Kundenrezension

11 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Spekulationsobjekt, 7. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Die Schatzinsel (Gebundene Ausgabe)
"Die Schatzinsel" ist ein großartiges und unsterbliches Buch, zigmal verfilmt und schon zigmal ins Deutsche übersetzt, zuletzt vor nicht einmal drei Jahren! Warum nun schon wieder eine Neuübersetzung erscheint, versteht man nicht, zumal sie nicht besser ist als die vorigen, der Preis dafür jedoch ungewöhnlich hoch. Ein verlegerisches Spekulationsobjekt also, das zur unsinnigen Bücherschwemme beiträgt. Für den Roman würde ich zwar glatt 10 Sterne vergeben, für die komplette Überflüssigkeit dieser Ausgabe aber keinen einzigen. Mit Ach und Krach also 2 Sterne. Es gibt preiswertere Ausgaben dieses Romans, teilweise sogar besser übersetzt.
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Von 1 Kunden verfolgt

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1-9 von 9 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 08.12.2013 17:11:50 GMT+01:00
Dieter Walter meint:
Der Kunden-"Rezensent" scheint sich das Buch nicht angesehen zu haben, sonst könnte er keinen solchen Unsinn behaupten. Das Buch ist die bisher sorgfältigste und umfangreichste Ausgabe der „Schatzinsel" im deutschen Sprachraum. Fast alle Rezensenten weisen darauf hin, dass diese Übersetzung von Andreas Nohl den Vorgängerübersetzungen vorzuziehen ist - teilweise mit Satz- zu Satz-Vergleichen, bei denen die neue Übersetzung deutlich besser abschneidet. Wie erklärt sich der Kundenrezensent, dass Harry Rowohlt ausgerechnet die Übersetzung von Andreas Nohl zur Vorlage seines Hörbuchs gewählt hat? Außerdem wird hier unterschlagen, dass in der Hanser-Ausgabe Texte aus dem Umfeld des Romans publiziert werden, die es bisher auf Deutsch noch nicht zu lesen gab, darunter eine Art satirischer Bericht aus Stevensons Schreibwerkstatt: John Silver und Kapitän Smollett tauschen sich über ihre „Rollen" aus. Schließlich erklärt der Übersetzer in einem Text im Anhang, warum und wie er seine Übersetzungsentscheidungen getroffen hat. Auch davon - wie von dem fabelhaften Nachwort - hat der Kundenrezensent offenbar keinen Schimmer. Am abstoßendsten in dieser Laienrezension finde ich allerdings, dass sie schon im Titel von einem „Spekulationsobjekt" spricht, als ob es hier nicht um eine sorgfältig erwogene und extrem aufwändige Buchausgabe, sondern nur um Geld ginge. Natürlich geht es immer ums Geld, insofern ist jede Neuübersetzung und im Übrigen auch jede Erstübersetzung ein „Spekulationsobjekt": der Begriff ist aber hier als ehrabschneidende Invektive gemeint. Ich denke, amazon tut sich keinen Gefallen, wenn es solche unsachlichen und tendenziell aus Missgunst verfassten Kundenrezensionen zulässt.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 11.12.2013 11:36:00 GMT+01:00
Buchstütze meint:
In einer Kritik über diese Übersetzung lese ich Folgendes:
"Bedenkt man, dass „Die Schatzinsel“ bereits mehr als ein Dutzend Mal, zuletzt vor nicht einmal drei Jahren, ins Deutsche übertragen wurde, stellt sich die Frage, welchen Zugewinn die jetzt vorgelegte Neuübersetzung bringen soll. Ausgefallen ist sie nämlich weder schlechter noch wesentlich besser, wenn auch vielleicht etwas nüchterner als die Besseren unter ihren Vorläufern.Auf der Suche nach übersetzerischem Distinktionsgewinn kommt es fast zwangsläufig zu fragwürdigen Entscheidungen wie etwa dieser: Der Papagei des charismatischen Schurken Long John Silver kreischt in den meisten Übersetzungen „Piaster!“, gelegentlich auch „Dublonen!“ Hier nun ruft er „Dukaten!“, weil, so Übersetzer Nohl im Nachwort, „das Wort Dukaten keine Labiallaute (m, b, p) enthält, die ein Papagei, da er keine Lippen hat, nicht gut nachbilden kann.“ Enorm subtil, mag man da bewundernd denken – nur dass es im Original „Pieces of eight!“ heißt: Pieces mit dem Labiallaut P! Übersetzungen lassen sich stets verbessern, doch sollten Übersetzer sich hüten, den Autor des Originals verbessern und nachträglich belehren zu wollen."
Dem kann ich mich nur anschließen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 12.12.2013 22:05:43 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 13.12.2013 09:30:02 GMT+01:00
Dieter Walter meint:
Es ist jedem unbenommen, die Qualität dieser neuen Übersetzung nicht zu erkennen. Die von Ihnen zitierte Rezension ist in jedem Fall deutlich abgewogener als Ihr eigener, offenbar von keinerlei Kenntnis getrübter Beitrag. Übrigens kenne ich andere Rezensionen wie zum Beispiel die zum „Buch der Woche" im Deutschlandfunk (im Internet nachzulesen):
„Wie unterschiedlich die Übersetzungen der Schatzinsel ausfallen, wird sofort deutlich. Während Friedhelm Rathjen sprachliche Anachronismen nicht scheut und für heutige Ohren auch altertümlich klingende Formulierungen beibehält, wählt Ulrich Bossier eine freiere, mitunter jedoch etwas zu ausgeschmückte Version. Andreas Nohl holt die Schatzinsel sprachlich ins 21. Jahrhundert. Nehmen wir die Darstellung des alten Seemanns, der zum ersten Mal das englische Gasthaus zum "Admiral Benbow" aufsucht. Rathjen nennt ihn einen "großen, starken, schweren Mann, das Gesicht nussbraun", Andreas Nohl macht daraus den "gewaltigen Hünen, braun gebrannt wie eine Haselnuss". 

