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Kundenrezension

6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Die Stones in Action 1965, sowie (zu) viele (zeimlich langweilige) Interviews!, 17. September 2013
Von 
Rezension bezieht sich auf: The Rolling Stones - Charlie Is My Darling: Irland 1965 (DVD)
Der FIlm hier ist eine restaurierte Fassung eines Films über die Band anlässlich der Irland- Tour 1965.
Mich als Rolling- Stones- Fan hat der Film aber sehr enttäuscht. Erstens kannte ich schon fast alle Aufnahmen und Interviews hier aus dem Internet (für mich war es also nichts Neues mehr); zum Anderen wirkt der FIlm hier über weite Strecken sehr oberflächlich.
Gezeigt werden die Rolling Stones "on stage", sowie hinter den Kulissen, z.B. beim Komponieren von Songs, Herumalbern, sowie Interviews.
Allerdings werde ich den Eindruck nicht los, dass das hier ziemlich inszeniert ist, also ein "abgekartetes Spiel". Hat ohnehin etwas von einem "Werbefilm". Der Verdacht erhärtet sich dadurch, dass mit Andrew Loog Oldham der damalige Produzent für den Film auch verantwortlich zeichnete.

Dennoch mag der Film noch ein gewisses Zeitdokument der frühen Stones- Ära darstellen; zumal es kaum andere Quellen über diese Zeit der Stones gibt.

Am INteressantesten (und authentischsten) sind immer noch die Bühnenauftritte (meist allerdings auch im Internet so abrufbar).
Eher langweilig fand ich die Interviews (ebenfalls im Internet abrufbar). Hier weden mal wieder weitgehend überflüssige und dämliche Fragen gestellt, deren Charakter noch durch entsprechende Antworten besonders deutlich gemacht wird (und damit fängt der Film sogar an!). - der Produzent war sich nicht zu schade, diese sinnlosen Szenen rauszuschneiden (aber dann wäre der Film auch nicht besonders lang geworden). Bei den längeren INterviews werden wieder dämliche Fragen gestellt; oft ist es all zu offensichtilich, was die Befragten von diesen dümmlichen Fragen halten. - Die Stones wirken auch entsprechend dazu nicht besonders motiviert, darauf Antworten zu geben (mögilcherweise sind diese Antworten z.T. auch inszeniert worden). Mir kommt es vor, als würden die Stones sich bemühen, auf "Teufel- komm- raus" hier halbwegs überlegte oder wahrheitsgemäße Antworten zu geben, den Gesprächspartner ernst zu nehmen. Dennoch wirkt das Ganze alles Andere als spannend. Warum stellen die den Stones so dämliche Fragen?!
Außerdem hat mich sehr gestört, dass die Stones hier wie eine Boygroup präsentiert werden (Frage (an weiblichen Fan, z.B.:) "Wen magst Du besonders?" - Antwort: "Mick!" - Frage: "Warum?" - Antwort: "Ich mag ihn einfach!" (und so geht das dann die ganze Zeit weiter)). Und: ach wie süß! - Albern die Stones ein wenig harmlos herum und machen andere Bands nach. - In dem Stil hätte man auch einen Film über die "Backstreet Boys" machen können!

Die "Spechial Features" sind: "Full Interviews" mit einigen einzelnen Stones als Gesprächspartner (Brian Jones, Charlie Watts, Mick Jagger, Bill Wyman).
Dazu gibt es noch einen Beitrag über den "Restauration Process" (wie der Film restauriert wurden). - Leider nur auf Englisch.
Hier mal dem Fan z.B. ein paar "Bonus- (Live-) Tracks" zu bieten, hat der Produzent leider versäumt.
Für meinen Geschmack wird hier zu viel gelabert und zu wenig Musik gemacht.

Es gibt auf der DVD 2 Versionen des Films: einmal der "Original Director's Cut", sowie der "Original Producer's Cut".

7 Sprachen sind für den Film verfügbar. Allerdings ist nur Englisch zu hÖren; der Rest ist mit Untertiteln zu lesen.

Als Audio- Optionen stehen hier "Surround 5.1" und "Stereo 2.0" zur Verfügung.

FAZIT: Muss man echt nicht haben!
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Von 1 Kunden verfolgt

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1-3 von 3 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 08.10.2013 18:39:39 GMT+02:00
Bloß weil du dir alle möglichen Sachen schon im Internet angesehen hast, heißt das noch lange nicht, dass andere dieses Material auch schon kennen. Im Internet ist alles total zerrissen in kleine Einheiten, hier sieht man, in welchem Zusammenhang diese Internetfetzen stehen.
Du kannst doch nicht ernsthaft fragen, warum den Stones so dämliche Fragen gestellt werden. Das ist doch 50 Jahre her,
auch die Journalisten waren damals total überwältigt von dem neuen Phänomen und wussten einfach nichts Besseres zu fragen.

