Kundenrezension

5 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Weichspülvariante von GW1, 2. Januar 2014
= Spaßfaktor:2.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Guild Wars 2 - [PC] (Computerspiel)
Das ist kurz und bündig mein Fazit zu Guild Wars 2 nach einigen "intensiven" Spieltagen.
Als GW1 Veterane war ich beim Release von Teil 2 mehr als skeptisch. Sämtliche Preview Videos und das ganze Gerede bezüglich "wir brauchen kein klassisches Quest-System mehr" waren mehr als befremdlich.
Dementsprechend spät hab ich mir dann das Spiel erst besorgt, nicht zuletzt weil es preislich nun doch schon dementsprechend gesunken ist.

Nach der problemlosen Installation zeigte sich bei mir erstmal die befürchtete Ernüchterung:
Die Inszenierung der Solokampagne fand und finde ich im Jahre 2013 ehrlich gesagt katastrophal mies und billig.
Die Speerspitze der Naivität ist allerdings die Eindeutschung des Spieles.
Hab das genau 30min ausgehalten - und dann gleich auf Englisch umgestellt.

Beim nächsten Anlauf hab ich mich dann über die absolut unzureichenden und demotivierenden "Lernvorgänge" der Skills geärgert. Man erstellt einen Waldläufer, muss aber erstmal blöd mit Äxten und Kriegshörnern rumwerkeln, bis sich die Slots freischalten. Von Level 1 - 8 hat mein Waldläufer Charakter wohl alles bis auf einen Bogen probiert.
Generell muss ich sagen dass ich zwischen Level 5 und 8 kurz davor war, das Spiel zu beenden.
Das bis dahin gebotene war definitiv kein Spielspaß, oder gar eine würdige Einführung ins "ach so neue Gameplay", sondern eine verwirrende und absolut gähnend langweilige Billig-Quest-Reihenfolge.

Gleichzeitig ist dann aber irgendwo bei Level 8 der Punkt gewesen, wo der Funke halbwegs übergesprungen ist.
Plötzlich konnte man den Bogen benutzen und sich ansatzweise mit Skills und dazugehöriger Waffe beschäftigen.
"Juhu, der Waldi darf nun endlich Pfeile verschießen!".
Ab dort war ein enormer Push im Anspruch zu spüren! Warum bitte so dermaßen spät??
Der Einstieg in Guild Wars 2 ist meiner Meinung nach unter jeder Kritik.

Naja, und ab dann geht es halt so dahin...
Und das kann man wörtlich nehmen.
Man läuft, erfreut sich der (teils wunderschönen) Gegenden, erledigt großteils altbekannte und bewährte 08/15 Quests, folgt zwangsweise doch immer wieder der extrem öden Soloquest, schließt sich im Vorbeilaufen diversen Mobs an, die zum 100male irgendeinen Champion farmen, kauft sich hie und da mal einen neuen Rüstungsteil (nur um 5min später als Belohnung für nen abgeschlossenen Soloquest eine bessere gratis zu bekommen!!), klickt 30 Level später immer noch auf dieselben Skills und kommt drauf dass es eben kaum welche gibt - und tut in erster Linie eines:
Erforschen, erforschen, erforschen...
Und dann geht es halt so dahin... und dahin... und dahein... und bei Level 50 merke ich:
"Hey, ich bin ja in einem Online-Game - und die einzige (nötige) Interaktion beschränkt sich darauf, regelmässig mit zusammengewürfelten Mobs auf Megabosse einzukloppen.
Wäre ja nicht das Problem, weil könnte ja lustig sein. Die Wahrheit ist aber: Ob ich innerhalb des Mobs Schaden austeile oder mich hinsetze und zusehe, es juckt niemanden! Nicht einmal den Champion. Anspruch: 0,0000...

Zurück zum erkunden:
Darin liegt meiner Meinung nach die Hauptstärke von Guild Wars 2.
Anders gesagt, hatte ich bis Level 50 nicht eine (!!) wirkliche Herausforderung. ALso was macht man sonst?
Hier gibt es keinen Vergleich oder gar Parallelen zu Teil 1. In diesem fand man bereits kurz nach dem Einstieg in Ascalon die erste Mission - und diese spannten sich dann passend über die gesamte Weltkarte.
Oder Alternativ: Wo befinden sich in GW2 Klassiker ala Galrath, zu welchem sich Spielerscharen zusammenrotten - und stundenlang für das perfekte Team mit den perfekten Skills grübeln und diskutieren.

