Kundenrezension

1 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Wein zu Wasser !!!, 26. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Try Anything Once (Audio CD)
Jesus machte einst Wasser zu Wein, Alan Parsons macht Wein zu Wasser. Kommen wir aber erst mal zum positiven dieses Albums. Ich besitze die
24 Karat Gold CD dieses Albums in 20 - Bit Mapping. Daher ist dieses Album klanglich natürlich gelungen und man kann damit durchaus seine Anlage auf Herz und Nieren überprüfen. Das Artwork des Albums ist sehr anmutend, und das Booklet ist mit teils sehr skurrilen Bildern zu den einzelnen Songs sehr schön gestaltet und strahlt daher auch einen gewissen Zauber aus. Die Erwartungen sind durch den ersten Eindruck entsprechend hoch, zumal auch das letzte nur mittelmäßige "Project" Album "Gaudi" doch schon gut 6 Jahre zurück lag. "Eric Woolfson" und "Alan Parsons" hatten sich aber nach langjähriger gemeinsamer Arbeit getrennt, so dass dieses Album unter dem Namen "Alan Parsons" veröffentlicht wurde. Das "Project" gab es also nicht mehr. Dennoch ist "Try Anything Once" mehr ein "Projekt - Album" verschiedener Gast - Musiker die auch schon auf den Alben des "APP" mitgewirkt hatten (Stuart Elliot ; Ian Bairnson ; David Pack ; Andrew Powell). Sogar das Songwriting stammt überwiegend aus fremder Hand als von "Alan Parsons".
Der Einstieg/ Intro mit "The Three Of Me" beginnt ansprechend und fällt sofort mit der ersten Textzeile ist totale nichts ab, erhebt sich dann aber noch mal kurz. "Turn It Up" ist dann ein recht gelungener Track und lässt hoffen das sich das Album gut weiter entwickelt. "Wine From The Water" lässt mich dann ein wenig mit den Füssen wippen, ist aber recht banal und kein Track den man öfters hören will. "Breakaway" das erste Instrumental des Albums (Songwriting ; Parsons) und eigentlich eine Spezialität von "Alan Parsons" erinnert an die Grütze der letzten "APP" Alben.
Dann endlich ein Lichtblick ; "Mr Time", gute 8 Minuten lang, weiß durch eine gewisse sich steigernde Spannung zu überzeugen, und ist auch von einer gewissen "Jacqui Copeland" gut gesungen. "Jigue", ein weiteres Instrumental hat etwas Altertümliches wird am Ende durch den Einsatz des Saxophon aber vergeigt. Die nächste Null - Nummer ist "I'm Talking To You" , und darauf folgt ein langweiliges "Siren Song". Bei "Dreamscape" erhebt sich in meiner Phantasie absolut keine Traumlandschaft. Das Orchestrale "Re - Jigue" erinnert auch mehr an die schlechteren "APP" Nummern (hier konnte auch ein Andrew Powell nichts mehr retten). Mit dem Ausklang des Albums "Oh Life" ist dann aber nochmal ein erwähnswerter guter Track enthalten mit schönem Piano und auch mit viel Emotion von "David Pack" gesungen.
Alles in allem ist "Try Anything Once" kein Album das man haben muss. Waren die letzten Alben von "APP" nur Mittelmass, so knüpft der Meister an den Reglern hier nur an die Mittelmäßigkeit vergangener Tage (80er Jahre) an. "Alan Parsons" der einst aus Kompositionen das machte was Weinliebhaber einen vorzüglichen Wein nennen würden, schafft es hier nicht mal einen billigen Fusel zu zaubern. Das Album ist inzwischen 20 Jahre alt (erschienen 1993) und wenn es doch mal den Weg in den CD - Player fand, hat es stets nur ein Augenrollen bei mir verursacht. Nein Danke, Mr Parsons !!! Dieses Album war der Beweis das die Zeit von Ihnen vorbei war. Da half auch ein Exzellentes "Mr. Time" nichts. Nur für ganz harte "Alan Parsons" Fans !!!
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