Veröffentlicht am 10.11.2013 15:58:13 GMT+01:00
Gerd Hanke meint:
Hallo Ingmar,

Sie schreiben, es habe Sie "... sehr gestört, dass die Stones hier wie eine Boygroup präsentiert werden" - sorry, aber die vom damaligen Manager der Stones in Auftrag gegebene "Reportage" ist aus dem Jahre 1965! Und damals war die Band eine "boygroup" - die zweite nach den Beatles. Und so wie vor etwa zwanzig Jahren die New Kids On The Block und die Backstreet Boys miteinander konkurrierten, so waren es Mitte bis Ende der 60er Jahre halt die Fab Four und die Stones, die um die Gunst des Publikums (also der Plattenkäufer) buhlten. "Boygroups" sind doch keine Erfindungen der Neunziger Jahre - die gibt es, seit dem George Martin sich Anfang der 60er dazu entschieden hatte, nicht länger jeweils einen Sänger plus Begleitgruppe zu produzieren und als solche zu promoten, sondern eine gesamte Gruppe als Einheit in den Vordergrund gestellt hat - was dazu führte, dass das werte Publikum auf einmal nicht nur einen, sondern vier (später bei den Stones fünf) verschiedene "Lieblinge" hatte, die es anhimmeln konnte. Da war dann für jede(n) etwas dabei.

MfG, Gerd Hanke

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 22.03.2015 23:40:31 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 23.03.2015 00:28:58 GMT+01:00
Ingmar meint:
(Sorry für die späte "Antwort"!:)