Letztendlich sehe ich dies als größten Kritikpunkt!
Die austauschbaren und komplett billigen Solo-Questlinien hätten niemals klassischen Missionen samt Bonuszielen weichen dürfen. Im Gegenteil! Man hätte das Missionsdesign mit weiteren Bonuszielen und optionalen Titanenquests ausfüllen sollen & können, welche eben bereits für Anfängergruppen ab Level 1 zugänglich sind.

Guild Wars 2 ist und bleibt demnach auf Niveau des klassischen Tutorials von Guild Wars 1.
Es ist wie wenn man Ascalon und seine wirklichen Herausforderungen gar nie betritt, sondern nur von einem Aussichtspunkt zum nächsten läuft.
Dieses Gefühl ist aktuell dermaßen erdrückend und enttäuschend, dass mir jegliche Lust und Motivation zum weiterzocken fehlt.

Dementsprechend bin ich beim Titel meiner Rezension.
GW2 ist gnadenlos für gradliniges dahinspielen ohne großartige Denkpausen konzipiert.
Wer im Hinterkopf noch düster Wörter wie "Hochofen" oder "Bonusziele diverser Missionen" oder "Zittergipfelrun" oder ähnliche Herausforderungen aus alten Zeiten hört, wird bei GW2 komplett ins Leere laufen.
Hier erhält man ein wunderschönes, aber ewiges Tutorial.
Teamplay mag vielleicht irgendwann ab Level 80 nötig sein, ich weiß es nicht - bis Level 50 besteht einfach keine Nötigkeit und deswegen auch kein Anreiz.

Wer nun generell sagt: "Hey, ab Level 80 gehts doch erst los und ab da gibts die wirklich großen Herausforderungen!!"...
Die hätte man schon von Beginn an einbauen MÜSSEN.
Riesige Städte mit Aussichtspunkten und diverse, irgendwann dennoch austauschbare Gegenden, gefüllt mit Gegnerhorden reichen auf Dauer nicht...

Irgendwann artet eben auch ewiges laufen und erforschen in "Arbeit" aus.
Egal ob die riesige Stadt Löwenstein oder Schwarze Zitadelle heißt...

Fazit: Für sich alleine genommen bietet GW2 für seinen aktuellen Preis sicherlich viele Stunden Spaß und einige Aha-Momente was Leveldesign und Setting angeht.
In direktem Vergleich zu GW1 ist Teil 2 eine Mega-Enttäuschung in fast jeder Hinsicht.
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Kommentare

Von 2 Kunden verfolgt

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1-6 von 6 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 02.01.2014 16:21:00 GMT+01:00
Rael meint:
Nun, du hast wirklich nicht allzu lange gespielt, denn die Herausforderungen beginnen durchaus bereits ab Level 30, wenn man den ersten Dungeon betreten darf (Katakomben von Ascalon). Die ersten Male, noch unter Level 80 werden ziemlich hart sein, später macht man es mit links. Aber es gibt ja weitaus mehr Dungeons und sie werden immer herausfordernder. Dann das Zusammenrotten der Spieler für riesige Gegner: massig vorhanden, und an vielen kann man auch deutlich unter 80 teilnehmen. Dann die laufenden Events aus der "lebendigen Geschichte", die auch jedem Level eine Chance geben. Du wirst auch sicher nicht in Gebieten wie Orr oder Südlicht Bucht gewesen sein, denn dort ist es so knüppelhart, dass allein die Suche nach einem Aussichtspunkt, solo zu einem Parforce Ritt wird. Vom durchaus gelungenen PvP und WvW will ich jetzt gar nicht reden. Ich denke, dass man GW2 gute 3 Monate mit viel Spannung und Abwechslung spielen kann, danach wirds deutlich öder, aber das ist bisher bei jedem OnlineGame so gewesen, ich kenne da keine Ausnahme.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 03.01.2014 07:53:11 GMT+01:00
Wolfgang P. meint:
Die Ausnahme war und ist Guild Wars 1.
Wie du selber schreibst... 3 Monate und dann wird es öde(r)?
Hinter GW1 bin ich 4 Jahre (!!) gesessen - und es gab immer und immer wieder Luft nach oben. Das werden wohl viele andere auch bestätigen.

