Kundenrezension

19 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Top Titel mit Schattenseiten, 26. Mai 2013
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: God of War Collection [Essentials] - [PlayStation 3] (Videospiel)
Ich habe für Spiele ein Bewertungssystem, bei dem es maximal 100 Punkte zu erreichen gibt. Unter „Allgemein“ erfolgt die Punktevergabe und die Punkte, die erreicht werden können. Dabei unterteile ich in „Technik“, „Gameplay“, „Story“ und „Atmosphäre“. Ich kann Ihnen außerdem versichern, dass keine relevanten Spoiler vorkommen werden. Sie können sich durch die Gliederung auch direkt den Teil durchlesen, der Sie interessiert.

Es handelt sich übrigens nur um meine Meinung. Ich stehe jedem Genre neutral gegenüber und beschäftige mich meist nur mit dem Singleplayer eines Spiels.

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Gameplay:

Schwierigkeit:
Wer in Bereichen Hack’n Slay wenig Erfahrung hat, wird speziell in God of War 1 eine schlechte Zeit haben. Vier Schwierigkeitsstufen stehen einem zur Auswahl, wobei die schwerste erst durch einmaliges Durchspielen freigeschaltet werden muss. Ich spiele immer auf mittlerem Grad und wenn es mir ein Bedürfnis ist, noch auf dem schwersten. Hier war das nicht der Fall, denn der mittlere war ohne Hilfe aus dem Internet schon heftig. Für den Endboss habe ich in Teil 1 etwa 30 Versuche gebraucht. Frustresistenz ist hier Voraussetzung.

Steuerung:
Die träge Steuerung macht den Schwierigkeitsgrad nicht wirklich einfacher. Im Gegenteil: Die Jump’n Run Passagen sind derartig schwammig, dass man sie sich sparen hätte können. Da hat ein Konkurrent wie Prince of Persia die Nase vorn. Im Kampf zeigt Kratos wieder Stärken. Die Steuerung an sich, ist nicht schwer zu merken und bietet einem diverse Möglichkeiten, seinen Gegner den Gar auszumachen. Jedoch fühlt sich auch hier die Steuerung sehr verzogen an. Manchmal würde man gerne blocken oder ausweichen, kann aber nicht, weil Kratos darauf besteht, erst seine Kombo fertig auszuführen. Da macht sich der Frust wieder bemerkbar.

Kampfsystem:
Neben zahlreichen Zwischenbossen bietet God of War eine Vielzahl an kleineren Gegner, die eigentlich nur „Futter“ sind. Immer wieder wird man auf ein kleines Areal begrenzt und muss Gegnerhorden plätten. Dabei muss man Flexibilität beweisen, denn nicht alle Monster der griechischen Mythologie lassen sich mit Buttonsmashing bezwingen. Nebenher läuft noch ein „Hitcounter“ mit. Bei gewissen Anzahlen gibt’s sogar Trophäen, aber eigentlich bringt er einem nichts. Trotzdem ist man gewillt ständig die Combo zu erhöhen.

Levelsystem:
Beim Zerstören von Objekten oder Töten von Gegnern erhält man rote Orbs. Mit denen kann man seine Waffen aufwerten und neue Combos freischalten. Daneben gibt es noch grüne Orbs für Lebensenergie und blaue für Magie. Diese zwei Balken lassen sich durch Sammelobjekte verbessern, die man im Laufe des Spiels eigentlich alle findet, da es viel mehr Kisten gibt, als Sammelobjekte. Hat man alle, werden die Sammelkisten zu Kisten mit roten Orbs.

Rätsel:
Die kleineren Rätsel sind eine schöne Abwechslung zur Brutalität im Kampf. Sie sind nicht unbedingt anspruchsvoll, aber ich finde es gut, dass wenigstens welche eingebaut wurden.

Allgemein:
Beide God of War Teile glänzen mit einem spaßigen Kampfsystem, welches vieles fast schon perfektioniert. Die Jump’n Run Passagen schwächeln leider zu viel, um sie positiv abstempeln zu können. Zudem wurden die Nachteile im zweiten Teil auch nicht verbessert.
Für’s Gameplay gibt’s von mir 18/25 Punkten.

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Story:

Handlung (OHNE Spoiler):
Eigentlich gibt’s hier auch nicht viel zu Spoilern, da die Story nicht wirklich von Schicksalsschlägen und unerwarteten Wendungen geprägt ist. Ich möchte dennoch niemandem den Blindrun vorenthalten. Man spielt einen ehemaligen Krieger namens Kratos, der im ersten Teil von Wut beschaffen dem Kriegsgott Ares ans Leder will. Dabei begegnen uns haufenweise Gestalten der griechischen Mythologie, die uns mal mehr, mal weniger wohl gesonnen sind. Im zweiten Teil haben wir’s auf Zeus, dem König und Vater vieler Götter abgesehen. Warum wir die Beiden auf’n Kieker haben, lasse ich euch selbst erfahren.

