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Kundenrezension

18 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen tolle Energiesparfunktionen, schnell, Boxed Kühler besser als sein Ruf, 31. Juli 2013
Rezension bezieht sich auf: Intel Core i7 4770 Prozessor (3,4GHz, Sockel LGA1150, 8MB Cache) boxed (Personal Computers)
Der AMD 8350 war für mich von vornherein ausgeschieden, wegen dem enormen Stromverbrauch, der nicht mehr zeitgemäß ist.

Anfangs hatte ich mit dem Gedanken gespielt eine 2011er Sockel CPU, mit allem was dazugehört, zu kaufen. Als ich die Preise und die Leistung verglichen hatte, dachte ich, daß das völliger Unsinn ist. Natürlich kann man in den 2011er Sockel einen Sechskern Prozessor einbauen, wenn irgendwann mal die Preise fallen. Aber da man sowieso nach 5 Jahren wieder aufrüstet, alles totaler Schwachsinn. Man kauft sich ein System, welches jetzt aktuell ist, ohne sich Gedanken über die Zukunft zu machen. Nachdem ich mich für den Haswell Prozessor entschieden hatte, war die Frage, welche CPU?

Zuerst dachte ich, ich nehme den 4770S oder den K. Den S wollte ich dann doch nicht. Zwar weniger Energieverbrauch, dafür auch etwas weniger Leistung. Ich denke mal, der S ist gut, wenn man ein Midi Tower Gehäuse mit großer Hitzeentwicklung hat. Ansonsten halt das T Modell mit noch weniger Stromverbrauch. Da mein alter Q6600 aber 2,4 GHz hatte, wollte ich jedoch grundsätzlich keine CPU mehr, die weniger als 3 GHz hat. Der T Prozessor ist für diejenigen interessant, denen ein Prozessor nach dem anderen durchbrennt, weil X Dateien gerendert werden. Zudem benötigt der T derart wenig Strom, daß man ihn super mit dem Boxed Kühler betreiben kann.

Da ich einen riesigen Big Tower habe, ist das für mich eh egal. Entscheidend für den normalen 4770 war jedoch, daß bei allen Haswell CPUs Intel das so toll hinbekommen hat, daß Teile/Kerne des Prozessors komplett abgeschaltet oder von 3400 MHz auf 800 Mhz im Leerlauf herunter getaktet wird. Das ist echt toll und verdient ein großes Lob an die Intel Ingenieure! Ob der Stromverbrauch wirklich den 84 Watt entspricht, wage ich zu bezweifeln, da wesentlich weniger Watt verbraten wird, wenn man sich das bei cpuz mal genauer ansieht. Am Prozessor liegt weniger Spannung an, als bei meinem 35 Watt Core i3 3110m Notebook.

Dann hatte ich mir den K angesehen. Der freie Multiplikator wäre mir egal gewesen. Was mich jedoch beim K massiv gestört hatte, ist der um 30 Euro höhere Preis und folgende Funktionen, die Intel entfernt hat:

vPro, VT-d, TXT, SIPP

Das fand ich doch etwas störend und irritierend. Warum für weniger mehr zahlen? Dann habe ich mich schließlich für den "normalen" 4770 entschieden. Übrigens ist jetzt ein 4771 Prozessor erschienen, der die Leistung vom K bietet, mit diesen Funktonen, aber anscheinend ohne Multiplikator. Verstehe einer Intel.

Eine CPU ohne HT wollte ich nicht mehr. Wenn schon aufrüsten, dann richtig. Ich hatte vorher einen Q6600, viele Jahre bis heute höchst zufrieden. Ich hätte mir nicht mal ein neues System gekauft, wenn mir das tolle Windows 8 Upgrade mit der bescheuerten "Auffrischfunktion“ nicht alles zerstört hätte.

Jetzt war es an der Zeit Hauptplatine, CPU und Arbeitsspeicher neu zu kaufen.
Den Boxed Kühler habe ich direkt durch einen Thermaltake Contact 30 ausgetauscht. Dies hat sich als Fehler herausgestellt, da der Contact 30 schlecht verarbeitet ist und nicht von der Bauhöhe in einen Standard Big Tower paßt, sodaß ich den Boxed Kühler nun einsetze. Übrigens ist er genauso leise, wie der Contact 30! Der Boxed Kühler scheint besser, als sein Ruf zu sein. Allerdings sollte man die Erwartungen nicht so hoch ansetzen. Er reicht gerade so aus. Wer rendert oder die CPU im Dauerbetrieb hat, sollte zu einem potenteren Kühler greifen! Bei der Platine habe ich mich für Asrock B85 Pro 4 entschieden. Asrock H87 PRO4 Mainboard Sockel LGA 1150 (ATX, Intel H87, DDR3 Speicher, 6x SATA III, USB 3.0) Über den B85 Chipsatz wird bei Fachzeitschriften gemeckert. Ich habe mir die Unterschiede genau angesehen und für mich die Feststellung gemacht, daß das die optimale Platine ist. Sie hat alle Funktionen, die man benötigt. Ferner 4 Speicherplätze+2x alte PCI Steckplätze. Und ganz wichtig – ONBOARD LAN VON INTEL. Wer von anderen Herstellen LAN auf der Platine hatte, weiß warum mir Intel so wichtig ist. Die Asrock Platine verzichtet auf überflüssigen Schnickschnack, den eh kein Mensch braucht und ist sehr preisgünstig.