Nohls Kunst liegt in der sprachlichen Verdichtung. Er scheut sich nicht davor, Stevensons Sätze plausibel abzuschleifen, weshalb wir ihm eine Version verdanken, die sich flüssig liest und mit überzeugenden Bildern aufwartet. Nohl befreit die Geschichte von umständlichem und holprigem Sprachballast. 

Besonders deutlich wird das an Stellen mit direkter Rede. "Die, wo sterben, werden noch die Glücklicheren sein", übersetzt Rathjen den Fluch des Schiffskochs. "Die Toten werden noch die Glücklichsten sein", schreibt Ulrich Bossier. Andreas Nohl entscheidet sich für ein zeitgemäßes, sehr eingängiges: "Und wer draufgeht, hat noch Glück gehabt."

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 13.12.2013 14:46:10 GMT+01:00
Buchstütze meint:
Ein Übersetzer, der wie Herr Nohl meint, den von ihm übersetzten Autor oberlehrerhaft abmeiern zu müssen (Stichwort Labial-Laute!) und sich das dann auch noch im Nachwort triumphal an die Brust steckt, ist einfach nur peinlich. Und Übersetzungen vergleichen kann man nur in genauer Kenntnis des Originaltextes. Stevenson schrieb "Die Schatzinsel" als historischen Roman (die Handlung spielt gut 100 Jahre vor der Niederschrift) und historisierte deshalb auch seinen Stil und die Wortwahl, schrieb also nicht im damals zeitgenössischen Englisch. Von allen Übersetzern hat das nur Rathjen begriffen. Was Nohl macht, nämlich diesen Text sprachlich ins 21. Jahrhundert zu bringen, ist eine mehr als gewagte Interpretation - eine sinnvolle Übersetzung des Stevensonschen Textes ist es jedenfalls nicht. Ach ja, und die besagte Kritik findet sich hier:
http://www.nwzonline.de/kultur/ein-schurke-am-jadebusen_a_10,4,3660778134.html

