Kundenrezension

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein sehr guter Einstieg in die mobile App-Entwicklung, 11. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: Apps mit HTML5 und CSS3: Für iPhone, iPad und Android - Neuauflage inkl. jQuery Mobile, PhoneGap, Sencha Touch & Co. (Galileo Computing) (Gebundene Ausgabe)
Mit dem vorliegenden Buch "Apps mit HTML5 und CSS3" wage ich meine ersten Schritte in die Entwicklung mobiler Anwendungen. Ich habe bereits langjährige Erfahrung im Bereich der Webentwicklung, sprich HTML, CSS, JavaScript und PHP. Da die Entwicklung mobiler Apps immer mehr im Kommen ist und die Kunden immer häufiger nach mobilen Apps zu ihren Web-Anwendungen fragen, habe ich mich, aufgrund meiner sehr positiven Erfahrungen mit Galileo-Computing-Fachbüchern, erneut an einen Titel aus diesem Haus gewandt.

Zu Beginn wird, wie erwartet, die Installation von XAMPP erklärt, sowohl unter Windows als auch unter OS X. Dabei werden die wichtigsten Einstellungen per Screenshots zusätzlich erläutert, für Einsteiger durchaus hilfreich. Dieses Kapitel ist nicht sonderlich umfangreich, aber es werden dennoch alle nötigen Punkte angesprochen, auch Anfänger können damit sehr schnell eine lokale Entwicklungsumgebung einrichten.

Im nächsten Kapitel "Apps" wird der Begriff "App", welcher zu einem Synonym für kleine, einfache, aber auch komplexe, schnell zu startende Anwendungen geworden. Wir alle nutzen sie täglich: Google Mail (im Browser oder aber als Anwendung unter Android), Angry Birds, Shazam, Dropbox und wie sie alle heißen. Doch was genau ist eine App? Es gibt native Apps, aber auch Web-Apps. Wo ist hier der Unterschied? Dies wird für Neulinge der App-Entwicklung, aber auch den vermutlich nur noch wenigen, übrig gebliebenen Nicht-App-Benutzern sehr deutlich erklärt. Dazu Beispiele bekannter Apps (Instagram, Shazam etc.). Des weiteren gibt es, zur weiteren Motivation, einen Abschnitt zum Thema "Warum für Touch-Geräte entwickeln", inklusive Marktanteilen mobiler Geräte und deren Nutzung sowie kurzen Beispielen, wozu Mobile-Apps fähig sind. Die Zahlen hierzu haben mich durchaus beeindruckt, hätte ich die verschiedenen Marktanteile doch völlig anders eingeschätzt. Hier erkennt man gut, wo man seinen Schwerpunkt legen sollte, falls ein Kunde fragt, wofür es sich am ehesten lohnt, eine App zu entwickeln.

Wie der Titel schon andeutet, geht es hier um Apps, welche mit Hilfe von HTML5 und CSS3 entwickelt werden. Für die folgende Kapitel "HTML5" und "CSS3" sollten bereits HTML-Kenntnisse vorhanden sein, so gehen die Autoren hier in erster Linie auf die Neuerungen von HTML5 ein, wie den Doctype, die neuen Tags wie "article" oder "time". Sehr wichtig vor allem sind die neuen Typen der Inputfelder, welche, je nach Betriebssystem auf dem Mobilgerät, unterschiedliche Layouts zur Folge haben. Kurze Codebeispiele zeigen, wie eine einfache HTML-Seite mit CSS3 aufgebaut sein kann. Leider sind die Screenshots hier nicht in Farbe (normal bei Galileo Computing Titeln), so dass der Bezug Text "[...] die rote Überschrift [...]" zur Grafik darüber in schwarz/weiß nicht wirklich vorhanden ist. Da ist es hilfreich, die Codes wirklich beim Lesen selbst im Editor einzugeben und die Webseite im Browser zu betrachten. Besonders interessant fand ich die Vorstellung der neuen CSS3-Angabe "hyphens", mit welcher man die Silbentrennung dem Browser überlassen kann. Dieses Feature hat mir nur allzu oft gefehlt!

