Kundenrezension

67 von 88 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Blut für Blut für noch mehr Blut, 8. Juni 2011
Rezension bezieht sich auf: Göttlich verdammt (Gebundene Ausgabe)
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Die sechzehnjährige Hellen lebt mit ihrem alleinerziehenden Vater auf der kleinen New England Insel Nantucket. Helens Mutter verließ sie und ihren Vater als Helen noch ein Baby war, und nahm alles Bilder mit. Nicht erinnert Helen mehr an ihre Mutter, bis auf die ihre Halskette, die letzte Verbindung zu dieser Vergangenheit.
Als eine neue Familie auf die Insel zieht, beginnt Helen sich zu verändern. Sie wird gereizt, wütend und kann sich selber nicht erklären war mit ihr los ist. Liegt es an der Pubertät? Aber normale Teenager verspüren doch nicht den Drang andere zu Erwürgen. Was ist mit ihr nur los und was hat diese mysteriöse Familie Delos mit ihrem Zustand zu tun?

Helen Hamilton ist eigentlich ein ganz normales Mädchen. Mit ihren 1,78 m hat sie Modelmaße, sieht super aus und wird daher von allen gehasst und gemobbt, was zu Schüchternheit und einer Menge Komplexe geführt hat. Helen ist aber nicht so weit das zu erkennen, und zieht sich lieber in sich zurück, versucht sich im Mittelmaß zu verstecken, und nicht aufzufallen.
Ihr zur Seite steht immer ihre beste Freundin Claire, die kein Problem damit hat, dass Helen stärker, schneller und schöner ist als alle anderen Menschen. Ja, ein wenig gruselig findet Claire das schon, aber das schadet ihrer Freundschaft nicht.
So gesehen ist Helen ein ganz normaler Teenager mit ganz normalen Problemen, zumindest bis sie anfängt Halluzinationen von drei alten Weibern zu bekommen, die sie unglaublich wütend machen.

So weit so gut. Insgesamt eigentlich eine gute Idee und ein solider Start, eine Mischung aus Percy Jackson und Twilight, und da liegt das Problem. Es ist unfair ein Buch, mit einem anderen, viel erfolgreicheren zu vergleichen, das ist mir klar. Die Parallelen im Aufbau dieser Geschichte und den Personen zu den Twilight Büchern sind aber dermaßen auffällig, dass es schon peinlich ist.
Das beginnt z. Bsp. bereits mit der Aufstellung der Protagonisten (Twiligt Protagonisten in Klammern), die fast alle ein 1:1 Gegenstück in der Twilight Reihe haben.

Helen (Bella) + alleinerziehender Vater (Jerry/Charlie), das kommt einem schon mal bekannt vor. Hellen wurde von ihrer Mutter Daphne (Renée Dwye) verlassen.
Sogar Claire (Angela Weber), Helens beste Freundin und Matt (Mike Newton), bester Freund von Helen, der was von ihr will, haben Entsprechungen.

Noch auffälliger wird es bei Familie Delos (Cullen)
Lucas (Edward), der jüngster Sohn versucht Helen permanent zu beschützen. Schläft auf ihrem Dach und wacht über ihren Schlaf. Er leidet, genau wie Edward unter einem krankhaft großen Beschützerinstinkt. Lucas erkennt Lügen, während Edward einfach die Gedanken liest und so Lügen enttarnt.
Lucas kleine Schwester Cassandra (Alice) ist eine Seherin
Hektor (Emmett), Lucas Cousin ist ein Jahr älter als seine Geschwister Jason (Jasper) und Ariadne (Rosalie). Jason und Ariadne sind Zwillinge und beide Heiler. Hector ist, wie sein Name schon sagt, ein begnadeter Kämpfer.
Pandora (Rosalie), Tante der Kinder, hat ein kleines Eifersuchtsproblem und trauert auch nach 19 Jahren noch immer um den Tod ihres Bruder Ajax
Castor (Carlisle) und Noel (Esme) sind die Eltern von Lucas und Cassandra.
Pallas der Vater von Hektor, Ariadne und Jason

Auch Familie Delos liebt schicke Sport- und Geländewagen und hat ein riesiges Haus fernab der normalen Menschen.

