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Kundenrezension

73 von 106 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Auf den zweiten Blick ein toller zweiter Teil, 20. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Der Hobbit: Smaugs Einöde [Blu-ray] ultraviolett (Blu-ray)
Tendenziell gehöre ich zu der Fraktion, die Peter Jacksons Filmen und seiner Interpretation von Tolkiens Werken sehr wohlwollend gegenübersteht und auch so manche Buchabweichung gerne verzeiht. Von daher liebe ich die alte Trilogie, und beinahe ebenso sehr habe ich im letzten Jahr "Der Hobbit - Eine unerwartete Reise" ins Herz geschlossen. Klar, Ausschmückungen wie den Azog-Plot oder Radagast und Dol Goldur gab es auch dort, für meine Begriffe hat sich das aber alles super in die Geschichte eingefügt und mir sehr viel Spaß gemacht. Somit war ich bereit, auf ein Neues in die Welt von Mittelerde einzutauchen, wieder dieses typische Herr-der-Ringe-Feeling zu genießen, bis irgendwann der Abspann über die Leinwand läuft und man rundum zufrieden ausatmet. Leider wurden meine (realistischen) Erwartungen dieses Mal nicht voll und ganz erfüllt.

Insgesamt habe ich einen gelungenen zweiten Teil gesehen, einen tollen Fantasyfilm, der jedoch dramaturgische Schwächen aufweist. Einen großen Anteil hieran hat der ungewöhnlich höhepunktarme Soundtrack, der im Vergleich zum Herrn der Ringe und selbst zum ersten Hobbit-Teil stark abfällt und über weite Strecken sehr, sehr passiv wirkt. Das kenne ich so gar nicht von Peter Jackson und Howard Shore! Die HdR-Soundtracks haben die Filme förmlich getragen, haben eine Atmosphäre versprüht, die regelmäßig für Gänsehaut gesorgt hat. Bei "Smaugs Einöde" überkam mich dieser angenehme akustische Schauer vielleicht ein bis zwei Mal - am ehesten noch in der Szene, als Tauriel mit Kili über die Sterne philosophiert (schönes Thema). Doch nehmen wir als Beispiel einmal die Fässerflucht: Die Szene hat mir persönlich gut gefallen - jedoch hätte sie einen wirklich bleibenden Eindruck hinterlassen können, wenn sie akustisch entsprechend in Szene gesetzt worden wäre. Anstelle einer packenden in sich geschlossenen Klangkulisse wechseln die Themen hin und her, werden dabei immer nur kurz angerissen, bevor die Musik alsbald wieder in eine unerwartete Ruhephase verfällt. Diese Disharmonie zieht sich durch viele Passagen des Soundtracks, dessen Hauptthemen oftmals sehr unspektakulär im Hintergrund verflachen und irgendwie umständlich dahin plätschern. Im Vergleich dazu ist der Soundtrack von "Die Rückkehr des Königs" überaus abwechslungsreich und gespickt mit vielen wunderbaren Themen, die bereits beim ersten Hören sofort ins Ohr gehen. Ein Unterschied wie Tag und Nacht.

Ein weiterer Kritikpunkt ist das Pacing des Films, generell sein Timing, das dieses Mal nicht immer passt: In 150 Minuten passiert zwar relativ viel, und dennoch wollte der Funke nicht auf Anhieb bei mir überspringen. Ob der Spinnenangriff im Düsterwald, die Fässerflucht, Ork-Action in Seestadt oder nicht zuletzt der Kampf mit Smaug - all das bietet hohe Schauwerte, aber es fesselt mich diesmal nicht, weil immer ein Schuss Dramaturgie fehlt. Beim Finale von dem ersten Hobbit-Teil standen mir die Nackenhaare hoch, als Thorin, begleitet von spannungsgeladener Musik an brennenden Bäumen vorbei mit dem Schwert in der Hand, bereit für ein letztes Duell, auf Azog zumarschiert. Das war packend!! Eine vergleichbar dramatische Szene gibt es in Smaugs Einöde nicht. Klar, Smaug selbst ist super und der Dialog mit Bilbo im Drachenhort total gut eingefangen. Die hinzu erfundene Drachenjagd im Erebor flasht mich jedoch nur bedingt, und man macht sich hier zu keinem Zeitpunkt wirklich Sorgen, dass den Zwergen irgendwas passieren könnte. Gut, laut Buch überleben sie den Drachen ja auch. Aber dennoch könnte sich ja beim Zusehen das Gefühl einstellen, dass sie hier echt was durchmachen, so wie Thorin eben am Ende vom Vorgänger. Vielleicht ist auch hier wieder der schwache Soundtrack mitverantwortlich dafür, dass Spannung nur bedingt aufkommt.

