Kundenrezension

25 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Mann im Mond, 27. Januar 2011
Rezension bezieht sich auf: Moon [Blu-ray] (Blu-ray)
Das gabs länger nicht. Duncan Jones Regie-Debütfilm "Moon" spielt auf selbigem und ist ein Science Fiction. Kein Genre, das sich für den Erstling aufdrängt. John Carpenter mag einem da einfallen mit "Dark Star" - einem bösen, kleinen Film aus dem fernen Jahr 1974. Oder vielleicht noch Roland Emmerich mit seinem Abschlussarbeits-Debüt "Das Arche-Noah-Prinzip". Und dann legt Jones hier auch noch einen Genrevertreter der klassischen, heute kaum noch anzutreffenden Spielart vor - also ernst, still, kühl, eher langsam. Schwerelosigkeit, Einsamkeit, die Schwärze des unendlichen Raumes. Natürlich fallen einem gleich die großen Vorbilder ein - Tarkowskijs "Solaris", Kubricks "2001". Und sie werden zitiert mit der Ehrfurcht des begabten Schülers.

Trotzdem ist "Moon" kein reines Zitatenkino. Jones schafft hier mit den bekannten Versatzstücken etwas durchaus Eigenständiges - und sehr Sehenswertes. "Moon" ist ein Kammerspiel. Es gibt nur einen - sehr guten - Darsteller, Sam Rockwell. Und einen Roboter, GERTY mit der Stimme von Kevin Spacey. Sam Rockwell spielt Sam Bell, der sich für drei Jahre verpflichtet hat, auf dem Mond nach einem für die zukünftige Ökonomie der Erde unverzichtbaren Rohstoff zu schürfen. Das heißt, das Schürfen übernehmen die monströsen Maschinen draußen in der Einöde des Mondes, zu denen Sam regelmäßig aufbrechen muss, um ihre Ladung zur Erde zu schießen. Zwischen diesen Ausflügen bewacht er gemeinsam mit GERTY die Monitore und schickt Videobotschaften an seine daheimgeblieben Frau. Wir lernen Sam kurz vor Ablauf seiner drei Jahren kennen. Die Sehnsucht nach seiner Frau wird von Tag zu Tag größer und mit ihr die Vorfreude auf das Wiedersehen. Dann beginnt eine Kette bedrohlicher Ereignisse ihren Lauf zu nehmen.

"Moon" ist spannend, existenziell. Kein lauter Film, keine Action. Dafür ein vollwertiges Drama in der Kälte des Alls. Sehr sehenswert.

Und sehr hörenswert. Der Filmscore stammt von Clint Mansell und er ist eigentlich der dritte Hauptdarsteller des Films. Nach "Pi" und "Requiem for a dream" schwingt er sich hier ein drittes Mal ganz weit hinauf in den Filmmusik-Olymp. Lohnt sich auch als Soundtrack-Kauf, die richtige Soundanlage vorausgesetzt.

Wir werden wieder von Duncan Jones hören. Dieses Debüt verspricht sehr viel. Es ist noch nicht der perfekte Film. Aber das wäre für einen Erstling auch zuviel des Guten.
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1-2 von 2 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 22.03.2011 13:31:50 GMT+01:00
le44442244 meint:
ja, das stimmt nicht ganz. Clint Mansell hat noch weitere Soundtarcks geschrieben. Darunter unter anderem den hervorragenden Soundtrack zu "The Fountain" von Darren Aronofsky. Das nächste Mal genauer recherchieren bitte(lächelsmilie). grüße-

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 22.03.2011 23:18:34 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 22.03.2011 23:18:56 GMT+01:00
bartgesang meint:
Danke für den Hinweis - aber mir war schon klar, dass Mansell noch ein paar Soundtracks mehr geschrieben hat. Nur sind die drei genannten halt meine persönlichen Favoriten innerhalb seines Schaffens. An den Score von "The fountain" habe ich keine genaue Erinnerung mehr. Aber das liegt wohl daran, dass mich der Film leider so gar nicht gefangen nehmen konnte.
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