Kundenrezension

710 von 725 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nikon SB-700 vs Nissin Di622, 6. August 2011
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Nikon SB-700 Blitzgerät für Nikon SLR-Digitalkameras (Camera)
Der Nikon SB-700 sollte meinen Nissin Di622 ablösen, den ich an einer Nikon D7000 nutze. Eines gleich vorweg, ich werde beide Geräte behalten, dazu später mehr. Zunächst möchte ich die beiden Geräte einmal miteinander vergleichen. Siehe dazu auch die hochgeladenen Abbildungen unter "Kundenbilder" (die vertauschten Standfüße möge man mir verzeihen, sie passen beide an das jeweils andere Gerät)

Abmessungen und Gewicht:
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Der Nikon SB-700 ist seitens Gewicht und Abmessungen nahezu identisch mit dem wesentlich günstigeren Nissin-Modell.

Verarbeitung:
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Die oft kritisierte billige Verarbeitung beim Nissin-Blitz kann ich nicht bestätigen. Beide Geräte sind in dieser Hinsicht OK, das heißt man kann damit zufrieden sein, es ginge schlechter, aber auch besser. Das Finish der gegossenen Plastikteile ist vielleicht beim Nikon etwas edler, dafür gefällt mir die Befestigung auf dem Blitzschuh beim Nissin sehr viel mehr. Mittels Rändelrad sitzt der Blitz bombenfest auf der Kamera. Nicht so bei Nikon. Nach dem Arretieren per Klemmhebel hat der Blitz noch jede Menge Spiel. Außerdem ist das Gewinde für die Stativbefestigung beim Nissin aus Metall, während es beim Nikon nur aus Kunststoff gefertigt ist.

Lieferumfang:
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Während beim Nissin nur eine windige Schutzhülle und eine CD mit Handbuch mitgeliefert werden, glänzt der Nikon mit einer vorbildlichen Zusatzausstattung. Neben einem sehr ausführlichen gedruckten Handbuch (mit 164 Seiten!), liegen auch noch ein Foto-Guide, ein Diffusor und zwei Aufsteckfilter bei. Abgerundet wird das Ganze mit einer soliden und gepolsterten Aufbewahrungstasche.

Blitzleistung:
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Während der Nissin mit einer maximalen Leitzahl von 44 angegeben ist, hat der Nikon hier mit max. 38 das Nachsehen. Allerdings hat der Nikon mit 2,5 Sekunden eine wesentlich kürzere Ladezeit (Nissin 5 sek). Das macht sich bei Serienbildern, z.B. bei Porträts deutlich bemerkbar.

Funktionsumfang:
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Die Rückseiten der Geräte offenbaren die größten Unterschiede. Der Nissin verfügt über kein Display, sondern nur drei Tasten und einige LEDs. Anders der Nikon: Ein großes, gut ablesbares und beleuchtetes Grafikdisplay dominiert die Rückseite. Dazu gibt es jede Menge Schalter und ein zentral angeordnetes Einstellrad. Die wichtigsten Merkmale, wie i-TTL Steuerung, Master und Slavefunktion beherrschen beide Geräte. Hinsichtlich Zoombereich ergeben sich Unterschiede. Der Nissin ist für 24 - 105 mm ausgelegt, der Nikon für 18 - 120 mm. Ansonsten zieht der Nikon hinsichtlich Ausstattung souverän am Nissin vorbei. Distanzvorgabe, Ausleuchtungsprofile, CLS oder visuelle Kontrollmöglichkeiten für eine optimale Einstellung sucht man am Nissin vergeblich.

Bedienung:
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Neben der größeren Funktionalität ist die bessere Bedienung der primäre Vorteil gegenüber dem deutlich preisgünstigeren Blitzgerät von Nissin: Der Nikon SB-700 hilft dem Fotografen durch die Visualisierung der Einstellungsparameter sofort und ohne große Experimente die optimale Einstellung hinsichtlich Blende und ISO-Wert an der Kamera zu wählen. Ob die besseren Features des SB-700 für den jeweiligen Anwender den hohen Mehrpreis rechtfertigen, muss jeder für sich selbst entscheiden.

Das Anbringen des Diffusors gestaltet sich sehr hakelig. Die Bedienungsanleitung hilft hier auch nicht wirklich weiter. Es hat eine Weile gedauert, bis ich den Dreh raus und die richtige Position gefunden hatte. Dabei merkt man dann durchaus, dass der SB-700 noch etwas solider gefertigt sein könnte.

