Kundenrezension

21 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Little Bee - Little Book, 1. Mai 2011
Rezension bezieht sich auf: Little Bee (Taschenbuch)
Das Buch handelt von Little Bee, einem 16 jähriges Mädchen, das von Nigeria nach Großbritannien geflüchtet ist. Nach zwei Jahren in einem Flüchtlingslager auf der Insel kommt sie frei. Sie schlägt sich zu den einzigen Menschen durch die sie im fremden Land kennt. Mit diesen Menschen, ein Ehepaar, verbindet Sie ein tragisches Zusammentreffen an einem Strand in ihrem Heimatland.
Das Buch wird abwechselnd aus der Sich von Little Bee und Sahra, die Frau des englischen Pärchens, geschildert.

Das Problem dieses Buches ist zum einen die Handlung und zum anderen die handelnden Personen.

Little Bee wird einmal als das naive Mädchen aus dem afrikanischen Dorf beschrieben, dass sich in der westlichen, technisierten Welt kaum zurechtfindet. An anderer Stelle kommt sie wieder recht altklug daher und meister es z.B. mühelos einen Kontakt aus einem Mobiltelefon zu löschen. Die inkonsistente und unglaubwürdige Darstellung verhinderte jede Identifizierung mit dieser Hauptfigur.
Sara, die zweite Hauptdarstellerin, ist auch kaum zu greifen, ihre Gefühlswelt vollkommen wirr. Mal ist von so großer Liebe zu ihrem Mann die Rede, dass sie die Welt vergessen hat. Ein anderes Mal erklärt sie dass Sie für ihren Mann niemals das empfunden hätte, was Sie für ihren Liebhaber empfindet. Einersets trauert Sie um Ihren Mann, andererseits ist die Leiche noch nicht kalt, steigt Sie schon mit Lauwrance ins Bett.

Die Handlung: Am Anfang wird der Leser etwas mit dem" Ereignis bei Laune gehalten. Es wird immer wieder erwähnt und erst zur Mitte des Buches enthüllt. Danach flacht das Buch weiter ab, teilweise ins belanglose. So widersprüchlich die Personen, so auch die Handlung. Es ist z.B. unlogisch, dass Little Bee das Ereignis überlebt, sollten doch Zeugen eliminiert werden und es ist gradezu absurd, dass die Protagonistin zum Ort des Geschehens zurückkehrt.

Fazit: Hauptdarsteller sehr schwach und widersprüchlich, Handlung undurchdacht. Mann hätte aus dem Stoff mehr machen können, vielleicht sogar ein gutes Buch.
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Kommentare

Von 1 Kunden verfolgt

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1-4 von 4 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 09.05.2011 07:32:27 GMT+02:00
Sarah Toga meint:
Vielen Dank für diese Rezesion! Ich wollte selbst eine verfassen, muss mich nun aber nur noch anschließen. Ich habe das Buch / die Personen genauso erlebt. Die Widersprüche sind enorm, weswegen mich der große Jubel irritiert.

Veröffentlicht am 06.08.2011 13:39:06 GMT+02:00
[Vom Autor gelöscht am 10.08.2011 11:39:41 GMT+02:00]

Veröffentlicht am 05.09.2011 23:33:10 GMT+02:00
Im Grunde kann ich die in dieser Rezension aufgeführten Kritikpunkte nachvollziehen, gleichzeitig empfehle ich aber das zu tun, was der Autor offensichtlich auch voraussetzt: sich wundern, nachdenken, Fragen stellen, eigene -vielleicht auch falsche- Antworten finden. So hatte Little Bee vielleicht einfach nur Glück, dass sie überlebte und es bis nach Europa schaffte. Unglaubwürdig? Durchaus. Aber nicht unmöglich.
In der Tat wirkt es vielleicht auch auf den einen oder anderen Leser irritierend, wenn die Protagonistin Sara die Beziehung zu ihrem verstorbenen Mann zu definieren versucht. Allerdings sind die Dinge nicht immer schwarz oder weiß, sodass sie die (stärkeren) Gefühle aus einer früheren Zeit in die Gegenwart zu projizieren vermag, welche zugleich im Widerspruch zu denen stehen, die sie für einen anderen Mann hat.
Es scheint mir der besondere Reiz dieses Buchs zu sein, dass eben nur auf bestimmte Details des kulturellen Schocks eingegangen wird, den Little Bee in den Augen einiger Leser erleiden muss. (Dies bezieht sich besonders auf die "Handy-Kritik": Hier wird der Protagonistin möglicherweise die Fähigkeit einer schnellen Auffassungsgabe abgesprochen, denn sie stammt ja aus einem Entwicklungsland. Allerdings ist anzumerken, dass sie es während ihrer zweijährigen Haft auch geschafft hat, das britische Englisch zu lernen.) In meinen Augen werden somit weniger die objektiven kulturellen Unterschiede thematisiert, sondern die individuellen und ineinander verwobenen Schicksale zweier Frauen.
Schlussendlich -als notwendige Konsequenz- m ü s s e n beide sogar zum Ort des Geschehens zurückkehren, denn erst hier können beide mit ihrer Vergangenheit abschließen.
Ein großartiges Buch.

Veröffentlicht am 22.11.2011 16:22:12 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 22.11.2011 16:24:43 GMT+01:00
S. Irani meint:
Das stimmt nicht. Ihre altkluge und zudem naive Art in bestimmten Aspekten passt haargenau auf die zerrissene Welt, in der sie lebte und lebt. Altklug, weil sie früh lernen musste, zu überleben und aufgrund ihrer Angst jede Mimik des Gesichtes anderer deuten muss und naiv, weil sie die technisierten Dinge nicht kannte. Und eine Nummer zu löschen, ist nicht schwer, wenn man lesen kann. Sie hat sogar noch erklärt, dass sie verwundert war, wie einfach Dinge sein können - auch in London. Deine Kritik ist für mich aus der Luft gegriffen. Wenn du einmal mit kriegstraumatisierten Menschen sprichst, weißt du, was ich meine.

Das Einzige, worin ich dir recht gebe ist die Tatsache, dass Sarah mit Charlie - ihrem Sohn - zum Geschehen zurückkehrt. Das kann man aber noch mit gutem Willen mit ihrer fixen Idee, Little Bee zu retten, erklären.

P.S.: Little Bee hat überlebt, und warum, erklärt sich aus der Beschreibung des Anführers. Es wird ganz deutlich, dass er einwenig nachdenklicher war, dass er die Weißen verachtete, dass er aber das, was er tat, genauso als sinnlos erachtete - deshlab auch sein Suizid. Er hatte Verachtung für Andrew übrig, aber hatte eine Art Respekt vor Sarah, weil sie sich den Finger abgeschnitten hat. Und deshalb ließ er sie frei. Die menschliche Psyche ist anders, als wir das manchmal denken. Man ist nicht nur böse, man ist nicht nur gut. Ghaddafi war auch ein lustiger Kerl, und Khamenei liebt traditionelle Musik. Und Little Bee konnte Andrew sterben lassen für ihr eigenes Leben. Das kam sehr gut rüber alles.
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