Kundenrezension

52 von 73 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Außen hui, innen pfui, 19. Januar 2013
Von 
Rezension bezieht sich auf: Prometheus - Dunkle Zeichen (DVD)
Vorneweg sollte ich wohl erwähnen, dass ich kein totaler Alien-Fan oder -Experte bin. Ich hab die Filme als Teenie gesehen und war von der düsteren und bedrohlichen Atmosphäre fasziniert...ja ja, okay, ich hab mir fast in die Hose gemacht vor Angst! Seid ihr nun zufrieden?? ;)

Da die Kritiker voll des Lobes für den Film waren und die ersten Bilder in den diversen Filmmagazinen einfach nur beeindruckend aussahen, hab ich mir den Film über Sky angeschaut. Zum Glück, muss ich sagen. Bei der Vorstellung, den DVD-Preis dafür gezahlt zu haben, dreht sich mir der Magen um! Aber bevor ich jetzt losschimpfe, erst das positive (man muss ja diplomatisch sein, gelle?):

Die Special-Effects, die Bildqualität, die Kulissen und Kostüme kann man nur hervorragend nennen. Mit viel Liebe zum Detail wurden Schiff und die Höhle ausgestattet bzw. kreiert. Man sieht, dass in die Effekte eine Menge Geld gepumpt und viel Wert darauf gelegt wurde, der Geschichte einen glaubhaften Rahmen zu verleihen.

Der Michel (Michael Fassbender) spielt den Androiden David ausgezeichnet, die leicht steife Körperhaltung und Bewegung und der Gesichtsausdruck lassen einen an die künstliche Erschaffung dieses Charakters glauben.

Noomi Rapace (Dr. Shaw) hat mir auch sehr gut gefallen. Kannte sie bisher nur aus "Sherlock Holmes: Spiel im Schatten". DFand sie da schon gut, obwohl sie eine kleinere Rolle hatte. Vielleicht lehne ich mich jetzt weit aus dem Fenster, aber für mich wäre sie eine würdige Nachfolgerin für Sigourney Weaver (Ripley). Eine gute Schauspielerin!

Charlize Theron hat mich damals in "Monster" begeistert, aber seitdem weiß ich nicht, was an der Frau so toll sein soll. Sie hat bei Weitem keine Glanzleistung abgeliefert, wie ich finde. Zu Gute halten muss ich ihr allerdings, dass der Charakter auch nicht wirklich viel hergegeben hat.

So, jetzt zum Negativen *kichernd die Hände reib*:

Die Story! Heilige Tütensuppe, wer hat sich diesen aufgewärmten Quatsch nur ausgedacht?! Ich saß wirklich auf der Couch und dachte: "Das kann's doch jetzt nicht sein, oder? Da muss doch noch was kommen! Die wollen mir das doch nicht so verkaufen, oder??"
- Leider war es so.

Ich werde jetzt SPOILERN, also seid gewarnt:

Die Grundidee ist so genial! Die Möglichkeit, dem eigenen Schöpfer tatsächlich zu begegnen und ihn persönlich zu fragen: "Warum hast du mich erschaffen? Wozu bin ich da?" fasziniert mich unheimlich. Eine Kernfrage der Menschheit.
Man hätte so viel daraus machen können! Und dann kommt da so ein Scheiß bei raus! (Entschuldigung)
Die Charaktere waren alle durch die Bank so ausgesprochen dämlich, dass man sich nur an den Kopf fassen konnte. Einer meiner Vorredner ist da auf herrliche Weise schon drauf eingegangen, also fass ich nur die größten Aufreger zusammen:

1. Warum packen die da alles an???
David macht da auf eigene Faust einfach mal alle Türen auf und der Rest der WISSENSCHAFTLER tatscht ständig die unbekannte, schwarze Materie an! Wie bescheuert kann man eigentlich sein?
Super fand ich auch die Szene mit dem kleinen Alien-Vieh und den beiden oberschlauen Experten. Da zeigt das Vieh schon klare Anzeichen von Aggression und man sieht schön die vielen spitzen Zähnchen und da geht der Blödmann trotzdem immer näher ran! Schwupps, die ersten Beiden weg. Besser verdient haben sie's nicht. *kopfschüttel*

2. Was sollte das mit den Sonden?
Da haben die schon so tolle Kartographie-Möglichkeiten und nutzen die nicht??? Wieso? WIESO?? Argh!