Noch auffälliger wird es jedoch (wenn das überhaupt möglich ist), wenn man den Plot betrachtet.
High School, Helen und Lucas hassen sich zunächst, dann verlieben sie sich. Mehr als Händchenhalten ist aber nicht drinnen, denn das wäre erst einmal falsch, dann gibt es weitere Gründe und als diese nicht mehr existieren wieder neue Gründe, warum sie nicht zusammen kommen, denn nur eine Liebe, die 2,5 Bände einer Trilogie durch ein Jammertal muss um sich zu erfüllen, ist wahre Liebe.
Auch Helen erkennt, dass sie Lucas (Eddi) ganz einfach verführen könnte, aber sie ist natürlich sittlich, jungfräulich entsetzt über diese Erkenntnis "Es gab einen Teil von Helen, der genau wusste, wie sie ihn verführen konnte, ob er wollte oder nicht, und das schockierte sie so, dass sie aufstand und mit weichen Knien zu ihrem eigenen Bett hinunterwankte" (S. 342). Also Bitte, Helen ist fast siebzehn.
Auch die Beschreibungen Lucas kommen einem irgendwie bekannt vor: "Seine Augen waren so ehrlich und so blau, dass Helen das Gefühl hatte, unbedingt wegsehen zu müssen, weil sie sich sonst in diesem Augen verlieren und nie wieder aufhören würde, ihn anzustarren." (S. 152). "Er war der schönste Junge, den sie je gesehen hatte" (S. 178)
Es gibt sogar im ersten Band beider Bücher, ein Wiedersehen mit der Mutter, die die weibliche Heldin als Kind verließ, eine Hotel Szene, wo die Heldin versteckt wird und den bösen, bösen Feind, der der Heldin ans Leben will und sie ein Großteil des Buches verfolgt, bis der Held ihn tötet.

Wer Twilight kennt weiß, wie diese Geschichte sich in den nächsten beiden Bänden weiter entwickeln wird. Ich schätze es kommt eine Trennung, die beide nicht ertragen, sie kommen doch zusammen und die Familie schützt die Liebe gegen die Widerstände von Außen. Band 3 Happy End.

Zu diesem 80% abgekupferten Plott kommen nun noch sprachliche Mängel durch die Übersetzung, so wurde beschlossen Scion nicht als Nachkommen zu übersetzen, sondern als Begriff englisch stehen zu lassen. Der Übersetzer schwant zwischen dem korrekten "Es ergibt Sinn" und "Macht Sinn" (S. 16, 66, 82, 227, 262, 381), ist sich also darüber im Klaren, dass es da einen Unterschied gibt.

Nebenbei, der Trojanische Krieg war ein kleines Scharmützel, das örtlich stark begrenzt war und mitnichten ein Gefahr für die westliche Zivilisation, da würde ich der Autorin empfehlen mal ein Geschichtsbuch zu Hand zu nehmen. Den Germanen war es wurscht, was da in der heutigen Türkei passiert und auch den meisten Griechen und Etruskern hat das wohl maximal ein müdes Achselzucken abverlangt.

Fazit: Hier wird der Twilight Plot mit einer Priese Percy Jackson fast 1:1 neu aufgekocht. Jungfräuliche Heldin, keusche Liebe, Superheldenkräfte und eine große Bedrohung von Außen, welche diese Teenieliebe bedroht. Schema F, nicht sonderlich innovativ und schnell gelesen. Das Gegenstück der Nackenbeißer für Teenager, nur keuscher und überromantisch kitschig verklärt.
Ich finde die Aussage des Klappentextes etwas vermessen, das ist mitnichten eine "grandiose, Spannende Trilogie", wie will man das nach einem Band überhaupt beruteilen? Das kann man frühestens nach Ende des dritten Bandes behaupten, derzeitig ist das typisches Marketing BlaBla
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Von 3 Kunden verfolgt

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1-10 von 10 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 16.06.2011 10:41:21 GMT+02:00
Hallo! Du sprichst mir aus der Seele!
Genau das Gleiche habe ich auch empfunden. Man konnte wirklich die Namen von Twilight einsetzen;o))
Unterhaltend fand ich diesen Roman dennoch!

Veröffentlicht am 17.06.2011 09:32:36 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 17.06.2011 09:33:22 GMT+02:00
Lila Namun meint:
Danke für diese Kritik!! Und danke auch für die paar Beispielsätze aus dem
Buch. Die hatten es wahrlich in sich und damit haben Sie mich vor einem Fehlkauf bewahrt.
Der Welt wurde bereits eine Bella und Edward beschert - noch so ein Paar muss ich mir wirklich nicht antun.

Veröffentlicht am 19.09.2011 22:58:32 GMT+02:00
Kat meint:
Hi,
Deine Rezension fand ich gut, weil sie das Buch treffend beschreibt. Zur Zeit findet man wohl Bücher auf den Markt die nur so vor Sex triefen oder keuscher als keusch sind. Allerdings finde ich auch das dieses Buch recht unterhaltsam war und bedenkt man, dass es ein Jugendbuch ist, bin ich geneigt über den Einen oder den anderen Makel den du beschrieben hast hinweg zu sehen.