Mit dem i7 4770 bin ich super zufrieden. Die Energiesparfunktionen, die enorm geringe Abwärme und die Leistung sind toll. Der Boxed Kühler wird nicht mal handwarm bei normaler Last und das im Hochsommer bei 25-30 Grad Zimmertemperatur! Allerdings sollte man beim normalen Arbeiten, Office, Internet, etc... keine Wunder erwarten. So wie seinerzeit der Unterschied zwischen einem Athlon 64 und einem Pentium 4 D820 oder dem D820 und einem Core 2 Quad, so ist das heute nicht mehr. Wenn man nicht wüßte, daß der derzeit schnellste Prozessor im Rechner steckt, würde man den Unterschied nicht mal merken, obwohl der 4770 bis zu 3x so viel Leistung wie der Q6600 hat. Gegenüber diesem ist der Unterschied kaum wahrnehmbar. Weder starten Anwendungen schneller, noch lassen sich Internetseiten schneller aufrufen. Auch der Umstieg von 32 auf 64 Bit, Speicherverdopplung von 4 auf 8 GB, von DDR2 800 auf DDR 3 1600, auf den ersten Blick nicht wahrnehmbar.Wo man den Unterschied spürt sind Videos, Zip Dateien, Spiele und spezielle Anwendungen. Das System ist insgesamt einen Tick schneller ansprechbar. Wer mit einem Core 2 Quad immer noch zufrieden ist und das System mit niedrigen Auflösungen nutzt, für den lohnt der Umstieg nicht. Wenn man eine alte HD im Rechner hat, sollte man die besser erstmal durch eine SSD als Startlaufwerk ersetzen, bevor man komplett umsteigt. Trotz doppeltem Datendurchsatz bei einer SSD durch SATA 3 und den Einsatz von Ramdisk ist der Unterschied ganz minimal zum Core 2 Quad. Beim Spielen merkt man den Unterschied. Alles läuft buttterweich in höchsten Auflösungen. Wo es vorher gehakt hat, rennt der 4770 den alten Quad Core buchstäblich davon.

Auf der Intel Seite gibt es übrigens ein Processor Diagnostic Tool. Den Test sollte man allerdings nur mit leistungsfähigem Kühler durchführen. Mit dem Boxed Kühler geht die Temperatur nach wenigen Sekunden auf über 80 Grad trotz 2400 U./Min.!

Windows 8 64 Bit Leistungsindex der CPU: 8,1
Cinebench 64 Bit: 8,34 (ca. 320% schneller als ein Q6600 auf 3 GHz übertaktet mit 32 Bit Windows)

Nachtrag:

Ich habe mir jetzt einen Thermaltake Contac 21 CPU-Kühler für Sockel 775/1156/1155/AM3/AM2+/FM1 zugelegt. Dieser ist preiswert, super zu montieren und kühlt den i7 deutlich besser, als der Boxed Kühler.

Mittlerweile ist ein BIOS Update für meine Asrock Platine erschienen und der Prozessor benötigt nun noch weniger Strom unter Vollast. Vorher hat er noch 70-80 Watt verbraucht bei 100% Auslastung. Nun benötigt er nur noch 58 Watt, der Lüfter dreht nur noch bis 1700 auf und die Temperatur bleibt bei 58-59 Grad stehen. Jetzt ist die CPU wirklich super und wird auch nicht heißer, als der Vorgänger. Wenn man den Lüfter auf Silent stellt, geht er nicht mal über 70 Grad mit dem Thermaltake Kühler. Das ist wirklich toll.
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Kommentare

Von 1 Kunden verfolgt

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1-2 von 2 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 25.11.2013 08:44:05 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 25.11.2013 08:46:42 GMT+01:00
Firesign meint:
vPro, VT-d, TXT, SIPP sind Funktionen, die für den Heimanwender nicht interessant sind, deshalb in der "K" Variante einer CPU für den Heimanwender nicht implementiert.

vPro steht als Marke für schnelle, energieeffiziente und sichere PCs, die sich leicht verwalten lassen.
SIPP ist unser Stable Image Platform Programm (also sichere Verfügbarkeit)
VT-d ist ein Virtualisierungsfeature
TXT ist die Trusted Execution Technik (ist für die Virtualisierung eines CPU-Kerns wichtig).

Außerdem hatte ich persönlich noch nie Probleme mit Netzwerkadaptern von anderen Anbietern als Intel (z. B. Realtek)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 25.11.2013 13:19:59 GMT+01:00
stevie-o meint:
Ich bevorzuge bei Netzwerkadaptern einfach Intel, weil ich subjektiv immer den Eindruck hatte, daß Internet und Co. schneller ansprechbar ist, bzw. der PC insgesamt einen Tick schneller reagiert.
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