3. Captain, mein Captain!
Es war nur eine kleine, vollkommen sinnlose Szene, aufgeregt hat sie mich trotzdem. Warum muss sich eine Frau in Machtposition (na gut, auf sie gehört hat ja eh keiner) eigentlich immer flachlegen lass, am besten noch von einem abgehalfterten Piloten? Was soll sowas aussagen? Eine Frau kann nicht professionell sein? Kann ihre Triebe nicht im Zaum halten? Sorry, aber ich finde das sexistisch!

4. Oh, da sieht jemand krank aus. Gehen wir mal hin!
Da sind schon die ersten gestorben (okay, der Flammenwerfer war doch ein wenig übertrieben) und trotzdem müssen irgendwelche Statisten die Leichen inspizieren. Es ist doch ganz einfach: Wenn ich auf nem Alienplaneten bin und meine Kameraden durch irgendwas Außerirdisches sterben UND er die Füße plötzlich neben dem Kopf stehen hat - Rein ins Schiff, Luke zu. NICHT hingehen und nachgucken, ob man ihm vielleicht noch helfen kann (hallo?). So überlebt man.

5. "Was ist es, Doktor? Junge oder Mädchen?" - "Ein Alien." - "O.o"
Der Teil vom Plot war einfach nur billig. Aufgewärmter Mist. Das hatten wir schon. Neue Ideen, Leute!
...Obwohl ich die Szene mit dieser Operationskammer schon lustig fand: "Ich brauch nen Kaiserschnitt" - "Diese Einheit ist nur für männliche Passagiere ausgelegt." Klarer Fall von Pech gehabt. (Mir fällt gerade ein, dass das auch keinen Sinn macht. Stand das Ding nicht in der Kajüte des WEIBLICHEN Captains? Und warum kann so ein kostspieliges Gerät nicht Männlein und Weiblein operieren? Rausgeschmissenes Geld, würd ich sagen...)

6. David
Den Charakter hab ich nicht verstanden. Warum Holloway infizieren? Einfach mal so, um zu sehen was passiert? Hat er von "Papi" diese Aufgabe bekommen? Der wollte doch nur ewig leben. Zu dem Zeitpunkt war doch schon klar, dass das Zeug lebensgefährlich und nicht -verlängernd ist, oder habe ich das falsch in Erinnerung??

7. Baum fällt!
Das hat mich in "Avatar" schon so aufgeregt. Wenn ein langes Objekt (in diesem Fall das Schiff) auf dich zu fallen droht, dann rennst du nicht der Länge nach weg, sondern seitlich!! Der Schiffsarm war doch viel länger als er breit war. Das ist doch einfach nur dämlich, sowas...

Ach, ich könnte ewig so weiter machen. Es hat einfach vorne und hinten nicht gestimmt, war unlogisch und dumm. Vor allem dumm. Die Charaktere waren leere Hüllen und sympathisch fand ich da auch keinen. Am schlimmsten finde ich noch, dass man am Ende genau so schlau ist wie am Anfang. Warum haben sie uns denn nun erschaffen? Was war der Grund??
"David, hör auf die Besatzung zu dezimieren und lies die Inschriften, verdorri! Ich brauch Antworten!"

FAZIT:
An Prometheus kann man sehr gut erkennen, was Hollywoods derzeitiges Problem ist: Es legt zu viel Wert auf die Effekte, den Rahmen, und vernachlässigt dabei die Geschichte. Auch wenn es hübsch aussieht, einem halbwegs intelligenten Zuschauer fallen die Unstimmigkeiten in der Geschichte trotzdem auf!
Es wird nur noch aufgewärmt, Innovationen und neue Ideen sind anscheinend nicht gewollt. Traurig!
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Kommentare