Und du hast noch einen kritischen Punkt aufgegriffen. Dieses Zusammenrotten der Spieler!
In Teil 1 bekritelte man die "ewige" Suche nach einem perfekten Mönch oder Flächenschaden Ele, etc.
Bei Guild Wars 2 juckt es doch niemanden mehr, welche Charaktere man dabei hat - Hauptsache Masse!

Im Grunde ist GW2 das perfekt Beispiel vom Aufstieg von Qualität auf Quantität.

ps. Die Gebiete von Orr oder Südlicht Bucht habe ich wirklich noch nicht gespielt.
Umgekehrt: Kennst du Gebiete wie den Hochofen, Riss, Unterwelt aus Teil 1 ?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 13.01.2014 00:34:30 GMT+01:00
Inner Silence meint:
Hochofen, Riss, Unterwelt 1 und 2. Da haste bei mir einen Nerv getroffen!!
Ich hatte viel Hoffnungen in GW2 gesteckt. Damals natürlich vorbestellt und ich wurde vollkommen enttäuscht; bei ca. Level 30 habe ich das Teil nicht mehr gespielt,
da es mir zu eintönig wurde. Allein das Skill-System ist doch für alte GW1-Hasen eine Lachnummer sondersgleichen!
Was hatte man in GW über Builds und Team-Builds gegrübelt. Und hier? Ist echt egal mit was man rumhoppelt!
Ach lassen wir es..... es war ein Fehler von mir diese alte Wunde wieder aufzureißen ^^

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 17.01.2014 10:23:07 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 17.01.2014 10:24:06 GMT+01:00
Wolfgang P. meint:
Muss an dieser Stelle noch erwähnen, dass ich die vergangenen 14 Tage aus kompletter Unlust zu GW2 wiedermal Skyrim gestartet habe! Dass der Vergleich zwischen diesen beiden Spielen gewaltig hinkt, ist mir völlig klar!!
Allerdings sei gesagt, dass ein "Offline-Singleplayer-Skyrim", welches ja oft (und auch von mir) für seine Sterilität und sein gradliniges Gameplay kritisiert wurde, im Vergleich zum "großen-neuen-revolutionären GW2" ein wahres Wunderwerk an Immersion und "Lebendigkeit" ist.

Meine aktualisierte Rezension zu Skyrim kann ja jeder nachlesen, jedenfalls fesselt dieses nach dem dritten Durchlauf mit High End Mod Grafik 100mal mehr, als jedes stupide Monster todklicken in GW2. Jede Skyrim Questlinine fühlt sich gegenüber GW2 wortwörtlich "handmade" an - und vergleicht man die Hauptstory miteinander, ist GW2 einfach nur noch peinlich.

Habe ich deshalb niedergeschrieben, weil ich selber direkt überrascht bin, wie sehr einem sowas auffällt.
Ist passiert... als ich grade mit Fackel in der Hand die Parallax Texturen in ner Höhle bewundert habe - und irgendein Skelett mit leuchtenden Augen auf mich zugelatscht ist.

In dem Moment dachte ich: "Arena Net hat derweil nicht einen solchen Moment in GW2 bieten können!"...

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 17.01.2014 15:20:17 GMT+01:00
Rael meint:
Deine Begeisterung für Skyrim in allen Ehren (die wahrscheinlich in TESO eine gewaltige Ernüchterung erfahren wird), aber einen High-End Single-Player Titel mit einem Onlinegame vergleichen zu wollen, geht völlig an der Sache vorbei. Das ist, als wollte ich einen VW Passat mit einer Ducati vergleichen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 18.01.2014 09:13:19 GMT+01:00
Wolfgang P. meint:
Also mit TESO hast du wahrscheinlich Recht (werd ich allerdings auch nicht kaufen!) - und dass der Vergleich hinkt habe ich ja selber bemerkt.

Aber wie gesagt - mir gehts um die Spielerfahrung und das "eintauchen" an sich. Und da kann man den Vergleich der beiden Spiele durchaus zulassen.

Was dabei raus kommt, muss jeder für sich entscheiden...
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