Veröffentlicht am 25.11.2011 14:18:03 GMT+01:00
Bücherfan meint:
Diese Beurteilung ist absolut korrekt!
Ich habe mich durch das Buch gequält, die Fortsetzungen brauche ich auch nicht, sollte mich wundern wenn es anders ablaufen wird als vermutet :o)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 17.01.2012 15:37:04 GMT+01:00
J. Hoffmann meint:
Ich denke, es gibt auch noch eine Welt nach Twilight!
Jede Geschichte lässt sich irgendwie mit einer anderen vergleichen, weil sie alle nach schon uralten Motiven aufgebaut sind.
Es nervt, wenn ständig daruaf rumgeritten wird, zumal es eine wirklich andere Geschichte ist!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 17.01.2012 20:25:22 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 18.01.2012 10:36:51 GMT+01:00
callisto meint:
Es ist eine andere Geschichte, ja. ABER der Plot ist sehr, sehr ähnlich. Wenn es schon eine andere Geschichte ist, hätte die Autorin schon ein paar andere Klischees bemühen können und ihre Figuren ein wenig freier gestalten können. Sie schwimmt bewusst auf der Twilight Welle mit, damit ist auch ein Vergleich absolut berechtigt.

Veröffentlicht am 20.03.2013 21:18:14 GMT+01:00
wuselwiesel meint:
Danke für deine tolle Kritik. Die ganzen positiven empfehlungen hatten mich neugierig gemacht, aber dein text macht deutlich, dass dies in meinem fall ein fehlkauf geworden wäre.

Veröffentlicht am 14.04.2013 01:52:08 GMT+02:00
A. Topeters meint:
Hallo callisto!
Danke für deine Rezension. Ich gebe zu, ich habe das Buch nicht gelesen. Schon nach einer Leseprobe wird klar, dass die Autorin entweder ein sehr begrenztes historisches und mythologisches Wissen hat und/oder einfach darüber hinweg sieht. Ich finde es schlicht unerträglich, wie mit den Namen jongliert wird oder in dieser Weise - vielleicht in Anlehnung an Romeo und Julia? - von den "Häusern Athen und Rom" gesprochen wird. Wer auf Namen aus der griechischen oder römischen Mythologie steht, soll diese auch gern in einem anderen, aktuellen Kontext gern verwenden, da sehe ich kein Problem. Bei historischen Romanen auf der anderen Seite stimmt auch nicht immer jedes Detail, was aber meiner Meinung nach egal ist, wenn es in sich stimmig ist. Aber diese Vermischung dieser beiden Dinge auf so eine - sorry - falsche Art... das geht gar nicht. Es entsteht der Eindruck, die Autorin habe sich einen Plot überlegt und dann nach einem Kontext gesucht, der noch nicht tot erzählt ist. Ein bisschen mehr Recherche hätte sicher gut getan.

Veröffentlicht am 16.01.2014 00:05:38 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 16.01.2014 00:06:57 GMT+01:00
Manuela meint:
Diese Rezension kann ich zehnmal unterstreichen!

An sich ist das Buch wirklich spannend und nicht schlecht. Es macht Spaß zu lesen. Da ich aber Twilight auch gelesen habe, musste ich mich beim Lesen des ersten Buches der Göttlich Reihe fast fremdschämen, so dreist wie die Kopie ist.

High School Liebe, alleinerziehender Vater, kleines verschlafenes Nest, eine große Famile super gutaussehender und reicher Superhelden... als dann noch die Talente der Familienmitglieder extrem vergleichbar mit denen der Cullens waren, konnte ich es echt kaum glauben. :D

Das Buch wird ja angepriesen als mega Titel für alle, die Twilight und die Tribute von Panem lieben. Dem möchte ich widersprechen: Twilight wurde einfach nur kopiert und die Story hat lange nicht so eine Tiefe (Gesellschaftskritik, unheimliche Zukunftsvision, Balance zwischen Love Story und Thriller) wie die Panem Reihe!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 16.01.2014 11:01:30 GMT+01:00
callisto meint:
Die Panem Reihe ist auch eine dreiste Kopie:
http://www.amazon.de/review/R2TW85L5TX3JZ7/ref=cm_cr_pr_perm?ie=UTF8&ASIN=3453675193&linkCode=&nodeID=&tag=
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