Kundenrezension

75 von 82 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Abbildungsleistung ist besser als erwartet, Bildstabilisator arbeitet hervorragend, 14. Januar 2011
Rezension bezieht sich auf: Tamron AF 70-300mm 4-5.6 Di SP VC USD digitales Objektiv für Canon (Zubehör)
Ich suchte Ende 2010 nach einem Telezoomobjektiv, das weiter als nur bis 200mm Brennweite reicht. Wichtig war mir ein gut funktionierender Bildstabilisator und natürlich gute Abbildungsleistungen bei der längsten Brennweite des Objektivs. Mein Favorit war zunächst das 100-400mm von Canon, das durchaus in meine Budget-Planung gepasst hätte. Ich habe also einen örtlichen Fotohändler aufgesucht und das 100-400 mm von Canon ausgiebig getestet. Der Händler hatte aber auch ein erstes und einzelnes Exemplar des Tamron 70-300mm VC im Laden (Mitte November 2010). Da es mindesten bezüglich des Brennweitenbereichs in Betracht kommen konnte und bereits viel Gutes berichtet wurde, habe ich auch dieses mit gleichen Einstellungen und unter denselben Bedingungen getestet. Das gefiel dem Verkäufer überhaupt nicht. Der immer wieder betonen musste: "Das ist eine ganz andere Klasse." Stimmt, alter Luxus von 1998 wird hier mit einer modernen Sparversion von 2010 verglichen.

Nun könnte man meinen hier werden Äpfel mit Birnen verglichen. Das mag für den mechanische Aufbau und das Markenimage gelten, nicht aber für die optischen Leistungen. Mit diesem Objektiv hat Tamron ordentlich aufgeholt, wenn nicht mehr.

Als ich die Ergebnisse der beiden Objektive am heimischen PC verglichen habe, gab es bezüglich Schärfe, Farbwiedergabe und CA kaum Unterschiede. Nur das Verhalten des Canon 100-400 mm bei Gegenlicht war eindeutig besser.

Der entscheidende Pluspunkt des Tamron 70-300 VC ist der Bildstabilisator. In diesem Punkt liegen zwischen den beiden Objektiven mehr als 10 Jahre Entwicklungsgeschichte. Bis ich mich zum Kauf des Tamron durchgerungen hatte, war das Einzelstück bei meinem örtlichen Händler leider bereits verkauft. Internetanbieter versprachen eine schnellere Lieferbarkeit als mein Vorortfotohändler, noch vor Weihnachten. Das hat leider nicht ganz geklappt, aber Ende Dezember 2010 hielt ich dann mein Tamron 70-300mm VC in der Hand.

Zu meinem Erstaunen war die Schärfeleistung nochmals besser als beim ersten Test im November. Damals habe ich mit der Entscheidung gezögert. Ich bin jetzt froh, dass ich über den Bestellweg ein nochmals besseres Exemplar erhalten habe.

Die Schärfe ist über den gesamten Brennweitenbereich hervorragend. Das gilt bis hin zu den Bildecken, wobei ich einschränkend sagen muss, dass ich derzeit nur mit einer EOS 550D fotografiere. Da es sich um ein Vollformatobjektiv handelt, haben meine Erfahrungen diesbezüglich auch nur eingeschränkte Bedeutung. Gleiches gilt für die Vignettierung von der an meiner Kamera nichts zu spüren ist. Auch die bereits von ersten Testern festgestellt Verzeichnung ist zumindest am Crop-Sensor nicht negativ zu spüren.

Der Bildstabilisator arbeitet, wie schon mehrfach erwähnt, beim Fotografieren ganz hervorragend. Mit einer Brennweite von 300mm lassen sich scharfe Bilder mit 1/30s Belichtungszeiten sicher erreichen. Aber auch längere Belichtungszeiten sind mit etwas Ruhe noch scharf aus freier Hand möglich. Wenn der Bildstabilisator aktiv ist, dann ist das deutlich akustisch wahrnehmbar, aber meinem Empfinden nach nicht störend.

Der Autofocus ist zwar nicht superschnell, aber so schnell wie man es von einem durchschnittlichen Ultraschallantrieb erwarten kann und sehr treffsicher. Das Geräusch des Autofokus ist vergleichbar mit meinen USM-Canon-Objektiven (50/1,4 und 60/2,8 Makro), also ebenfalls wahrnehmbar aber leise.