Storytelling:
In vielen modernen Spielen ist es leider der Fall, dass man ständig Ingamesequenzen ausgeliefert ist oder andauernd irgendwelche Anrufe auf seinem Handy oder Ähnlichem bekommt. In God of War spielt man etwa zehn Minuten und bekommt dann eine hässliche Cutscene diktiert. Allerdings dauert diese nicht lange, sodass der Spielflow nicht darunter leiden muss. Alle zwei bis drei Stunden bekommt man wieder eine schön gerenderte Cutscene zu sehen, die auch merklich in HD überarbeitet worden ist. Schade, dass die normalen Szenen nicht auch aufgehübscht wurden.

Charaktere:
Über die lange Spielzeit des Singleplayers baut man hauptsächlich zu Kratos eine Beziehung auf. Man fühlt den ganzen Hass mit ihm und möchte nach längeren Spielsessions einfach nur alles vernichten, was sich einem in die Quere stellt. Neben unserem Maincharakter sind noch Ares und Zeus zu erwähnen, auf die sich der ganze Hass bezieht.

Allgemein:
Eine nennenswerte Story gibt es leider keine, aber das Potenzial wurde, wie ich finde, voll genutzt. Heulend vorm Bildschirm wird wahrscheinlich keiner von euch sitzen, aber immerhin gibt es überhaupt einen Sinn sich durch die Horde zu schlagen. Die einzigen Emotionen, die sich bei mir breit gemacht haben, waren Wut und Glücksgefühle und davon am meisten beim finalen Bosskampf beider Teile. Wobei das schon wieder fast zum Glanzpunkt des Spiels gehört. Nämlich die Atmosphäre.
Für die Story gibt’s von mir 16/25 Punkten.

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Atmosphäre:

Mapdesign:
Die God of War Reihe ist dafür bekannt, riesige Areale und Gegner zu bieten. Das wurde auch schon auf PS2 Hardware bewiesen. Die Gebiete sind zwar riesig, jedoch sehen die Texturen sehr matschig aus. Mich stört das aber in keiner Weise. Fakt ist, dass die Umgebung ausdrucksvoll und episch ist, was sich positiv auf die Atmosphäre auswirkt.

Animationen:
Im Making of des ersten Teils erklärte ein Mitglied des Entwicklerteams, wie lange sie an den Animationen arbeiten mussten, um die Aggressionen von Kratos authentisch zum Ausdruck bringen zu können. Das ist ihnen zur Gänze gelungen. Vor allem bei den Finishern würde man am liebsten zu jeder Bewegung einen spartanischen Kriegsschrei von sich geben.

Griechische Mythologie als Thema:
Den Protagonisten als Spartaner dastehen zu lassen und gegen die griechischen Mythen kämpfen zu lassen, verleiht dem Spiel Epicness pur. Aus eigener Erfahrung kann ich euch empfehlen vor oder während dem Run bei Wikipedia reinzuschauen und sich ein bisschen schlau zu machen. Das hat mir auf jeden Fall beim Verständnis geholfen.

Soundtrack:
Erwähnenswert ist natürlich der Soundtrack der zwei Spiele. Der Soundtrack passt sich der Situation an und behält dabei stets seine epische Art. Alles in allem hört sich das dann an wie aufgemotzte Kirchenmusik à la Kratos.

Allgemein:
„Epicness“ ist das Schlüsselwort was meiner Meinung nach die Reihe berühmt gemacht hat. Die Entwickler haben wirklich alles versucht, um die Brutalität, Wut und Aggression zum Ausdruck zu bringen. Dabei geht das unzensierte Spiel teilweise so intensiv vor, dass ich fast schon wieder lachen musste, weil’s nahezu makaber ist, wie das Blut spritzt. Ich finde, um die Atmosphäre eines Spiels zu fühlen, muss man erst selbst den Controller in der Hand gehabt haben. Zudem gibt es so viele Geschmäcker wie Menschen.
Für die Atmosphäre gibt’s von mir 24/25 Punkten.

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Technik:

Umfang:
Der Run durch das Hauptspiel dauerte bei mir bei beiden Teilen etwa 10 - 15 Stunden. Es wäre bestimmt schneller gegangen oder auf höheren Schwierigkeitsgraden auch länger, aber im Grunde passt die Spieldauer. Überdies bietet die Disc noch diverse Videos (Making of, Trailer, etc.) und einen Herausforderungsmodus, an den ich mich allerdings nicht gewagt habe. Vielleicht wenn sich die Möglichkeit ergibt.

Sound:
Auf der Rückseite ist eine THX-Zertifizierung festzustellen. Die hat das Spiel eigentlich weniger verdient. Beide Teile sind nur in Stereo-PCM zu spielen und bieten keinen richtigen Surroundsound. Wer einen entsprechenden Heimkinoverstärker hat, kann sich die Stereoquelle in Dolby Pro Logic (II/IIx/IIz) kodieren lassen. Ich hab‘ den Modus dennoch auf „Straight“ gelassen und auf die Rears und den Center verzichtet. Außerdem lässt sich in den Optionen nur wenig am Sound regeln. Die Soundeffekte und Musik sind lauter und leiser zu regeln. Die Stimmen bleiben dafür das ganze Spiel über sehr unverständlich und viel zu leise.

