Kundenrezension

20 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kaufmann/Georghiu/Borodina in großartigen Rollenporträts in faszinierender Inszenierung, 17. März 2012
Rezension bezieht sich auf: Francesco Cilea - Adriana Lecouvreur [Blu-ray] (Blu-ray)
Die Opernproduktion, die bereits auf Arte übertragen wurde, ist zur Zeit offenbar nur auf Blu Ray erschienen.

Diese Inszenierung ist eine Co-Produktion der Wiener Staatsoper, der San Francisco Opera, des Liceu Barcelona und der Opera Bastille.
Das Inszenierungskonzept von David McVicar ist an die historische Atmosphäre des 18.Jahrhunderts detailliert angelehnt und schafft plastische Bühnenlandschaften von faszinierender Präsenz. Eine der Maßstäbe setzenden Inszenierungen, die schon und noch weiter Operngeschichte schreiben werden.
Ebenso ist die singschauspielerische Konzeption atemberaubend hautnah und wird eben auf diesem Niveau auf ganzer Ensembleebene umgesetzt.
Die Rollenporträts in den Hauptrollen sind schauspielerisch, akzentuiert, pointiert und sängerisch atemberaubend, eindringlich involvierend. Jonas Kaufmann singt auf gleichem Niveau wie bei seinem Maßstäbe setzenden Werther. Er gestaltet den Maurizio mit emotional tiefgründiger Auslotung. Eine absolute Glanzleistung. Ebenso überzeugend Angela Georghiu als Adriana, subtil emotional berührend. Die Duette der beiden sind einfach phänomenal. Komplettiert wird das durch die beeindruckende Glanzleistung von Olga Borodina als Princess of Bouillon. Der Michonnet wird von Alessandro Corbelli überzeugend in Szene gesetzt.

Der immer wieder zwischendurch aufbrandende Beifall des frenetisch, begeisterten Publikums gibt kund, daß hier etwas Einzigartiges auf der Bühne passiert. Das sind live Eindrücke,die sich ins Gedächtnis wie Spuren eingraben und selbst noch nach Jahrzehnten präsent sein werden.

Mark Elder dirigiert mitreissend emotional,schwelgerisch.

Insgesamt eine Aufführung mit "Gänsehautfeeling" , die auf der Basis einer phänomenalen Inszenierung mit großartigen Rollenporträts glänzt und in ihrer Gesamtpräsenz zu den ganz großen Opernereignissen gehört, die man zwingend gesehen haben sollte.
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Von 1 Kunden verfolgt

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1-4 von 4 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 28.11.2012 14:45:40 GMT+01:00
T. Sahlmen meint:
Vielen Dank für Ihre Rezension, Herr Seidel. Sie hat mich überzeugt, und ich habe mir diese BluRay zugelegt, und wurde wirklich nicht enttäuscht.
Auch wenn ich nicht immer Ihre Meinung zum aktuellen Regietheater teile, so haben Sie in mir trotzdem Neugier geweckt. Ich war bislang ziemlich
traditionell eingestellt, aber ich werde meine Haltung dazu einmal überdenken.
Dennoch fehlt mir in letzter Zeit, gerade in meiner Stadt, ein bisschen die Ausgewogenheit. Ich denke, ein Theater soll nicht auf tradionelle Bühnenbilder, Inszenierungen etc. verzichten.
Meiner Meinung nach sollen beide Opernliebhaber auf ihre Kosten kommen. Nicht immer habe ich das Gefühl, dass es nur der Kunst gilt.
Gestern habe ich eine Rezension über den neuen Trittico (Royal Opera) geschrieben. Zu dieser Inszenierung würde mich Ihre Meinung wirklich interessieren.