Das Verstellen des Winkels des Blitzkopfes in vertikaler oder horizontaler Achse gefällt mir beim Nission ebenfalls besser, weil es keine lästige Arretierung gibt. Beim Nikon ist das sehr mühselig, weil es ergonomisch nicht wirklich gelungen ist, gleichzeitig den Arretierknopf drücken zu müssen.

Gleiches trifft auf den Modusschalter am SB-700 zu. Um in den Slave/Master-Betrieb zu wechseln, muss man gleichzeitig eine winzige Entriegelungstaste drücken. Dabei bricht man sich fast die Finger und hat gleichzeitig Angst, den Schalter zu beschädigen. Warum Nikon diese Lösung gewählt hat erschließt sich mir leider nicht.

Fazit:
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Trotz der einen oder anderen Kritik bin ich von den Möglichkeiten des Nikon SB-700 begeistert. Endlich gelingen Blitzaufnahmen auf Anhieb, bzw. mit weniger Herumprobieren. Den Nissin wollte ich eigentlich verkaufen, aber ich werde ihn nun als zusätzlichen Slave-Blitz verwenden. Die Kombination des integrierten Kamerablitzes in Verbindung mit dem SB-700 und dem Di622 im entfesselten Blitzmodus machte eine Menge Spaß und läßt viel kreativen Spielraum. Für die wackelige Befestigung und die nicht ganz optimale Ergonomie gibt es aber einen Punkt Abzug.

Sparfüchse werden auch mit dem Nissin Gerät glücklich, sofern sie die zusätzlichen Funktionalitäten des SB700 nicht benötigen.

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Kommentare

Von 5 Kunden verfolgt

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1-10 von 23 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 07.11.2011 18:39:16 GMT+01:00
Denis Polk meint:
Sehr hilfreicher Beitrag, da ich auch gerade meinen Nissin 622 ablösen möchte, thx.
Eine Frage wie ist das AF Hilfslichtmuster beim SB700? Der Nissin macht ja nur 3 so Streifen.
Beim SB900 weiß ich das der so ein Gitternetz abstrahlt, ist das beim SB700 auch der Fall?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 08.11.2011 09:07:56 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 08.11.2011 09:08:34 GMT+01:00
Bazi meint:
Der SB700 projiziert ein Kreuz, bestehend aus Gitternetz-Rechtecken.

Veröffentlicht am 01.01.2012 16:34:30 GMT+01:00
waldgeist meint:
[Die meisten Kunden meinen, dass dieser Beitrag nicht zur Diskussion gehört. Beitrag dennoch anzeigen. Alle nicht nützlichen Einträge anzeigen.]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 14.01.2012 21:21:05 GMT+01:00
Jonah Blaeser meint:
Das mag sein und vielleicht ist das auch hier so, was ich aber eher bezweifle...Und selbst WENN, dann bietet der Nikon-Blitz immer noch bessere Bedienbarkeit und mehr Komfort und führt somit schneller zum gewünschten Ergebnis, was letzten Endes meiner Meinung nach durchaus ein Grund in die teurer Nikon-Variante zu investieren. Cheers!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 14.01.2012 21:38:35 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 14.01.2012 21:40:40 GMT+01:00
waldgeist meint:
da stimmen wir ja durchaus überein, aber es gibt auch Menschen die die preiswertere Version kaufen wollen, wenn sich heraus stellen würde, dass es nahezu die gleichen Geräte nur mit verschiedenen Label wäre. Ich kaufe auch nur die Nikon "Originale", selbst bei den Akkus. Wenn ich mir das aber nicht (mehr) leisten könnte, wäre ein Gedanke wie beschrieben doch nicht falsch, oder ? Ich habe den SB-700 selbst und meine, dass der Blitz bis auf paar Kleinigkeiten exzellent gut ist und die Kleinigkeiten liegen weniger am/im Blitz als an/in dem, was Nikon mitgeliefert hat.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 15.01.2012 00:27:18 GMT+01:00
Jonah Blaeser meint:
[Die meisten Kunden meinen, dass dieser Beitrag nicht zur Diskussion gehört. Beitrag dennoch anzeigen. Alle nicht nützlichen Einträge anzeigen.]