Mag ja teilweise so sein. Aber die "Rolling Stones" mit einer "Boygroup" zu vergleichen, bzw. sie sogar selbst so zu bezeichnen, halte ich schonf ür "starken Tobak"! Schließlich ist nicht jede Band, die aus mehreren jungen Männern besteht, gleich eine "Boygroup"! (und deswegen waren die Rolling Stones auch keine!).
Beim Zeitpunkt ihres Erscheinens waren die Rolling Stones der Schreck des Establishments und vor allem der damaligen Eltern. - Sie waren eine "kulturelle Revolution", über die aber die Sittenwächter damals nicht mehr einfach so hinwegsehen konnten; denn dazu war die ganze Sache schon zu sehr im Gang; der "Stones- Hype" - ähnlich wie kurz davor oder während dieses Phänomens die "Beatle- Mania" - hatte längst um sich gegriffen. Die Band war schon sehr schnell viel zu populär, als dass man sie einfach hätte "verbieten" können, o.Ä.! Außerdem konnte man den Stones ja auch nicht viel "Illegales" nachsagen (bzw. musste das erstmal suchen/ finden). Selbst der damalige mächtigste Kirchenmann des Vereinigten Königreichs, der "Erzbischof von Canterbury", hatte sich ja damals zu dem Pänomen entsprechend "gleichgültig" geäußert: "Die Rolling Stones und ihresgleichen sind eine Sache, mit der man leben muss."
Außerdem war die Musik der Stones einfach zu gut, als dass man die jugendlichen Musikfreunde so einfach hätte vor den Kopf stoßen können, indem man deren Musik, bzw. die Bandmitglieder einfach "aus dem Verkehr gezogen" hätte! - Das hätte dann wirklich wohl zu starken Vorbehalten der Jugend gegenüber dem Staat und seinen Behörden in einem "Freien Land" geführt; vielleicth sogar zu ernsthaften "bürgerkriegsähnlichen" Zuständen, die sich vor allem auch die "Halbstarken" zu Nutze gemacht hätten. - Da hätte es dann unzählige Festnahmen gegeben; vermutlich Mord und Totschlag auf den Straßen. Naja, ich denke, da waren Politiker und Behörden damals dort löblicherweise hellsichtig genug, mit Bedacht zu handeln und auf den Grundsatz der "Verhältnismäßigkeit der Mittel" zu achten.
Wer weiß? - Vielleicht hätte man in Deutschland zu drastischeren Mitteln gegriffen, weil da diese Phänomene noch nicht so bekannt waren (obwohl es hierzulande ja auch schon "Halbstarke" und Rock & Roll- Kultur gegeben hatte)?
Die Stones waren damals schon alleine wegen ihres "AUssehens" ein Dorn im Auge. Sie waren - mit Ausnahme von Brian Jones - nicht besonders "schön"; kleideten sich anders; verhielten sich anders; vor allem auf der Bühne wirkten sie oft wie die reine Provokation; ihre Songs wirkten neuartig; sie traten sehr individualistisch auf; sie taten scheinbar, was sie wollten; ... Es ist aber das Vorrecht der Jugend, dass sie sich neue Ausdrucksformen suchen. Während Andere angepasst waren, nicht auffallen wollten, im traditionellen und konservativen England, waren die Rolling Stones der Ausdruck der Jugendlichen, die ihren eigenen Weg gehen wollten/ suchten. Für die Einen die reine "Provokation", fragten diese: "was fällt diesen frechen, ungezogenen, "schlecht angezogenen", vorlauten "Rüpeln" ein, sich so in den Vordergrund zu spielen?" ANtwort": Weil die Stones einfach gut waren! Sie setzten schon früh Meilensteine der Rockmusik; belebten diese überhaupt erst wieder richtig; wirkten wie ein "Ventil" oder eine "Befreiung" der nach ihren jugendlichen Bedürfnissen strebenden, heranwachsenden Jugend des Königreichs, die sich oft mit den Stones "und ihresgleichen" besser identifizieren konnte, viel besser angesprochen wurden als das, was meist ihren Eltern genehm war! Die Songs von den Stones waren einfach gut, inspiriert, entfesselten die angestauten Energien der pubertierenden und sich nach Freiheit sehnenden Teenager. Letztendlich kann man in einem "Freien Land" solche (kulturellen) Phänomene nicht so einfach unterdrücken, wie in Diktaturen/ autoritären Regimen, wie z.B. im damaligen "Ostblock" (aber auch da konnte man sich dann später ja kaum noch - auch in der DDR - solchen Phänomenen und "Jugend- Bedürfnissen" mehr ganz verschließen; man hat das dann ja u.A: durch "Beobachtung" solcher dann einheimischer Bands versucht zu "kontrollieren" (wie auch z.B. bei den "Puhdys")).
Wie alle "Pioniere" gingen die Rolling Stones dabei hohe Risiken und Gefahren ein. Einerseits brauchte die Band das provokative Moment, um bekannt zu werden; andererseits durften sie den Staat auch nicht zu sehr provozieren (letztendlich konnte man ihnen aber Dergleichen auch kaum nachweisen; die Stones haben so ja auch direkt z:B. keine "Werbung für Drogen" o.Ä. gemacht). Mick Jagger hat das ja gleich erkannt und danach gehandelt; der Mann ist in Wirklichkeit wohl so clever wie vorsichtig; und wohl auch tatsächlich nicht so der "Rebell", zu dem man ihn zeitweise immer gerne gemacht hat. Der Staat musste so feststellen, dass man gegen die Stones gar nicht viel vorbringen konnte. Und schließlich auch, dass Jagger & Co. vor allem nur ihren Spaß haben wollten (und natürlich auch Geld machen); Niemanden zu sehr direkt "provozieren" wollten, o.Ä. - Dazu waren die viel zu clever! Außerdem konnte man die Stones ja noch lange "melken", durch die damals exorbitant hohen Steuersätze für finanziell derart erfolgreiche Bands wie die Rolling Stones. - Die "Stones" also sozusagen auch als "Wirtschaftsmotor" und "Exportschlager" (im doppelten Sinne des Wortes!).

Die Stones aber als "Boygroup" zu bezeichnen, ist schon deshalb unsinnig, weil dieser Gattungsbegriff im Allgemeinen kulturelle Attribute impliziert, die so auf die Rollings Stones aber in keinster Weise zutreffen! Zum EInen ist da die Tatsache, dass die Stones

- aus wahrer Musikleidenschaft hiermit ihrer Berufung nachgehen wollten;
- dass sie ihre Songs selbst schrieben;
- dass sie sich kaum "Reinreden" ließen (schon gar nicht, wie sie aussehen sollten oder was sie sgen sollten, o.Ä.);
- dass sie nicht gängigen "Schönheitsidealen" o.Ä. entsprachen;
- dass sie nicht "gecastet" waren;
- dass sie nicht "harmlos", sondern "gefürchtet" waren;
- dass sie kein "Berechnetes Produkt" der Musikindustrie waren;
- dass sie sehr selbstbewusst waren;
- dass sie sehr neuartige Sachen machten;
- dass sie eine "kulturelle Revolution" prägten;
- dass sie eines der größten Vorbilder auch für wesentlich jüngere Rockbands wurden;
- dass sie nicht vorrangig eine "Band für Mädchen" als Zielgruppe waren ("Boygroups" wie im normal verstandenen Sinne zielen aber genau auf diese (jungen) Mädchen ab!);
- dass sie nicht vorwiegend ein vor allem "Kommerzielles Produkt" waren (auch wenn sie letztlich kommerziell sehr erfolgreich wurden (was man so aber sicherlich allgemein vorher noch nicht so voraussehen konnte);
- einige Bandmitglieder waren schon wesentlich älter als bei einer normalen "Boygroup" (Bill Wyman; Charlie Watts);
- die Bandmitglieder waren kaum zum "Anhimmeln" (IHR Ausdruck, Herr Hanke!) geeignet (Aussehen; z.T. Alter); die weibliche Aufmerksamkeit haben (in der Anfangszeit der Band) fast allein Mick Jagger (als Sänger und auffälliger (vermeintlicher) "Band- Leader") und Brian Jones (der eindeutige "Schönling" der Band; vor allem in der ganz frühen Zeit entsprach er ja mehr äußerlich dem "klassischen" Frauen- Ideal, und schien ja auch am Anfang so etwas wie der "Band- Leader" zu sein) auf sich gezogen (während bei einer "richtigen Boygroup" "Für Jede(n) etwas dabei" ist);
- dass sie eine "ehrliche Band" waren; und - "last but not least":
- die Band würde sich wohl selbst niemals als "Boygroup" bezeichnet haben (und wäre wohl auch nicht stolz darauf); ...

