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Kein Frieden vor dem Bösen...?,
13. Juli 2010
Rezension bezieht sich auf: No Rest for the Wicked (Audio CD)
1987, noch vor der Veröffentlichung der Tribute-Live-Scheibe, verließ der langjährige Gitarreo Jake E. Lee Ozzys Band. Nachdem auch Basser Phil Soussan das Handtuch geworfen hatte, musste schnell Ersatz her. Am Bass sprang mal wieder Bob Daisley ein und an der Gitarre sorgte ein junger, völlig unbekannter Gitarrist namens Zakk Whylde für Aufsehen.
Der Titel erschien mir damals fast ein bischen zu melodramatisch für eine Ozzy-Scheibe. Aber vom Prinzip passt der Titel wie die Faust aufs Auge. Nicht weil Ozzy mit *Demon Alcohol* schon wieder seine Alkoholsucht thematisiert, oder in *Hero* als Antihelden gibt, sondern weil er bereits auf dem Opener *Miracle Man* mit der Bigotterie eines verlogenen Fernsehprediger abgerechnet, und der Track *Bloodbath In Paradise* das sog. Tate-Massaker von Charles Manson thematisiert.
Ansonsten gibt's mit *Tattooed Dancer*, *Crazy Babiess*, *Devil's Daughter* (cooles Riff) solides, typisches Ozzyfutter und mit *Fire In The Sky* eine hauptamtliche Halbballade. Schade nur das die Songs dieser CD heute bei Ozzy-Konzerten nicht mehr live gespielt werden. Dafür ist der Schatten des Nachfolgers No More Tears wohl zu groß, und Bob Daisley Beteiligung am Songwriting für Ozzy zu teuer. Anders kann ich mir diese stiefmütterliche Behandlung dieser gut- bis erstklassigen Songs nicht erklären.
FAZIT: nix desto trotz ein starkes fünftes Studio-Album...
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