Kundenrezension

33 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine gelungene Bombe Surprise!, 15. Januar 2008
Rezension bezieht sich auf: Aftermath (U.K. Version) (Audio CD)
Wer die Rolling Stones nur oberflächlich kennt oder sie für eine Dinosaurier-Bluesrockgruppe hält, deren Alben allesamt wie ein schlechterer Abklatsch von 'Exile on main street' klingen: Vorsicht! In ihrer ersten Dekade konnte die Londoner Kombo auch ganz anders, frisch und wagemutig klingen. Eindruckvollsten und zugleich gefälligsten Beleg dafür liefert gewiss die `66er LP 'Aftermath'. Wenn die Stones jemals den Beatles überlegen waren, dann - der Stärke deren 'Revolver' zum Trotz - 1966!
Bewährtes R&B-Material ('Doncha bother me', 'Flight no. 505' und zuvorderst das herausragende 'It's not easy') steht auf 'Aftermath' neben experimentellen (aber nie "entwurzelten"!) Songs: 'Mother's little helper', Track 1 und Single, - leider etwas eng am Liverpooler Trendsetter orientiert - mit indischer Sitar, das bezaubernde, anrührende 'Lady Jane' von Cembalo und Harfe begleitet, das alle folgenden Songs überstrahlende, dennoch aufreizend sublime 'Under my thumb' wie die Song- (und Sing-)Perle 'Out of time' mit Xylophon und 'I am waiting' in markanter Laut-leise-Dynamik seien nur als Beispiele genannt. Dem überlangen Jam 'Goin' home' ebenso wie dem Kirmes-Blues von 'High and dry' (für `80er Jahrgänge: ein fast verstörend andersgearteter Namensvetter des ungleich fragileren Radiohead-Takes) stahl freilich Dylan allein mit der ersten und letzten Aufnahme seines synchron veröffentlichten Doppelschlages 'Blonde on blonde' schon die Schau.
Dafür kann 'Aftermath' gerade mit seinen letzten vier Songs noch in der Kategorie "Pop" glänzen - Pop naturgemäß im allerbesten Sinne! Gerade deshalb aber: Bitte lassen Sie sich nicht wegen 'Paint it, black' die schwache U.S.-Variante des Albums andrehen (lieber den Singles-Sampler 'Out of the past, darkly' mit tollen Stereo-Mixes u.a. von 'Paint it, black' draufschlagen), sondern greifen Sie zum superben UK-Original. Dieses bietet nicht nur quantitativ (4 Songs!), sondern auch qualitativ (z.B. 'Mother's little helper' nur hier in Stereo, v.a. aber das homogene Sequencing) unverhältnismäßig mehr.
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1-2 von 2 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 23.02.2011 14:50:35 GMT+01:00
So sehr ich "Aftermath" ( & sowohl die Rolling Stones als auch die Beatles) mag - ich halte es für das erste fast durchgängig gute Stones-Album -, mit "Revolver" von den Fab Four kann es für meinen Geschmack dennoch nicht mithalten. Bei "Revolver" stimmt für mich alles, Rock-Songs, Pop im besten Sinn, Psychedelisches, Motown-Anleihen, ein von Ringo gesungenes Kinderlied mit für die damalige Zeit ungewöhnlichen Soundeffekten, exzellenten McCartney-Balladen, Indisches und Tomorrow Never Knows und und und..! Bei "Afternath" gibt es (für meinen Geschmack) auch einige schwächere Momente, allen voran Goin`home, viel zu lang und mit deutlich fehlender Dynamik oder Spannung. Das hatte Dylan mit seinen längeren Nummern, oder die Doors 67 mit den 2 Big Songs oder auch die Stones später selber mit z.B. Midnight Rambler deutlich besser drauf. Auch Flight oder High and dry sind für mich keine Highlights. Lady Jane, Out of time und Under my thumb dagegen schon, wobei ich bei Under my thumb allerdings das Solo extrem schwach finde. Dennoch ein gutes Stones-Album, vor allem die Beiträge von Brian Jones - von Jagger/Richards an den Rand gedrängt, wohl auch selbst daran schuld, & sich somit von der Gitarre zurückgezogen und als Arrangeur und Multiinstrumentalist neu erfindend - gefallen mir. Diese Farbtupfer fehlen ab 68 vollständig. Und Mothers little helper erinnert mich weniger an die vier Liverpudlians als an die ebenfalls aus London stammenden Kinks. Einschränkend muss ich hinzufügen, dass "Revolver" seit langer Zeit meist mein Lieblingsalbum der Beatles ist und ich daher eine besondere Beziehung dazu habe. Vielleicht schreibe ich mal eine Kritik über "Aftermath", dann bekommt sie wahrscheinlich 4 Sterne.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 24.12.2011 01:35:09 GMT+01:00
annadschan meint:
Sehe ich insgesamt ähnlich, bis 1968 lagen die Stones stets ein - mitunter nur minimales - Stückchen hinter den Beatles. 1968 aber hatten sie mit "Beggar's Banquet" definitiv die Nase vorn.
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