Inhaltlich hat mir die Geschichte mit all seine Ausschmückungen im Großen und Ganzen gut gefallen. Den Aufenthalt bei Beorn hätte man sich jedoch beinahe sparen können. Der Pelzwechsler kommt derart kurz, dass man den Eindruck gewinnt, Peter Jackson war von der Figur und ihrem ziemlich behämmerten Look selbst nicht mehr so recht überzeugt gewesen. Dieses Kapitel fühlt sich extrem gestaucht an, so als habe man bewusst viel Material für die Extended Edition aufgehoben. Bin ich mit dem Charakterdesign bislang immer sehr glücklich gewesen, haben die Schöpfer von Beorn diesmal kräftig in die Tonne gegriffen. Was soll das sein? Ein Werwolf mitten in der Verwandlung eingefroren? Im Idealfall hätte ich mir Beorn als eine athletische, grimmige Ausgabe von Hagrid gewünscht. Der finale Look jedoch, die Frisur, das Gesicht, passt irgendwie gar nicht in das bisher von Peter Jackson geschaffene Mittelerde.
Düsterwald fand ich toll; die Spinnen gefielen mir weitaus besser als die gute, alte Kankra und Bilbos Einsatz des Ringes war genial eingefangen. Letztlich fehlte mir aber auch bei dieser Sequenz wieder ein Schuss Dramaturgie. Selbst in der kindlichen Buchvorlage wird beschrieben, dass sich die Zwerge einen hitzigen Kampf mit den Spinnen liefern ("...wieder und wieder schlugen sie die Spinnen zurück..."). Doch irgendwie ist die Gefahr recht schnell gebannt und das Einschreiten der Elben kommt, als nur noch wenige Kreaturen übrig sind. Schade - diese bereits gute Szene hätte durchaus Potenzial für noch mehr Spannung und Verzweiflung geboten.
Das Waldelbenreich ist optisch schön designt, wirkt aber dezent CGI-lastiger als seinerzeit Lothlórien. Mit Thranduiel und Tauriel wurden zwei interessante Figuren eingeführt. Insbesondere die umstrittene Elbin hat mir sehr gut gefallen. Klar, die Figur wandelt auf schmalen Hollywoodklischeepfaden, kommt aber dennoch sehr sympathisch rüber. Was die Optik betrifft, hat das Casting hier ganze Arbeit geleistet! So habe ich mir als alter Mers-Spieler immer eine wunderschöne Elbin vorgestellt.
Dass Legolas hier als unterkühlter, beinahe unbesiegbarer Orkslayer dargestellt wird, trägt nicht unbedingt zur Spannung bei. Selten macht man sich um diesen Charakter Sorgen, da ihm beinahe alles mit überirdischer Leichtfertigkeit gelingt.
Die Beziehung zwischen Kili und Tauriel finde ich bis jetzt in Ordnung, gibt sie beiden Figuren doch ein wenig Tiefe. Jedoch muss Peter Jackson aufpassen, dass es im dritten Teil nicht in allzu großem Kitsch ausartet.
Der Handlungsstrang rund um Gandalf und den Nekromanten gefiel mir beinahe am besten, nur wurde auch dieser zum Teil sehr schnell abgehandelt und wirkte in manchen Szenen (die Grabstätte der Nazgul) irgendwie stark gekürzt. Die Extended Edition wird 's hoffentlich richten.
Der Schauplatz Seestadt war ebenfalls klasse, auch wenn ich sie mir beim Lesen nie ganz so herunter gekommen vorgestellt habe. Hatte ich schon erwähnt, dass der Soundtrack ein Schwachpunkt des Films ist? Auch hier reißt er wieder einmal ein interessantes neues Thema an, nur um nach ein paar Sekunden gleich wieder komplett zu verflachen.
Luke Evans als Bard gefällt mir sehr gut. Bleibt die Figur im Buch ziemlich blass, verleiht er ihr mit seinem tollen Spiel einiges an Profil.
Der Drache, seine Mimik, seine (deutsche) Stimme, sein Auftritt - alles super gemacht!! Doch ist er das Highlight des Films? Jein! Vor zehn Jahren hätten wir von nichts anderem gesprochen als von diesem genialen Drachen. Doch mittlerweile ist man als Kinogänger schon beinahe verwöhnt, was gutgemachte CGI-Ungeheuer angeht. Harry Potter, Alice im Wunderland, Eragon - das waren alles gut gemachte Drachen, und man hat sich daran gewöhnt, dass mittlerweile jeder zweite Drache im Film sensationell aussieht. Smaug kann also nichts dafür, dass sein Look einen nicht mehr komplett aus den Stiefeln zu hauen vermag. Allerdings punktet er mit viel Charme und Arroganz, wie sie kein anderer Leinwanddrache bisher gezeigt hat. Seine Szenen mit Bilbo sind fantastisch - die Jagdszenen mit den Zwergen wirken dagegen aufgebläht und nur bedingt spannend.

