Kundenrezension

13 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen sehr sehenswert!, 2. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Mad Men - Season Five [4 DVDs] (DVD)
In der ausführlichen Rezension von Grüner Baum ist eigentlich alles gesagt… oder vielleicht doch nicht so ganz?

V O R S I C H T - es folgen S P O I L E R ! --- Wer die Staffel noch nicht gesehen hat sollte H I E R aufhören zu lesen.

In Season 5 ändert sich das Leben (fast) aller Beteiligten. Neben den geschäftlichen Aktivitäten bei SCDP darf man 13 Episoden lang verfolgen wie sich bei einigen Beteiligten geheime Wünsche und Hoffnungen in Luft auslösen, Erwartungen nicht erfüllt werden und sorgfältig vorgehaltene Fassaden so lange bröckeln bis sie schließlich vollends auseinander brechen.
Don und seine junge Frau Megan lernen sich mehr und mehr kennen, da stellt sich für beide die Frage ob die Eheschließung nicht sehr überstürzt war und man nicht besser daran getan hätte sich ZUVOR mehr Zeit zum gründlichen Kennenlernen zu nehmen?
Betty hat sich stark verändert. Mit ihrem 2. Mann Henry Francis hat sie eigentlich das große Los gezogen, aber sie erscheint nicht viel glücklicher als zuvor mit dem treulosen Don.
Pete Campbell hat eigentlich alles was er sich nur wünschen kann. Erfolg im Beruf, eine treue und liebende Frau an seiner Seite, ein kleines Töchterchen, das erste (wenn auch bescheidene) eigene Haus irgendwo in einem typisch amerik. Vorort. Ist das alles was er sich wünscht?
Joans Ehemann Greg kehrt aus dem Vietnamkrieg zurück und konfrontiert Joan mit hinter ihrem Rücken getroffenen Entscheidungen. Ihre Reaktion darauf ist überraschend.
Ausgerechnet der ruhige und seriöse Lane Pryce bringt sich in eine sehr prekäre Situation und sieht sich danach zu Aktionen gezwungen die nicht von ihm zu erwarten waren.
Und schließlich Peggy… auch sie hat eine Überraschung auf Lager die vieles verändert.

Ob man mit den Geschichten um die MAD MEN etwas anfangen kann oder nicht - zumindest eines ist klar: die Serie hält auch in der 5. Staffel ihr überdurchschnittliches Niveau!
Sämtl. Mirwirkende vor und hinter der Kamera verrichten einen ordentlichen bis ausgezeichneten Job. Geradezu überragend hat mir Vincent Kartheiser in seiner Rolle als Pete Campbell gefallen.

Ein großes Lob an die Drehbuchautoren die den Zuschauer nach wie vor mit guten bis hervorragenden Dialogen verwöhnen. Der Satz "… als es vorbei war… war sein Herz gebrochen… und dann wurde ihm klar, alles was er schon hat war nicht das Richtige… und dass es deswegen dazu gekommen war… und dass sein Leben mit seiner Familie nur ein provisorischer Verband auf eine permanente Wunde ist..." ist mir besonders in Erinnerung geblieben.
Hier wird mit wenigen Worten alles ausgedrückt was viele fühlen.

Was die Arbeit der Kameraleute betrifft kann ich mich in den gesamten 65 Episoden der 5 Staffeln an keine einzige verruckelte Szene erinnern, ich vermute mal dass auf Kamerafahrten mit der Handkamera vollends verzichtet wurde. Dafür meinen ausdrücklichen Dank.

Die Hintergrundmusik ist spärlich und läuft wenn sie denn zu vernehmen ist wie der Name schon sagt zumeist dezent im Hintergrund. Hoffentlich bleibt das bis zum Schluss so.
Ein Blick ins deutsche Vorabend- und Abendprogramm genügt um festzustellen dass einheimische TV-Produktionen im krassen Gegensatz dazu auf eine lautstarke, durchgehende (zumeist miserable) musikalische Untermalung setzen. Für mich ein Grund mehr sofort den Kanal zu wechseln.

