Kundenrezension

70 von 79 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Neuer Aufguss von Altbekanntem., 23. September 2007
Rezension bezieht sich auf: Rich Dad, Poor Dad: Was die Reichen ihren Kindern über Geld beibringen (Taschenbuch)
Eigentlich müsste der Titel des Buchs "Rich Dad, Very Rich Dad" lauten, denn sein "Poor Dad" war keineswegs arm, sondern lediglich ein gut verdienender Regierungsangestellter, dem es trotzdem zu Lebzeiten nicht glückte finanzielle Unabhängigkeit zu erlangen. Kiyosakis Ansatz anhand zweier unterschiedlicher Perspektiven herauszuarbeiten, wie allein die Ansichten und Einstellungen in Bezug auf Geld zu wirtschaflichen Erfolg bzw. Misserfolg führen, empfand ich insgesamt als gelungen. Positiv fiel mir dabei auf, dass er ganz klar den Unterschied zwischen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten darlegte und dem Leser dringend ans Herz legt stets Vermögenswerte zu kaufen. Seine Strategie: Nur Vermögenswerte generieren Cashflow bzw. zusätzliche Einnahmen, die letztendlich zur finanziellen Freiheit führen. Die Zusammenhänge zwischen Einnahmen, Ausgaben, Vermögenswerten, Verbindlichkeiten und Zahlungsströmen werden sehr schön mit kleinen Diagrammen veranschaulicht. Zum Schutz der Vermögenswerte und zur Verringerung der Steuerzahlungen rät er das Vermögen in eine Gesellschaft einzubringen, die man selbst kontrolliert. Seine Ausführungen zur Geschichte der Steuern in Amerika gefiel mir in diesem Zusammenhang sehr gut. Kontinuierliche Erweiterung der finanziellen Kenntnisse durch Weiterbildung hält er für unerlässlich.

Negativ fielen mir mehrmals seine Plattitüden in Kombination mit einem militärischen Impetus auf. Schablonenhafte und wenig glaubwürdige Beispiele vom amerikanischen Immobilienmarkt gepaart mit einem schlichten Erzählstil erinnern besonders auf den Seiten 162-164 und 173 eher an eine US amerikanischen Märchenstunde als an reale Geschäftsabschlüsse. Allerdings lässt der aktuelle Zustand vieler US Hypothekenfinanzierer darauf schließen, dass es bei vielen "Privatinvestoren" derart naiv zugegangen sein mag. In diesem Fall ist "Rich Dad, Poor Dad" das Begleitbuch zur US Hypothekenkrise. Naive und finanzschwache Privatinvestoren suchen das schnelle Geld in kreditfinanzierten Immobiliengeschäften im Irrglauben, dass die Preise für Häuser ins Unermessliche steigen. Die Dotcom-Economy der Jahre 1996-2001 lässt grüssen.

Mein abschließendes Fazit: Im Grunde handelt es sich um einen neuen Aufguss aus den Inhalten der Bücher "Denke nach und werde reich", "Der Weg zur finanziellen Freiheit" und "Der Reichste Mann von Babylon". Die Art und Weise wie Kiyosaki diese Inhalte in seiner Geschichte verpackt, lässt sie weniger stringent und strukturiert erscheinen. Mit diesem Buch kann man zwar nicht viel falsch machen, allerdings würde ich die Lektüre der zuvor genannten Bücher bevorzugen.
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