Fazit: Für einen Berufsoptimisten und toleranten Tolkienfan wie mich sind es diesmal ungewohnt viele Kritikpunkte bei einem Peter Jackson-Mittelerdefilm. Insgesamt hat "Smaugs Einöde" viel Sehenswertes zu bieten, lässt aber phasenweise Dramaturgie vermissen. Der Soundtrack ist leider nur Durchschnitt - brillante Themen wie zu Zeiten der Gefährten bis hin zur Rückkehr des Königs sind Mangelware und stellen für mich den größten Kritikpunkt dar. Schauplätze, Darsteller, Effekte und auch die deutsche Synchronisation sind nach wie vor großartig. Nachdem ich den Film ein zweites Mal gesehen habe, hat er mir schon deutlich besser gefallen, und die genannten Schwachpunkte habe ich nicht mehr als ganz so gravierend empfunden, so dass ich auf den zweiten Blick schon wesentlich mehr Spaß mit dem zweiten Hobbit-Teil hatte. Insgesamt ist dies also ein wirklich toller Fantasyfilm mit kleinen Mängeln, der immer noch sehr viel Mittelerdefeeling versprüht, so man sich denn darauf einlässt und die ein oder andere Buchabweichung verzeiht.
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Kommentare

Von 1 Kunden verfolgt

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1-3 von 3 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 20.12.2013 12:11:31 GMT+01:00
dem fazit kann ich mich anschließen!:-)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 03.02.2014 09:33:26 GMT+01:00
Ich kann es auch nicht besser ausdrücken wobei mir der schwache Soundtrack erst zuhause (diesmal auch nur auf Mp3) aufgefallen war ... man hört ihn nebenbei und da bleibt dann einfach nichts im Kopf hängen. Ich hoffe/warte dann noch auf die extended Version vom Film!

Veröffentlicht am 15.03.2014 21:08:19 GMT+01:00
linkkatze meint:
Man sollte auch nie eine Verfilmung von einem Buch anschaun wird man eh meist zuviel erwarten! Harry Potter zeigte das ja schon und die HDR Trilogy ebendso! ;) Herr Der Ringe das Buch war großartig der Film war sehr gut! Wenn man Bücher ließt verschmilzt man ja mit dem Buch und sowas kann keine DVD Blu Ray oder Kinoleinwand hinbekommen! ;)
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