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Kundenrezension

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ...empor zu den erhabnen Sternen..., 13. Dezember 2010
Rezension bezieht sich auf: Kantaten Bwv 36 / 61 / 62 (Audio CD)
Genauso wie heute so war auch zu Johann Sebastian Bachs Lebenszeiten die Weihnachtszeit die festlichste Periode des Jahres. Schon in den letzten Wochen vor Beginn der Adventszeit herrschte reger Aufruhr im Leipzig seiner Zeit. Auch der Komponist selbst war mit der Komposition zahlreicher Werke beschäftigt. Da nimmt es nicht Wunder, dass einige seiner schönsten Kantaten speziell für die Adventssonntage bestimmt sind.
Im Rahmen der sogenannten "Bach Cantata Pilgrimage" nahmen The English Baroque Soloists und The Monteverdi Choir unter der Leitung von John Eliot Gardiner zahlreiche Kirchenkantaten des Thomaskantors auf. Dabei stellt die vorliegende Aufnahme dreier Kantaten für den ersten Adventssonntag - in bester Tonqualität - durchaus eine Ausnahme dar, indes sie nicht wie sonst in einer ausgewählten europäischen Kirche entstand, sondern 1992 im Konzertsaal. Solisten sind Nancy Argenta (Sopran), Petra Lang (Mezzosopran), Anthony Rolfe Johnson (Tenor) und Olaf Bär (Bass).

Wie immer sind es besonders die feine Instrumentierung und die Verschmelzung von Musik und Gesang, die Bachs Kompositionen so erhebend machen. Obschon er zwei Kantaten mit dem Titel "Nun komm, der Heiden Heiland" schrieb, gleichen sich die beiden außer streckenweise in ihrer Wortwahl an keiner Stelle. Erstere BWV 61 überrascht sogar dadurch, dass sie mit einigen schweren, ernsten Akkorden eröffnet, die man in dieser Situation nicht erwarten würde. Zwei wundervolle Arien, denen jeweils ein Rezitativ vorausgeht, bettet Bach zwischen besagte Ouvertüre und einen knappen Schlusschoral.
In der zweiten Variante BWV 62 vertauscht Bach die Abfolge von Arie und Rezitativ. Die Arien sind hier besonders geschmackvoll instrumentiert. The English Baroque Soloists - dieses Weltklasseensemble auf Originalinstrumenten - bringt diesen Umstand dem Hörer eindrucksvoll nahe. Ihr völlig transparentes und helles Spiel lässt Weihnachtsstimmung aufkommen. Von wegen, Gardiners Dirigat sei zu schnell. Für kontemplative Passagen bleibt immer noch genügend Raum. Farbenreichtum und differenziert gesetzte Akzente lassen den Vortrag äußerst spannend und mitreißend werden.
In der zweiteiligen Kantate "Schwingt freudig euch empor" BWV 36 verzichtet Bach komplett auf Rezitative. Sowohl dem, der fest im Glauben steht, als auch den schwächeren Gliedern der Gemeinde spendet er mit diesem universellen Stück Hoffnung. Gerade deswegen, weil der Gesang dominiert, hat die Kantate etwas von einer Messe. Gardiner kann natürlich auf herausragende Solisten bauen, die klar und lauter intonieren. Begleitet werden sie vom vielleicht besten zeitgenössischen Chor, dessen Leistung einmal mehr famos ist. Die Wärme, die in dieser Deutung ruht, spendet Trost, Kraft und Hoffnung.

Fazit: Wieder einmal eine grandiose Leistung Gardiners und seiner "Schützlinge"! Ich kann mir diese CD aus meiner Vorweihnachtszeit nicht mehr wegdenken...
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1-1 von 1 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 29.11.2015 17:33:12 GMT+01:00
IchmagBarock meint:
Im Unterschied zu heute war die Adventszeit damals eine ruhige, besinnliche Fastenzeit. Deshalb gibt es in Leipzig dann auch keine Kantaten vom 2. bis 4. Advent. BWV 61 ist auch nicht für Leipzig komponiert, sondern für den Weimarer Hof im Jahr 1714. Die "ernsten Akkorde" stellen eine französische Ouvertüre dar - bei solchen Klängen zog der Sonnenkönig in seine Opernloge ein. Bach verwendet sie für den noch größeren König, Jesus Christus, der im Advent in dieser Welt einzieht - Nun komm, der Heiden Heiland!
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Details

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Rezensentin / Rezensent

Andre Arnold
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   

Ort: Rödental, Bayern

Top-Rezensenten Rang: 806