Der Schlüssel zu diesem Werk liegt nicht in diesem Relativismus par excellence, sondern in der Frage: WAS ist das überhaupt "Germanische Magie" bzw. Asatru? Ich hätte im Einklang mit den wissenschaftlichen Autoren hier neben der Götterverehrung Seidr, Spa, Völven, Bindezauber, Divination, Galdr, Runenzauber mit Zaubersprüchen etc. pp. genannt. Gardenstone eher nicht. Er führt uns eine spätmittelalterliche bzw. frühneuzeitliche bis moderne Ritualmagie vor, die sich der nordischen Götter bedient, indem er typisch neuzeitlich-magische Zuordnungstabellen einsetzt, die mehr als bedenklich sind. Hier sei auch an ähnliche Willkürlichkeiten in Gardenstones anderem Werk: "Germanischer Götterglaube" erinnert, indem germanische Gottheiten mit Colagetränken, Granatäpfeln und christlichem Weihrauch beopfert werden sollen. Bei den Hohen mag dies bisweilen Magenbeschwerden auslösen ;-
Zur Pfadarbeit und zu Trancetechniken hätte ich mehr erwartet. Statt dessen stellt Gardenstone einen Ansatz zur Suche der eigenen Fylgia vor, der gradezu orthodoxen Grimoires entnommen zu sein scheint: die Fylgia wird numerologisch errechnet und ist damit ein für allemal festgelegt - Kabbalismus statt Naturmagie.....Hans Stucken hat da im Seidr-Handbuch besser gearbeitet. Schade, dass er Asatru dem Rücken gekehrt hat....
Gesamturteil:
Aufwendig aber Thema verfehlt. Für Sexualmagier und "Kampfmagier" sicher ein neuer prickelnder Ansatz. Für echte Leute des Alten Weges mit äusserster Vorsicht zu geniessen.
Roegnvaldr
24. Februar 2010
- Insgesamt:
5

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Ort: Midgard
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