Für die mobile Entwicklung äußerst wichtig sind in diesem Zusammenhang die sogenannten "Media Querys", welche ebenfalls erläutert werden, in verschiedenen Kombinationen. Hier gibt es viele Beispiele der unterschiedlichen Auflösungen mobiler Endgeräte, welche ich äußerst hilfreich finde und in Zukunft öfters zu Rate ziehen werde! Jede Menge durchaus hilfreicher Hinweise im Bezug auf die Entwicklung im Mobilbereich und die Unterschiede zur Entwicklung für Browser als Endgeräte (hover als CSS-Eigenschaft macht bei Apps für Touchgeräte nicht wirklich Sinn) runden das Kapitel ab.

Ohne JavaScript kommt man sowohl in der Webanwendung als auch in der Anwendung mobiler Apps nicht mehr aus, deshalb gibt es auch in diesem Buch eine Einführung in JavaScript und diverser JavaScript Frameworks, wie jQuery und Zepto. Besonders interessant fand ich hier die für mich neue Information, dass man auch auf dem iPhone und dem auf dem Rechner installierten Safari per Kabel und "WebInspector" debuggen kann. Für Entwickler ein nicht zu unterschätzendes Tool! Außerdem werden Webtools zur Kompression der Ressourcen wie JavaScript als auch CSS vorgestellt sowie Tipps zur Optimierung der Seiten-Performance genannt.

Im weiteren Verlauf des Buchs geht es an abstraktere Themen wie die Konzeption und Gestaltung einer mobile App, wo anhand vieler Skizzen der grundsätzlich empfohlene Aufbau verschiedener, immer wiederkehrender Elemente einer App exemplarisch dargestellt werden. Wie kann man eine Navigation am besten darstellen? Wie sollten Registerreiter aufgebaut sein? Auch Elemente, an welche man nicht sofort denkt, wie Ladebalken/-kreise oder Farbsignale werden an Beispielen erläutert.

Insgesamt finde ich den Informationsgehalt des Buchs überwältigend! Im positiven Sinne. Ich bin schon eine Weile im Bereich der Webentwicklung unterwegs, aber es wird auf so vieles eingegangen, was mir bis heute unbekannt war. Gefehlt hat mir leider ein Kapitel über SCSS und das Framework Compass, mit welchem ich regelmäßig arbeite. Freunde von solchen Frameworks finden aber in LESS eine hier vorhandene Alternative. Das Kapitel zum Thema "Frameworks" für die Webentwicklung hat mich besonders interessiert, da ich die Grundlagen bereits kenne, finde ich den Umgang mit Frameworks besonders faszinierend. Hier wird auf viele verschiedene, bekannte Frameworks wie z.B. jQuery Mobile, Sensa Touch oder Bootstrap eingegangen. Viele Screenshots machen die sehr einsteigerfreundlich geschriebenen Texte noch verständlicher, und es macht unheimlich Spaß, sich hiermit weiterzubilden. Auch als Nachschlagewerk ist der Titel bestens geeignet!

Natürlich darf zum Abschluss ein Kapitel zum Thema "Publishing" nicht fehlen. Wie bekomme ich meine App in den App-Store? Dies bildet den Abschluss der Entwicklung, von eventuellen Updates mal abgesehen. ;-)

Leider hat mir ein durchgehendes Beispiel, anhand dessen verschiedene Werkzeuge und Elemente erklärt werden, gefehlt, es gibt viele verschiedene Einzelbeispiele, aber kein "großes Beispielprojekt". Dies hätte ich mir, vielleicht als Workshop, sehr gewünscht. Alles in allem jedoch ein unglaublich spannendes und lehrreiches Buch. Ich empfehle es jedem ambitionierten Hobby- und Berufs-Entwickler, welcher sein Angebot an Anwendungen auch auf den Mobil-Sektor erweitern will. Daumen hoch!
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