In anderen Rezensionen wurde auf eine regelmäßige Unterbelichtung hingewiesen. Diese Erfahrung habe ich bislang (ca. 150 Aufnahmen) nicht gemacht.

Weiterhin wurde mehrfach die Anfangsblende diskutiert. Da bieten andere Hersteller auch nichts anderes an, mal abgesehen vom deutlich schwereren und größeren 100-300 /4 von Sigma ohne Bildstabilisierung. Alle helleren Telezoom-Objektive sind ohnehin absolut nicht vergleichbar.

Das Objektiv liegt im Vergleich zu anderen 70-300mm-Objektiven gut in der Hand, weil es einen relativ großen Durchmesser hat. Dabei ist das Objektiv wegen der verwendeten Materialien im Verhältnis zu den Abmessungen noch ziemlich leicht. Bei der Konstruktion seines ersten USM-Objektivs hat Tamron offenbar viel Platz benötigt. Dem Gehäuseumfang steht eine relativ kleine Frontlinse mit einem 62mm-Filtergewinde gegenüber. Tamron liefert zu seinen Objektiven jeweils eine Gegenlichtblende, die für den Transport umgekehrt auf das Objektiv gesetzt werden kann. Daraus ergibt sich die überdimensional groß wirkende Gegenlichtblende, die in manchen Rezensionen bereits kritisiert wurde. Zudem deckt sie umgekehrt montiert den Zoom-Ring komplett ab. Also mit Gegenlichtblende in Transport-Position, lässt sich nicht eben mal schnell ein Schnappschuss machen, wenigstens nicht mit Nutzung des Zooms.

Der deutliche Unterschied in der Abbildungsleistung zwischen dem ersten Exemplar, das ich im November testete, und meinem erst Ende Dezember verzögert ausgelieferten Objektiv, lässt vermuten, dass Tamron noch Nachbesserungen vorgenommen hat. Auch die ersten Tests der Canon-Variante des neuen Tamron-Objektivs auf englischsprachigen Internet-Seiten zeigen schlechtere Abbildungsleistungen als mein Exemplar sie liefert.

Solange ich dieses neue Tamron-Objektiv mit einer Crop-Sensor-Kamera verwende, kann ich sehr zufrieden sein. Alles Weitere wird sich später ergeben. Ich kann wenigsten für die Canon-Variante des Tamron 70-300mm VC eine klare Kaufempfehlung geben.

--- INFO nur für Filmer -------------------------------------------------

Hier noch ein paar Anmerkungen für diejenigen, die mit der DSLR auch filmen. Diese Punkte sind keine Grundlage meiner Bewertung und nur als Ergänzung gedacht.

Zum Filmen ist der Bildstabilisator nicht geeignet. Wenn der Stabilisator durch größere Bewegungen (Schwenk, aber auch leichtes Mitführen bei Motivbewegungen) aus dem Regelbereich kommt, dann ist der Regelübergang recht abrupt.

Bezüglich der manuellen Bedienung von Zoom- und Schärfering bin ich von den Tokina-Objektiven verwöhnt. Die manuelle Schärfe lässt sich mit etwas Gefühl bei dem Tamron 70-300mm VC noch sanft genug bewegen, sodass man die Schärfeebene während des Filmens verändern kann. Beim Zoom-Ring hingegen ist ein gewisser Anfangswiderstand zu überwinden. Das führt am Anfang und Ende einer Zoomfahrt zu störenden Ungleichmäßigkeiten der Bewegung.
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Kommentare

Von 1 Kunden verfolgt

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1-1 von 1 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 25.05.2011 19:43:03 GMT+02:00
Rico Eichhorn meint:
Man kann mit umgekehrter Geli durchaus zoomen. Man muss diese nur wie einen Schiebezoom bedienen. Habe ich schon oft gemacht und noch keine Probleme bekommen. Habe ich auch keine Bedenken, wenn ich daran ziehe oder die Geli und dadurch den Zoom wieder hereindrücke, da dies leicht und sehr geschmeidig geht. Man kann die Brennweite natürlich nicht so fein einstellen, aber für einen Schnappschuss, wo es schnell gehen soll, reicht es vollkommen aus.
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