Viele Grüße

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 28.11.2012 15:30:07 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 28.11.2012 16:26:58 GMT+01:00
Vielen Dank für die Blumen. Man muß natürlich nicht zwingend immer einer Meinung sein. Ich schreibe diese Einlassungen auch immer unter der Perspektive, daß sich jeder seine Sicht auch letztlich selbst erarbeiten muß. Auch gegensätzliche Meinungen orientiert an Fakten, können sehr konstruktiv sein, seine Sichtweise immer wieder zu hinterfragen. Letzlich sollten Sichtweisen auch immer Prozeßgeschehen und keine starre Fixierung sein.
Dabei ist es aber zwingend, daß man sich über die Aufführungspraxis früherer Zeiten Wissen verschafft. Je mehr man darüber weiss, desto eher wird man die Überlegungen moderner Regisseure verstehen können, denn diese Interpretationsebenen sind nicht "vom Himmel gefallen" sondern ergeben sich, wenn man die Rezeptionsgeschichte von Opern generell kennt.
Heute weiss man, daß Komponisten und Librettisten was die Aufführungspraxis anbelangt reine Pragmatiker waren, das auch notgedrungen, denn die Zensur war übermächtig. Folglich konnten Ursprungsideen gar nicht in der Form wie gewünscht auf die Bühne gebracht werden. Heute kann man aus dem, was man u.a. auch als Subtext bezeichnen könnte, den Dokumenten über Bedingungen der Kompositionszeit, oftmals tiefere Einblicke in die Werkidee bekommen. Hinzu kommt die Rezeptionsgeschichte einer Oper und der individuell inszenatorische Zugriff.
Wenn Sie sich z.B. die Opern Rinaldo von Händel oder Tarare von Salieri ansehen, so stellen Sie fest, daß Händel beliebig musikalische Themen aus seinen eigenen Werken verwendete und sie nach Belieben in andere einbaute, um den gegeben örtlichen Aufführungsbedingungen zu entsprechen. Das waren oft Wünsche der Solisten, nach mehr Arien oder man mußte politische Rücksichten nehmen. So wurde z.B. die Oper Tarare von Salieri in der französischen Fassung von Beuamarchais für die Aufführung am Wiener Hoftheater entschärft. Lorenzo da Ponte schuf eine mildere Fassung, die die Aristokratie nicht so an den Pranger stellte, wie die Beuamarchais Fassung.
Kurz gesagt, die Dogmatik im Umgang mit Werken ist Ausdruck der eigenen Bedürfnislage, entspricht aber nicht den Gegebenheiten der Operngeschichte, schon gar nicht der Komponisten und Librettisten. Die gesamte Operngeschichte beinhaltet keine Dogmatik wie von bestimmter Seite unterstellt, sondern immer nur die Dogmatik der jeweiligen Traditionalisten in jedem Zeitalter.
Ich schätze auch traditionelle Aufführungen, die bei mir nie schlecht rezensiert werden, weil sie traditionell sind, im Gegenteil. Es gibt aber ein weit verbreitetes schwarz-weiss Denken, das dann auch noch aus fundamentaler Unkenntnis gegen jede moderne Inszenierung agitiert, dagegen argumentiere ich. Nicht um zu "bekehren" sondern um faktenorientierte Anregung zu geben, für den, der das möchte.

Es gibt eine bestimmte traditionelle Sicht, die ich für rein pseudoreligiös halte, die auch absolut nicht aus der Operngeschichte und den sie bestimmenden Faktoren und Gepflogenheiten abgeleitet werden kann. Aber man will an etwas glauben, das Werk, die Idee, aber eben nur aus dem Bauch, eine Fixierung eines angeblichen Ideals, rein emotional und den Glauben kann man eben nicht rational auf den Prüfstand stellen. Das erzeugt Abwehr. Wenn sich aber Unwissen und Glauben paaren entsteht Fundamentalismus. Das Ziel kann es nur sein, den Glauben durch Wissen zur ersetzen. Auch dann kann man immer noch unterschiedlicher Meinung sein, über bestimmte Inszenierungen. Aber Wissen erlaubt nicht diese fundamentalen Rundumschläge gegen die Moderne, die stets mit Grundannahmen agiert, die faktisch schlicht falsch sind.
Werde mir die Il Trittico Aufführung, die Sie benannt haben, ansehen und dazu dann eine Stellungnahme abgeben. Muß ich mir allerdings erst besorgen.

Freundliche Grüße

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 21.04.2014 23:35:19 GMT+02:00
Monticello meint:
Seidel, der selbsternannte Nabel-Gott der Opernwelt mit seinem schwülstigen Stil (allein das "Aufführung mit Gänsehautfeeling, die auf der Basis von ... blablabla" erzeugt die Assoziation von kaltem Achselschweiß, bäh) und dann das kaputte "die man zwingend gesehen haben sollte".

Ja, was denn nun?

Entweder einfach "gesehen haben sollte" oder aber, wenn schon mit "zwingend", dann müßte es heißen : "zwingend gesehen haben muß".

Irgendwie kann man sich den Seidel nicht anders vorstellen wie eine schlechte, altgewordene Schopenhauer-Imitation, wie sie im verrutschten Schlafrock im zugigen Zimmerchen hockt und verbissen gegen all die dummen Mitmenschen bramarbassiert, die nicht seine Opernvorstellungen teilen.

Na, jedem Schäfchen sein Pupäfchen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 22.04.2014 11:39:49 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 22.04.2014 11:57:54 GMT+02:00
Leider haben Sie Ihre Persönlichkeitsproblematik immer noch nicht in den Griff bekommen, insofern sind Ihre Einlassungen eher ein Spiegel, den Sie für andere bieten. Recht amüsant, zu lesen, wie sich jemand in steter Folge selbst blamiert, wenn auch nur anonym. Was Sie anderen fälschlich vorwerfen, betreiben Sie fortwährend selbst, in dem Sie mit Bildungsversatzstücken um sich werfen. Dabei bleibt es dann auch.
Inhaltlich verstehen Sie offenbar rein gar nichts, denn sonst könnten Sie nicht mit solch unsinnigen Anfeindungen kommen. Das Problem sind Sie für sich selbst, mehr nicht. Aber dies unterläge eher einer psychoanalytischen Betrachtung hinsichtlich Projektions- und Kompensationsverhaltens und gehört nicht hierhin.
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