Kundenrezension

20 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Kultband geht Ihren Weg konsequent weiter !, 4. November 2005
Rezension bezieht sich auf: Playing The Angel (Audio CD)
So nun sind knapp drei Wochen mit dem neuen Werk „Playing the Angel" meiner Lieblingsband (seit 83) ins Land gezogen und nun wird es Zeit auch mal eine sachliche Rezension zu schreiben. Außnahmsweise habe ich mir sogar die Mühe gemacht und habe mir den Großteil der bisher verfassten Kritiken hier durchgelesen und in vielen Fällen kann man dafür leider nur ein müdes Lächeln übrig haben. Viele Nostalgiker warten anscheinend immer noch auf ein zweites Violator und sehnen die ach so wunderbaren 80er Jahre herbei. Ich war auch begeistert von den Alben „Black Celebration", „Music for the Masses", „Violator" und natürlich auch „Songs of Faith and Devotion", aber was hätten wir gesagt wenn DM nun im Jahre 2005 eine Kopie dieser Alben veröffentlicht hätten. Alle hätten geschrien das sich die Band nicht mehr weiter entwickelt und wohl am Ende ist. Seit den doch eher durchschnittlichen Anfängen auf „Speak & Spell" bis heute zu „Playing the Angel" gab es keinen Stillstand bei Depeche Mode und genau das erwarte ich von einer Band die unzählige Bands beeinflusst und Maßstäbe gesetzt hat. Außerdem gibt es einige Songs auf dem Album die Parallelen zu alten Hits aufweisen, so erinnert „John The Revelator" sehr an „Personal Jesus" und die erste Single „Precious" weißt auch Gemeinsamkeiten zu „Enjoy the Silence" auf.
Zwei Wochen lang läuft PTA nun in meinem Player auf und ab, und es wird noch lange nicht langweilig. Hat es beim Vorgänger „Exciter" noch einige Zeit gedauert bis die Lieder den Weg ins Gehör fanden, so zünden viele Songs auf PTA schon beim ersten mal hören und der Rest wird bei jedem male besser.
Schon der Opener „A Pain that I used to", lässt das DM Fan Herz höher schlagen, ein klasser Refrain und Daves Stimme, ja der Song ist allererste Sahne.
Danach folgt „John The Revelator" für mich einer der beiden besten Songs des Albums, vor allem bin ich der Meinung das dieser Song bei der Kommenden Tour einer der Kracher wird.
Mit „Suffer Well" folgt das Debut als Songrwriter von Dave Gahan auf einem DM Album, der nach seinem Soloalbum „Paper Monsters" dies gefordert hatte und nun auch drei Songs beigesteuert hat. „Suffer Well" ist ein eingängiger Popsong der auch als Single eine gute Figur machen würde.
„The Sinner in me" ist pefekter Depeche Mode Sound, düstere Atmosphäre, schrille Elektronik, einfach klasse.
Mit „Precious" wurde ein eher untypischer Song als erste Single ausgekoppelt, aber trotz alledem ist es ein sehr gelungener Titel der sehr an den Synthie Pop der 80er Jahre erinnert und im Refrain dem Megahit „Enjoy the Silence" gar nicht so unähnlich ist.
Der erste von Martin Gore gesungene Song auf dem Album ist „Macro" der mich beim ersten mal hören ein wenig enttäuscht hat, aber mit jedem mal hören wird der Titel schlüssiger.
Nun folgen mit „I want it all" und „Nothing`s Impossible" die beiden anderen Titel aus der Feder von Frontman Dave Gahan. Während „I want it all" zwar gut ist, aber doch im Vergleich zum Rest ein wenig abfällt, ist „Nothings Impossible" mein zweiter Lieblingstitel auf PTA. Alle Achtung Dave, du hast es wirklich drauf. Ein düsterer und sehr elektronischer Song mit einem Refrain und einer Stimmung die sofort mitreist. Der Song hat auch jetzt nach zwei Wochen Dauerhörens noch nichts von seiner Orginalität verloren.
Mit „Introspectre" folgt das einige Instrumental auf dem Album welches zwar relativ schlicht gehalten ist aber trotzdem absolut passend wirkt.
„Damaged People" ist der zweite von Martin Gore gesungene Titel und im Vergleich zu „Macro" zündet dieser gleich beim ersten mal. Allerdings sollte man sich bei solchen Titeln und vor allem Texten einmal Gedanken über den psychischen Zustand von Martin Gore machen.
Mit „Lilian" geht es noch einmal flotter zur Sache und DM legen uns damit einen sehr eingängigen Popsong vor, der mich ein wenig an den Titel „But not tonight" aus der „Black Celebration" Zeit erinnert.
Zum Schluss gibt's mit „The Darkest Star" noch einmal eine richtig düstere Ballade die wie z.B. „Waiting for the Night" das Zeug zum Klassiker hat.
„Playing the Angel" ist ein absolutes Hammeralbum von einer Band die in 25 Jahren Bandhistorie keinen Stillstand zuliess und mit Ihrem Schaffen noch lange nicht am Ende ist. Wer immer noch alten Alben nachtrauert, der soll sich mal den Rest der Charts anhören der zum Großteil nur aus belangloser und recyclter Gehörfolter besteht und wie wohltuend ist es da einmal wieder ein derartiges Album zu hören. Einige Rezensenten hätten halt einfach mal warten sollen und sich das Album öfter anhören sollen, bevor sie hier voreilig etwas kritisieren das Sie kaum kennem. Ich kann das Album jedem Freund guter Musik nur wärmstens empfehlen und freue mich sehr auf die kommende Tour. Für alle Kritiker sei es mit den Worten von Dieter Nuhr gesagt: „Wer keine Ahnug hat, einfach mal ...."
Ich habe mir das Album natürlich in der limitierten Edition mit Bonus DVD geholt und kann dies nur jedem Fan ans Herz legen, das die Bonus DVD definitiv das Geld wert ist.
In diesem Sinne 5 Sterne für ein Album mit dem eine Kultband den beschrittenen Weg konsequent weitergeht.
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