Kundenrezension

11 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Muss man nicht haben, 14. Dezember 2007
Rezension bezieht sich auf: Come Taste the Band (Audio CD)
Schon zwei Scheiben nach dem Weggang von Ian Gillan und Roger Glover und der Rekrutierung von David Coverdale (vocals) und Glenn Hughes (bass, vocals) gab es erneut einen einschneidenden Besetzungswechsel bei Deep Purple. Nach der sehr guten "Burn" und der zum Teil gewöhnungsbedürftigen "Stormbringer" verließ Gründungsmitglied und Haupt Songlieferant Ritchie Blackmore die Band. Schon zu Strombringer Zeiten war abzusehen, dass er Deep Purple verlassen möchte. Zu sehr war er mit seinem Solo Projekt, das er später Rainbow taufen sollte beschäftigt. Und zu groß wurde der Einfluss von Hughes/Coverdale auf das Songwriting, deren Stil Blackmore nicht mochte. Für viele Fans war der Ausstieg von Blackmore schon das eigentliche Ende von Deep Purple. Auch Jon Lord wollte aufhören, wurde aber von Coverdale und Hughes noch einmal überredet, es mit einem neuen Gitarristen zu versuchen.

Nachdem auch Drummer Ian Paice zustimmte, wurde der ehemalige James Gang und Alphonze Mouzon Gitarrist Tommy Bolin, der übrigens von Blackmore vorgeschlagen wurde, als neuer Saitenmann verpflichtet. Das Lineup bestand nun aus folgenden Musikern:

David Coverdale - vocals
Glenn Hughes - bass, vocals
Jon Lord - keyboards
Ian Paice - drums
Tommy Bolin - guitars, vocals

Coverdale und Hughes hatten nun die Kompositionen voll in eigenen Händen. Und so entstand eine Scheibe, die kaum noch etwas mit Deep Purple zu tun hat, wie die Fans aus den alten Tagen sie kennen. Funk und Soul überragt jetzt Blues und Rock. Den Lead Gesang teilen sich Coverdale und Hughes, den ich übrigens im Gegensatz zu vielen Anderen für einen grottenschlechten Sänger halte (was hat der Live Konzerte mit seinem Gefiepse versaut!). Und im Gegensatz zu Steve Morse heute, durfte Tommy Bolin damals kaum eigene Ideen in die Band mit einbringen. Wie gut er wirklich war, kann man übrigens auf der CD "Days may come and days may go" hören, die die Sessionarbeit zu seinem Einstand wiedergibt. Das positivste an der ganzen Scheibe ist die Tatsache, dass Jon Lord hier seine Vielseitigkeit und Klasse zeigen kann.

Nun zu den einzelnen Titeln:
1. Comin` home - ein schneller Hard Rock Song, der an Burn erinnert. Eines der wenigen Highlights der CD. Jon Lord begleitet mit Orgel und Piano.
2. Lady luck - der funky Bass dominiert in diesem Stück, das Gitarren Solo mit einem spaceigen Sound
3. Gettin` tighter - Glenn Hughes singt dieses Stück alleine, wieder eine funky Nummer mit einem rockigen Refrain
4. Dealer - ein bluesgetränkter Midtempo Song, mit sehr gutem Gesang von David Coverdale, Gitarre und Orgel halten sich im Hintergrund
5. I need love - wieder ein sehr funky Stück, aber das schlechteste und langweiligste der CD
6. Drifter - endlich wieder ein Highlight, ein guter Hardrock Riff mit schönem Solo von Bolin
7. Love Child - heavy slow Blues Riff mit funky Solo, Jon Lord spielt hier Synthesizer
8. This time around - Jon Lord begleitet Hughes auf Synthi und Piano, eine schöne Ballade.
9. Owed to `G` - diese instrumentale Ode an Gershwin ist ein guter, gitarrenbetonter Bluesrock
10. You keep on moving - ein versöhnlicher Abschluss der CD. Das beste Stück der Scheibe erinnert im Songaufbau sogar an Child in Time - ruhiger balladesker Anfang, Hard Rock Refrain, 1. Solo Jon Lord mit Hammond Orgel und 2. Solo Tommy Bolin.

Fazit: Diese Scheibe ist keinem zu empfehlen, der Deep Purple kennen lernen möchte. Wer auf funky Rock oder gar Jazz Rock steht, sollte mal ein Ohr riskieren. Die Scheibe hat wie erwähnt nichts mit dem harten Rock der frühen 70er, oder dem Blues und Boogie Rock, wie ihn Coverdale, Lord und Paice später zusammen mit Whitesnake machten, zu tun. Der Titel "Come taste the band" deutet schließlich auch darauf hin, dass Deep Purple neue Wege erkunden wollte. Die drei Songs Comin` home, Drifter und You keep on moving und Jon Lord's virtuoses Spiel machen es für Sammler lohnenswert, die Scheibe zu kaufen.
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1-2 von 2 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 26.02.2009 02:26:00 GMT+01:00
Genau, nur wurde Bolin von Coverdale vorgeschlagen, nicht von Blackmore. Andere Kandidaten die er damals ins Spiel brachte waren u.a. Jeff Beck und Rory Gallager.

Veröffentlicht am 04.12.2013 21:04:17 GMT+01:00
...doch: MUSS man haben. "Come taste the Band" ist das untypischste aber BESTE DP-Album. Merkt man aber erst nach dem 3. Hören!!!
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