Veröffentlicht am 19.01.2012 07:31:55 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 19.01.2012 07:50:55 GMT+01:00
phoenix567 meint:
Einen weiteren sehr wichtigen Unterschied haben sie aber vergessen: Das SB-700 beherrscht Hi-Speed-Syncro, das Nissin nicht. Hi-Speed-Syncro ist ideal für Aufhellungszwecke im Outdoor-Bereich. Ich besitze eine D90, ein SB-900 und ein Nissin 622 und das Nissin habe ich nie mehr benutzt seitdem ich ein SB-900 besitze, da mir diese wichtige Funktion beim Nissin fehlt. Eigentlich ist dies ein K.O.-Kriterium gegen das Nissingerät.
Und es gibt noch einen wichtigen Unterschied: Das SB-700 beherrscht CLS, und das Nissin nicht. CLS bedeutet dass die Kamera (eine D90 bei mir) bis zu 4 Blitzgeräte in 2 Gruppen entfesselt automatisch fernsteuern kann, mit TTL trotz kabelloser Fernsteuerung, eine geniale Sache. Das Nissin ist in ein CLS-System nicht integrierbar.
Insgesamt finde ich es schon sehr gewagt, ein SB-700 mit einem Di622 überhaupt zu vergleichen, denn von den Möglichkeiten her liegen Welten dazwischen.
Das eingebaute Blitzgerät einer D90 oder D7000 ist CLS-fähig und dient als Master, das heisst, wenn man ein SB-900 oder SB-700 kauft, hat man sofort ein CLS-System zur Verfügung.
Die Rezension geht daher leider am Thema eigentlich vorbei und informiert nicht richtig.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 19.01.2012 08:56:50 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 19.01.2012 08:59:34 GMT+01:00
Bazi meint:
Das stimmt nicht ganz. Der Nissin verfügt auch über die Master/Slave Technik. Genau das ist der Grund, warum ich ihn behalten habe und zusätzlich zum Nikon Blitz im Slave-Modus als Zweitblitz verwende.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 19.01.2012 11:05:01 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 20.01.2012 06:45:01 GMT+01:00
phoenix567 meint:
Offensichtlich wissen Sie nicht, was ein Nikon-CLS-System ist. Beim Nissin kann man nur die Blitz*auslösung* in einem Master/Slave-Verbund veranlassen, man kann aber nichts steuern.
Beim SB-700 mit CLS-Integrierbarkeit lässt sich ein Gerät oder auch eine komplette Gruppe (!) von Blitzgeräten nicht nur auslösen, sondern auch die *Belichtungssteuerung* einschließlich i-TTL-Messwerte *intelligent* in einem System automatisch *steuern*. Die externen Nikon-Blitzgeräte messen jeder für sich die Entfernung zum Objekt und melden dies der Kamera, welche eine zentrale, intelligente Berechnung durchführt, wie von einem Computer gesteuert. Das Ganze nennt sich CLS und gibts nur bei Nikon.
Ein CLS-System entsteht auch dann automatisch, wenn man nur ein SB-700 kauft, denn es entsteht automatisch ein Verbund mit dem integrierten Blitzgerät der Nikon-Kamera, man hat dann zwei Blitzgeräte in einem CLS-Verbund, mit dem Nissin hat man nur ein primitives Master/Slave-Gespann mit dem man das Slavegerät auslösen aber nicht steuern kann.
Das CLS-System stellt einen enormen Vorteil dar z. B. bei Studio-Fotografie, auch für Amateure die sich zu Hause in einer Ecke ein eigenes kleines "Fotostudio" aufbauen möchten, um Aufnahmen von der Familie zu machen die professionell aussehen wie vom teuren Profi-Studio gemacht.
Das alles geht mit dem Nissin nicht! Nur mit den Nikons, z.B. SB-600, SB-700, SB-900, oder SB-910.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 20.01.2012 15:21:44 GMT+01:00
Bazi meint:
Ich habe nie behauptet, dass der Nissin CLS-fähig ist. Ich habe nur angemerkt, dass der Nissin durchaus im Slave-Modus z.B. als zusätzlicher rückwärtiger Aufhellblitz einsetzbar ist. Das der SB700 gegenüber dem Nissin große Vorteile aufweist ist unbestritten. Dafür kostet er ja auch deutlich mehr.
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