Kurzum: zwischen den Stones und einer "Boygroup" gibt es kaum etwas Gemeinsames! Dennoch werden sie hier - bei diesem (ja sehr alten) Film - stellenweise wie so eine "Boygroup" "vorgeführt", obwohl das der Natur dieser Band überhaupt nicht entspricht (s.o.) und daher auch nicht überzeugen kann.
Wer die Band daher als "Boygroup" bezeichnet, hat dieses Phänomen, für das die Stones tatsächlich stehen, daher m.E. nicht verstanden! - Egal, ob das heutige Leute sagen, oder schon früher Leute, die (solche) Filme gemacht haben.
Das Image, das hier über die Stones vermittelt wird, vor allem aber der Begriff "Boygroup", wird der Band einfach nicht gerecht!

Heutzutage ist natürlich ein Auftreten wie bei den Rolling Stones damals nichts Besonderes mehr; ja, es ist geradezu die Norm bei Rockbands geworden.
Die jungen Leute fragen sich daher heute oft, was das Besondere bei dieser Band damals wohl gewesen sein muss (mal abgesehen von ihrer - generationen übergreifend - als gut akzeptierten Musik). Wenn man sich mit der damaligen Zeit auseinandergesetzt hat/ diese kennt, ist EInem das aber schnell klar.

Zwar wurden auch die Beatles ("Beatlemania") und die Stones ähnlich von pubertierenden Mädchen "angehimmelt" (Warum Mädchen so hysterisch auf derartige Phänomene reagieren, kann ich mir beim besten Willen selbst nicht erklären, da ich weder ein Solches bin, noch Psychologe o.Ä.); fast ähnlich wie bei (moderneren) "Boygroups"; aber deswegen sind die Stones noch lange keine "Boygroup"!

Wer kann sich schon Mitglieder der Stones als Teile einer echten "Boygroup" vorstellen? - Abgesehen von vielleicht Brian Jones, der allerdings auch nicht ins heutige, typische "Boygroup"- Klischee mehr ganz passen würde.
Besser würden da heute die "Beatles" zu diesem Begriff passen (obwohl der Begriff selbst ja meines Wissens erst seit den frühen 90er Jahren besteht?). Aber auch diese waren zu ernsthaft (und auch eigenwillig), um einfach nur eine "Boygroup" zu sein. Die Beatles waren - wie die Rolling Stones - immer an einer hohen QUALITÄT ihrer Songs interessiert; als einer der wichtigsten Motivationen für ihr Dasein; ansonsten hätten sie ja weiter Hallen- und Stadientourneen um die Welt machen können; was sie aber nicht mehr wollten, weil ihnen das permanente, ihre Musik übertönende "Gekreische" ihrer - tatsächlich damals wohl mehrheitlich (?) - weiblichen Fans nicht mehr ertragen wollten (!). Man bedenke, dass dieser "Kreisch- Hype" bei modernen "Boygroups" (aber auch z.B. Justin Bieber) ja irgendwie auch zum "Image" dieser Bands gehört.
Letztendlich haben die "Boygroups" (leider) ja das Rennen in der Popmusik - nach wirtschaftlichen Maßstäben - weitgehend unter sich ausgemacht. "Schuld" daran sind die zahlreichen Mädels aus aller Welt, die ihr ganzes Geld ohne Bedenken diesen ihren "Stars" widmen.
Wäre man also ein Musikproduzent oder -manager, der vor allem - auf einfache Weise - das große Geld machen wollte, dann würde man sich wohl daran machen, eine (gecastete) "Boygroup" aufzustellen ...
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