Noch eine persönliche Anmerkung zur Mode Mitte/Ende der 50er Jahre zu der Mitte der 60er Jahre und danach - da liegen fast schon Welten dazwischen!
Vor allem im Kleidungsstil der weiblichen Bewohnerinnen der Großstadt zu denen die in irgendeinem idyllischen Vorstädtchen weit ab vom Lärm und Verkehr der Großstadt leben.
Die Engländerin Mary Quant (Erfinderin des Minirocks) hat Mitte der 60er Jahre in den USA wie Jahre zuvor schon in Europa ihren Siegeszug angetreten, damit war fast über Nacht Schluss mit dem gepflegten Stil und Aussehen vieler Frauen aus der gehobenen amerik. (und deutschen) Mittelschicht.
So kann es Megans gesamte Garderobe fast mit keinem einzigen Kleid ihrer Vorgängerin Betty (Stattel 1 - 3) aufnehmen. Was allerdings nicht zuletzt an dem eleganten Aussehen und Auftreten der Trägerin liegen dürfte.

Einen Wermutstropfen habe ich bei Staffel 5 doch gefunden - für die neue Frau an Dons Seite hätte ich mir eine talentiertere Schauspielerin gewünscht.
Was das Aussehen und schauspielerisches Können betrifft erinnert mich Jessica Paré (Megan) im direkten Vergleich zu January Jones (Betty) an den eines Fiat Panda zu einem Maserati. Aber das liegt natürlich im Auge des Betrachters.

Von mir gibt es eine KLARE KAUFEMPFEHLUNG! *****
Ich wünsche Ihnen gute Unterhaltung.
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Kommentare

Von 1 Kunden verfolgt

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1-2 von 2 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 30.11.2013 11:56:25 GMT+01:00
O. wolf meint:
Na so schlecht spielt Jessica Pare` wohl doch nicht. Sie ist vielleicht nicht eine Grace Kelly oder eine Liz Taylor
( hauptsächlich auf die Haarfarbe bezogen) aber ihre Rolle kommt doch irgendwie überzeugend rüber.
Während Don`s erste Frau Betty die sehr gut gespielt wurde eher spröder rüberkam brachte Megan etwas Farbe und Schwung
in Dons Leben und in die Serie was sicher nicht verkehrt war. Optisch war sie ja ohnehin sehr ansprechend dazu noch mit den
tollen sechziger Jahre Klamotten die vor allem in der ersten Hälfte als von 1960 bis ca 1964 eine absolut zeitlose Eleganz hatten.
Man erinnere sich nur an Audrey Herburn in Frühstück bei Tiffany von 1961 und ihre tolle Gardrobe.

In diesem Sinne ich bin froh, das es von den sechziger Jahren. die ich als Zeit sehr liebe,eine wirklich so hervorragend ausgestattete, gespielte und inszenierte Serie gibt.

Freuen wir uns auf die restlichen Folgen. Mal sehen was die " Schreiber " noch so alles an Überraschungen im Köcher haben.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 30.11.2013 13:48:17 GMT+01:00
Sopranos meint:
Nun denn, Pare auch nur in irgendeiner Weise mit Kelly oder Taylor zu vergleichen grenzt fast schon an Leichenschändung.
Sie spielt in Season 6 so schlecht wie davor, ich nehme mal an dass ihre Karriere nach dem Ende von MAD MEN so ziemlich am Ende angelangt sein dürfte.

Seit Ende September läuft Season 6 auf FOX. Sie Episoden schwanken m.E. von grandios bis hundsmiserabel und schicken mich als jahrelangen Fan der Serie durch ein Wechselbad der Gefühle. Kunden gewinnen, Kunden verlieren, bürointerne Intrigen und das übliche Bäumchen-wechle-dich-Spiel bei fast allen Beteiligten... für mich ist die Luft ziemlich raus. Dazu noch ein permanentes Telefonklingeln im Büro in sämtl. (!) Abteilungen (in der Originalfassung) - es ist fast nicht auszuhalten! - Aber immerhin endet Season 6 mit einem Knall, der die Karten für einige der Beteiligten neu mischen wird...

Von daher bin ich sehr gespannt was sich Weiner und sein Team für die letzten 14 Episoden - die in 2 Staffeln zu je 7 Episoden Anfang 2014 und 2015 ausgestrahlt werden - einfallen lässt. Die Fans werden mit Sicherheit - wie bei der Teilung der letzten Staffel von BREAKING BAD - gehörig ausrasten.
Da bin ich mir sicher. http://www.vanityfair.com/online/oscars/2013/09/mad-men-emmys-party-2013
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