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 14.12.2013 10:50:43 GMT+01:00
Dieter Walter meint:
Ich will Ihnen doch die „Piaster" gar nicht nehmen: nicht nur das „P", sondern auch das „st" kommt dem Vogel sicher sehr gut aus dem Schnabel. Spaß beiseite: Die von der Rezensentin im DLF angeführten Beispiele zeigen schlagend, welche Vorzüge die Neuübersetzung gegenüber ihren Vorgängerinnen hat. Und es nutzt nichts, dagegen dem Übersetzer dauernd unsachlich oder polemisch am Zeug flicken zu wollen. Das ist nicht der Sinn von Kundenrezensionen bei Amazon. Sie scheinen hier also etwas grundlegend misszuverstehen. Das ist es, worauf ich hinweisen wollte. Und damit punktum.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 15.12.2013 14:35:42 GMT+01:00
Buchstütze meint:
Dann, werter Herr Walter, erklären Sie mir und allen hier Mitlesenden doch mal bitte, was denn der Sinn von Kundenrezensionen bei Amazon sein soll. Kritiklose Lobhudeleien verbreiten? Also kostenlose Verlagswerbung betreiben? Beiträge des Deutschlandfunks als letzte Wahrheiten anpreisen?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 30.12.2013 14:36:47 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 30.12.2013 14:38:12 GMT+01:00
N.A. meint:
Danke an BUCHSTÜTZE und DIETER WALTER für diesen intellektuellen Schlagabtausch. Ich hab mich gut amüsiert und werde das Buch, weil von einer Freundin als Geburtstagsgeschenk gewünscht, nun erst recht kaufen (und vielleicht sogar irgendwann selbst lesen). Damit hat zumindest Ihre amazon-Rezension samt der Folgekommentare den Zweck von Kundenbewertungen erfüllt: Ich wollte nämlich wissen, was denn nun so besonders ist an dieser neuen SCHATZINSEL-Ausgabe und warum man auf ein Buch, das doch alle Welt schon aus Kindertagen kennt, noch immer oder schon wieder so scharf ist. ... Und übrigens @buchstütze: Bitte weiter so mit Ihren Rezensionen! Ich mag diese punktgenauen Texte!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 05.05.2014 16:06:45 GMT+02:00
Nachtwindhund meint:
Buchstützes letzten Beitrag kann ich nur nachdrücklich unterstützen: warum sollten alle Leser und Rezensenten die Bewertungen der Literaturredakteure teilen? Jeder kann sich selbst ein Urteil bilden; diese hier kundzutun und mit Argumenten zu untermauern, ist das gute Recht eines jeden Rezensenten!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 05.05.2014 16:47:18 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 05.05.2014 23:29:13 GMT+02:00
Nachtwindhund meint:
Übrigens ist diese Nohlsche Behauptung, Papageien könnten keine Lippenlaute erzeugen, ein Ammenmärchen, das alle "Polly wants cracker"-Geschichten ad absurdum führen würde. Papagein haben keine Lippen, aber auch keinen Kehlkopf und keine Stimmbänder, nach dieser Logik dürften sie gar nicht sprechen können; sie erzeugen die Laute aber im Brustkorb und formen sie mittels ihrer langen und sehr beweglichen Zunge, wodurch sie auch Labiale imitieren können. Captain Flint dürfte also sehr wohl "Piaster Piaster! Piaster!" gekreischt haben können!
Zudem waren die "pieces of eight" bzw. Pesos oder Piaster eine gängige Münze im spanischen Amerika des 18.Jahrhunderts, Dukaten als venezianische bzw. deutsche Münze in der Karabik oder auch in Westeuropa seltener. Warum sollten also ausgerechnet auf einem spanischen Silberschiff nicht die gängigste Silbermünze, sondern für die Karibik viel exotischere Goldmünzen in Unmengen transportiert worden sein?
Die Idee, schlauer als Stevenson sein zu wollen, ist also Nohl deutlich in die Hose gegangen.
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