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1-6 von 6 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 19.01.2013 23:04:30 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 19.01.2013 23:09:53 GMT+01:00
Christian meint:
Hallo Nennia,
also erst einmal kann man die kritisierten Punkte so stehen lassen, aber sie wirken mittlerweile wie irgendwo gelesen und reinkopiert. Sorry, auch ich kritisiere das Skript des Filmes sehr (Rezension weit unten), halte die geschnittenen Szene für sehr unglücklich und die Metaphorik im Film an sich als nicht gelungen.
Ich zähle mich zu denen, die die ersten 3 Alienfilme Kult finden, sich gerne mit den Hintergründen beschäftigen und nicht alles im Detail erklärt haben müssen.
Mit etwas Aufmerksamkeit und Verstand ist das was Promtheus uns da erzählen will einfach zu fassen und wirkt für mich an vielen Stellen banal.
Wenn man der Entstehung und den Hintergründen (das Making of ist absolut sehenswert aber leider nur auf derr Limited Edition vorhanden) jedoch eine zweite Chance gibt, wird einem wirklich bewußt wie viel Liebe zum Detail und technische Rafinesse (wirklich sehr wenig CGI für einen neuen Film dieses Kalibers) steckt.
Das mit David, dem Blackgoo und Holloway ist übrigens gar nicht so schwer zu verstehen und ein interessanter wie spannender Hintergrund wie ich finde.
Der ganze Film dreht sich um das Thema Schaffen und Erschaffen (und dann macht der Bezug auf dem Namen Prometheus auch in vielerlei Hinsicht Sinn). David ist ein erschaffener Androide, dem es eigentlich versagt ist Leben zu schenken bzw. selber zu erschaffen. Er entwickelt aber schon zu Beginn des Filmes Eigenarten, die einer Gefühlswelt gleichkommen. Er adaptiert menschliche Gesten, Bewegungen, Worte....was in der grandiosen Eröffnungssequenz mit Lawrence von Arabien ganz gut deutlich wird.
Sein Satz dass große Dinge ihren Ursprung in kleinen Dingen haben setzt er Quasi als Versuch in die Tat um, obwohl er die Gefahr erahnt oder sogar kennt.
Er züchtet über einen menschlichen Wirt neues Leben und er sehnt sich in gewisser Form nach Anerkennung (z.B. Rettung (?) Shaws zum Schluß). Im weiteren Film wird die Vielseitigkeit von Leben mittels unterschiedlicher Hybridisierungen dargestellt - der Weg dorthin fällt aber leider im geschnittenen Film grotesk aus.
Ich habe im Kino keinen wirklichen Moment der Spannung erlebt, was ich besonders an Teil 1 von Alien bis heute liebe und hier schmerzlich vermisse. Prometheus ist so wie er bis jetzt gezeigt wird nicht rund, wirkt überambitioniert und lässt viele Chancen (die Ideen sind ja da wenn man das 4stündige MAking of gesehen hat) ungenutzt.
Ich habe mir die Bluray deshalb nur ausgeliehen und hoffe darauf, dass a) ein Director's Cut inkl. der geschnittenen Szenen und 3D nachgeschoben wird und b) eine Fortsetzung den Kreis gelungen schließt. Bis dahin bin ich glücklich mit meiner Alien Anthology Bluray-Box.

Veröffentlicht am 20.01.2013 13:34:42 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 20.01.2013 13:38:27 GMT+01:00
Ich meint:
"Prometheus" ist und bleibt komplett sinnfrei! In dem Film gibt es nichts INTELLIGENTES! :-(

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 08.07.2013 02:07:50 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 08.07.2013 02:18:35 GMT+02:00
Jayanti meint:
[Die meisten Kunden meinen, dass dieser Beitrag nicht zur Diskussion gehört. Beitrag dennoch anzeigen. Alle nicht nützlichen Einträge anzeigen.]

Veröffentlicht am 20.09.2013 05:16:15 GMT+02:00
Zitat von Nennia: "Mir fällt gerade ein, dass das auch keinen Sinn macht. Stand das Ding nicht in der Kajüte des WEIBLICHEN Captains? Und warum kann so ein kostspieliges Gerät nicht Männlein und Weiblein operieren? Rausgeschmissenes Geld, würd ich sagen..."

Das war schon so gedacht. Das Ding war natürlich nicht für sie gedacht, sondern für ihren Vater. War quasi der Hinweis, dass er noch lebt, bevor man ihn dann geshen hat

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 28.01.2014 21:11:17 GMT+01:00
Monty Burns meint:
Tja, in der Tat, diese Sache mit dem Operationsroboter ist natürlich schon eines dieser vielen Details des Films die es erfordert hätten der Handlung zu folgen und dabei sein Gehirn einzuschalten. Dann allerdings hätte man wohl nicht so viele "Logiklöcher" gefunden, was auch wieder irgendwie blöd gewesen wäre, oder? So ist das wohl wenn man nur "halbwegs intelligent" ist.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 21.07.2014 20:16:38 GMT+02:00
Retiarius meint:
Mensch Monty! Nicht beleidigend werden. Ist doch nur eine kontroverse Diskussion.
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