Grafik:
Die überarbeitete Version kann mit den heutigen Grafikbomben natürlich nicht mithalten. Die Texturen sind in den meisten Fällen zwar hochauflösend, aber nicht detailreich. Dafür konnte ich nur einmal ein Kantenflimmern vernehmen. Schatten ließen sich auch blicken, dagegen meist dort, wo sie nicht hingehören. Die hätte man sich auch sparen können. Der zweite Teil sieht texturentechnisch um einiges besser aus und Cutscenes wurden, wie oben bereits erwähnt, nur manche überarbeitet. Die restlichen bleiben pixelig und lediglich über die heutigen Bildformate skaliert.

Bugs:
Ich achte nicht speziell auf bugs, aber wenn ich welche bemerke, bleiben sie mir in Gedanken. Zum Ersten wäre da der Kreis-Bug, von dem nur manche Versionen betroffen sind. Ich weiß leider nicht genau welche ausgenommen sind. Auf jeden Fall betroffen ist die deutsche Essentials Version. Dabei muss man die Kreistaste bei entsprechenden Passagen so durch den Tisch drücken, dass es selbst für erfahrene Spieler fast nicht zu schaffen ist. Nachdem ich den Controller hingelegt und mit dem Zeigefinder etwa 3/Sekunde gedrückt habe ging’s. Im zweiten Teil beim Endboss habe ich meinen Gegner in einer Ingamesequenz plötzlich die Plattform runtergeschleudert und bin dann fünf Minuten hilflos im Kreis rumgelaufen. Nach einer Stöbertour durch diverse Foren, habe ich erfahren, dass er „not supposed to fall down“ ist. Tja, Checkpoint laden und erneut das Pad vollschwitzen. Wieder verbuggt. Konsole neu starten. Den ganzen Endkampf wieder von vorne und dann endlich geschafft. Hat mir auf jeden Fall Zeit und Nerven gekostet. Vor allem weil an dieser Stelle eigentlich der Kampf gewonnen wäre.

Allgemein:
In technischer Hinsicht schneidet das Spiel zu heutigen Konkurrenten eher schlecht ab. Damals war die Grafik allerdings über dem Standard. Der Sound ist auch mittelmäßig, Cutscenes wurden nur wenige überarbeitet und die wenigen Bugs, die vorhanden sind, wirken sich sehr auf den Spielspaß aus. So leid es mir tut, aber die Technik lässt zu wünschen übrig. Lediglich der herausragende Umfang des gesamten Pakets reißt die Wertung nach oben.
Für die Technik gibt’s von mir 14/25 Punkte.

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Fazit und Gesamtbewertung:

God of War 1 & 2 sind auf jeden Fall Spiele, die man als Playstation Besitzer selbst gespielt haben sollte. Beide Teile schwächeln etwas in Sachen Jump’n Run und Technik. Das Kampfsystem und die Atmosphäre lassen einem solche Nachteile schnell vergessen.

Für die „God of War® Collection“ gibt’s von mir 72/100 Punkte.

Das Spiel bekommt somit eine 4-Sterne Wertung und ist eine klare Kaufempfehlung meinerseits. Hier verschwendet man weder Geld noch Zeit. Ich hoffe, ich konnte mit meiner Rezension helfen.

Mit freundlichen Grüßen

Daniel :DD
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Kommentare

Von 1 Kunden verfolgt

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1-5 von 5 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 10.08.2013 15:05:03 GMT+02:00
Andrei meint:
alle achtung für eine so tolle rezession besser kann man es wirklich nicht schreiben

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 10.08.2013 16:17:33 GMT+02:00
Freut mich, wenn sich die Arbeit ausgezahlt hat. :)

Veröffentlicht am 25.08.2013 10:44:53 GMT+02:00
[Vom Autor gelöscht am 19.10.2013 13:10:34 GMT+02:00]

Veröffentlicht am 01.12.2013 02:16:14 GMT+01:00
Oliver Malsy meint:
Aber eins muss man sagen, am Anfang wurde geschrieben, das es bei dem Endboss 30 Versuche gab. Warum sollen es auch nur 10 sein? Dann wäre das spiel ja Langweilig und viel zu schnell durchgespielt und somit wäre diese Rezension auf jedenfall weit schlechter abgeschnitten. Es soll kein billiges Kinderspiel sein, sondern ein Spiel für ältere "Kinder" und somit ein bisschen den Grips anregen. Aber für diese Rezension war es von meiner Seite aus nur Meckern auf hohem Niveau. ;-) Ansonsten sehr gut geschrieben!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 01.12.2013 12:30:52 GMT+01:00
Das war so ziemlich der schwerste Endgegner, den ich besiegt habe. Das sollte vielleicht nicht unerwähnt bleiben.^^ Das war jedoch nur ein Warnhinweis und keine Kritik. Hauptausschlaggebend für die 4er-Bewertung war die Technik, die schlechten Jump'n'Run Parts und die naive aber epische Story.;)
LG
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